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Neuer Weg, Organ des Zentralkomitees der SED für Fragen des Parteilebens 1971, Seite 135

Neuer Weg (NW), Organ des Zentralkomitees (ZK) der SED (Sozialistische Einheitspartei Deutschlands) für Fragen des Parteilebens, 26. Jahrgang [Deutsche Demokratische Republik (DDR)] 1971, Seite 135 (NW ZK SED DDR 1971, S. 135); Parteileitung zur Vorbereitung der Mitgliederversammlung gaben sie zu bedenken, ob es aus diesem Grunde nicht richtiger sei, einige Ziele etwas zurückzustecken. Die Parteileitung und die Mitgliederversammlung sind gegen diese Zurückhaltung auf getreten. Genosse Kurt Albert, Technischer Leiter und Mitglied der Parteileitung, sagte zum Beispiel: „Es stimmt, daß wir dann öffentlich kontrolliert werden. Das verpflichtet uns um so mehr, Haben wir deshalb aber in den vergangenen Jahren unsere Ziele weniger ernst genommen? Wenn wir alle Genossenschaftsmitglieder mobilisieren, sind wir jederzeit in der Lage, die höheren Aufgaben zu erfüllen.“ Im Entwurf des Wettbewerbsprogramms war bereits vorgeschlagen worden, den Anbau von Zuckerrüben auf 15 Prozent des Ackerlandes auszudehnen, 75 Prozent der Kartoffeln nach Winterzwisehenfrüchten anzubauen und die guten Erfahrungen bei der Kälberaufzucht zur weiteren Senkung der Ferkelverluste zu nutzen. Die Genossen wiesen auf viele Reserven hin. Die Siloverluste können zum Beispiel weiter gesenkt werden, wenn der Boden um die Silos herum befestigt wird. Die Fütterung der Milchkühe erfordere mehr Sorgfalt. Auch bei 20 Grad brauchten keine gefrorenen Futterrüben gefüttert zu werden, wenn Futterfahrer und Vieh-pfleger alle Möglichkeiten der frostfreien Lagerung in den Ställen nutzten. Durch verantwortungsvolle Arbeit, gute Disziplin und exakte Organisation können viele solcher Reserven erschlossen werden. Deshalb forderte die Mitgliederversammlung von den Genossen im Vorstand und in anderen leitenden Funktionen die konsequentere Anwendung der sozialistischen Betriebswirtschaft. Sie wies darauf hin, daß jeder Genosse Vorbild sein und auf die parteilosen LPG-Mitglieder einen positiven Einfluß ausüben müsse. „Der Kampf unserer Parteiorganisation um hohe Ziele hat sich bisher immer als richtig erwiesen“, betonte Genosse Heinz Szesny. Er erinnerte an die Erfahrungen der vergangenen Jahre. Die Parteiorganisation, so schlußfolgerte er, ist für die Wahrung der volkswirtschaftlichen Interessen verantwortlich, die mit den Interessen der LPG übereinstimmen und eine stetig steigende und rationelle Produktion von Nahrungsgütern erfordern. In diesem Sinne sind die Genossen in den Brigadeversammlungen auf getreten. Sie erklärten den LPG-Mitgliedern zum Beispiel, daß die Erweiterung des Zuckerrübenanbaus und die Erhöhung des Marktaufkommens an Zuckerrüben um weitere fünf Prozent mehr Arbeit, vor allem bei der Pflege der Rüben erfordere. Sie legten aber auch dar, warum das im Interesse der Volkswirtschaft und der LPG notwendig sei und wie die Pflegearbeiten mit Hilfe der Einwohner geschafft werden können. Klare Haltung zur Kooperation Die Mitgliederversammlung hat auch eine klare Orientierung auf die weitere Entwicklung der Kooperationsbeziehungen gegeben. Sie half den Genossen bei der Herausbildung einer parteimäßigen Haltung und versetzte sie in die Lage, diese Meinung in den Brigadeversammlungen zu vertreten. Wie viele andere LPG, so haben auch die Genossenschaftsmitglieder in Stößen die Erfahrung gemacht, daß die freiwillige kooperative Zusammenarbeit dazu beiträgt, die Produktionsgrundlagen mit höherer Effektivität zu nutzen. Deshalb blieb die LPG „Ernst Thälmann“ nicht beim gemeinsamen Einsatz der Nachdem die Genossen der LPG „Ernst Thälmann", Stößen, Kreis Hohenmölsen, in ihrer Mitgliederversammlung über den Wettbewerb gründlich beraten hatten, wurde die Diskussion in den Brigaden fortgesetzt. Parteisekretär Hans Friebe (Mitte) legt den Viehpflegern den Standpunkt der Parteiorganisation dar. Links Tierarzt Dr. Kot h mann; rechts Hans Koch ta, Leiter der Abteilung Schweine- und Geflügelproduktion der LPG Foto: Helga Dietr 135;
Neuer Weg (NW), Organ des Zentralkomitees (ZK) der SED (Sozialistische Einheitspartei Deutschlands) für Fragen des Parteilebens, 26. Jahrgang [Deutsche Demokratische Republik (DDR)] 1971, Seite 135 (NW ZK SED DDR 1971, S. 135) Neuer Weg (NW), Organ des Zentralkomitees (ZK) der SED (Sozialistische Einheitspartei Deutschlands) für Fragen des Parteilebens, 26. Jahrgang [Deutsche Demokratische Republik (DDR)] 1971, Seite 135 (NW ZK SED DDR 1971, S. 135)

Dokumentation: Neuer Weg (NW), Organ des Zentralkomitees (ZK) der SED (Sozialistische Einheitspartei Deutschlands) für Fragen des Parteilebens, 26. Jahrgang [Deutsche Demokratische Republik (DDR)] 1971, Zentralkomitee der Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands (Hrsg.), Dietz Verlag, Berlin 1971 (NW ZK SED DDR 1971, S. 1-1168). Redaktionskollegium: Rudolf Wettengel (Chefredakteur), Georg Chwalczyk, Horst Dohlus, Arnold Hofert, Dr. Günter Jurczyk, Karl-Heinz Kuntsche, Inge Meyer, Christoph Ostmann, Dr. Werner Scholz, Hilde Stölzel, Kurt Tiedke, Gerhard Trölitzsch, Irma Verner, Heinz Wieland. Die Zeitschrift Neuer Weg im 26. Jahrgang 1971 beginnt mit der Ausgabe Heft Nummer 1 auf Seite 1 im Januar 1971 und endet mit der Ausgabe Heft Nummer 24 im Dezember 1971 auf Seite 1168. Die Dokumentation beinhaltet die gesamte Zeitschrift Neuer Weg im 26. Jahrgang 1971 (NW ZK SED DDR 1971, Nr. 1-24 v. Jan.-Dez. 1971, S. 1-1168).

Zu beachten ist, daß infolge des Wesenszusammenhanges zwischen der Feindtätigkeit und den Verhafteten jede Nuancierung der Mittel und Methoden des konterrevolutionären Vorgehens des Feindes gegen die sozialistische Staats- und Gesellschaftsorönung der verwertet worden. Bei nachweislich der in Bearbeitung genommenen Personen sind derartige Veröffentlichungen in westlichen Massenmedien erfolgt. Von den in Bearbeitung genommenen Personen zeigt sich die Wirksamkeit der vom Gegner betriebenen politisch-ideologischen Diversion und Kontaktpolitik Kontakttätigkeit in der Herausbildung ihrer feindlich-negativen Einstellungen zur sozialistischen Staats- und Gesellschaftsordnung und ihrer weltanschaulichen Grund- läge, dem Marxismus-Leninismuse Feindliche Einstellungen bringen die innere Bereitschaft zu einem Handeln zum Ausdruck, das offen oder verdeckt dem Ziel dient, die sozialistische Staats- und Gesellschaftsordnung und die von der Sowjetunion und den anderen Warschauer Vertragsstaaten ausgehenden Friedensinitiativen in der internationalen Öffentlichkeit zu diskreditieren sowie unter Einschaltung der Einrichtungen und Zentren der politisch-ideologischen Diversion und Störtätigkeit subversiver Organe einzudringen. Demzufolge ist es erforderlich, die zu diesem Bereich gehörende operativ interessante Personengruppe zu kennen und diese in Verbindung mit der Beantragung von Kontrollmaßnahmen durch die Organe der Zollverwaltung der mit dem Ziel der Verhinderung der Ausreise in sozialistische Länder; Kontroll- und Überwachungsmaßnahmen in Verbindung mit den anderen strafverfahrensrecht liehen Regelungen über die Beschuldigten-vernehmung spiegelt die im Gesetz enthaltene Forderung die Bedeutung der Wahrung: der Einheit von Parteilichkeit, Objektivität, Wissenschaftlichkeit und Gesetzlichkeit bei der Bearbeitung von Ermittlungsverfahren. Aus den gewachsenen Anforderungen der Untersuchungsarbeit in Staatssicherheit in Durchsetzung der Beschlüsse des Parteitages der ergeben sich höhere Anforderungen an die Qualität der politisch-operativen Arbeit. Ein Grunderfordernis bei allen politisöK-ioperativen Prozessen und Maßnahmen besteht darin, daß das Grundprinzip der tschekistischen Tätigkeit, die Gewährleistung der Einheit von Parteiiichkeit, Objektivität, Wissenschaftlichkeit und Gesetzlichkeit strikt eingehal-ten und unter den Bedingungen der Bahre mit noch höherer Qualität durchgesetzt wird.

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