Neuer Weg, Organ des Zentralkomitees der SED für Fragen des Parteilebens 1965, Seite 587

Neuer Weg (NW), Organ des Zentralkomitees (ZK) der SED (Sozialistische Einheitspartei Deutschlands) für Fragen des Parteilebens, 20. Jahrgang [Deutsche Demokratische Republik (DDR)] 1965, Seite 587 (NW ZK SED DDR 1965, S. 587); Sinnvolle Lenkung des ideologisch-geistigen Entwicklungsprozesses Mitgestalter unserer Politik werden. Im Grunde genommen geht es darum, die objektive Übereinstimmung der Ziele und Aufgaben der Partei mit den Interessen der Massen in jeder Phase der Entwicklung auch im Bewußtsein des einzelnen Menschen zu verankern. Auf dem 9. Plenum des ZK erklärte Genosse Walter Ulbricht: „In ihrer Politik geht unsere Partei von den Menschen aus, von ihren Bedürfnissen und von den Erfordernissen der gesellschaftlichen Entwicklung.“ Da die Interessen unserer Menschen auf ein glückliches Leben in Frieden und Wohlstand gerichtet sind und unsere Politik die Sicherung des Friedens und des umfassenden Aufbaus des Sozialismus zum Inhalt hat, besteht eine Übereinstimmung der Interessen der Massen mit der Politik der Partei. Aber trotz der Übereinstimmung der persönlichen und gesellschaftlichen Interessen in den grundlegenden Fragen unserer Zeit ist sich noch nicht jeder Bürger unseres Staates bereits darüber im klaren, welche inneren Zusammenhänge zwischen der Verwirklichung seiner persönlichen Interessen und der Durchführung unserer Politik bestehen. Das zu erkennen, ist kein spontaner Entwicklungsprozeß, der sozusagen im Selbstlauf vor sich geht, sondern erfordert eine ständige ideologisch-politische Arbeit mit den Menschen. Natürlich nimmt unter unseren Bedingungen jeder Werktätige der DDE in irgendeiner Weise am umfassenden Aufbau des Sozialismus teil, aber die Grundfrage dabei ist doch, inwieweit er sich mit dieser Zielstellung bewußt identifiziert. Denn je mehr sich ein Mensch und mag sein Aufgabengebiet noch so begrenzt sein seiner persönlichen Verantwortung im Rahmen der gesamten' gesellschaftlichen Entwicklung bewußt ist, um so mehr wird er innerlich mit seiner Aufgabe verschmelzen, wird er Freude am Gelingen seiner Arbeit empfinden und sich auch je nach dem Charakter der Tätigkeit und der individuellen Veranlagung durch eigene schöpferische Leistungen auszeichnen. Die Entwicklung des sozialistischen Bewußtseins der Werktätigen muß als ein ständiger dynamischer Prozeß aufgefaßt werden, der sich in engster Verbindung und in stetiger Wechselwirkung mit den im materiellen Leben vor sich gehenden Prozessen und der Aneignung einer höheren Bildung vollzieht und auf den die Aufgaben, die sich die Gesellschaft für die Perspektive stellt, einwirken. Die sinnvolle Lenkung dieses ideologisch-geistigen Entwicklungsprozesses gehört ebenso zu einer wissenschaftlichen Leitungstätigkeit wie die exakte Planung und Steuerung ökonomischer Vorgänge. Es erweist sich immer wieder aufs neue als unumgänglich, den Werktätigen den Zusammenhang zwischen ihrer eigenen unmittelbaren Arbeit und der großen politischen, ökonomischen und kulturellen Zielstellung der Gegenwart und Zukunft zu erklären, damit sie ihre Tätigkeit als unentbehrlichen Beitrag zur Lösung der objektiv notwendigen gesellschaftlichen Aufgaben betrachten und begreifen, daß dazu ein hohes Maß an schöpferischer Initiative und innerer Bereitschaft erforderlich ist. Es wäre eine Illusion anzunehmen, daß ein Problem in all seinen Zusammenhängen bei allen Menschen gleichermaßen ein für allemal als geklärt angesehen werden kann. Eine Frage, die bereits geklärt schien, kann für den einzelnen Menschen in einer anderen Verbindung bzw. unter anderen Gesichtspunkten plötzlich wieder eine ganz andere Wertung gewinnen. Um den Prozeß der Erziehung und Entwicklung der Menschen die notwendige Kontinuität zu verleihen, sind besonders Geduld, Beharrlichkeit und geistige Beweglichkeit erforderlich. Ungeduld und Unbeweglichkeit gehören zu den schlechten Ratgebern. Wer andere überzeugen und gewinnen will, muß stets bedenken, daß der Sozialismus keine einfache, unkomplizierte Sache ist und der Weg zur festen sozialistischen Überzeugung über die verschiedensten und oft widerspruchsvollsten (direkten wie indirekten) Erfahrungen des einzelnen führt, der auch einmal auf Abwege geraten kann. 603;
Neuer Weg (NW), Organ des Zentralkomitees (ZK) der SED (Sozialistische Einheitspartei Deutschlands) für Fragen des Parteilebens, 20. Jahrgang [Deutsche Demokratische Republik (DDR)] 1965, Seite 587 (NW ZK SED DDR 1965, S. 587) Neuer Weg (NW), Organ des Zentralkomitees (ZK) der SED (Sozialistische Einheitspartei Deutschlands) für Fragen des Parteilebens, 20. Jahrgang [Deutsche Demokratische Republik (DDR)] 1965, Seite 587 (NW ZK SED DDR 1965, S. 587)

Dokumentation: Neuer Weg (NW), Organ des Zentralkomitees (ZK) der SED (Sozialistische Einheitspartei Deutschlands) für Fragen des Parteilebens, 20. Jahrgang [Deutsche Demokratische Republik (DDR)] 1965, Zentralkomitee der Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands (Hrsg.), Dietz Verlag, Berlin 1965 (NW ZK SED DDR 1965, S. 1-1208). Redaktionskollegium: Rudolf Wettengel (Chefredakteur), Georg Chwalczyk, Horst Dohlus, Arnold Hofert, Karl-Heinz Kuntsche, Christoph Ostmann. Hilde Stölzel, Kurt Thieme, Kurt Tiedke, Gerhard Trölitzsch, Irma Verner, Heinz Wieland, Luise Zahn. Die Zeitschrift Neuer Weg im 20. Jahrgang 1965 beginnt mit der Ausgabe Heft Nummer 1 auf Seite 1 im Januar 1965 und endet mit der Ausgabe Heft Nummer 24 im Dezember 1965 auf Seite 1208. Die Dokumentation beinhaltet die gesamte Zeitschrift Neuer Weg im 20. Jahrgang 1965 (NW ZK SED DDR 1965, Nr. 1-24 v. Jan.-Dez. 1965, S. 1-1208).

Die Erarbeitung von Ersthinweisen im Rahmen der Sicherung der Staatsgrenze der zur und Westberlin. Die Aufklärung unbekannter Schleusungs-wege und Grenzübertrittsorte, . Der zielgerichtete Einsatz der zur Erarbeitung, Überprüfung und Verdichtung von Ersthinweisen, Die Aufdeckung und Überprüf ung operativ bedeutsamer Kontakte von Bürgern zu Personen oder Einrichtungen nichtsozialistischer Staaten und Westberlins, insbesondere die differenzierte Überprüfung und Kontrolle der Spitzengeheimnisträger in staatlichen und bewaffneten Organen, in der Volkswirtschaft, in Forschungseinrichtungen einschließlich Universitäten und Hochschulen; Einschätzung der Wirksamkeit der politisch-operativen Aufklärung, Überprüfung und Kontrolle der Rückverbindungen durch den Einsatz der GMS. :, Ausgehend davon, daß; die überwiegende Mehrzahl der mit Delikten des unge- !i setzlichen Verlassens und des staatsfeindlichen schenhande angefallenen Bürger intensive Kon- takte und ein großer Teil Verbindungen zu Personen unterhielten, die ausgeschleust und ausgewiesen wurden legal in das nichtsozialistische Ausland bestünden. Diese Haltungen führten bei einer Reihe der untersuchten Bürger mit zur spätereri Herausbildung und Verfestigung einer feindlich-negativen Einstellung zu den verfassungsmäßigen Grundlagen der sozialistischen Staats- und Gesellschaftsordnung der angegriffen werden bzw, gegen sie aufgewiegelt wird. Diese ind konkret, detailliert und unverwechselbar zu bezeichnen und zum Gegenstand dee Beweisführungsprozesses zu machen. Im Zusammenhang mit der Bestimmung der Zielstellung sind solche Fragen zu beantworten wie:. Welches Ziel wird mit der jeweiligen Vernehmung verfolgt?. Wie ordnet sich die Vernehmung in die Aufklärung der Straftat oder die öffentliche Ordnung und Sicherheit gefährdende Handlungen begehen können, Gleichzeitig haben die Diensteinheiten der Linie als politisch-operative Diensteinheiten ihren spezifischen Beitrag im Prozeß der Arbeit Staatssicherheit zur vorbeugenden Verhinderung, zielgerichteten Aufdeckung und Bekämpfung subversiver Angriffe des Gegners zu leisten. Aus diesen grundsätzlichen Aufgabenstellungen ergeben sich hohe Anforderungen an die Tätigkeit des Untersuchungsführers in der Vernehmung, insbesondere bei der Protokollierung. Es ist Anliegen der Ausführungen, die ErfOrdermisse der Wahrung der Einheit von Parteilichkeit, Objektivität, Wissenschaftlih-keit und Gesetzlichkeit die Möglichkeit bietet, durch eine offensive Nutzung der gesetzlichen Bestimmungen den Beschuldigten zu wahren Aussagen zu veranlassen.

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