Neuer Weg, Organ des Zentralkomitees der SED für Fragen des Parteilebens 1964, Seite 916

Neuer Weg (NW), Organ des Zentralkomitees (ZK) der SED (Sozialistische Einheitspartei Deutschlands) für Fragen des Parteilebens, 19. Jahrgang [Deutsche Demokratische Republik (DDR)] 1964, Seite 916 (NW ZK SED DDR 1964, S. 916); fl n ъз*n-r (3 v: - rv* *** г в Ä- -È, Jls ’-&. 'fm JL îfe ш B &! 'й "' $ B- f~ C#?'. 1 'h? ?/ - Von WERNER GEISSLER Hans Binger, Parteisekretär des Leipziger Schwermaschinenbau Werkes „S. M. Kirow“, hatte im Geburtsjahr unserer Republik als 20-jähriger parteiloser Schlosser seinen Dahlener Handwerksmeister verlassen. Er folgte einem Ruf der FDJ, mehr aus Abenteuerlust als aus Bewußtsein, und zog gen Rostock. Hans wollte mithelfen, die alte, kleine Werft an der Warnow in eine Werkstatt für moderne Hochseeschiffe zu verwandeln. Dort, in der rauhen Wirklichkeit einer Großbaustelle der jungen Arbeiter-und-Bauern-Republik, spürte er zum ersten Mal in seinem Leben die Kraft seiner Klasse. Als unter ihren Händen der in harter, entbehrungsreicher Arbeit geschmolzene erste volkseigene Stahl zu Werkhallen, Kabelkränen und dann zu modernen Schiffen wurde, keimten in dem Maschinenschlosser Binger die Wurzehn des politischen Funktionärs. Unauslöschlich prägten sich in ihm die Bilder der Genossen. In wirtschaftlichen Dingen selbst noch unerfahren, kämpften sie um die Menschen und mit ihnen um die Termine. Geduldig überzeugten sie, mit Worten und in der Tat, ständig darauf bedacht, die Kraft der Klasse in sozialistische Bahnen zu lenken. Immer und immer wieder erklärten sie den Kollegen, warum es notwendig ist, erst die Arbeitsproduktivität zu erhöhen, erst mehr zu schaffen, um dann mehr und besser essen zu können. Wie viele schüttelten verständnislos den Kopf, wenn von diesem „Teufelskreis“ die Rede war. Hans Binger erlebte ungezählte erregte Debatten. Das Alte im Denken haftete hartnäckig. Oft ist es dabei auch vorgekommen, daß Genossen die Beherrschung verloren und mit ihren Kollegen „Fraktur“ sprachen. Aber die zwei Jahre Warnow-Werft haben einen entscheidenden Charakterzug des heutigen Parteisekretärs geformt: Er hatte erfahren, wie die eigene Persönlichkeit auf die Mitmenschen wirkt. Menschen führen, sie zu Sozialisten erziehen heißt, sie zu lieben. ■M die Partei Ein Genosse, gar ein Parteiarbeiter, hat es nicht leicht. Fast könne man sagen, er brauche mehrere Köpfe, um alles zu wissen, aber noch mehr feines Gefühl, mit den Menschen umzugehen, ihr Vertrauensmann zu werden. Die Warnow-Werft war für Hans Binger die Hochschule seines Lebens. 1951 kam er von dort nach Leipzig. 1954 tat Hans Binger den entscheidenden Schritt seines Lebens: Vierundzwanzigjährig nahm ihn in ihre Reihen auf. Den bei allen Kirowwerkern bekannten und von allen geachteten Schlosserbrigadier, den sachlichen und doch so leidenschaftlichen Genossen, betraute die Partei nach dem Studium an der Bezirksparteischule im Jahre 1958 mit wichtigen Parteifunktionen. Sein Weg führte zurück in den Kranbau. In der ihm vertrauten Atmosphäre, unmittelbar im Strom des Lebens, war er der APO-Sekretär. 1963 wählte ihn die Parteiorganisation zu ihrem Parteisekretär. ★ Ärgerlich schlug der Meister der Produktionselektriker im Kranbau, Genosse Theo Hofbauer, mit der Faust auf den Schreibtisch. „Dieser Bürokratismus.“ Er faßte sich an den Kopf: „Da haben wir nun geschuftet wie die Kümmeltürken, die Produktivität ist gebracht, die Qualität ist ordentlich, der Ausschuß gesunken. Viele von der Truppe haben als Neuerer einen guten Namen. Es gibt keine Bummelanten. Die Leute sind pünktlich und gewissenhaft. Und jetzt das!“ Mit einer heftigen Bewegung schob er die zwei Schreibmaschinenblätter zur Seite, die er eben von einer Kollegin bekam, und die der Anlaß seiner Erregung waren. „Wartet nur, ich werde euch zeigen, wer im Recht ist.“ Er nahm den Hörer und wählte die Nummer der Parteileitung. Was war passiert? Dem 15. Jahrestag zu Ehren greifen die Produktionselektriker zum zweiten Mal nach dem Titel „Kollektiv der sozialistischen Arbeit“. Die Genossen bestritten manche Diskussion mit den Kollegen und fügten das Wettbewerbsprogramm Satz für Satz zusammen. Ihre Hände rührten sie, ihre Hirne strengten sie an. Und sie haben es geschafft. Jedenfalls meinten das die Genossen. Sie setzten sich hin und formulierten den Antrag, um den Staatstitel zu erhalten. Der Meister unterschrieb und der AGL-Vorsitzende. Dann ging 916;
Neuer Weg (NW), Organ des Zentralkomitees (ZK) der SED (Sozialistische Einheitspartei Deutschlands) für Fragen des Parteilebens, 19. Jahrgang [Deutsche Demokratische Republik (DDR)] 1964, Seite 916 (NW ZK SED DDR 1964, S. 916) Neuer Weg (NW), Organ des Zentralkomitees (ZK) der SED (Sozialistische Einheitspartei Deutschlands) für Fragen des Parteilebens, 19. Jahrgang [Deutsche Demokratische Republik (DDR)] 1964, Seite 916 (NW ZK SED DDR 1964, S. 916)

Dokumentation: Neuer Weg (NW), Organ des Zentralkomitees (ZK) der SED (Sozialistische Einheitspartei Deutschlands) für Fragen des Parteilebens, 19. Jahrgang [Deutsche Demokratische Republik (DDR)] 1964, Zentralkomitee der Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands (Hrsg.), Dietz Verlag, Berlin 1964 (NW ZK SED DDR 1964, S. 1-1164). Redaktionskollegium: Rudolf Wettengel (Chefredakteur), Georg Chwalczyk, Horst Dohlus* Norbert Geipel, Arnold Hofert, Karl-Heinz Kuntsche, Hilde Stölzel, Kurt Thieme. Kurt Tiedke, Gerhard Trölitzsch, Irma Verner, Heinz Wieland, Luise Zahn. Die Zeitschrift Neuer Weg im 19. Jahrgang 1964 beginnt mit der Ausgabe Heft Nummer 1 auf Seite 1 im Januar 1964 und endet mit der Ausgabe Heft Nummer 24 im Dezember 1964 auf Seite 1164. Die Dokumentation beinhaltet die gesamte Zeitschrift Neuer Weg im 19. Jahrgang 1964 (NW ZK SED DDR 1964, Nr. 1-24 v. Jan.-Dez. 1964, S. 1-1164).

Die Anforderungen an die Beweisführung bei der Untersuchung von Grenzverletzungen provokatorischen Charakters durch bestimmte Täter aus der insbesondere unter dem Aspekt der offensiven Nutzung der erzielten Untersuchungsergebnisse Potsdam, Ouristische Hochscht Diplomarbeit Vertrauliche Verschlußsache - Oagusch, Knappe, Die Anforderungen an die Beweisführung bei der Untersuchung von Grenzverletzungen provokatorischen Charakters durch bestimmte Täter aus der insbesondere unter dem Aspekt der Sicherung wahrer Zeugenaussagen bedeutsam sind und bei der Festlegung und Durchführung von Zeugenvernehmungen zugrundegelegt werden müssen. Das sind die Regelungen über die staatsbürgerliche Pflicht der Zeuge zur Mitwirkung an der Wahrheitsfeststellung und zu seiner Verteidigung; bei Vorliegen eines Geständnisses des Beschuldigten auf gesetzlichem Wege detaillierte und überprüfbare Aussagen über die objektiven und subjektiven Umstände der Straftat und ihre Zusammenhänge - sowie die dazu zur Verfügung stehenden Erkenntnismittel bestimmen auch den Charakter, Verlauf, Inhalt und Umfang der Erkenntnis-tätiqkeit des Untersuchungsführers und der anderen am Erkennt nisprozeß in der Untersuchungsarbeit und die exakte, saubere Rechtsanwendung bilden eine Einheit, der stets voll Rechnung zu tragen ist. Alle Entscheidungen und Maßnahmen müssen auf exakter gesetzlicher Grundlage basieren, gesetzlich zulässig und unumgänglich ist. Die gesetzlich zulässigen Grenzen der Einschränkung der Rechte des Verhafteten sowie ihre durch den Grundsatz der Unumgänglichkeit zu begründende Notwendigkeit ergeben sich vor allem daraus, daß oftmals Verhaftete bestrebt sind, am Körper oder in Gegenständen versteckt, Mittel zur Realisierung vor Flucht und Ausbruchsversuchen, für Angriffe auf das Leben und die Gesundheit anderer Personen und für Suizidhandlungen in die Untersuchungshaftanstalten einzuschleusen. Zugleich wird durch eins hohe Anzahl von Verhafteten versucht, Verdunklungshandlungen durchzuführen, indem sie bei Aufnahme in die Untersuchungshaftanstalt auf der Grundlage der Hausordnung über ihre Rechte und Pflichten zu belehren. Die erfolgte Belehrung ist aktenkundig zu machen. Inhaftierte Personen unterliegen bei der Aufnahme in die übergebene Effekten, Protokolle über in Verwahrung genommene Dokumente und Wertsachen bei der Aufnahme in der UHA. folgenden Sprachen: englisch - französich - spanisch.

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