Neuer Weg, Organ des Zentralkomitees der SED für Fragen des Parteilebens 1963, Seite 22

Neuer Weg (NW), Organ des Zentralkomitees (ZK) der SED (Sozialistische Einheitspartei Deutschlands) für Fragen des Parteilebens, 18. Jahrgang [Deutsche Demokratische Republik (DDR)] 1963, Seite 22 (NW ZK SED DDR 1963, S. 22); spiel vom Werkstättenprinzip abgegangen und zur Fließfertigung übergegangen wird, kann nicht irgend jemand im Betrieb treffen, sondern allein der Werkleiter. Deshalb muß der Werkleiter der eifrigste Verfechter der Mitrofanow-Me-thode sein und mit seiner ganzen Autorität auf die übrigen Wirtschaftsleiter einwirken, damit sie in ihren Bereichen alle Arbeiten auf diesem Gebiet unterstützen. Als Parteileitung wachen wir darüber, daß der Werkleiter dieser Aufgabe gerecht wird. 2. Jeder muß die Methode kennen Der Erfolg der Gruppenbearbeitung hängt davon ab, wie die Menschen, die danach arbeiten sollen, zu dieser Methode stehen. Es geht ja nicht allein um die Klassifizierung von Teilen, sondern darum, ganze Betriebsteile лют Werkstättenprinzip auf die Fließfertigung umzustellen. Den in diesen Bereichen arbeitenden Kollegen geht es also unmittelbar an. Nachdem in APO- und Parteigruppenversammlungen über die Mitrofanow-Methode beraten worden war, wurden Aussprachen mit allen Kollegen in Gewerkschaftsversammlungen geführt. Mitglieder der Parteileitung und leitende Wirtschaftsfunktionäre erläuterten auf diesen Versammlungen, warum die Gruppenbearbeitung besonders in unserem Betrieb eine so große Bedeutung hat, wie dadurch die Arbeitsproduktivität wesentlich gesteigert und die Selbstkosten gesenkt werden können. Gegen die Gruppenbearbeitung an sich gab es keine direkten Ein wände. Doch darüber, daß einige behaupteten, der Lohn werde dabei beschnitten, gab es anfangs Diskussionen. Die Bedenken der Kollegen konnten jedoch zerstreut werden. Viel heftiger debattierte man jedoch über die Qualifizierung. Die höhere Fertigungsart verlangt auch höhere Kenntnisse von jedem einzelnen. Es kam der Parteileitung daiauf an, daß ein möglichst großer Teil der Werktätigen schnell beginnt, sich auf die Arbeit an der neuen Technik vorzubereiten. Die Diskussion über die Qualifizierung im Zusammenhang mit der Gruppenbearbeitung hatte zur Folge, daß 36 Prozent der Werktätigen unseres Betriebes die Verpflichtung eingingen, sich an der Technischen Betriebsschule weiterzubilden. Im kommenden Jahr wird die Gruppenbearbeitung auf weitere Gebiete des Werkes ausgedehnt. Die Parteileitung orientiert schon jetzt den Werkleiter und die Gewerkschaftsleitung darauf, sich darum zu kümmern, daß weitere Kollegen an Qualifizierungslehrgängen teilnehmen. 3. Mitrofanow-Methode und Gemeinschaftsarbeit Die Parteileitung ließ sich von dem Hinweis des Genossen Mitrofanow leiten, daß diese wissenschaftliche Methode nur in Gemeinschaftsarbeit von Produktionsarbeitern und Angehörigen der Intelligenz zum Erfolg geführt werden kann. Deshalb achtet sie darauf, daß in den sozialistischen Arbeitsgemeinschaften neben Leitungskadern vor allem Arbeiter und Ingenieure aus solchen Produktionsbereichen mitarbeiten, wo durch die Mitrofanow-Methode Veränderungen im Produktionsablauf entstehen. Die Erfahrung lehrte uns, daß es nicht allein genügt, die Werktätigen mit der Gruppenbearbeitung vertraut zu machen. Es ist auch notwendig, die Menschen, die später unmittelbar nach der neuen Technologie arbeiten, von Anfang an mit heranzuziehen. In den sozialistischen Gemeinschaften, die sich gegenwärtig mit der Errichtung neuer Fließreihen beschäftigen, sind Arbeiter und Ingenieure aus den Bereichen tätig, wo die neue Technik aufgebaut wird. Einmal werden dadurch die reichen Erfahrungen dieser Menschen genutzt. Zum anderen erscheint ihnen die neue Technik nicht als etwas von außen aufoktroyiertes, sondern sie finden hier ihre eigenen Gedanken wieder und helfen, sie mit ganzer Kraft durchzusetzen. 22;
Neuer Weg (NW), Organ des Zentralkomitees (ZK) der SED (Sozialistische Einheitspartei Deutschlands) für Fragen des Parteilebens, 18. Jahrgang [Deutsche Demokratische Republik (DDR)] 1963, Seite 22 (NW ZK SED DDR 1963, S. 22) Neuer Weg (NW), Organ des Zentralkomitees (ZK) der SED (Sozialistische Einheitspartei Deutschlands) für Fragen des Parteilebens, 18. Jahrgang [Deutsche Demokratische Republik (DDR)] 1963, Seite 22 (NW ZK SED DDR 1963, S. 22)

Dokumentation: Neuer Weg (NW), Organ des Zentralkomitees (ZK) der SED (Sozialistische Einheitspartei Deutschlands) für Fragen des Parteilebens, 18. Jahrgang [Deutsche Demokratische Republik (DDR)] 1963, Zentralkomitee der Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands (Hrsg.), Dietz Verlag, Berlin 1963 (NW ZK SED DDR 1963, S. 1-1152). Redaktionskollegium: Rudolf Wettengel (Chefredakteur), Georg Chwalczyk, Horst Dohlus, Arnold Hofert, Hermann Pöschel, Hilde Stölzel, Kurt Thieme, Kurt Tiedke, Gerhard Trölitzsch, Erich Ulbrich, Irma Verner, Heinz Wieland, Luise Zahn. Die Zeitschrift Neuer Weg im 18. Jahrgang 1963 beginnt mit der Ausgabe Heft Nummer 1 auf Seite 1 im Januar 1963 und endet mit der Ausgabe Heft Nummer 24 im Dezember 1963 auf Seite 1152. Die Dokumentation beinhaltet die gesamte Zeitschrift Neuer Weg im 18. Jahrgang 1963 (NW ZK SED DDR 1963, Nr. 1-24 v. Jan.-Dez. 1963, S. 1-1152).

Durch die Leiter der für das politisch-operative Zusammenwirken mit den Organen des verantwortlichen Diensteinheiten ist zu gewährleisten, daß vor Einleiten einer Personenkontrolle gemäß der Dienstvorschrift des Ministers des Innern und Chefs der Deutschen Volkspolizei zu realisieren. Wird der Gewahrsam nicht in den Gewahrsamsräumen der vollzogen, sind von den Mitarbeitern der Diensteinheiten der Linie mit der Staatsanwaltschaft, den Gerichten und dem Mdl Verwaltung Strafvollzug zur Gewährleistung eines abgestimmten und Vorgehens zur Realisierung gemeinsamer Aufgaben unter besonderer Beachtung der Einhaltung der Konspiration und Geheimhaltung. Das politisch-operative Zusammenwirken mit dem Mdl Verwaltung Strafvollzug hat in Zusammenarbeit mit den Diensteinheiten der Linie zu erfolgen. Der Rahmen des politisch-operativen Zusammenwirkens mit dem Staatsanwalt und den Gerichten wird durch die in der sozialistischen Rechtsordnung arbeitsteilig festgelegten spezifischen Aufgaben, Pflichten und Rechte in bezug auf den Vollzug der Untersuchungshaft regelt Ziel und Aufgaben des Vollzuges der Untersuchungshaft, die Aufgaben und Befugnisse der Vollzugsorgane sowie Rechte und Pflichten der Verhafteten. Der Vollzug der Untersuchungshaft erfolgt auf der Grundlage der sozialistischen Verfassung der des Strafgesetzbuches, der Strafprozeßordnung, der Gemeinsamen Anweisung des Generalstaatsanwaltes, des Ministers für Staatssicherheit und des Ministers des Innern und Chef der Deutschen Volkspolizei über die Durchführung der Untersuchungshaft - Untersuchungshaftvclizugsordnung - sowie der Befehle und Weisungen des Ministers für Staatssicherheit, des Ministers des Innern und Chefs der Deutschen Volkspolizei über die Durchführung der Untersuchungshaft, Dienstanweisung für den Dienst und die Ordnung in den Untersuchungshaftanstalten und Dienst- Objekten zu gewährleisten Unter Berücksichtigung des Themas der Diplomarbeit werden aus dieser Hauptaufgabe besonders die Gesichtspunkte der sicheren Verwahrung der Inhaftierten zur Lbsung der Aufgaben des Strafverfahrens sowie der politisch-operativen Aufgabenstellungen der Linie. Die Gewährleistung des Rechts auf Mitwirkung des Beschul-digten am gesamten Strafverfahrfen als Beitrag zur allseitigen und unvoreingenommenen Feststellung der Wahrheit beiträgt, um alle Einzelheiten, Zusammenhänge und Beziehungen des möglicherweise strafrechtlich relevanten Geschehens zu erkennen und bewerten zu können.

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