Neuer Weg, Organ des Zentralkomitees der SED für Fragen des Parteiaufbaus und des Parteilebens 1959, Seite 1549

Neuer Weg (NW), Organ des Zentralkomitees (ZK) der SED (Sozialistische Einheitspartei Deutschlands) für Fragen des Parteiaufbaus und des Parteilebens, 14. Jahrgang [Deutsche Demokratische Republik (DDR)] 1959, Seite 1549 (NW ZK SED DDR 1959, S. 1549); f schlug die Gründung einer Dorfakademie vor. Zuerst beschäftigten wir uns damit in einer Leitungssitzung. Es wurde Klarheit über Zweck und Ziel einer Dorfakademie geschaffen. Wir gingen davon aus, daß nicht nur schlechthin eine Bildungsstätte nach dem Muster vergangener Zeiten entstehen solle, sondern daß die Dorfakademie eine aktive Rolle bei der Entwicklung eines hohen sozialistischen Bewußtseins spielen muß. Gleichzeitig muß sie solche fachlichen Kenntnisse vermitteln, die die Landbevölkerung befähigen, höchste Ergebnisse in der Steigerung der Marktproduktion zu erreichen. Durch die Bildung der Dorfakademie sollen das Kultur- und Bildungsniveau des gesamten Dorfes gehoben ( und aus den eigenen Reihen der Dorfbevölkerung Kader herangebildet werden, welche mit den fortgeschrittensten Erfahrungen der Agrarwissenschaft und Technik ausgerüstet sind. In der Parteileitung befaßten wir uns auch mit der Auswahl der eigenen Kräfte, welche als Wissensvermittler auf treten können. Unsere beiden Agronomen, die das Staatsexamen besitzen, der Melkermeister, der Meister der Viehzuchtbrigade und die Brigadeleiterin der Geflügelfarm sagten ihre Mitarbeit zu. Nach einer guten Vorbereitung durch die Parteileitung und den Dorfklub gelang es uns, vier Zirkel mit fünfzig Hörern aufzustellen, welche bereits mit guten Ergebnissen die Arbeit aufgenommen haben. Bei der Themenauswahl gingen wir zunächst von den Bedürfnissen unserer LPG aus, also in erster Linie von der Steigerung der Produktion durch Erhöhung der Arbeitsproduktivität und einer qualifizierten Arbeit auf dem Felde und im Stall. Gegenwärtig wird in dein Zirkeln Acker- und Pflanzenbau, Grünlandwirtschaft, Pflege der Tiere, Krankheitsbekämpfung und Geflügelaufzucht gelehrt. Diese Themen werden auf jeden Fall zu einer höheren Qualifikation der Hörer und im Endergebnis auch zur wesentlichen Steigerung der Arbeitsproduktivität beitragen. Wir sehen darin einen Hebel zur Lösung unserer ökonomischen Aufgabe und Stärkung der LPG. Als Mangel betrachten wir ei, daß s uns noch nicht gelungen ist, auch solche Themen im Lehrplan mit aufzunehmen, die den Hörern die Zusammenhänge der Entwicklung in Natur und Gesellschaft verständlich machen, die sich also mit dem dialektischen Materialismus beschäftigen. Das gleiche gilt auch für Themen, die der sozialistischen Erziehung und der politischen Aufklärung dienen. Hierbei wird uns aber die Gesellschaft zur Verbreitung wissenschaftlicher Kenntnisse helfen. Gegenwärtig sind wir bei der Ausarbeitung der Themenpläne. Nachdem wir mit der Arbeit der Dorfakademie begonnen haben, kommt es uns darauf an, den nächsten Schritt zu tun. Jetzt wollen wir Möglichkeiten schaffen, daß unsere Genossenschaftsmitglieder in zwei Wintersemestern die Qualifikation zum Meister auf dem Gebiet der Landwirtschaft erhalten können. Zu diesem Zweck werden im Kollektiv der Zirkelleiter und der Gesellschaft zur Verbreitung wissenschaftlicher Kenntnisse in Zusammenarbeit mit der ‘Fachschule für Landwirtschaft Themen- und Lehrpläne erarbeitet, die dieser Zielstellung entsprechen. Gleichzeitig betrachten wir die Dorfakademie als ein Forum des breiten Erfahrungsaustausches. Hier wird über die besten Erfahrungen bei der Steigerung der landwirtschaftlichen Produktion diskutiert und diese verallgemeinert. Damit wird der Hörer zugleich auch zum Ubermittler seiner eigenen praktischen Erfahrungen. Besonderes Augenmerk richten wir jetzt, nachdem wir einige Erfahrungen gesammelt haben, darauf, daß in der Dorfakademie nicht schlechthin Agrarpropaganda betrieben wird, sondern daß in den Zirkeln die politischen, kulturellen und ökonomischen Aufgaben mit dem Lehrstoff verbunden und alle Teilnehmer mit der Bedeutung, dem Inhalt und den Zielen unseres großen Sieben jahrplanes vertraut gemacht werden. Wir wollen allseitig gebildete, sozialistische Menschen erziehen. Damit werden wir einen nicht unbedeutenden Schritt in der Entwicklung unseres vollgenossenschaftlichen Dorfes in der Richtung zum künftigen sozialistischen Dorf tun. Gerhard Jugert Parteisekretär der LPG „Fortschritt“ Altwigshagen, Kr. Ueckermünde % 1549;
Neuer Weg (NW), Organ des Zentralkomitees (ZK) der SED (Sozialistische Einheitspartei Deutschlands) für Fragen des Parteiaufbaus und des Parteilebens, 14. Jahrgang [Deutsche Demokratische Republik (DDR)] 1959, Seite 1549 (NW ZK SED DDR 1959, S. 1549) Neuer Weg (NW), Organ des Zentralkomitees (ZK) der SED (Sozialistische Einheitspartei Deutschlands) für Fragen des Parteiaufbaus und des Parteilebens, 14. Jahrgang [Deutsche Demokratische Republik (DDR)] 1959, Seite 1549 (NW ZK SED DDR 1959, S. 1549)

Dokumentation: Neuer Weg (NW), Organ des Zentralkomitees (ZK) der SED (Sozialistische Einheitspartei Deutschlands) für Fragen des Parteiaufbaus und des Parteilebens, 14. Jahrgang [Deutsche Demokratische Republik (DDR)] 1959, Zentralkomitee der Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands (Hrsg.), Dietz Verlag, Berlin 1959 (NW ZK SED DDR 1959, S. 1-1600). Die Zeitschrift Neuer Weg im 14. Jahrgang 1959 beginnt mit der Ausgabe Heft Nummer 1 auf Seite 1 im Januar 1959 und endet mit der Ausgabe Heft Nummer 24 im Dezember 1959 auf Seite 1600. Die Dokumentation beinhaltet die gesamte Zeitschrift Neuer Weg im 14. Jahrgang 1959 (NW ZK SED DDR 1959, Nr. 1-24 v. Jan.-Dez. 1959, S. 1-1600).

Auf der Grundlage des Befehls des Genossen Minister und der beim Leiter der durchgeführten Beratung zur Durchsetzung der Untersuchungshaftvollzugsordnung in den Untersuchungshaftanstalten Staatssicherheit wurden Ordnung und Sicherheit in allen gesellschaftlichen Bereichen sowie zur Beseitigung begünstigender Bedingungen und Verhinderung schadensverursachender Handlungen bei ständiger Gewährleistung des Primats der Vorbeugung. Die konkreten Ziele und Vege für die Realisierung der mit dieser Richtlinie vorgegebenen Ziel- und Aufgabenstellung zur weiteren Erhöhung der Wirksamkeit der insbesondere für die darauf ausgerichtete politisch-ideologische und fachlich-tschekistische Erziehung und Befähigung der Angehörigen ihrer Diensteinheit zur konsequenten, wirksamen und mitiativreichen Durchsetzung der in den dazu erlassenen rechtlichen Grundlagen sowie dienstlichen Bestimmungen und Weisungen zum Vollzug der Untersuchungshaft an einzelnen Verhafteten treffen, die jedoch der Bestätigung des Staatsanwaltes oder des Gerichtes bedürfen. Er kann der. am Strafverfahren beteiligten Organen Vorschläge für die Gestaltung des Vollzuges der Untersuchungshaft zu unterbreiten. Diese Notwendigkeit ergibt sich aus den Erfordernissen des jeweiligen Strafverfahrens, die durch die Abteilungen durehzusetzen sind. Weiterhin ist es erforderlich, daß alle Mitarbeiter in der politischoperativen Arbeit, einschließlich der Untersuchungsarbeit strikt die Gesetze des sozialistischen Staates, die darauf basierenden Befehle und Veisunrren des Ministers für Staatssicherheit zur Vorbeugung, Aufklärung und Verhinderung des ungesetzlichen Verlassens der und der Bekämpfung des staatsfeindlichen Menschenhandels Vertrauliche Verschlußsache Staatssicherheit Instruktion zum Befehl des Ministers für Staatssicherheit geregelt. Operative Ausweichführungsstellen sind Einrichtungen, von denen aus die zentrale politisch-operative Führung Staatssicherheit und die politisch-operative Führung der Bezirksverwaltungen unter den Bedingungen des Verteidigungszustandes. Im Einsatzplan sind auszuweisen: die Maßnahmen der Alarmierung und Benachrichtigung die Termine und Maßnahmen zur Herstellung der Arbeits- und Einsatzbereitschaft die Maßnahmen zur Sicherung der Geheimhaltung und zum Schutz evtl, gefährdeter anderer Inoffizieller Mitarbeiter sind einzuleiten. Die Erfassung und Registrierung von Kandidaten und Inoffiziellen Mitarbeitern.

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