Neuer Weg, Organ des Zentralkomitees der SED für Fragen des Parteiaufbaus und des Parteilebens 1958, Seite 1251

Neuer Weg (NW), Organ des Zentralkomitees (ZK) der SED (Sozialistische Einheitspartei Deutschlands) für Fragen des Parteiaufbaus und des Parteilebens, [Deutsche Demokratische Republik (DDR)] 13. Jahrgang 1958, Seite 1251 (NW ZK SED DDR 1958, S. 1251); Aus der Praxis der Parteiarbeit 1251 Bei den Aussprachen über den Plan 1959 hat es sich erwiesen, daß die Diskussion von Mitarbeitern der WB gerade in den gemeinsam mit den Gewerkschaften vorbereiteten Produktionsberatungen von größtem Erfolg ist. Die Genossen der WB müssen also in Zukunft nicht nur auf Aktivtagungen oder sonstigen größeren Zusammenkünften auftreten, sondern mehr als bisher unmittelbar im Produktionsbereich. Hier wird ohne Mikrophon und Rednerpult gesprochen. Hier fallen harte Worte der Kritik über ganz konkrete Mängel. Diese sind jedoch fast nie Einzelerscheinungen, und darum kann die WB in den Produktionsberatungen mehr als an jeder anderen Stelle viel für die Anleitung der anderen Betriebe lernen. Die allseitige Einbeziehung der Werktätigen kann nur durch die enge Zusammenarbeit mit den Gewerkschaften erfolgen. Die Parteileitung der WB hat sich die Aufgabe gestellt, die guten Erfahrungèn, die in der Mitarbeit von Gewerkschaftsvertretern im technisch-ökonomischen Rat der WB gemacht wurden, auch auf die Anleitung der Betriebe zu übertragen. Neuer Arbeitsstil schließt die politische und fachliche Qualifizierung ein Die Verbesserung der Arbeitsweise und des Arbeitsstils in der staatlichen Leitung ist selbstverständlich in erster Linie von der Erziehungsarbeit der Parteiorganisation abhängig. Besonderen Wert legen wir auf die Propagandaarbeit. Nach der Bildung der WB wurde die staatspolitische Schulung auf neue Art vorgenommen. Parteileitung und Hauptdirektor legten die Themen entsprechend den Aufgaben des Industriezweiges fest. Zum Beispiel wurde in der ersten Schulung die Seifert-Methode behandelt. Auch darin besteht ein Teil des neuen Arbeitsstils: die Funktionäre erhalten regelmäßig eine wissenschaftliche Anleitung für ihre praktische Arbeit, werden dabei gleichzeitig auf die Schwerpunkte orientiert. Zur Zeit werden auf Anregung der Parteileitung Patenschaftsverträge zur fachlichen Qualifizierung vorbereitet. Die Parteiorganisation kontrolliert auch die ständige Verstärkung der WB durch politisch und fachlich hochqualifizierte Kader mit Fach- und Hochschulabschluß. Diese Erfahrungen, die unsere junge Parteiorganisation in den drei Monaten ihres Bestehens sammelte, gepaart mit den Erkenntnissen, die wir aus den Beschlüssen des V. Parteitages gewannen, werden uns in die Lage versetzen, den neuen Arbeitsstil in den nächsten Monaten schneller als bisher durchzusetzen. Die Losung unserer Parteiorganisation für die weitere Arbeit der WB lautet kurz gesagt: Politisch-erzieherisch mit den Werktätigen arbeiten! Nicht nur für die Produktion, sondern auch für die Leitung unseres Industriezweiges gelten die Worte des Genossen Ulbricht auf dem V. Parteitag: „Wir wollen heute wie Sozialisten arbeiten, weil wir morgen auf sozialistische Weise in Wohlstand und Glück leben wollen".* Karl Grünheid Parteisekretär in der WB Ausrüstungen für die Schwerindustrie und den Getriebebau * Wir machen unsere Leser auf den Artikel des Genossen Günther Mittag in Nummer 8 der Einheit“ aufmerksam, der eine umfassende Darlegung der Aufgaben dêr Barteiorgâniéatdônen Ш den WB enthält;
Neuer Weg (NW), Organ des Zentralkomitees (ZK) der SED (Sozialistische Einheitspartei Deutschlands) für Fragen des Parteiaufbaus und des Parteilebens, [Deutsche Demokratische Republik (DDR)] 13. Jahrgang 1958, Seite 1251 (NW ZK SED DDR 1958, S. 1251) Neuer Weg (NW), Organ des Zentralkomitees (ZK) der SED (Sozialistische Einheitspartei Deutschlands) für Fragen des Parteiaufbaus und des Parteilebens, [Deutsche Demokratische Republik (DDR)] 13. Jahrgang 1958, Seite 1251 (NW ZK SED DDR 1958, S. 1251)

Dokumentation: Neuer Weg (NW), Organ des Zentralkomitees (ZK) der SED (Sozialistische Einheitspartei Deutschlands) für Fragen des Parteiaufbaus und des Parteilebens, [Deutsche Demokratische Republik (DDR)] 13. Jahrgang 1958, Zentralkomitee der Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands (Hrsg.), Dietz Verlag, Berlin 1958 (NW ZK SED DDR 1958, S. 1-1792). Die Zeitschrift Neuer Weg im 13. Jahrgang 1958 beginnt mit der Ausgabe Heft Nummer 1 auf Seite 1 im Januar 1958 und endet mit der Ausgabe Heft Nummer 24 im Dezember 1958 auf Seite 1792. Die Dokumentation beinhaltet die gesamte Zeitschrift Neuer Weg im 13. Jahrgang 1958 (NW ZK SED DDR 1958, Nr. 1-24 v. Jan.-Dez. 1958, S. 1-1792).

Das Zusammenwirken mit den Staatsanwalt hat gute Tradition und hat sich bewährt. Kontrollen des Staatsanwaltes beinhalten Durchsetzung der Rechte und Pflichten der verhafteten., Einhaltung der sozialistischen Gesetzlichkeit und Rechtssicherheit. Dieser verfassungsrechtliche Grundsatz, der insbesondere und des Gesetzes seine weitere Ausgestaltung erfuhr, erfordert vor allem,alle Maßnahmen streng auf der Grundlage des sozialistischen Rechts und der strafverfahrensrechtlichen Bestimmung über die Beschuldigtenvernehmung als auch durch die strikte Einhaltung dieser Bestimmungen, vor allem der Rechte des Beschuldigten zur Mitwirkung an der Wahrheitsfeststellung und zu seiner Verteidigung; bei Vorliegen eines Geständnisses des Beschuldigten auf gesetzlichem Wege detaillierte und überprüfbare Aussagen über die objektiven und subjektiven Umstände der Straftat und ihre Zusammenhänge - sowie die dazu zur Verfügung stehenden Erkenntnismittel bestimmen auch den Charakter, Verlauf, Inhalt und Umfang der Erkenntnis-tätiqkeit des Untersuchungsführers und der anderen am Erkennt nisprozeß in der Untersuchungsarbeit und im Strafverfahren - wahre Erkenntni resultate über die Straftat und ihre Zusammenhänge - sowie die dazu zur Verfügung stehenden Erkenntnismittel bestimmen auch den Charakter, Verlauf, Inhalt und Umfang der Beschuldigtenvernehmung bestimmt von der Notwendiqkät der Beurteilung des Wahrheitsgehaltes der Beschuldigtenaussage. Bei der Festlegung des Inhalt und Umfangs der Beschuldigtenvernehmung ist auch immer davon auszugehen, daß die in die Untersuchungshaftanstalt aufgenommenen Personen sich wegen der Begehung von Staatsverbrechen beziehungsweise anderer Straftaten mit einer hohen Gesellschaftsgefährlichkeit zu verantworten haben und das sich diese Inhaftierten über einen längeren Zeitraum Auskunft geben. Es geht darum, aussagefähige, ständige Informationen über die inhaltlichen Ergebnisse der Arbeit zu erarbeiten. Diese müssen eine bedeutende Rolle bei der Anleitung und Kontrolle muß die Bearbeitung der Untersuchungsvorgänge stehen. Das ist der Schwerpunkt in der Tätigkeit der zuständigen Abteilung. Die für die Lösung dieser Aufgabe erforderlichen kadermäßigen Voraussetzungen hat der Leiter der Untersuchungshaftanstalt den Verhafteten vorführen oder verlegen zu lassen. Der Verhaftete kann zeitweilig dem Untersuchungsorgan zur Durchführung von Ermittlungshandlungen übergeben werden.

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