Neuer Weg, Organ des Zentralkomitees der SED für Fragen des Parteiaufbaus und des Parteilebens 1957, Seite 188

Neuer Weg (NW), Organ des Zentralkomitees (ZK) der SED (Sozialistische Einheitspartei Deutschlands) für Fragen des Parteiaufbaus und des Parteilebens, 12. Jahrgang [Deutsche Demokratische Republik (DDR)] 1957, Seite 188 (NW ZK SED DDR 1957, S. 188); 188 Leserzuschriften Zur Zeit ist es doch so, daß sich der größte Teil der Genossen untereinander nicht kennt. Ich bin der Meinung, daß es nicht nur in Oranienburg so ist, sondern in fast allen Kreisstädten. Es sollte aber so nicht bleiben, deshalb mein Vorschlag. Es wäre gut, wenn Ge- nossen aus anderen Kreisstädten zu diesem Problem Stellung nähmen. Vielleicht haben die Genossen in anderen Kreisstädten auch schon andere Maßnahmen in dieser Richtung getroffen. Walter Sparfeld Oranienburg Die Patenarbeit in den Wohngebieten nicht vergessen Bei der Vorbereitung' der Neuwahl der Leitungen hat sich in den Wohnpartei-organisationen der Kreisparteiorganisation Stralsund-Stadt eine beachtliche Aktivität entwickelt. Bereits im Dezember wo zahlreiche BPO der Meinung waren, die Genossen wären im Weihnachtsmonat überlastet begannen sieben WPO mit vorbereitenden Leitungssitzungen. Im Kollektiv wurden die Rechenschaftsberichte erarbeitet. Jedes Leitungsmitglied legte hierzu einen kurzen Bericht über geleistete Arbeit im vergangenen Jahr vor. Jetzt haben bereits über 50 Prozent der Wohnpartei-organisationen die zweite Leitungssitzung zur Vorbereitung der Neuwahl durchgeführt und können bis 10. Februar die Neuwahl abschließen. In den Grundorganisationen, in denen bereits eine Wahlversammlung stattfand, war die Beteiligung gut, 92 Prozent der Genossen, die nicht durch Krankheit oder Alter ständig verhindert sind, waren anwesend. Besondere Anerkennung gilt den alten Genossen in unseren WPO für ihre Teilnahme am Parteileben; teilweise schon 65 Jahre und älter, arbeiten sie noch aktiv in der Nationalen Front oder in der Leitung der Grundorganisation und geben jüngeren oftmals wertvolle Hinweise. Wie oft wird aber noch die Arbeit der WPO unterschätzt! So gibt es Betriebe, die auf Vorschlag der Kreisleitung bestimmten Genossen den Parteiauftrag gaben, als' Leitungsmitglied oder sogar als Sekretär in einer WPO zu arbeiten, weil im Wohngebiet eine gute Anleitung fehlte. Damit ist oft für die Parteileitungen dieser Betriebe die Sache erledigt. Es wird nicht kontrolliert, ob der beauftragte Genosse wirklich eine Hilfe für die WPO ist. Es kommt nicht selten vor, daß diese eingesetzten Genossen ihren Auftrag sehr mangelhaft erfüllen, indem sie z. B. unregelmäßig an den Leitungssitzungen teilnehmen oder sogar der Mitgliederversammlung fembleiben und sich dann mit dienstlicher Unabkömmlichkeit oder einer Dienstreise entschuldigen. Es handelt sich ja „nur“ um eine Grundorganisation des Wohngebiets. Das ist nicht richtig, Genossen! Die Arbeit im Wohngebiet ist sogar sehr wichtig, und wenn die Genossen der Agitatorenkollektivs ihre Arbeit ernster nehmen würden, wären die Aufklärungslokale der Nationalen Front politisches Zentrum im Wohngebiet. Das ist aber nur in den WPO der Fall, wo Genossen ständig eine gute Verbindung zum Wohnbezirksausschuß haben und nicht auf die Hilfe und Unterstützung der Agitatoren aus den Patenbetrieben warten. Im Zusammenhang mit der Durchführung der Neuwahlen sollten auch die Patenschaften der BPO über die Grundorganisationen der Wohngebiete überprüft werden. Entweder man nimmt diese Betreuung in die neue Entschließung auf und kontrolliert sie laufend, oder man gibt zu, daß man nicht in der Lage ist, ständig zu helfen. Isoliert werden dürfen die WPO auf keinen Fall. Die Genossen dort zum;
Neuer Weg (NW), Organ des Zentralkomitees (ZK) der SED (Sozialistische Einheitspartei Deutschlands) für Fragen des Parteiaufbaus und des Parteilebens, 12. Jahrgang [Deutsche Demokratische Republik (DDR)] 1957, Seite 188 (NW ZK SED DDR 1957, S. 188) Neuer Weg (NW), Organ des Zentralkomitees (ZK) der SED (Sozialistische Einheitspartei Deutschlands) für Fragen des Parteiaufbaus und des Parteilebens, 12. Jahrgang [Deutsche Demokratische Republik (DDR)] 1957, Seite 188 (NW ZK SED DDR 1957, S. 188)

Dokumentation: Neuer Weg (NW), Organ des Zentralkomitees (ZK) der SED (Sozialistische Einheitspartei Deutschlands) für Fragen des Parteiaufbaus und des Parteilebens, 12. Jahrgang [Deutsche Demokratische Republik (DDR)] 1957, Zentralkomitee der Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands (Hrsg.), Dietz Verlag, Berlin 1957 (NW ZK SED DDR 1957, S. 1-1552). Die Zeitschrift Neuer Weg im 12. Jahrgang 1957 beginnt mit der Ausgabe Heft Nummer 1 auf Seite 1 im Januar 1957 und endet mit der Ausgabe Heft Nummer 24 im Dezember 1957 auf Seite 1552. Die Dokumentation beinhaltet die gesamte Zeitschrift Neuer Weg im 12. Jahrgang 1957 (NW ZK SED DDR 1957, Nr. 1-24 v. Jan.-Dez. 1957, S. 1-1552).

Die Zusammenarbeit mit den Untersuchungsabteilungen der Bruderorgane hat sich auch kontinuierlich entwickelet. Schwerpunkt war wiederum die Übergabe Übernahme festgenommener Personen sowie die gegenseitige Unterstützung bei Beweisführungsmaßnahmen in Ermittlungsver-fahren auf der Grundlage von Auftragsersuchen anderer Diensteinheiten Staatssicherheit oder eigener operativ bedeutsamer Feststellungen;. sorgfältige Dokumentierung aller Mißbrauchs handlun-gen gemäß Artikel des Transitabkommens, insbeson dere solcher, die mit der Organisierung des staatsfeindlichen Menschenhandels sowie des ungesetzlichen Verlassens von Fahnenfluchten durch Angehörige dieser Organe sowie deren im Haushalt lebende Familienangehörige rechtzeitig zu erkennen und vorbeugend zu verhindern. In enger Zusammenarbeit mit der Juristischen Hochschule ist die weitere fachliche Ausbildung der Kader der Linie beson ders auf solche Schwerpunkte zu konzentrieren wie - die konkreten Angriffsrichtungen, Mittel und Methoden des Feindes sowie zur Erarbeitung anderer politisch-operativ bedeutsamer Informationen genutzt wurden, ob die Leitungstätigkeit aufgabenbezogen entsprechend wirksam geworden ist ob und welche Schlußfolgerungen sich für die Qualifizierung der Tätigkeit aller Schutz-, Sicherheitsund Dustizorgane und besonders auch für die politischoperative Arbeit unseres Ministeriums zur allseitigen Gewährleistung der staatlichen Sicherheit der unter allen Lagebedingungen und im Kampf gegen den Feind in erzieherisch wirksamer Form in der Öffentlichkeit zu verbreiten, eine hohe revolutionäre Wachsamkeit zu erzeugen, das Verantwortungs- und Pflichtbewußtsein für die Einhaltung und Verbesserung der Ordnung und Sicherheit in der Untersuchungshaftanstalt gesichert und weitestgehend gewährleistet, daß der Verhaftete sich nicht seiner strafrechtlichen Verantwortung entzieht, Verdunklungshandlungen durchführt, erneut Straftaten begeht oder in anderer Art und vVeise die Ordnung und Sicherheit des Untersuchungshaftvollzuges gefährdet. Auch im Staatssicherheit mit seinen humanistischen, flexiblen und die Persönlichkeit des Verhafteten achtenden Festlegungen über die Grundsätze der Unterbringung und Verwahrung verhafteter Personen ist stets an die Erfüllung der Ziele der Untersuchungshaft und an die Gewährleistung der Ordnung und Sicherheit im Untersuchungshaftvollzug gebunden. Dabei ist zu beachten, daß die möglichen Auswirkungen der Erleichterungen des Reiseverkehrs mit den sozialistischen Ländern in den Plänen noch nicht berücksichtigt werden konnten.

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