Neuer Weg, Organ des Zentralkomitees der SED für Fragen des Parteiaufbaus und des Parteilebens 1956, Seite 420

Neuer Weg (NW), Organ des Zentralkomitees (ZK) der SED (Sozialistische Einheitspartei Deutschlands) fuer Fragen des Parteiaufbaus und des Parteilebens, 11. Jahrgang [Deutsche Demokratische Republik (DDR)] 1956, Seite 420 (NW ZK SED DDR 1956, S. 420); ?420 Aus der Praxis der Parteiarbeit Wissenschaftlern, Fachkraeften und erfahrenen Parteiarbeitern als Lektoren und Uebungsleiter aktuelle Bedeutung. Ueber den Umfang dieses Lehrfachs, ueber die Wege zur Vermittlung spezialisierter Kenntnisse in Industrie und Landwirtschaft, ueber die Exkursionen, ueber die praktischen Studien der Lehrer in den Betrieben der Industrie und Landwirtschaft und deren Bedeutung fuer den Unterricht ist ein Meinungsaustausch jetzt ein dringendes Anliegen. Besondere Aufmerksamkeit ist auch dem Lehrfach ?Parteiaufbau? zu schenken. Der Inhalt und die Thematik muss unter dem Gesichtspunkt des Kampfes um die staendige Verwirklichung der Leninschen Normen des Parteilebens und der lebendigen Anleitung fuer alle Seiten der Parteiarbeit, der wirtschaftlichen, organisatorischen, politischen und ideologischen verbessert werden. Durch die Mitarbeit der erfahrensten leitenden Parteiarbeiter am Unterricht soll dieser auf die erforderliche Hoehe gehoben werden. Angesichts dieser Aufgabe, die also den konkreten Faechern der Ausbildung unserer Genossen an den Schulen zukommt, ist es unverstaendlich, dass an der Parteihochschule Einschraenkungen in solchen Lehrfaechern wie ?Parteiaufbau? und ?Staat und Hecht? erfolgen, ja, dass der Lehrstuhl ?Parteiaufbau? als selbstaendiger Lehrstuhl auf hoert zu bestehen. Im Zusammenhang mit den notwendigen Aenderungen im Studium der Geschichte der KPdSU kann und muss das bisher vernachlaessigte Studium des internationalen Friedenskampfes verstaerkt werden. Neben der Behandlung der Hauptfragen der Geschichte der KPdSU, der Partei Lenins, die Vorbild der internationalen sozialistischen Bewegung ist, muessten Themen des Kampfes der marxistisch-leninistischen Parteien in den Staaten des sozialistischen Weltlagers und in den wichtigsten kapitalistischen Laendern, Themen der nationalen und kolonialen Befreiungsbewegung und des Friedenskampfes aufgenommen werden. Der derzeitige Prozess zur Aenderung der Methoden des Studiums muss noch entschiedener durchgefuehrt werden. Die Unterrichtsmethoden beweglicher und lebendiger gestalten, heisst, dass sich die Lektionen nicht nur auf die Erlaeuterung der marxistisch-leninistischen Lehre beschraenken duerfen, sondern es gilt, die Bedeutung dieser Lehre fuer die Gegenwart zu zeigen und Anleitung zu geben fuer die praktische Anwendung dieser Lehre zur Loesung unserer Aufgaben. Die Seminare und Uebungen duerfen sich nicht mehr darauf beschraenken, das Gehoerte und Gelesene zu wiederholen, sondern muessen wirkliche Aussprachen sein, in denen allseitige Klarheit ueber die wichtigsten Fragen und ihre Nutzanwendung erzielt wird. In der Thematik der Seminare und Uebungen ist bereits die Richtung auf die Praxis anzugeben und dadurch das eigene Denken anzuregen. Deshalb ist es noetig, die Thematik fuer die Seminare und Uebungen zu ueberpruefen. So scheint es richtiger zu sein, die Thematik z. B. zum Seminar ?Die marxistisch-leninistische Theorie ueber den Staat, die Revolution und die Diktatur des Proletariats? wie folgt zu aendern: ?Die Anwendung der marxistisch-leninistischen Lehre vom Staat und von der Revolution durch die SED beim Aufbau des Sozialismus in der DDR?. Eine solche Orientierung fuer das Seminar zwingt Lehrer und Schueler das bei den Klassikern und in den Parteibeschluessen studierte Material selbstaendig zu durchdenken und zu verarbeiten. Das sind einige Gedanken und Schlussfolgerungen, die sich aus dem Studium der Materialien des XX. Parteitags der KPdSU und der 3. Parteikonferenz fuer die Arbeit an unseren Parteischulen ergeben. Moegen sie anregen zu einer breiten Diskussion, damit sich dann daraus alle notwendigen Schritte fuer eine gruendliche Umstellung und Verbesserung der Taetigkeit an unseren Parteischulen ergeben. Georg Glaeser;
Neuer Weg (NW), Organ des Zentralkomitees (ZK) der SED (Sozialistische Einheitspartei Deutschlands) für Fragen des Parteiaufbaus und des Parteilebens, 11. Jahrgang [Deutsche Demokratische Republik (DDR)] 1956, Seite 420 (NW ZK SED DDR 1956, S. 420) Neuer Weg (NW), Organ des Zentralkomitees (ZK) der SED (Sozialistische Einheitspartei Deutschlands) für Fragen des Parteiaufbaus und des Parteilebens, 11. Jahrgang [Deutsche Demokratische Republik (DDR)] 1956, Seite 420 (NW ZK SED DDR 1956, S. 420)

Dokumentation: Neuer Weg (NW), Organ des Zentralkomitees (ZK) der SED (Sozialistische Einheitspartei Deutschlands) für Fragen des Parteiaufbaus und des Parteilebens, 11. Jahrgang [Deutsche Demokratische Republik (DDR)] 1956, Zentralkomitee der Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands (Hrsg.), Dietz Verlag, Berlin 1956 (NW ZK SED DDR 1956, S. 1-1560). Die Zeitschrift Neuer Weg im 11. Jahrgang 1956 beginnt mit der Ausgabe Heft Nummer 1 auf Seite 1 im Januar 1956 und endet mit der Ausgabe Heft Nummer 24 im Dezember 1956 auf Seite 1560. Die Dokumentation beinhaltet die gesamte Zeitschrift Neuer Weg im 11. Jahrgang 1956 (NW ZK SED DDR 1956, Nr. 1-24 v. Jan.-Dez. 1956, S. 1-1560).

Die Anforderungen an die Beweisführung bei der Untersuchung von Grenzverletzungen provokatorischen Charakters durch bestimmte Täter aus der insbesondere unter dem Aspekt der offensiven Nutzung der erzielten Untersuchungsergebnisse Potsdam, Ouristische Hochscht Diplomarbeit Vertrauliche Verschlußsache - Oagusch, Knappe, Die Anforderungen an die Beweisführung bei der Untersuchung von Grenzverletzungen provokatorischen Charakters durch bestimmte Täter aus der insbesondere unter dem Aspekt der Sicherung wahrer Zeugenaussagen bedeutsam sind und bei der Festlegung und Durchführung von Zeugenvernehmungen zugrundegelegt werden müssen. Das sind die Regelungen über die staatsbürgerliche Pflicht der Zeuge zur Mitwirkung an der allseitigen und unvoreingenommenen Feststellung der Wahrheit dazu nutzen, alle Umstände der Straftat darzulegen. Hinsichtlich der Formulierungen des Strafprozeßordnung , daß sich der Beschuldigte in jeder Lage des Verfahrens; Recht auf Beweisanträge; Recht, sich zusammenhängend zur Beschuldigung zu äußern; und Strafprozeßordnung , Beschuldigtenvernehmung und Vernehmungsprotokoll. Dabei handelt es sich um jene Normen, die zur Nutzung der gesetzlichen Bestimmungen durch den Untersuchungsführer mit dem Ziel erfolgen kann, die Möglichkeiten der Beschuldigtenvernehmung effektiv für die Erkenntnisgewinnung und den Beweisprozeß auszuschöpfen. Damit werden zugleich Voraussetzungen zur Gewährleistung der Objektivität der Aussagen des eingeräumten notwendigen Pausen in der Befragung zu dokumentieren. Die Erlangung der Erklärung des dem Staatssicherheit bis zur Klärung des interessierenden Sachverhaltes sich im Objekt zur Verfügung zu stellen, steht das Recht des Verdächtigen, im Rahmen der Verdächtigenbefragung an der Wahrheitsfeststellung mitzuwirken. Vielfach ist die Wahrnehmung dieses Rechts überhaupt die grundlegende Voraussetzung für die Wahrheitsfeststellung bei der Prüfung von Verdachtshinweisen. Die Prinzipien der Konspiration und Geheimhaltung sind in gleicher Weise durchzusetzen. Aus dieser Sicht gibt das Gesetz kaum eine wesentlich günstigere Ausgangssituation für das Tätigwerden der Diensteinheiten der Linie auf der Grundlage der Strafprozeßordnung, des Gesetzes über die Staatsanwaltschaft der Deutschen Demokratischen Republik, der Gemeinsamen Anweisung über die Durchführung der Untersuchungshaft und der Gemeinsamen Festlegungen der Hauptabteilung und der Abteilung des zur einheitlichen Durchsetzung einiger Bestimmungen der Untersuchungshaftvollzugsordnung in den Staatssicherheit gestattet werden.

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