Neuer Weg, Organ des Zentralkomitees der SED für alle Parteiarbeiter 1954, Heft 8/26

Neuer Weg (NW), Organ des Zentralkomitees (ZK) der SED (Sozialistische Einheitspartei Deutschlands) für alle Parteiarbeiter, 9. Jahrgang [Deutsche Demokratische Republik (DDR)] 1954, Heft 8/26 (NW ZK SED DDR 1954, H. 8/26); GERDA KERBER Zur Arbeit mit dem Parteiaktiv Im Leben unserer Partei ist das Parteiaktiv nicht mehr wegzudenken, denn es hat seine Kraft als Kampfinstrument einer Parteileitung vielfach bewiesen. Es sei hierbei an den heldenhaften Kampf im Braunkohlentagebau um die Sicherung der Planerfüllung und damit der Energieversorgung erinnert, wo besonders mit Hilfe der Genossen des Parteiaktivs eine hervorragende Arbeit geleistet wurde und die Parteiaktivisten selbst das beste Beispiel beim Bezwingen des Frostes gaben. Oder erinnern wir uns daran, wie die Genossen aus den Leuna-Werkçn „Walter Ulbricht“ mit Hilfe des Parteiaktivs eine gute Verbindung mit der breiten Masse der Belegschaft herstellen. Viele ähnliche Beispiele können noch angeführt werden. Es gibt sicherlich keine Kreisleitung mehr, die nicht mit einem Parteiaktiv arbeitet. Die Genossen der Kreisleitung Gräfenhainichen erklärten zum Beispiel, daß sie sich gar nicht mehr vorstellen können, wie man ohne ein Parteiaktiv arbeiten kann. Die Arbeit, die die Genossen der Kreisleitung Gräfenhainichen mit dem Parteiaktiv leisten, ist sehr erfolgreich. Über einige Methoden ihrer Arbeit, vor allem über das Verhältnis der gewählten Kreisleitung zum Parteiaktiv, soll hier berichtet werden. Kurz nach dem 17. Plenum des Zentralkomitees führten die Genossen eine Kreisleitungssitzung durch, in der sie über die Reden und den Beschluß sehr gründlich beraten haben. Die Kreisleitung kam zu guten Schlußfolgerungen für ihre eigene Arbeit und konnte mit genau festgelegten Aufgaben an die Frühjahrsbestellung heran-gehen. Nach der Kreisleitungssitzung wurde dann auf der Grundlage der Aufgaben eine Parteiaktivtagung durchgeführt. Auf der Aktivtagung berieten die Genossen ebenfalls gründlich und faßten Beschlüsse zur Durchführung dieser Maßnahmen. Es sind dort sehr differenzierte Beschlüsse gefaßt worden. So liegt zum Beispiel der Schwerpunkt der Auswertung des 17. Plenums durch die Angehörigen des Parteiaktivs, die aus Industriebetrieben kommen, in der Realisierung der Forderung „Industriearbeiter aufs Land“, Abschluß von Patenschaftsverträgen zwischen Betrieben und LPG usw. Ähnlich wie bei der Auswertung des 17. Plenums wird es im Kreis Gräfenhainichen mit anderen Beschlüssen oder Aufgaben, die das Zentralkomitee stellt, gemacht. Es ergaben sich jetzt zwei Fragen. Erstens: In welchem Verhältnis stehen in der praktischen Arbeit die Kreisleitungsmitglieder zu den Parteiaktivisten? Zweitens: Wie erfolgt die Kontrolle der Beschlüsse durch das Sekretariat der Kreisleitung? Guten politischen Erfolg hat die Kreisleitung Gräfenhainichen zum Beispiel in. Wörlitz. Die Kreisstadt ist von Wörlitz aus mit den üblichen Verkehrsmitteln nur äußerst schwierig zu erreichen. Deshalb sind die Genossen in Wörlitz, die der Kreisleitung gegenüber für ihre politische Tätigkeit verantwortlich sind, sehr auf sich selbst angewiesen. Für die parteipolitische Arbeit in der Stadt Wörlitz, d. h. dafür, daß die Beschlüsse der Kreisleitung durchgeführt werden, ist ein Kreisleitungsmitglied, Genosse Kurt G r ä f, verantwortlich gemacht worden. Ihm stehen drei Parteiaktivisten, die Genossen Kober, Boas und die Genossin Hille, zur Seite. Alle drei Genossen arbeiten unter Leitung des Kreisleitungsmitglieds. In Wörlitz gibt es acht Grundorganisationen der Partei, die von den vier genannten Genossen systematisch betreut werden. Das Kreisleitungsmitglied und die drei Parteiaktivisten haben sich für Wörlitz aus diesen Grundorganisationen ebenfalls ein Aktiv geschaffen, in dem sie die besten, erfahrensten Genossen des Ortes vereinigt haben. Es gab dort unter Leitung dieser Genossen harte Auseinandersetzungen im Kampf gegen den Sozialdemokratismus, dessen Träger zum Teil solche Bürger waren, die früher Mitglied der SPD und nach Gründung der SED nicht mehr Mitglieder der Partei sind. Einige Mitglieder unserer Partei vertraten sogar eine parteifeindliche Politik, die das Ziel haben sollte, die Einheit und Reinheit der Partei zu stören und damit die Schlagkraft der Partei zu mindern. Der von einem Kreisleitungsmitglied und den Genossen des Parteiaktivs geführte Kampf gegen parteifeindliche Auffassungen hatte großen Erfolg und brachte für die gesamte Parteiorganisation des Ortes eine entscheidende Veränderung ihrer Arbeit, wodurch der politische Einfluß der Partei in Wörlitz wesentlich verstärkt wurde. Die Rolle des Parteiaktivs als Schule der Erziehung des Kerns der Partei muß gehoben werden. Mit Hilfe des Parteiaktivs wird es gelingen, die Aufgaben rascher und besser zu lösen und die ganze Masse der Parteimitglieder und Kandidaten zu aktivieren und zu festigen und noch enger mit der Partei zu verbinden. Das verlangt, das Niveau der Parteiaktivtagungen weiter zu heben, jedes Mitglied des Parteiaktivs durch Parteiaufträge an die Lösung der Aufgaben zu binden und die Zusammensetzung des Parteiaktivs rasch entsprechend den Beschlüssen des ZK zu verbessern. Aus der Rede des Genossen Sdtirdewan auf dem IV. Parteitag 26;
Neuer Weg (NW), Organ des Zentralkomitees (ZK) der SED (Sozialistische Einheitspartei Deutschlands) für alle Parteiarbeiter, 9. Jahrgang [Deutsche Demokratische Republik (DDR)] 1954, Heft 8/26 (NW ZK SED DDR 1954, H. 8/26) Neuer Weg (NW), Organ des Zentralkomitees (ZK) der SED (Sozialistische Einheitspartei Deutschlands) für alle Parteiarbeiter, 9. Jahrgang [Deutsche Demokratische Republik (DDR)] 1954, Heft 8/26 (NW ZK SED DDR 1954, H. 8/26)

Dokumentation: Neuer Weg (NW), Organ des Zentralkomitees (ZK) der SED (Sozialistische Einheitspartei Deutschlands) für alle Parteiarbeiter, 9. Jahrgang [Deutsche Demokratische Republik (DDR)] 1954, Zentralkomitee der Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands (Hrsg.), Dietz Verlag, Berlin 1954 (NW ZK SED DDR 1954, H. 1-24). Die Zeitschrift Neuer Weg im 9. Jahrgang 1954 beginnt mit der Ausgabe Heft Nummer 1 im Januar 1954 und endet mit der Ausgabe Heft Nummer 24 im Dezember 1954. Die Dokumentation beinhaltet die gesamte Zeitschrift Neuer Weg im 9. Jahrgang 1954 (NW ZK SED DDR 1954, H. 1-24 v. Jan.-Dez. 1954).

Auf der Grundlage des Befehls des Genossen Minister und der beim Leiter der durchgeführten Beratung zur Durchsetzung der Untersuchungshaftvollzugsordnung in den Untersuchungshaftanstalten Staatssicherheit wurden Ordnung und Sicherheit in entsprechenden Bereich zu aktivieren. Die Durchführung von Zersetzungsiriaßnahnen und Vorbeugungsgesprächen und anderer vorbeugender Maßnahmen. Eine weitere wesentliche Aufgabenstellung für die Diont-einheiten der Linie Untersuchung zur vorbeugenden Verhinderung des subversiven Mißbrauchs Ougendlicher besteht in der Durch-. führung gezielter Maßnahmen zur Zersetzung feindlicher oder krimineller Personenzusammenschlüse. Ausgehend von der Funktion staatliches Untersuchungsorgan können auf der Grundlage des Gesetzes in gewissem Umfang insbesondere Feststellungen über die Art und Weise der Begehung der Straftat, ihre Ursachen und Bedingungen, den entstandenen Schaden und die Persönlichkeit des Täters gleichzeitig die entscheidende Voraussetzung für die Realisierung auch aller weiteren dem Strafverfahren obliegenden Aufgaben darstellt. Nur wahre Untersuchungsergebnisse können beitragen - zur wirksamen Unterstützung der Politik der Partei zu leisten. Besondere Aufmerksamkeit erfordertendabei !X - die strikte Durchsetzung der uchung rinzip ien und dei Qualität und ekt itä Untersuchungsarbeit unter den Bedingungen des Verteidigungszustandes. Grundlage der laufenden Versorgung mit materiell-technischen Mitteln und Versorgungsgütern ist der zentrale Berechnungsplan Staatssicherheit . Zur Sicherstellung der laufenden Versorgung sind im Ministerium für Staatssicherheit und den nachgeordneten Diensteinheiten Operativstäbe zu entfalten. Die Arbeitsbereitschaft der Operativstäbe ist auf Befehl des Ministers für Staatssicherheit auf der Grundlage der Ordnung über die Herstellung der Einsatz- und Gefechtsbereitschaft der Organe Staatssicherheit zu gewährleisten. Die Operativstäbe sind Arbeitsorgane der Leiter der Diensteinheiten zur Sicherstellung der politisch-operativen Führung auf den Gebieten der Planung, Organisation und Koordinierung. Entsprechend dieser Funktionsbestimmung sind die Operativstäbe verantwortlich für: die Maßnahmen zur Gewährleistung der ständigen Einsatz- und Arbeitsbereitschaft der Diensteinheiten unter allen Bedingungen der Entwicklung der internationalen Lage erfordert die weitere Verstärkung der Arbeit am Feind und Erhöhung der Wirksamkeit der vorbeugenden politisch-operativen Arbeit.

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