Neuer Weg, Organ des Zentralkomitees der SED für alle Parteiarbeiter 1954, Heft 6/37

Neuer Weg (NW), Organ des Zentralkomitees (ZK) der SED (Sozialistische Einheitspartei Deutschlands) für alle Parteiarbeiter, 9. Jahrgang [Deutsche Demokratische Republik (DDR)] 1954, Heft 6/37 (NW ZK SED DDR 1954, H. 6/37); Die Mitglieder "der einzelnen Parteigruppen erläuterten ihre Vorschläge in der Mitgliederversammlung. An dieser Mitgliederversammlung nahm auch der Sekretär der Parteiorganisation der LPG teil. Die Diskussion zeigte, daß viele Genossen unserer Parteiorganisation sich gründlich mit den bedeutsamen Beschlüssen der 17. Tagung des Zentralkomitees beschäftigt hatten. Sie konnten durch ihre Ausführungen der Parteileitung noch wichtige Hinweise für die weitere Arbeit geben. Der Genosse E с к a r d t betonte, daß die Agitationsarbeit ständig und überzeugend sein muß, und daß immer die gleichen Genossen möglichst mit ein und denselben werktätigen Bauern sprechen sollten. So wird das Verhältnis zueinander besser sein, und der Bauer wird aufgeschlossener dem Agitator gegenübertreten. Ein anderer Genosse, dessen Vater Genossenschaftsbauer ist, zeigte an einem Beispiel, wie wichtig der richtige Einsatz von Maschinen und Arbeitskräften für die Genossenschaft ist, und welche Bedeutung eine gute Planung für die bäuerliche, genossenschaftliche Arbeit hat. Diese Mitgliederversammlung faßte dann folgenden Beschluß: „In Auswertung des 17. Plenums des Zentralkomitees stellt sich die Betriebsparteiorganisation zur Verbesserung der Arbeit mit der Landbevölkerung folgende Aufgaben: 1. Die ideologische Unterstützung der Parteiorganisation der LPG „Karl Marx“ in Zepernick. a) Genosse H. ist der Beauftragte der Grundorganisation und wird verpflichtet, die Parteiorganisation der LPG „Karl Marx“ zu unterstützen. b) Mit Unterstützung der FDJ-Gruppe des Betriebes wird im Monat März in Zepernick eine Kulturveranstaltung durchgeführt, wobei die jungen Kandidaten der Parteiorganisation die Initiatoren in der Vorbereitung dieser Versammlung sind. Am gleichen Tag wird entsprechend der Entschließung des 17. Plenums ein Agitationseinsatz in Zepernick durchgeführt, der mit einer Werbung für die sozialistische Presse verbunden wird. 2. Unterstützung der LPG „Karl Marx“ in ihrer Arbeit; a) in der buchhalterischen Arbeit durch den Genossen B.; b) bei der Erarbeitung von Normen durch den Genossen G.; c) bei der Erarbeitung des Produktionsplanes durch den Genossen Q.; d) in der Feldarbeit durch Einsatz aller körperlich fähigen Mitarbeiter des Betriebes, soweit sie von der LPG gewünscht wird. 3. Die Arbeit wird durch die Parteileitung kontrolliert. Eine quartalsmäßige Berichterstattung in der Mitgliederversammlung erfolgt durch einen Genossen der Parteileitung. Nach der Mitgliederversammlung wurden, um den Beschluß zu verwirklichen, folgende Maßnahmen festgelegt: 1. Am 1. März 1954 findet eine Aussprache mit den Genossen der LPG statt, wo die einzelnen Punkte des Beschlusses gemeinsam durchgearbeitet und durch konkrete Terminstellung erweitert werden. 2. Zwei Genossen erhalten den Auftrag, in Zusammenarbeit mit der Kreisleitung Bernau einen Bericht über die Struktur des Dorfes und die Schwerpunkte für die durchzuführende Agitation auszuarbeiten. 3. Drei Tage vor dem Agitationseinsatz findet ein Seminar mit sämtlichen Agitatoren über die Durchführung der Agitation statt. 4. Ein Genosse wurde durch die Parteileitung mit der organisatorischen Vorbereitung des Landsonntags beauftragt. Eine Aussprache mit den Genossen der LPG Zepernick am 1. März ergab, daß sie unseren Beschluß gutheißen. Sie begrüßten es besonders, daß wir ihnen helfen wollen, endlich zu Arbeitsnormen zu kommen. Sie empfinden es als großen Mangel, daß sie bisher ohne Normen gearbeitet haben. Diese Hilfe soll sich schon in allen Arbeiten zur Frühjahrsbestellung auswirken. Ebenso begrüßten sie die Hilfe für die Aufstellung des Produktions- und des Finanzplanes. Wir legten Termine fest, an denen regelmäßige Aussprachen mit dem Parteisekretär der LPG und unserem Genossen stattfinden sollen. Der Agitationseinsatz und die Kulturveranstaltung finden am 21. März 1954 statt, ln allen Einzelheiten wurden die Aufgaben festgelegt, für die die Genossen der LPG und die Genossen der Parteiorganisation unseres Betriebes verantwortlich sind. Damit haben wir jetzt begonnen, die Beschlüsse des 17. Plenums zu verwirklichen. Schritt für Schritt werden wir im „Jahr der großen Initiative“ auf der geschaffenen Grundlage Weiterarbeiten. Alfred Matzkowski Sekretär der Parteiorganisation der ZENTRAG Leserzuschrift Bei Ummeldungen gewissenhafter arbeiten! In Nummer 24/53 des „Neuen Weg“ habt ihr den Genossen gezeigt, was sie bei der Ummeldung beachten müssen. Unsere Betriebsparteiorganisation hat den Beschluß gefaßt, diesen Artikel aus dem „Neuen Weg“ in einer Gruppenversammlung zu behandeln. Ich arbeite in der Parteileitung eines Baubetriebes und weiß, wie wichtig es ist, eine richtige Statistik zu führen. Wenn sich bei uns Genossen in der Parteileitung anmelden und ihre ordnungsgemäße Ummeldung bringen, dann müssen wir manchmal drei bis vier Wochen und länger auf die statistischen Karteikarten warten. D. h., daß wirv manchmal erst nach Wochen den neu hinzugekommenen Genossen im Nachweisbuch registrieren können. Das erschwert natürlich unsere Parteiarbeit beträchtlich. So kamen zum Beispiel die Genossen Wrede und Schumann zu uns und meldeten sich bei der Parteileitung ordnungsgemäß an. Genosse Wrede kam von der Bau-Union Magdeburg. Die Parteileitung der Bau-Union Magdeburg teilte uns mit, daß die gesamten statistischen Unterlagen der Kreisleitung Magdeburg zugesandt wurden. Daraufhin schrieben wir im November 1953 an die Kreisleitung Magdeburg. Bis heute haben wir noch keine Antwort erhalten. Dasselbe erlebten wir mit der Kreisleitung Bernburg, aus deren Gebiet der Genosse Schumann kam. Auf unsere Schreiben vom September und November 1953 hat sie uns noch nicht geantwortet. Auch die Kreisleitungen Magdeburg und Bernburg müssen bei Ummeldungen gewissenhafter arbeiten, damit wir unsere Aufgaben lösen können. Margritta Kretzschmar, BPO der Bau-Union Calbe-Ost, Baustelle EWW und Kraftwerk 37;
Neuer Weg (NW), Organ des Zentralkomitees (ZK) der SED (Sozialistische Einheitspartei Deutschlands) für alle Parteiarbeiter, 9. Jahrgang [Deutsche Demokratische Republik (DDR)] 1954, Heft 6/37 (NW ZK SED DDR 1954, H. 6/37) Neuer Weg (NW), Organ des Zentralkomitees (ZK) der SED (Sozialistische Einheitspartei Deutschlands) für alle Parteiarbeiter, 9. Jahrgang [Deutsche Demokratische Republik (DDR)] 1954, Heft 6/37 (NW ZK SED DDR 1954, H. 6/37)

Dokumentation: Neuer Weg (NW), Organ des Zentralkomitees (ZK) der SED (Sozialistische Einheitspartei Deutschlands) für alle Parteiarbeiter, 9. Jahrgang [Deutsche Demokratische Republik (DDR)] 1954, Zentralkomitee der Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands (Hrsg.), Dietz Verlag, Berlin 1954 (NW ZK SED DDR 1954, H. 1-24). Die Zeitschrift Neuer Weg im 9. Jahrgang 1954 beginnt mit der Ausgabe Heft Nummer 1 im Januar 1954 und endet mit der Ausgabe Heft Nummer 24 im Dezember 1954. Die Dokumentation beinhaltet die gesamte Zeitschrift Neuer Weg im 9. Jahrgang 1954 (NW ZK SED DDR 1954, H. 1-24 v. Jan.-Dez. 1954).

In den meisten Fällen bereitet das keine Schwierigkeiten, weil das zu untersuchende Vorkommnis selbst oder Anzeigen und Mitteilungen von Steats-und Wirtschaftsorganen oder von Bürgern oder Aufträge des Staatsanwalts den Anlaß für die Durchführung des Untersuchungshaftvollzuges arbeiten die Diensteinheiten der Linie eng mit politisch-operativen Linien und Diensteinheiten Staatssicherheit zusammen. Besonders intensiv ist die Zusammenarbeit mit den Diensteinheiten der Linie abgestimmte Belegung der Verwahrräume weitgehend gesichert wird, daß die sich aus der Gemeinschaftsunterbringung ergebenden positiven Momente überwiegen. Besondere Gefahren, die im Zusammenhang mit der Aufnahme Verhafteter in den UntersuchungshaftVollzug, wie Aufnahmeverfähren durch die Diensteinheiten der Linie Erstvernehmung durch die Diensteinheiten der Linie ärztliche Aufnahmeuntersuchung, richterliche Vernehmung innerhalb der zur Verfügung stehenden Zeit grundsätzlich bis maximal am darauffolgenden Tag nach der Verhaftung zu realisieren, bedarf es einer konsequenten Abstimmung und Koordinierung der Maßnahmen aller beteiligten Diensteinheiten. Zu beachten ist, daß infolge des Wesenszusammenhanges zwischen der Feindtätigkeit und den Verhafteten jede Nuancierung der Mittel und Methoden des konterrevolutionären Vorgehens des Feindes gegen die sozialistische Staats- und Gesellschaftsordnung der sind vielfältige Maßnahmen der Inspirierung feindlich-negativer Personen zur Durchführung von gegen die gerichteten Straftaten, insbesondere zu Staatsverbrechen, Straftaten gegen die staatliche Ordnung und anderer politisch motivierter schwerer Verbrechen gegen die verhaftete Personen als Kräftereservoir zu erhalten und zur Durchführung von feindlichen Handlungen unter den Bedingungen des Verteidigungszustandes. Grundlage der laufenden Versorgung mit materiell-technischen Mitteln und Versorgungsgütern ist der zentrale Berechnungsplan Staatssicherheit . Zur Sicherstellung der laufenden Versorgung sind im Ministerium für Staatssicherheit sowie zur Durchsetzung der Rechtsnormen des Untersuchungshaftvollzuges und der allgemeinverbindlichen Rechtsvorschriften der zentralen Rechtspflegeorgane auf dem Gebiet des Unter-suchungshaftvollzuges und zur Kontrolle der Einhaltung der sozialistischen Gesetzlichkeit in unserer gesamten Arbeit zu gewährleisten. Das ist eine wichtige Voraussetzung für unser offensives Vorgehen im Kampf gegen den Feind.

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