Neuer Weg, Organ des Zentralkomitees der SED für alle Parteiarbeiter 1954, Heft 6/32

Neuer Weg (NW), Organ des Zentralkomitees (ZK) der SED (Sozialistische Einheitspartei Deutschlands) für alle Parteiarbeiter, 9. Jahrgang [Deutsche Demokratische Republik (DDR)] 1954, Heft 6/32 (NW ZK SED DDR 1954, H. 6/32); PETER PRIES Das höhere politische Bewußtsein der Werktätigen stellt größere Ansprüche an die Agitation Die Parteileitungen und die Agitatoren haben in den letzten Monaten ihre Aktivität in der politischen Arbeit unter den Massen bedeutend erhöht. Die Partei erreichte eine aktive politische Teilnahme der großen Mehrheit der friedliebenden Bevölkerung unserer Republik an der Konferenz der Außenminister. Es kam zu einer machtvollen Bewegung für die Verwirklichung der Vorschläge des Genossen Molotow und der Regierung der Deutschen Demokratischen Republik zur friedlichen Lösung der deutschen Frage. Vielfältige und zum Teil neue Formen und Methoden der Agitation werden erfolgreich entwickelt und angewandt. Die mündliche Agitation, das politische Gespräch der Genossen mit der Bevölkerung, wird immer breiter, und die Parteileitungen helfen den Agitatoren besser bei ihrer verantwortungsvollen Tätigkeit. Die Durchführung mehrerer Landsonntage in Tausenden von Dörfern sowie die Herausgabe von Dorfzeitungen der MTS verbinden die Partei enger mit den werktätigen Massen und fördern die politische Offensive der Partei auf dem Lande zur Durchführung der Beschlüsse des 17. Plenums des Zentralkomitees. Der Verlauf der III. zentralen Agitatorenkonferenz im Januar zeigte, daß unsere Partei in den Betrieben, auf dem Lande und in den Wohngebieten über eine große Anzahl aktiver und fähiger Agitatoren verfügt. Solche vorbildlichen Agitatoren sind zum Beispiel die Genossen Matthias Weis vom Kalk- und Zementwerk Rüdersdorf, der Forstarbeiter W.Wegener aus Ruthnick, Kreis Neuruppin, der Buchhalter Hugo Reich aus der LPG „Karl Marx“ in Schwallungen, Kreis Schmalkalden, Günter Düring vom VEG Waltersdorf im Bezirk Cottbus, Genosse Venz von der Volks wer ft Stralsund und andere, die auf der Konferenz sprachen. Sie sind mit Liebe und Begeisterung bei der Sache, besitzen großes politisches Verständnis und sind durch ihre gute fachliche und politische Arbeit eng mit den parteilosen Werktätigen verbunden. Sie treten so überzeugend und stark auf, weil sie alle Dinge Offen und unverblümt beim Namen nennen, sich nicht scheuen, Mängel und Fehler in der Arbeit zu kritisieren, ganz gleich, wo sie auftauchen. Feindlichen Auffassungen treten sie ohne Schwankungen entgegen. Geduldig beantworten sie die Fragen der Werktätigen und sind ihnen gleichzeitig bei der Überwindung von Schwierigkeiten behilflich. Den Inhalt der Agitationsarbeit verbessern! Die Agitatorenkonferenz zeigte aber auch, daß sich die Agitatoren noch zu sehr auf die Beratung über die organisatorischen und methodischen Fragen ihrer Arbeit beschränken. Natürlich sind das wichtige Fragen, über die der Erfahrungsaustausch sogar noch besser werden muß. Genosse Grimm vom VEB Aktivist Berlin hat recht, wenn er in seinem Brief über die Ergebnisse der Agitatorenkonferenz (veröffentlicht im „Neuen Weg“ Nr. 5) schreibt, daß die Aussprache über die politischen Hauptfragen mangelhaft war. Die Agitation ist doch in erster Linie eine ideologische Arbeit, um die Werktätigen für die Durchführung der Beschlüsse unserer Partei und Regierung zu begeistern. Dabei soll das politische Bewußtsein der breiten Volksmassen gehoben und die sozialistische Ideologie in der Arbeiterklasse gefestigt werden. Die Parteileitungen müssen deshalb der Arbeit der Agitatoren den richtigen Inhalt geben. Das ist nur möglich, wenn der sporadische und kampagnehafte Charakter in der Agitation rasch überwunden wird. Genosse Fred Oelßner sagte in seinem Referat auf der Agitatorenkonferenz, daß jetzt folgende Hauptideen ständig im Mittelpunkt unserer Überzeugungsarbeit unter den Werktätigen stehen müssen: Der Kampf um die Festigung und Sicherung des Friedens, der Kampf um die Wiederherstellung der staatlichen Einheit Deutschlands auf demokratischer und friedlicher Grundlage, die Sicherung und Entwicklung der Demokratie, die Stärkung der Deutschen Demokratischen Republik, der Kampf um die Errichtung der Grundlagen des Sozialismus. Die Partei muß eine kontinuierliche Behandlung dieser Probleme in der Agitation sichern. Das heißt, keins dieser Probleme darf in der Agitation zu irgendeiner Zeit vernachlässigt, sondern sie müssen alle immer richtig miteinander verbunden werden. Das geschieht bisher aber noch nicht in ausreichendem Maße. Gegenwärtig wird besonders die Aufklärungsarbeit über die internationale Lage, über die politische und wirtschaftliche Entwicklung in der Welt, über das Kräfteverhältnis in den internationalen Beziehungen vernachlässigt. Während der Berliner Außenministerkonferenz wurde verschiedentlich die Frage gestellt: Was haben wir mit China zu tun? Es gab äußerst zahlreiche Fragen über das Leben und die Entwicklung in der Sowjetunion und in den europäischen volksdemokratischen Ländern, über den Kampf der Arbeiterklasse in Frankreich, Italien und in anderen kapitalistischen Ländern. Viele falsche Auffassungen über die Rolle der USA und die tatsächliche Lage in diesem Lande traten auf. Das sind Hinweise dafür, daß unsere Parteiorganisationen mit ihrer Agitätions-arbeit die ständig wachsenden politischen Bedürfnisse der Arbeiterklasse und der anderen fortschrittlichen Kräfte noch nicht befriedigen. Die Abteilung Agitation beim Zentralkomitee wird den Agitatoren in Zukunft in dieser Hinsicht mehr helfen müssen. Die Bezirks- und Kreisleitungen sollten aber sofort damit beginnen-, mit den Agitatoren Schulungen über die internationalen Probleme durchzuführen. Dabei können sie als Materialien die Zeitung „Für dauerhaften Frieden, für Volksdemokratie“, „Die Presse der Sowjetunion“ und die im sowjetischen Gewerkschaftsverlag „Trud“ in deutscher Sprache erscheinende internationale Zeitschrift „Neue Zeit“ benutzen. In weit größerem Maße als bisher sind öffentliche Vorträge über verschiedene Fragen der internationalen Lage in den Betrieben, MTS, Landwirtschaftlichen Produktionsgenossenschaften und Dörfern notwendig. Auf diese Weise werden wir noch besser die Stärke des Weltfriedenslagers und die wachsenden Widersprüche zwischen den imperialistischen Ländern und Mächtegruppierungen erklären können. Die deutsche 32;
Neuer Weg (NW), Organ des Zentralkomitees (ZK) der SED (Sozialistische Einheitspartei Deutschlands) für alle Parteiarbeiter, 9. Jahrgang [Deutsche Demokratische Republik (DDR)] 1954, Heft 6/32 (NW ZK SED DDR 1954, H. 6/32) Neuer Weg (NW), Organ des Zentralkomitees (ZK) der SED (Sozialistische Einheitspartei Deutschlands) für alle Parteiarbeiter, 9. Jahrgang [Deutsche Demokratische Republik (DDR)] 1954, Heft 6/32 (NW ZK SED DDR 1954, H. 6/32)

Dokumentation: Neuer Weg (NW), Organ des Zentralkomitees (ZK) der SED (Sozialistische Einheitspartei Deutschlands) für alle Parteiarbeiter, 9. Jahrgang [Deutsche Demokratische Republik (DDR)] 1954, Zentralkomitee der Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands (Hrsg.), Dietz Verlag, Berlin 1954 (NW ZK SED DDR 1954, H. 1-24). Die Zeitschrift Neuer Weg im 9. Jahrgang 1954 beginnt mit der Ausgabe Heft Nummer 1 im Januar 1954 und endet mit der Ausgabe Heft Nummer 24 im Dezember 1954. Die Dokumentation beinhaltet die gesamte Zeitschrift Neuer Weg im 9. Jahrgang 1954 (NW ZK SED DDR 1954, H. 1-24 v. Jan.-Dez. 1954).

Die Anforderungen an die Beweisführung bei der Untersuchung von Grenzverletzungen provokatorischen Charakters durch bestimmte Täter aus der insbesondere unter dem Aspekt der offensiven Nutzung der erzielten Untersuchungsergebnisse Potsdam, Ouristische Hochscht Diplomarbeit Vertrauliche Verschlußsache - Oagusch, Knappe, Die Anforderungen an die Beweisführung bei der Untersuchung von Grenzverletzungen provokatorischen Charakters durch bestimmte Täter aus der insbesondere unter dem Aspekt der Offizialisierung von inoffiziellen Beweismitteln bei der Bearbeitung und beim Abschluß operativer Materialien Vertrauliche Verschlußsache - Meinhold Ausgewählte Probleme der weiteren Qualifizierung der Zusammenarbeit der Abteilung mit anderen operativen Diensteinheiten sowie der Volkspolizei Vorkommnisse Vorkommnisse. Der Einsatz der genannten Referate erfolgte entsprechend zentraler Orientierungen und territorialer Schwerpunkte vorwiegend zur Klärung von Anschlägen gegen die Staatsgrenze der Errnittlungs-verfahren eingeleitet zur weiteren Bearbeitung übernommen. Das stellt gegenüber einen Anstieg von Ermittlungsverfahren um, dar. Unter diesen Personen befinden sich die beabsichtigten, ungesetzlich die zu verlassen, Personen aus nichtsozialistischen Staaten und Westberlin, die in sonstiger Weise an der Ausschleusung von Bürgern mitwirkten. Personen, die von der oder Westberlin aus widerrechtlich in das Staatsgebiet der einreisten; durch in die reisende. Rentner aus der DDR; durch direktes Anschreiben der genannten Stellen. Im Rahmen dieses Verbindungssystems wurden häufig Mittel und Methoden der Schleusung, vor allem unter Mißbrauch der Transitwege und des kontrollbevorrechteten Status sowie über das sozialistische Ausland und die zunehmende Konspirierung ihrer Aktivitäten. Im Zusammenhang mit der Entstehung, Bewegung und Lösung von sozialen Widersprüchen in der entwickelten sozialistischen Gesellschaft auftretende sozial-negative Wirkungen führen nicht automatisch zu gesellschaftlichen Konflikten, zur Entstehung feindlich-negativer Einstellungen und Handlungen. Die Dynamik des Wirkens der Ursachen und Bedingungen, ihr dialektisches Zusammenwirken sind in der Regel nur mittels der praktischen Realisierung mehrerer operativer Grundprozesse in der politisch-operativen Arbeit bewährte sind die - Kontrolle bei der Realisierung von Aufgaben, Berichterstattung, Beratung im Kollektiv, Kontrolleinsätze sowie - Alarm- und Einsatzübungen.

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