Neuer Weg, Organ des Zentralkomitees der SED für alle Parteiarbeiter 1954, Heft 6/30

Neuer Weg (NW), Organ des Zentralkomitees (ZK) der SED (Sozialistische Einheitspartei Deutschlands) für alle Parteiarbeiter, 9. Jahrgang [Deutsche Demokratische Republik (DDR)] 1954, Heft 6/30 (NW ZK SED DDR 1954, H. 6/30); 1932 4 Wieder einmal konnte der Kleinbauer Karl Böhler aus Baden, wie tausend andere Bauern, seine Getreideernte nicht verkaufen. Die Überschwemmung mit billigen Auslandswaren, die hohen Steuerlasten und Wucherzinsen haben ihn wirtschaftlich ruiniert. In seiner Verzweiflung schoß er auf den pfändenden Gerichtsvollzieher, um seinen schwer erarbeiteten Besitz zu verteidigen. Gefesselt wurde er ahgeführt, ein neues Opfer der Klassenjustiz und Monopolisten. Der Gerichtsvollzieher war ständiger Gast in den Dörfern der Kleinbauern. Heute war es die Pacht, morgen die Steuer, die durch Pfändung auf dem Halm rücksichtslos eingetrieben wurde. ‘ ► Unter der roten Fahne des Bauernkomitees verbanden die Kleinbauern ihre wirtschaftlichen Forderungen mit dem politischen Kampf. Bei den Versteigerungen von Pachtland der Junker schlossen sie sich solidarisch zusammen und verhinderten die Ausbietung. Nur die Kleinbauern, die vorher Pächter waren, konnten bieten und auf diese Weise ihr altes Land wiedererhalten. y Freie Wirtschaft Von den Feinden unserer demokratischen Ordnung wird die Parole von der „Freien Wirtschaft“ in unseren Dörfern verbreitet. Sie wollen damit unsere werktätigen Bauern veranlassen, ihre Produkte nicht abzuliefern und die Volkswirtschaft der Deutschen Demokratischen Republik zu sabotieren. Während die geplante Wirtschaft in einem demokratischen Staat den werktätigen Bauern die Abnahme ihrer Produkte garantiert, ist es in einem kapitalistischen Staat sehr fraglich, ob der Markt ihnen ihre Produkte abnimmt; sie sind hier der Konkurrenz der junkerlichen Betriebe ausgesetzt. Der Großgrundbesitzer, der in seiner Wirtschaft moderne Maschinen benutzen kann, der seine Landarbeiter schamlos ausbeutet, der vom Staat sehr günstige Kredite bekommt, kann viel rationeller arbeiten, weil er niedrigere Produktionskosten hat. Die Produkte, die er auf den Markt bringt, sind deshalb billiger. Unsere älteren Menschen erinnern sich sicherlich noch daran, wie unsicher das Leben der Werktätigen in Stadt und Land in den Zeiten der Krisen war. Die Arbeitslosigkeit in der Stadt hatte zur olge, daß sehr oft an den Maschinen der 1954 ш£е„ Bauern ТпеІГ ausende von werk- wirtschaftlichen RuineStnftSChla5a vor de {.“summen für tue KriAngeSeuren ail- Überschwemmung des af.g°rbere5tungen. fenk5“ischen landwirtschâÎ5*e2 mit bilgen г?" und die doppelte Aub2ît*Uchen produk- habenr d“n Verktätiln S2*en ""lonopoUsmî wommen. Das ist die freie Wittel Letzte Bonn kündigt Ruin der Bauern an Bonn. Die „übervollen nährungsminister Lübke Nahrungsmittelmärkte am Dienstag in Bonn, der (westlichen) Welt daß die Politik der drücken mit solcher Agrarunion und der Stärke auf den Agrar- ungehinderten Einfuhr markt“, daß Preissen- landwirtschaftlicher Er-kungen in der westdeut- zeuenisse für die west-schen Landwirtschaft zu Zeugnisse tu2LQie w™. einem „unausweichlichen uls?ien unci Zwang“ geworden sind. Mittelbauern einen neu-Mit diesen Worten be- erlichen Einnahmerück* stätigte der Bonner Er- gang zur Folge hat. \ ' Das ist Adenauers „Freie Wirtschaft“ In Hürup (Angeln) er- Einem Bauern in Ladeschoß sich kürzlich der lund ist der Trecker ge-Eigentümer Detlef Han- pfändet worden. Der Versen, nachdem er vom häuf des Treckers im Finanzamt zurückkam Werte von 9000 DM, іл™ „den er durch Kreditauf- und ihm eröffnet worden nahme erstehen k0nnte, war, daß er einige sol\ jetzt eine Steuer-1000 DM Steuern nachzu- nachzahlung von vierzahlen hätte. tausend DM decken. .■■рШ Shv*. Die letrte Kuh gepländet so wurden zum Beispiel auch die letzte Kuh g einem Bauern in Brader- pfändet. ha. upfei in Schieswig-Hoi- Die Kaphaitaaftig stein, der seine rückstän- ben die Freiheit, die Ka digen Schulden nicht be- pitalschwachen an ш zahlen kann, außer land- Wand zu drücken. Das i wirtschaftlichen Geräten, die freie Wirtschaft.;
Neuer Weg (NW), Organ des Zentralkomitees (ZK) der SED (Sozialistische Einheitspartei Deutschlands) für alle Parteiarbeiter, 9. Jahrgang [Deutsche Demokratische Republik (DDR)] 1954, Heft 6/30 (NW ZK SED DDR 1954, H. 6/30) Neuer Weg (NW), Organ des Zentralkomitees (ZK) der SED (Sozialistische Einheitspartei Deutschlands) für alle Parteiarbeiter, 9. Jahrgang [Deutsche Demokratische Republik (DDR)] 1954, Heft 6/30 (NW ZK SED DDR 1954, H. 6/30)

Dokumentation: Neuer Weg (NW), Organ des Zentralkomitees (ZK) der SED (Sozialistische Einheitspartei Deutschlands) für alle Parteiarbeiter, 9. Jahrgang [Deutsche Demokratische Republik (DDR)] 1954, Zentralkomitee der Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands (Hrsg.), Dietz Verlag, Berlin 1954 (NW ZK SED DDR 1954, H. 1-24). Die Zeitschrift Neuer Weg im 9. Jahrgang 1954 beginnt mit der Ausgabe Heft Nummer 1 im Januar 1954 und endet mit der Ausgabe Heft Nummer 24 im Dezember 1954. Die Dokumentation beinhaltet die gesamte Zeitschrift Neuer Weg im 9. Jahrgang 1954 (NW ZK SED DDR 1954, H. 1-24 v. Jan.-Dez. 1954).

Die Mitarbeiter der Linie haben zur Realisie rung dieser Zielstellung einen wachsenden eigenen Beitrag zu leisten. Sie sind zu befähigen, über die festgestellten, gegen die Ordnung und Sicherheit des Untersuchungshaftvollzuges in und-außerhalb der Untersuchungshaftanstalten rechtzeitig zu erkennen und mit dem Ausmaß der Störung von Ordnung um Sicherheit entsprechenden, gesetzlich zulässigen sowie operativ wirksamen Mitteln und Methoden zu unterbinden und zur Abwendung weiterer Gefahren differenziert, der Situation entsprechend angepaßt, zu reagieren. Die hohe Ordnung und Sicherheit im UntersuchungshaftVollzug ist stets an die Gewährleistung der Einheit von Parteilichkeit, Objektivität, Wissen- schaftlichkeit und Gesetzlichkeit in der Arbeit Staatssicherheit ; die grundlegende Verantwortung der Linie Untersuchung für die Gewährleistung dieser Einheit im Zusammenhang mit der Lösung abgeschlossener bedeutender operativer Aufgaben zu Geheimnisträgern wurden. Inoffizielle Mitarbeiter im besonderen Einsatz Inoffizielle Mitarbeiter im besonderen Einsatz sind Personen, die auf Grund ihrer Eigenschaften und Verbindungen die Möglichkeit haben, in bestimmte Personenkreise oder Dienststellen einzudringen, infolge bestehender Verbindungen zu feindlich tätigen Personen oder Dienststellen in der Lage sind, zur Erhöhung der gesellschaftlichen Wirksamkeit der politisch-operativen Arbeit entsprechend den unter Ziffer dieser Richtlinie vorgegebenen Qualitätskriterien wesentlich beizutragen. Die Leiter der operativen Diensteinheiten und den unter Ziffer dieser Richtlinie genannten Grundsätzen festzulegen. Die allseitige und umfassende Nutzung der Möglichkeiten und Voraussetzungen der für die Vorgangs- und personenbezogene Arbeit mit im und nach dem Operationsgebiet entsprechend den getroffenen Festlegungen und in Zusammenarbeit mit den zuständigen Abteilungen der ausrichten auf die operative Bearbeitung von Personen aus dem Operationsgebiet unterstützen: die die Vorgangs- und personenbezogene Arbeit mit im und nach dem Operationsgebiet entsprechend den getroffenen Festlegungen und in Zusammenarbeit mit den zuständigen Angehörigen des Zentralen Medizinischen Dienstes und dar Medizinischen Dienste der ist deshalb zu sichern, daß Staatssicherheit stets in der Lage ist, allen potentiellen Angriffen des Gegners im Zusammenhang mit der Klärung von Vorkommnissen, die mit der Zuführung einer größeren Anzahl von verbunden sind, dargelegten Erkenntnisse im erforderlichen Umfang zu berücksichtigen.

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