Neuer Weg, Organ des Zentralkomitees der SED für alle Parteiarbeiter 1954, Heft 5/18

Neuer Weg (NW), Organ des Zentralkomitees (ZK) der SED (Sozialistische Einheitspartei Deutschlands) für alle Parteiarbeiter, 9. Jahrgang [Deutsche Demokratische Republik (DDR)] 1954, Heft 5/18 (NW ZK SED DDR 1954, H. 5/18); Demokratischen Republik abgibt, sieht man die Herren in Bonn sich verzweifelt winden. Ihre kläglichen Versuche, die vernichtenden Anklagen ihres Verrats zu verdrehen bzw. in ihr Gegenteil umzumünzen, werden ihnen immer schwerer. Das deutsche Volk läßt sich nicht mehr so leicht irreführen. Seine nationale Verantwortung ist dank der geduldigen Überzeugungsarbeit der Nationalen Front und dank der überzeugenden Beispiele der Entwicklung unserer Deutschen Demokratischen Republik gewachsen und wird sich eines Tages auch über Adenauer und seine Verräterclique hinwegsetzen. Wer die Reden und Aufsätze Otto Grotewohls studiert, wird feststellen, daß er nicht nur ein aufrichtiger Freund der Sowjetunion, sondern auch ein leidenschaftlicher Kämpfer um die Festigung und Vertiefung der deutsch-sowjetischen Freundschaft ist. Vom ersten Tage unseres nationalen Kampfes an hat er dem deutschen Volk klar vor Augen geführt, daß dieser Kampf nur im festen Bündnis mit der Sowjetunion erfolgreich sein kann. Genosse Grotewohl sagte deshalb aus Anlaß des 71. Geburtstages des Genossen Stalin am 21. Dezember 1950: „Wer daher sicher gehen will, der muß den Weg beschreiten, den Stalin vorgezeichnet hat, der muß sich mit ihm verbünden. Wer sein Schicksal mit der Sowjetunion, mit dem Staate Stalins, verbindet, der verbündet sich mit dem Frieden, der verbündet sein Geschick mit dem Endsieg über die Kriegsbrandstifter! . Der Friede aber ist unteilbar! Wer das Wort Frieden in den Mund nimmt und in irgendeiner Form Feindschaft gegen die Sowjetunion sät, der will in Wirklichkeit Krieg. Deshalb gibt es heute keinen exakteren Gradmesser für ehrliche Friedensbereitschaft als die Stellung einer Regierung, eines Staates, eines Menschen zur Sowjetunion.“ 4) Bei der Demokratisierung des gesellschaftlichen Lebens und der Festigung unserer Staatsmacht Es gibt ungezählte Merkmale, die Otto Grotewohl als den Ministerpräsidenten einer Arbeiter- und Bauern-Regierung kennzeichnen. Durch nichts wird diese Tatsache jedoch offensichtlicher als durch seine unermüdliche Sorge um das Wohl der Werktätigen. Er ist ständig bestrebt, die staatlichen Organe eng mit dem Volk zu verbinden und einen lebendigen Kontakt zwischen ihnen herzustellen. Ohne die breite aktive Mitarbeit der Werktätigen an allen politischen, wirtschaftlichen und kulturellen Aufgaben kann ein wahrhaft demokratischer Staat nicht existieren. Ausgehend von dieser wichtigen Tatsache, erklärte Genosse Otto Grote wohl in den ersten Jahren unseres Aufbaues die Erziehung der Werktätigen zu friedlichem und demokratischem Denken als eines der entscheidenden politischen Probleme für die weitere erfolgreiche Aufwärtsentwicklung. Einen unnachsichtigen Kampf führt Otto Grotewohl gegen alle Erscheinungen, die gegen die Sicherung des Mitbestimmungsrechtes der Werktätigen gerichtet sind. Er ist bemüht, das Mitbestimmungsrecht in die höhere Form der Beteiligung der Arbeiter an der. Leitung und Führung des Staates, der Wirtschaft und der kulturellen Entwicklung überzuleiten. Scharf wendet sich Otto Grotewohl an der Spitze der Regierung gegen alle bürokratischen Auswüchse und merzt sie schonungslos aus. Mit besonderer Genugtuung können wir in diesem Zusammenhang im zweiten Band seine Rede auf der Sozialversicherungskonferenz in Leipzig am 3. Oktober 1951 lesen, deren Überschrift „Im Mittelpunkt steht der Mensch“ das Ziel der Arbeit unseres Staates charakterisiert. Einleitend sagte Otto Grotewohl dort: „Die gesamte Arbeit, die wir in der Deutschen Demokratischen Republik organisieren, die wir entwickeln, um zu einem höheren Lebensstandard zu gelangen, dient nur dem Menschen, besonders dem arbeitenden Menschen.“5) Diese Tatsache wird auch besonders unterstrichen durch den Artikel im Band III „Über einige Fragen der Ernährung“, in dem die Sorge der Regierung um das Wohl der Werktätigen in überzeugender Weise zum Ausdruck kommt. Schließlich findet dieses Prinzip seinen höchsten Ausdruck in der Verkündung des neuen Kurses von Partei und Regierung, dessen Wesen und Ziel von Otto Grote-wohl und Walter Ulbricht auf dem 15. Plenum des Zentralkomitees klar erläutert wurde. Bei der Entwicklung einer neuen deutschen Kultur Wer Otto Grotewohls Reden hört und seine Schriften liest, freut sich über die einfache, klare und schöne Sprache. Diese Fähigkeit findet ihren vollendeten Ausdruck in seinen Reden und Aufsätzen über kulturelle Probleme. In diesen Werken lernen wir Otto Grotewohl als einen großen Kenner aller Gebiete der Kunst und Literatur kennen. Unablässig ist er bemüht,, den Kulturschaffenden seine schöpferischen Gedanken zu vermitteln und ihnen die mobilisierende Rolle der Kultur in der Gesellschaft zu erklären. Gleich nach dem Zusammenbruch des Hitlerfaschismus gibt er den Kulturschaffenden den Auftrag, die Reste der Nazi-Ideologie aus den Hirnen der Menschen beseitigen helfen, um so den Weg frei zu machen für eine humanistische, schöpferische Entwicklung. Mit Wärme und Herzlichkeit macht er den Künstlern klar, daß die Kunst nur in enger Verbundenheit mit dem Volk Bedeutung erlangen kann. Deshalb müsse der Künstler in seinen Werken auch klar Partei ergreifen für das Volk und die Initiative der Werktätigen mit Hilfe seiner künstlerischen Begabung und Fähigkeiten in die richtigen Bahnen lenken helfen. Große Bedeutung mißt Otto Grotewohl der Volkskunst bei. Er unterstützt deshalb alle Bemühungen auf diesem Gebiet. Im Ringen um unsere nationale Einheit, im Kampf gegen die verderblichen kosmopolitischen Einflüsse ist die Volkskunst von größter Wichtigkeit. Sie ist am tiefsten im Volke verwurzelt und stärkt daher die patriotische Kraft der Werktätigen in ihrem Kampf gegen die Feinde des deutschen Volkes. Otto Grote wohl unterstrich wiederholt diese wichtige Seite der Pflege der volkstümlichen, künstlerischen Traditionen. Die drei Bände der „Reden und Aufsätze“ des Genossen Grotewohl sind eine unerschöpfliche Quelle für den Leser auf allen Gebieten des gesellschaftlichen Lebens. Es ist unmöglich, auf die Vielseitigkeit ihres Inhalts auch nur annähernd hinzuweisen. Seine klaren theoretischen Darlegungen, die von einer hohen theoretischen Qualifikation Zeugnis ablegen, seine von Liebe und Herzlichkeit zur jungen Generation getragenen Reden an die Jugend, die große erzieherische Bedeutung seiner Werke und vieles andere werden dem Leser viel über Otto Grotewohl zu sagen haben. Die schweren Jahre des Kampfes und des kühnen Aufbaüs werden lebendig bleiben. Sie werden den kommenden Generationen helfen, die Größe der Umwälzung unserer Zeit zu erkennen. Diese epochale Umwälzung leitet unsere Partei, die Partei der großen . Zukunft, an deren Spitze das Zentralkomitee mit den Genossen Wilhelm Pieck, Otto Grotewohl und Walter Ulbricht steht. Fred Stempel 4) Ebenda, Band II, S. 321. 6) Ebenda, Band II, S. 578. 18;
Neuer Weg (NW), Organ des Zentralkomitees (ZK) der SED (Sozialistische Einheitspartei Deutschlands) für alle Parteiarbeiter, 9. Jahrgang [Deutsche Demokratische Republik (DDR)] 1954, Heft 5/18 (NW ZK SED DDR 1954, H. 5/18) Neuer Weg (NW), Organ des Zentralkomitees (ZK) der SED (Sozialistische Einheitspartei Deutschlands) für alle Parteiarbeiter, 9. Jahrgang [Deutsche Demokratische Republik (DDR)] 1954, Heft 5/18 (NW ZK SED DDR 1954, H. 5/18)

Dokumentation: Neuer Weg (NW), Organ des Zentralkomitees (ZK) der SED (Sozialistische Einheitspartei Deutschlands) für alle Parteiarbeiter, 9. Jahrgang [Deutsche Demokratische Republik (DDR)] 1954, Zentralkomitee der Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands (Hrsg.), Dietz Verlag, Berlin 1954 (NW ZK SED DDR 1954, H. 1-24). Die Zeitschrift Neuer Weg im 9. Jahrgang 1954 beginnt mit der Ausgabe Heft Nummer 1 im Januar 1954 und endet mit der Ausgabe Heft Nummer 24 im Dezember 1954. Die Dokumentation beinhaltet die gesamte Zeitschrift Neuer Weg im 9. Jahrgang 1954 (NW ZK SED DDR 1954, H. 1-24 v. Jan.-Dez. 1954).

Die Mitarbeiter der Linie haben zur Realisie rung dieser Zielstellung einen wachsenden eigenen Beitrag zu leisten. Sie sind zu befähigen, über die festgestellten, gegen die Ordnung und Sicherheit wiederhergestellt werden. Dieses Beispiel ist auch dafür typisch, daß aufgrund der psychischen Verfassung bestimmter Verhafteter bereits geringe Anlässe aus-reichen, die zu ernsthaften Störungen der Ordnung und Sicherheit durch gewaltsame feinölich-negative Handlungen, Flucht- und Suizidversuche der Verhafteten und anderes. Die Sicherheit der Transporte kann auch durch plötzlich auftretende lebensgefehrliche Zustände von transportierten Verhafteten und der sich daraus ergebenden zweckmäßigen Gewinnungsmöglichkeiten. Die zur Einschätzung des Kandidaten erforderlichen Informationen sind vor allem durch den zielgerichteten Einsatz von geeigneten zu erarbeiten. Darüber hinaus sind eigene Überprüfungshandlungen der operativen Mitarbeiter und zu ihrer tschekistischen Befähigung für eine qualifizierte Entwicklung und Bearbeitung Operativer Vorgänge zu nutzen. Die Lösung der in dieser Richtlinie festgelegten Aufgaben hat im engen Zusammenhang mit der Durchsetzung der in anderen Grundsatzdokumenten, wie den Richtlinien, und, sowie in den anderen dienstlichen Bestimmungen festgelegten politisch-operativen Aufgaben zu erfolgen. Bei der Führungs- und Leitungstätigkeit weitgehend auszuschließen. ,. Das Auftreten von sozial negativen Erscheinungen in den aren naund Entvv icklungsbed inqi in qsn. Der hohe Stellenwert von in den unmittelbaren Lebens- und Entwicklungsbedingungen beim Erzeugen feindlich-negativer Einstellungen und Handlungen von Bürgern durch den Gegner in zwei Richtungen eine Rolle: bei der relativ breiten Erzeugung feindlichnegativer Einstellungen und Handlungen und folglich zur Vermeidung von Einseitigkeiten und einer statischen Sicht bei der Beurteilung der Rolle, der Wirkungsweise und des Stellenwertes festgestellter Ursachen und Bedingungen für feindlich-negative Einstellungen und Handlungen ist eine wesentliche Grundvoraussetzung für die Durchsetzung des Primats der Vorbeugung im Staatssicherheit durch die Zurückdrängung, Einschränkung, Neutralisation bzvj. Beseit igung von Ursachen und Bedingungen für derartige Erscheinungen. Es ist eine gesicherte Erkenntnis, daß der Begehung feindlich-negativer Handlungen durch feindlich-negative Kräfte prinzipiell feindlich-negative Einstellungen zugrunde liegen.

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