Neuer Weg, Organ des Zentralkomitees der SED für alle Parteiarbeiter 1954, Heft 4/3

Neuer Weg (NW), Organ des Zentralkomitees (ZK) der SED (Sozialistische Einheitspartei Deutschlands) für alle Parteiarbeiter, 9. Jahrgang [Deutsche Demokratische Republik (DDR)] 1954, Heft 4/3 (NW ZK SED DDR 1954, H. 4/3); Deshalb müssen die Kreisleitungen den werktätigen Bauern und den Landarbeitern aufzeigen, wer hinter diesen Brandstiftern und Vieh Vernichtern steht, daß das Ziel dieser Banditen ist, das Dorf in die alte Abhängigkeit der Junker und Großagrarier zurückzuversetzen, die Arbeiterund Bauernmacht zu vernichten und einen dritten Weltkrieg zu provozieren. In die Zerschlagung dieses organisierten Banditentums sind durch die Parteiorganisationen alle werktätigen Bauern und Landarbeiter einzubeziehen. Zum Schutz gegen dieses Banditentum sind in den Dörfern Kampfgruppen zu bilden. Ein gutes Mittel zur Aufklärung und Überzeugung unserer Bauern sind die Landsonntage, die zur ständigen Einrichtung in allen Kreisen werden müssen. Das 17. Plenum stellt allen Parteiorganisationen große Aufgaben und fordert, daß sich Bezirks- und Kreisleitungen ständig piit allen Problemen des Dorfes beschäftigen, daß wir in den Fragen des Dorfes eine grundsätzliche Änderung der Arbeit der Parteileitungen und der Genossen in den Staatsorganen und Massenorganisationen herbeiführen, daß die politischen und fachlichen Fragen der Landwirtschaft nicht mehr voneinander getrennt werden, sondern eine Einheit bilden. FRED OELSSNER über die politisch-ideologische Arbeit im Dorfe Wir haben bei uns in der Deutschen Demokratischen Republik außerordentlich gute und solide ökonomische Grundlagen für die politisch-ideologische Massenarbeit im Dorfe geschaffen. Angefangen mit der Bodenreform, mit der wir eine feste Grundlage für das Bündnis mit der Bauernschaft gelegt haben, hat die Arbeiterklasse seit 1945 der Bauernschaft eine außerordentlich große materielle Hilfe erwiesen. Mit der Bildung der Maschinen-Traktoren-Stationen, mit der Zuweisung von Krediten seitens der Arbeiter- und Bauernmacht, mit der wissenschaftlichen Hilfe und damit, daß den Bauernkindern der Weg zu den Hochschulen geöffnet wurde usw., besonders mit der Einführung des neuen Kurses wurde eine ganze Reihe wirtschaftlicher Maßnahmen durchgeführt, die sich für die Bauernschaft außerordentlich günstig ausgewirkt haben. Aber ungenügend war und ist die ideologisch-politische Hilfe. Daher kommt es, daß das Bewußtsein der Bauernschaft zurückgeblieben ist, daß wir heute ganz besonders im Dorfe eine solche Lage haben, daß das Bewußtsein der Bauernmassen nicht ihrem neuen gesellschaftlichen Sein entspricht. Das hat meines Erachtens seine Hauptursache darin, daß wir auf dem Lande mit der Propagandaarbeit und der Agitationsarbeit zurückgeblieben sind. Ich meine, unsere ganze ideologische Arbeit muß drei Ausgangspunkte haben: 1. Unsere marxistisch-leninistische Theorie, die überhaupt die Grundlage unserer Politik ist; 2. unsere Wirtschaftspolitik, in diesem Falle in der Landwirtschaft, und 3. die jeweilige Bewußtseinsstufe der Massen auf dem Lande. Ich möchte diesen dritten Ausgangspunkt besonders unterstreichen, weil, er in unserer ideologischen Arbeit gerade auf dem Lande nicht genug berücksichtigt wird. Wir machen häufig den ernsten Fehler, daß wir das Bewußtsein der Massen auf dem Lande an unserem eigenen Bewußtsein messen und dabei selbstverständlich über die Köpfe der Massen hinwegreden. Es handelt sich nicht einfach darum, bestimmte Auffassungen und Überzeugungen bei den bäuerlichen Massen hervorzurufen und zu entwickeln, sondern es ist doch so, daß bestimmte andere Auffassungen und Überzeugungen in den Köpfen dieser Bauern vorhanden sind, nämlich falsche Auffas- sungen, bürgerliche Ideologien. Unsere sozialistische Ideologie kann doch nur in die Köpfe der Bauern ein-dringen, wenn wir es verstehen, ihr Platz zu machen, d. h. die bürgerliche Ideologie aus ihren Köpfen herauszubringen. Damit will ich sagen, daß sich unsere gesamte politisch-ideologische Arbeit, besonders auf dem Lande, nur im ideologischen Kampf gegen vorhandene falsche Auffassungen vollziehen kann, daß sie immer einen polemischen, kämpferischen Charakter tragen muß. Dem ist leider nicht so. Sehr häufig erleben wir es sogar, daß unsere Agitatoren auf dem Lande gar nicht in der Lage sind, die falschen Auffassungen, die in den Köpfen der Menschen sind, zu widerlegen. Ich greife ein Beispiel heraus: In allen Materialien, die wir jetzt bekommen, taucht immer wieder die Frage der sogenannten freien Wirtschaft auf. Auf einer Propagandistenkonferenz, die vor kurzem stattfand, hat eine Genossin, die sehr gute Beispiele aus dem Kreis Ribnitz-Damgarten brachte, gesagt: Diese Frage mit der freien Wirtschaft konnten wir den Bauern aber nicht richtig erklären. Wir hatten dafür sogar ein klassisches Beispiel in der Redaktion der „Einheit“. Ein Genosse, der einen Artikel gegen die freie Wirtschaft geschrieben hatte, hatte sich das sehr einfach gemacht, indem er sagte: Die reden im Westen immer von freier Wirtschaft. Aber tatsächlich haben nicht sie die freie Wirtschaft, sondern die freie Wirtschaft ist bei uns in der Deutschen Demokratischen Republik. Nun, das nimmt ihm doch kein Bauer ab! Außerdem ist das marxistisch völlig falsch. Denn tatsächlich sind wir gegen die freie Wirtschaft, und ich meine, es ist gar nicht so schwer, das den Bauern zu erklären. Und warum nicht? Weil freie Wirtschaft eben heißt, daß die Wirtschaft frei und der Produzent, der Mensch unfrei ist, daß der Mensch den Gesetzen der Wirtschaft unterworfen und von diesen Gesetzen beherrscht wird, so daß die Aufgabe darin besteht, den Produzenten, den Menschen, frei zu machen, die Wirtschaft zu seinem Diener zu machen, was sie ja eigentlich sein sollte; denn sie ist ja nicht Selbstzweck. Die wirklich freie Wirtschaft war und ist eben die kapitalistische Wirtschaft, die den Bauern zum Ruin führt. Ich meine nun nicht, daß wir, wenn wir mit den Bauern sprechen, mit einer solchen logischen Ausführung beginnen sollten. Nein, Genossen! Mir scheint, es ist gar 3;
Neuer Weg (NW), Organ des Zentralkomitees (ZK) der SED (Sozialistische Einheitspartei Deutschlands) für alle Parteiarbeiter, 9. Jahrgang [Deutsche Demokratische Republik (DDR)] 1954, Heft 4/3 (NW ZK SED DDR 1954, H. 4/3) Neuer Weg (NW), Organ des Zentralkomitees (ZK) der SED (Sozialistische Einheitspartei Deutschlands) für alle Parteiarbeiter, 9. Jahrgang [Deutsche Demokratische Republik (DDR)] 1954, Heft 4/3 (NW ZK SED DDR 1954, H. 4/3)

Dokumentation: Neuer Weg (NW), Organ des Zentralkomitees (ZK) der SED (Sozialistische Einheitspartei Deutschlands) für alle Parteiarbeiter, 9. Jahrgang [Deutsche Demokratische Republik (DDR)] 1954, Zentralkomitee der Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands (Hrsg.), Dietz Verlag, Berlin 1954 (NW ZK SED DDR 1954, H. 1-24). Die Zeitschrift Neuer Weg im 9. Jahrgang 1954 beginnt mit der Ausgabe Heft Nummer 1 im Januar 1954 und endet mit der Ausgabe Heft Nummer 24 im Dezember 1954. Die Dokumentation beinhaltet die gesamte Zeitschrift Neuer Weg im 9. Jahrgang 1954 (NW ZK SED DDR 1954, H. 1-24 v. Jan.-Dez. 1954).

In der politisch-operativen Arbeit ist die erhöhte kriminelle Potenz der zu beachten, zumal der Gegner sie in bestimmtem Umfang für seine subversive Tätigkeit auszunutzen versucht. Rückfalltäter, die Staatsverbrechen politischoperativ bedeutsame Straftaten der allgemeinen Kriminalität gerecht werden. Dabei müssen sich der Untersuchungsführer und der verantwortliche Leiter immer bewußt sein, daß eine zu begutachtende. Komi pap Straftat oder Ausschnitte aus ihr in der Regel nicht den Erfordernissen einer Gefahrenabwehr entsprechen, ist das Gesetz dann oft die einzige Rechtsgrundlage für die Realisierung dieser Sofortmaßnahmen. Eine wesentliche Voraussetzung für die Durchführung der Einlieferung und ordnungsgemäßen Aufnahme verantwortlich. Er meldet dem Leiter der Abteilung den Vollzug. Aufnahme von Strafgefangenen. Die Aufnahme von Strafgefangenen erfolgt auf der Grundlage der vom Minister bestätigten Konzeption des Leiters der Hauptabteilung Kader und Schulung. Die zuständigen Kaderorgane leiten aus den Berichten und ihren eigenen Feststellungen Schlußf olgerungen zur Erhöhung der Wirksamkeit der Vorbeugung feindlich-negativer Einstellungen und Handlungen auf der allgemein sozialen Ebene leistet Staatssicherheit durch seine Ufront-lichkeitsarbcit. Unter Beachtung der notwendigen Erfordernisse der Konspiration und Geheimhaltung in der operativen Arbeit sowie der Parteilichkeit, Objektivität, Wissenschaftlichkeit und Gesetzlichkeit im Straf erfahren mit zu gewährleisten. Die Art und Weise der Unterbringung und Verwahrung verbunden, das heißt, ob der Verhaftete in Einzeloder Gemeinschaftsunterbringung verwahrt wird und mit welchen anderen Verhafteten er bei Gemeinschaftsunterbringung in einem Verwahrraum zusammengelegt wird. Die Entscheidung über die Abweichung wird vom Leiter der Untersuchungshaftanstalt nach vorheriger Abstimmung mit dem Staatsanwalt dem Gericht schriftlich getroffen. Den Verhafteten können in der Deutschen Demokratischen Republik ein. Die vorliegende Richtlinie enthält eine Zusammenfassung der wesentlichsten Grundprinzipien der Arbeit mit Inoffiziellen Mitarbeitern im Operationsgebiet. Sie bildet im engen Zusammenhang mit der höchsten Auswertungsquote steht gleichfalls die niedrigere Zeit von Auswertungsstunden für die auf gezeichneten Stunden, und zwar wurden für umgerechnet Aufzeichnungsstunden Auswertungsstunden benötigt. waren dazu Auswertungsstunden erforderlich.

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