Neuer Weg, Organ des Zentralkomitees der SED für alle Parteiarbeiter 1954, Heft 3/13

Neuer Weg (NW), Organ des Zentralkomitees (ZK) der SED (Sozialistische Einheitspartei Deutschlands) für alle Parteiarbeiter, 9. Jahrgang [Deutsche Demokratische Republik (DDR)] 1954, Heft 3/13 (NW ZK SED DDR 1954, H. 3/13); Am anderen Tag hatten wir im Nachbardorf Hohenau eine Kulturveranstaltung organisiert. Da kamen jene Leute von Spatz mit einem größeren Aufgebot wieder und wollten wahrscheinlich wieder provozieren. Dort haben wir das erstemal an einem Beispiel gesehen, wie die Jugend reagiert, wenn man diese Provokateure vor ihr entlarvt. Ein Freund der Agitationsgruppe wollte einen von denen, die ihn zusammengeschlagen hatten, aus dem Saal werfen. Sofort hatte er die Sympathie bei den Hohenauem verloren. Aber als ich zur Bevölkerung sprach und sagte: „Ihr habt dem Agitationszug Beifall geklatscht und gesagt, ,komnit wieder*. Aber die dort sitzen, nicht nur auf die Lehrwerkstätten beschränken, wo die Arbeit ziemlich einfach ist. Vielleicht sagt man, unsere Arbeit sei früher, zu unpolitisch gewesen. Das stimmt nicht. Unsere Freunde haben sich fast alle gut entwickelt, sind Volkspolizisten und Lehrer geworden, Facharbeiter, Funktionäre und Arbeiterstudenten. Sie haben in der Jugendgruppe gelernt, zu erkennen, wo sie hingehören. Sie haben im Herzen gespürt, daß unsere Sache die richtige ist. Heute haben wir die Möglichkeit, unserem Gruppenleben viel mehr Inhalt zu geben, klare politische Aufklärungsarbeit und hohes kulturelles Niveau zu fordern. Aber wir dürfen nicht einseitig sein. Die Aufgaben müssen mit der Kraft unzähliger kleiner, fester Kollektive gelöst werden und nicht allein nur mit einem großen hauptamtlichen Funktionärapparat, der seine Tätigkeit häufig nur auf eine administrative und wirkungslose Anleitung beschränkt. Ich war von 1948 bis 1951 an der Universität Jena. Wir hatten keinen hauptamtlichen Sekretär für die FDJ-Hochschulgruppe und kein Geld, aber wir haben zu kämpfen gelernt auch um die Aneignung der Wissenschaft. Heute gibt es für die FDJ-Hochschulgruppe Jena drei hauptamtliche Sekretäre. Doch von der FDJ ist nicht viel zu merken, wenn man von einem Türschild vor das sind die, die uns in Spatz zusammengehauen haben“, da war es so weit, daß wir zwei Mann mit gebrochenen Hippen aus dem Dorf hinauswerfen konnten. Das ist der richtige Weg. Vor der Masse der Jugend muß man sie entlarven und denjenigen, die nicht überzeugt werden wollen, muß man so viel auf die Nase geben, daß es langt. Hans Franke 1. Kreissekretär der FDJ Rathenow (Auf der Beratung des Zentralkomitees mit den L Sekretären der Bezirks- und Kreisleitungen der Partei und der FDJ.) dem Sekretariat „Sprechstunden nur von 11 bis 14 Uhr, außer dieser Zeit keine Abfertigung!“ absieht. Man muß der Jugend mehr kleine, ihren ureigensten Interessen entsprechende Aufgaben stellen und ihr die Möglichkeit lassen, sich selbst Freude zu bereiten. Wie oft diskutieren die Jugendlichen ihre brennendsten Probleme außerhalb der FDJ-Gruppe. Man setzt solche Fragen nicht auf die Tagesordnung, sie sind nicht „vorgesehen“. Aber damit sind sie weder gelöst noch aus der Welt geschafft. Besser wäre es, in den Gruppen der FDJ auch jene Probleme in Vorträgen und lebendigen Gesprächen zu erörtern, die bei den Jugendlichen gerade am leidenschaftlichsten diskutiert werden. Große Versammlungen und Kundgebungen sind gut und nützlich, aber sie reichen nicht aus. Die Jugend will etwas unternehmen, will aktiv und selbst schöpferisch tätig sein; denn dabei lernt es sich viel einfacher und besser. Man darf auch nicht so mit Superlativen um sich werfen. Phrasen verderben die Jugendlichen, verziehen sie zu Oberflächlichkeit und Prahlerei, zu unechtem Pathos und Schludrian; Auch hierin müssen die Leitungen des Verbandes ihre Arbeit verbessern. Das können sie tun, indem sie sich bei jedem Beschluß die Massen der Jugend bildhaft vorstellen, ständig mit ihnen in Verbindung bleiben und sie zu gemeinsamen Taten führen. Klaus Hilbig (Aus „Tägliche Rundschau“ vom 15. 12. 53) Es ist notwendig, daß die Leitungen der Freien Deutschen Jugend entsprechend den Beschlüssen der 6./IV. Tagung des Zentralrats die Hauptkraft des ganzen Verbandes auf die sofortige Verbesserung der politischen Massenarbeit auf der Grundlage der Regierungserklärungen des Stellvertreters des Ministerpräsidenten, Walter Ulbricht, und der Noten der Regierung der Sowjetunion orientieren wir dem Ziel, die Mehrheit der Jugend für den aktiven Kampf gegen den westdeutschen Militarismus und für die Durchführung des neuen Kurses zu gewinnen. Es muß das ernsthafte Bestreben der Freien Deutschen Jugend sein, alle jungen Menschen zu Patrioten, zu glühenden Verteidigern der Arbeiter- und Bauemmacht zu erziehen, die in ihrer Gesamtheit rückhaltlos und freudig unter der Führung der Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands die vor unserem Volk stehenden Aufgaben lösen helfen. Aus der Entsdtließung der 7.//V. Tagung des Zentralrats der Freien Deutsdien Jugend am 7. Januar iç$4 13;
Neuer Weg (NW), Organ des Zentralkomitees (ZK) der SED (Sozialistische Einheitspartei Deutschlands) für alle Parteiarbeiter, 9. Jahrgang [Deutsche Demokratische Republik (DDR)] 1954, Heft 3/13 (NW ZK SED DDR 1954, H. 3/13) Neuer Weg (NW), Organ des Zentralkomitees (ZK) der SED (Sozialistische Einheitspartei Deutschlands) für alle Parteiarbeiter, 9. Jahrgang [Deutsche Demokratische Republik (DDR)] 1954, Heft 3/13 (NW ZK SED DDR 1954, H. 3/13)

Dokumentation: Neuer Weg (NW), Organ des Zentralkomitees (ZK) der SED (Sozialistische Einheitspartei Deutschlands) für alle Parteiarbeiter, 9. Jahrgang [Deutsche Demokratische Republik (DDR)] 1954, Zentralkomitee der Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands (Hrsg.), Dietz Verlag, Berlin 1954 (NW ZK SED DDR 1954, H. 1-24). Die Zeitschrift Neuer Weg im 9. Jahrgang 1954 beginnt mit der Ausgabe Heft Nummer 1 im Januar 1954 und endet mit der Ausgabe Heft Nummer 24 im Dezember 1954. Die Dokumentation beinhaltet die gesamte Zeitschrift Neuer Weg im 9. Jahrgang 1954 (NW ZK SED DDR 1954, H. 1-24 v. Jan.-Dez. 1954).

Der Leiter der Abteilung Staatssicherheit untersteht dem Minister für Staatssicherheit. Die Leiter der Abteilungen der Bezirksverwaltungen Verwaltungen unterstehen den Leitern der Bezirksverwal-tungen Verwaltungen für Staatssicherheit. Die Leiter der Abteilungen den Bedarf an Strafgefan- genen für den spezifischenöjSÜeinsatz in den Abteilungen gemäß den Festlegungen der Ziffer dieses Befehls zu bestimmen und in Abstimmung mit den Leitern der zuständigen Abteilungen der Hauptabteilung Durchführung der Besuche Wird dem Staatsanwalt dem Gericht keine andere Weisung erteilt, ist es Verhafteten gestattet, grundsätzlich monatlich einmal für die Dauer von einer Stunde zu empfangen. Die Sicherung dieser Besuche hat durch Angehörige der Abteilungen zu erfolgen. Die für den Besuch verantwortlichen Angehörigen der Diensteinheiten der Linie Staatssicherheit erfordert die strikte Beachtung und Durchsetzung, insbesondere der im Gesetz geregelten Voraussetzungen für die Wahrnehmung der Befugnisse. Zugleich sind die in der Verfassung der und im in der Strafprozeßordnung , im und weiter ausgestalteten und rechtlich vsr bindlich fixierten Grundsätze, wie zum Beispiel Humanismus; Achtung der Würde des Menschen ein durchgängiges unverbrüchliches Gebot des Handelns. Das Recht Verhafteter auf aktive Mitwi in dem rechtlich gesicherten Rahmen in und die sich daraus für den Untersucht! rkung im Strafverfahren wird vollem Umfang gewährleistet sha tvcIzug ablei Aufgaben zur Gewährlei tung dieses Rechts werden voll sichergestellt. Das Recht auf Verteidigung räumt dem Beschuldigten auch ein, in der Beschuldigtenvernehmung die Taktik zu wählen, durch welche er glaubt, seine Nichtschuld dokumentieren zu können. Aus dieser Rechtsstellung des Beschuldigten ergeben sich für die Darstellung der Täterpersönlichkeit? Ausgehend von den Ausführungen auf den Seiten der Lektion sollte nochmals verdeutlicht werden, daß. die vom Straftatbestand geforderten Subjekteigenschaften herauszuarbeiten sind,. gemäß als Voraussetzung für die straf rechtliche Verantwortlichkeit die Persönlichkeit des Beschuldigten, seine Beweggründe, die Art und Schwere seiner Schuld, sein Verhalten vor und nach der Tat in beund entlastender Hinsicht verursachende beeinflussende Umstände und Bedingungen hervorzuheben und darzustellen, wie diese Situationen, Umstände und Bedingungen sich auf das Handeln des Täters auswirkten.

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