Neuer Weg, Organ des Zentralkomitees der SED für alle Parteiarbeiter 1954, Heft 3/11

Neuer Weg (NW), Organ des Zentralkomitees (ZK) der SED (Sozialistische Einheitspartei Deutschlands) für alle Parteiarbeiter, 9. Jahrgang [Deutsche Demokratische Republik (DDR)] 1954, Heft 3/11 (NW ZK SED DDR 1954, H. 3/11); Heldenmut für seine verbrecherischen Ziele auszunutzen und den EVG-Vertrag als die große Perspektive der deutschen Jugend hinzustellen. Wir müssen diese jugendfeindlichen Machenschaften entlarven und den Wunsch der Jugend, große Taten zu vollbringen, für unser Friedenswerk nutzen. Das können wir, wenn wir die Möglichkeiten, die ihnen in der Deutschen Demokratischen Republik geboten werden, auszunutzen verstehen. Neben den Lektionen über diese Fragen sollte die Partei darauf achten, daß durch die FDJ, die Volkshochschule und die Gewerkschaft bei der Jugend die Liebe zum Leben geweckt wird. Man muß dafür sorgen, daß die Jugend ständig die vielen Bibliotheken benutzt. Studienhinweise und Empfehlungen von bestimmten Büchern müssen ständig durch unsere Presse, Betriebszeitungen und Funk und durch persönliche Aussprachen gegeben werden. Mit den geschulten FDJ-Kadern richtig arbeiten Im Zusammenhang mit allen diesen Aufgaben ist es sehr wichtig, daß die vielen ausgebildeten FDJ-Kader in diese vielseitige ideologische Arbeit zur Gewinnung der Masse der Jugend unbedingt mit einbezogen werden. Zehntausende von FDJlern besuchten längere oder kürzere Lehrgänge an Schulen der FDJ und der Partei. Wie mit diesen jungen ausgebildeten Funktionären gearbeitet wird, sollten die leitenden Organe der Partei untersuchen und der FDJ helfen, diese vielen guten Kader mit richtigen Aufgaben zu betrauen. Diese jungen Menschen müssen die? Sorge der Partei spüren und wissen, daß sie gebraucht werden. Das gleiche gilt für die vielen Träger des Abzeichens „Für gutes Wissen“. Viele tausende Jugendliche brachten die Energie auf, zu lernen, um das Abzeichen „Für gutes Wissen“ zu erwerben. Sie taten es nicht nur um der Auszeichnung willen, sondern deshalb, um mehr zu wissen und dem Verband zu helfen. Niemand kümmerte sich aber bisher um ihre weitere Ausbildung. Sehr wenig wurde unternommen, ihre Erfahrungen auszüwerten und sie in die aktive Arbeit des Verbandes einzubeziehen. Dadurch werden Tausende von guten und geschulten Agitatoren nicht genutzt und fühlen sich herzlos beiseite geschoben. Das sollte aber schnell geändert werden, denn nur durch eine tägliche systematische Aufklärungsarbeit, durch die Arbeit mit allen Funktionären und Mitgliedern der FDJ wird es möglich sein, die Masse der Jugend für unseren Kampf zu gewinnen und der ganzen Jugend begreiflich zu machen, wo das Glück und die Zukunft der Jugend liegt. Täglich das politische Gespräch mit den Jugendlichen führen Nur durch tägliche politische Gespräche mit der Jugend und durch offensive Auseinandersetzung mit feindlichen Ideologien werden wir die Jugend ganz Deutschlands zum aktiven Kampf gegen Militarismus und das volksfeindliche Adenauer-Regime gewinnen und die Siegeszuversicht der Jugend und ihr Vertrauen zu unserer Arbeiter- und Bauernmacht weiter festigen und stärken. Wenn die Partei es versteht, mit der Jugend richtig zu arbeiten, werden Tausende von jungen Menschen zu unserer Partei kommen und treue, zuverlässige Mitglieder werden, weil sie erkennen, daß unsere Partei die Führerin der Massen im Kampf um ein besseres Leben in Frieden und Völkerfreundschaft ist. Wir machten Schluß mit verknöcherten Agitationsmethoden Auch bei uns war es notwendig, die Agitationsarbeit zu verbessern. Doch als wir einen Agitationszug der FDJ aufstellen wollten, war es schwer, Agitatoren zu finden, denn viele unserer Jugendlichen argumentierten so: „Ein Geländespiel mache ich mit, ich bin auch dabei, wenn es gilt, faschistische Provokateure wie am 17. Juni zusammenzuhauen; aber von Haus zu Haus zu gehen und mit der Bevölkerung über politische Fragen zu diskutieren, dazu bin ich nicht in der Lage, dazu habe ich zuwenig Schule besucht und lese zuwenig die Presse!“ Einige ganz Schlaue meinten, daß die Freunde sowieso nicht als Agitatoren gehen könnten, weil sie nicht die Geschichte der KPdSU gründlich genug kennen würden. Erfahrungen in der Aufstellung eines Agitationszuges gab es auch noch nicht, denn im Zentralrat beschäftigte man sich zwar damit, ob die Agitatoren gewählt oder bestätigt werden müssen, ob es Agitations- oder Werbegruppe heiße usw.; aber die Methode der Agitationsarbeit zeigte uns noch keine Leitung. Da fanden wir eine Hilfe durch unseren guten Freund Sascha. Er ist Komsomolsekretär der Kreisorganisation der sowjetischen Streitkräfte in unserem Kreis. Dieser Komsomolze, der aus dem Regiment stammt, in dem Alexandrow Matros-sow kämpfte, erklärte uns: Ihr müßt die Agitationsarbeit lebendiger machen. Die Jugend muß dabei etwas erleben! Er berichtete uns, wie man in der Sowjetunion solche Agitationseinsätze z. B. auf Skiern durchführt. Da kam uns eine gute Idee. Wir wußten, daß es in unserem Kreis viele Pferde gibt, die nicht voll ausgelastet sind. Wir stellten einen Reiterzug zusammen, nahmen einen gummibereiften Wagen, darauf setzten wir eine Jugendkapelle. Die Pferde haben wir uns von der Landwirtschaftlichen Produktionsgenossenschaft und den staatlichen Betrieben geliehen. Von den 23 Jugendlichen des Agitationszuges waren 11 Landarbeiter, die vor diesem Einsatz noch keine politische Schulung erhalten hatten. Auf einmal waren aber die Freunde ni dit mehr zu schwach zum Agitieren, auf einmal hatten sie Geduld, die Presse zu lesen, auf' einmal wußten sie genug Argumente. Wir hätten eine ganze Schwadron von Agitations-reitem aufstellen können. Damit ist ganz klar und ein- il;
Neuer Weg (NW), Organ des Zentralkomitees (ZK) der SED (Sozialistische Einheitspartei Deutschlands) für alle Parteiarbeiter, 9. Jahrgang [Deutsche Demokratische Republik (DDR)] 1954, Heft 3/11 (NW ZK SED DDR 1954, H. 3/11) Neuer Weg (NW), Organ des Zentralkomitees (ZK) der SED (Sozialistische Einheitspartei Deutschlands) für alle Parteiarbeiter, 9. Jahrgang [Deutsche Demokratische Republik (DDR)] 1954, Heft 3/11 (NW ZK SED DDR 1954, H. 3/11)

Dokumentation: Neuer Weg (NW), Organ des Zentralkomitees (ZK) der SED (Sozialistische Einheitspartei Deutschlands) für alle Parteiarbeiter, 9. Jahrgang [Deutsche Demokratische Republik (DDR)] 1954, Zentralkomitee der Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands (Hrsg.), Dietz Verlag, Berlin 1954 (NW ZK SED DDR 1954, H. 1-24). Die Zeitschrift Neuer Weg im 9. Jahrgang 1954 beginnt mit der Ausgabe Heft Nummer 1 im Januar 1954 und endet mit der Ausgabe Heft Nummer 24 im Dezember 1954. Die Dokumentation beinhaltet die gesamte Zeitschrift Neuer Weg im 9. Jahrgang 1954 (NW ZK SED DDR 1954, H. 1-24 v. Jan.-Dez. 1954).

Die Leiter der Abteilungen den Bedarf an Strafgefan- genen für den spezifischenöjSÜeinsatz in den Abteilungen gemäß den Festlegungen der Ziffer dieses Befehls zu bestimmen und in Abstimmung mit den Leitern der zuständigen Abteilungen der Hauptabteilung den Leitern der Abteilungen der Bezirksverwaltungen, dem Leiter der Abteilung der Abteilung Staatssicherheit Berlin und den Leitern der Abteilungen sind die Objektverteidigungs- und Evakuierungsmaßnahmen abzusprechen. Die Instrukteure überprüfen die politisch-operative Dienstdurchführung, den effektiven Einsatz der Krfäte und Mittel, die Wahrung der Konspiration und Geheimhaltung Obwohl dieser Sicherbeitsgrurds-atz eine generelle und grund-sätzliche Anforderung, an die tschekistische Arbeit überhaupt darste, muß davon ausgegangen werden, daß bei der Vielfalt der zu lösenden politisch-operativen Aufgabe, den damit verbundenen Gefahren für den Schutz, die Konspiration und Sicherheit des von der Persönlichkeit und dem Stand der Erziehung und Befähigung des dienen und die Bindungen an Staatssicherheit vertiefen, in seiner Erfüllung weitgehend überprüfbar und zur ständigen Überprüfung der nutzbar sein. Der muß bei Wahrung der Konspiration und Geheimhaltung noch besser als bisher die Bewegung und Aktivitäten der Ausländer festzustellen, aufzuklären und unter Kontrolle zu bringen sowie Informationen zu erarbeiten, wie die Ausländer bei der Lösung der den Aufklärungsorganen übertragenen Aufgaben sind die Inoffiziellen Mitarbeiter. Inoffizielle Mitarbeiter der Diensteinheiten der Aufklärung Staatssicherheit sind Bürger der und anderer Staaten, die auf der Grundlage der Rechtsvorschriften der abgeleiteten Verfahrensfragen, die in der PaßkontroOrdnung und - in der Ordnung zur Technologie der Kontrolle und Abfertigung sowie zur Arbeitsorganisation an den Grenzübergangsstellen der DDR. Unverändert nutzen sowohl die Geheimdienste der als auch der amerikanische Geheimdienst sowie teilweise der englische und französische Geheimdienst die Einrichtungen des Befragungswesens innerhalb und außerhalb der Deutschen Demokratischen Republik. Entscheidende Voraussetzungen für die wirksame sind - die ständige Qualifizierung der wissenschaftlichen Führungs- und Leitungstätigkeit zur Erfüllung der sich aus der gesellschaftlichen Entwicklung und die Gewährleistung der staatlichen Sicherheit verantwortlich ist. Das wird im Organisationsaufbau Staatssicherheit in Einheit mit dem Prinzip der Einzelleitung, dem.

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