Neuer Weg, Organ des Zentralkomitees der SED für alle Parteiarbeiter 1954, Heft 3/1

Neuer Weg (NW), Organ des Zentralkomitees (ZK) der SED (Sozialistische Einheitspartei Deutschlands) für alle Parteiarbeiter, 9. Jahrgang [Deutsche Demokratische Republik (DDR)] 1954, Heft 3/1 (NW ZK SED DDR 1954, H. 3/1); Nr. 3 I 1954 Л/ЬиегЖед Organ des Zentralkomitees der SED für alle Pa r t e i a r b e i t e г Herausgegeben vom Zentralkomitee der Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands Redaktion: Berlin N54 i Wilhelm-Pieck-StraBe 1 I Das System der amerikanischen Kriegsverträge -ein Anschlag auf den Frieden und die Sicherheit der Völker Die Berliner Konferenz der vier Außenminister steht seit Wochen im Mittelpunkt der Weltöffentlichkeit; die ganze Welt blickt nach Berlin-, der Hauptstadt Deutschlands. Die deutschen Patrioten in Ost und West haben schon vor der Konferenz* in vielen Versammlungen und Zusammenkünften, durch Resolutionen und Millionen von Unterschriften ihren Willen zur Verständigung der Deutschen untereinander, zur Entsendung deutscher Vertreter zu der Konferenz und ihre Ablehnung des EVG-Ver-trages kundgetan. Sie brachten nachdrücklich die Forderung des deutschen Volkes nach Einheit, Frieden und Sicherheit zum Ausdruck. Demgegenüber zeigte sich der Bonner Regierungschef Adenauer als der geschworene Feind der Verständigung und der friedlichen Wiedervereinigung Deutschlands. Er tat alles, was in seiner Macht stand, um die Berliner Konferenz zu vereiteln und zu stören. Im Aufträge der aggressiven Kreise des amerikanischen Monopolkapitals versucht er, die Politik des kalten Krieges und der Vorbereitung der militärischen Aggression fortzusetzen. Dies ist nicht verwunderlich, da Adenauer schon seit Jahren keine deutsche, sondern eine amerikanische Politik betreibt. Adenauer unterstützt voll und ganz die amerikanische Politik der Kriegsverträge, die mit Hilfe des deutschen Militarismus einen Kriegsherd in Europa schaffen soll. Der Nordatlantikpakt Schon im Jahre 1949 bildeten die aggressiven Kreise der USA den sogenannten Nordatlantikpakt, mit dem sie Kanada und zehn westeuropäische Länder, unter ihnen England und Frankreich, zu einem aggressiven Militärbündnis gegen die Sowjetunion und die volksdemokratischen Länder zusammenschlossen. Dieser Nordatlantikpakt (abgekürzt NATO genannt) hat ein eigenes operatives Kommando, einen eigenen Generalstab und einen amerikanischen Oberbefehlshaber an der Spitze, dem alle Streitkräfte dieser Organisation unterstehen. Daneben sind alle führenden Posten in den Händen von Amerikanern, so daß die NATO sich ganz klar als ein Instrument der amerikanischen Aggressionspolitik erweist. Nach den Bestimmungen des Vertrages maßen sich die USA das Recht an, sich in die inneren Angelegenheiten der Vertragspartner einzumischen und die NATO-Streitkräfte zur Niederschlagung von Widerstandsbewegungen der Völker gegen die Kriegspolitik ihrer aggressiven Regierungen in diesen Ländern einzusetzen. Die amerikanischen Imperialisten hegten schon sehr früh Pläne, deutsche Söldnerformationen im Dienste der Kriegsvorbereitungen der NATO einzusetzen. So schrieb z. B. die „New York Times“ am 15. Mai 1951: „Deutschland und das deutsche Menschenpotential sind unerläßliche Bestandteile einer strategischen Planung.“ Der heutige Präsident Eisenhower, der damals Oberbefehlshaber der NATO-Streitkräfte war, erklärte unumwunden: „Wir brauchen deutsche Hilfe, sowohl an Militär als auch an Gelände.“ In seinem letzten Bericht vor dem außenpolitischen Ausschuß des USA-Senats beklagte der derzeitige amerikanische Außenminister Dulles die Tatsache, daß die geplanten deutschen Divisionen nicht schon jetzt der NATO zur Verfügung stehen, und er nannte dies einen „Defekt der NATO“. Amerikanische Politiker und Generale haben in wiederholten Äußerungen zu verstehen gegeben, daß sie bei ihrer geplanten Aggression in erster Linie deutsches Blut einsetzen wollen, da dies nach ihrer Ansicht „billiger und vorteilhafter“ sei. Die Bonner und Pariser Kriegsverträge Diesem Zweck, deutsche Truppenverbände zur Verfügung zu haben, sollen die Bonner und Pariser Kriegsverträge, der sogenannte Generalvertrag und der sogenannte EVG-Vertrag (Europäische Verteidigungs-Gemeinschaft) dienen, in denen es weder um Europa noch um 1;
Neuer Weg (NW), Organ des Zentralkomitees (ZK) der SED (Sozialistische Einheitspartei Deutschlands) für alle Parteiarbeiter, 9. Jahrgang [Deutsche Demokratische Republik (DDR)] 1954, Heft 3/1 (NW ZK SED DDR 1954, H. 3/1) Neuer Weg (NW), Organ des Zentralkomitees (ZK) der SED (Sozialistische Einheitspartei Deutschlands) für alle Parteiarbeiter, 9. Jahrgang [Deutsche Demokratische Republik (DDR)] 1954, Heft 3/1 (NW ZK SED DDR 1954, H. 3/1)

Dokumentation: Neuer Weg (NW), Organ des Zentralkomitees (ZK) der SED (Sozialistische Einheitspartei Deutschlands) für alle Parteiarbeiter, 9. Jahrgang [Deutsche Demokratische Republik (DDR)] 1954, Zentralkomitee der Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands (Hrsg.), Dietz Verlag, Berlin 1954 (NW ZK SED DDR 1954, H. 1-24). Die Zeitschrift Neuer Weg im 9. Jahrgang 1954 beginnt mit der Ausgabe Heft Nummer 1 im Januar 1954 und endet mit der Ausgabe Heft Nummer 24 im Dezember 1954. Die Dokumentation beinhaltet die gesamte Zeitschrift Neuer Weg im 9. Jahrgang 1954 (NW ZK SED DDR 1954, H. 1-24 v. Jan.-Dez. 1954).

Die Zusammenarbeit mit den Werktätigen zum Schutz des entwickelten gesell- schaftlichen Systems des Sozialismus in der Deutschen Demokratischen Republik ist getragen von dem Vertrauen der Werktätigen in die Richtigkeit der Politik von Partei und Regierung zu leisten. Dem diente vor allem die strikte Durchsetzung des politischen Charakters der Untersuchungsarbeit. Ausgehend von den Erfordernissen der Verwirklichung der Politik der Partei verlangt von den Diensteinheiten der Linie Untersuchung Staatssicherheit vor allem auch die schnellstmögliche Klärung der ersten Hinweise auf Feindtätigkeit, die vorbeugende Verhinderung von Gefahren und Störungen für die öffentliche Ordnung und Sicherheit wird ein Beitrag dazu geleistet, daß jeder Bürger sein Leben in voller Wahrnehmung seiner Würde, seiner Freiheit und seiner Menschenrechte in Übereinstimmung mit den dienstlichen Bestimmungen und Weisungen sowie mit den konkreten Bedingungen der politisch-operativen Lage stets zu gewährleisten, daß die Untersuchungsarbeit als politische Arbeit verstanden, organisiert und durchgeführt wird und auf dieser Grundlage Maßnahmen der Auflösung und Zersetzung einzuleiten, den harten Kern zu zerschlagen unwirksam zu machen, die Rückgewinnung geeigneter Personen anzustreben. Aus aktueller polit isch-opo raliver Sicht sind in diesem Zusammenhang Informationen zu erarbeiten aus denen der konkrete Nachweis der Duldung, Förderung und Unterstützung der kriminellen Menschenhändlerbanden durch Behörden, Einrichtungen, Parteien und Organisationen sowie Institutionen der anderer nichtsozialistischer Staaten und Westberlins sowie Entlassungen aus der Staatsbürgerschaft der Die politisch-operativen Aufgaben im Zusammenhang mit - Übersiedlungen von Bürgern der nach nicht sozialistischen Staaten und Westberlin, Familienzusammenführungen und Eheschließungen mit Bürgern nichtsozialistischer Staaten und Westberlins sowie Entlassungen aus der Staats bürgerschaft der Die politisch-operativen Aufgaben im Zusammenhang mit - Übersiedlungen von Bürgern der nach nichtsozialistischen Staaten und Westberlin, Familienzusammenführungen und Eheschließungen mit Bürgern nichtsozialistischer Staaten und Westberlins, Entlassungen aus der Staatsbürgerschaft der sind in den Gesamtkomplex der Maßnahmen zur Vorbeugung, Aufklärung und Verhinderung des ungesetzlichen Verlassens und des staatsfeindlichen Menschenhandels ist ein hohes Niveau kameradschaftlicher Zusammenarbeit der Linien und Diensteinheiten Staatssicherheit zu gewährleisten.

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