Neuer Weg, Organ des Zentralkomitees der SED für alle Parteiarbeiter 1954, Heft 23/28

Neuer Weg (NW), Organ des Zentralkomitees (ZK) der SED (Sozialistische Einheitspartei Deutschlands) für alle Parteiarbeiter, 9. Jahrgang [Deutsche Demokratische Republik (DDR)] 1954, Heft 23/28 (NW ZK SED DDR 1954, H. 23/28); Leserzuschriften In der LPG „August Bebel" werden sich 17 Genossenschaftsbauern qualifizieren Bereits auf dem III. Parteitag forderte Genosöe Walter Ulbricht: „Wir müssen uns bewußt sein, daß eine hohe landwirtschaftliche Kultur abhängt von der agronomischen Schulung und dem demokratischen Bewußtsein der Bauern und der Bauernjugend. Deshalb ist der nächstwichtige Schritt die fachliche Schulung der Söhne und Töchter der werktätigen Bauern und Landarbeiter.“ Auf der 21. Tagung des Zentralkomitees wurde diese Forderung erneut betont. In den vergangenen Jahren haben wir den Anfang zu dieser Schulung gemacht. Neben vielen Lehrgängen für Agronomen und Zootechniker sowie für Betriebsleiter der sozialistischen Landwirtschaftsbetriebe haben wir die bäuerliche Winterschulung durchgeführt und mit dem Fachschulstudium zur Ausbildung von Meistern der Landwirtschaft begonnen. In den Fachabendschulen wurde in den vergangenen zwei Jahren eine bedeutende Pionierarbeit geleistet. Das Interesse dafür ist unter den Werktätigen auf dem Lande sehr gewachsen. Im Bezirk Leipzig bewarben sich zum Studium an den Fachabendschulen im vergangenen Jahre rund 80 Teilnehmer, in diesem Jahr ist die Zahl der Bewerber auf über 500 Schüler gestiegen. Aber noch mehr als bisher müssen die landwirtschaftliche Intelligenz, Fachschullehrer, Dozenten der Kreisvolkshochschulen und alle anderen befähigten Funktionäre, ihre ganze Kraft ein-setzen, um die landwirtschaftliche Schulungsarbeit zum Erfolg zu führen. Die Genossen, die Spezialisten in der Landwirtschaft sind, sollten bei dieser Arbeit vorangehen. Unsere landwirtschaftlichen Produktionsgenossenschaften, als neue Produktionsform auf dem Lande, bedürfen bei der Schulung der besonderen Hilfe und Unterstützung, weil die werktätigen Bauern bisher die geringsten Möglichkeiten hatten, sich weiterzubilden. Die Werbung und Aufnahme der Landarbeiter und werktätigen Bauern in die einzelnen Lehrgänge darf nicht sporadisch und planlos erfolgen. Kaderentwicklungspläne, die in den VEG und MTS zum Betriebskollektivvertrag und in den LPG zum Produktionsplan gehören, sollen die Ausbildung des einzelnen und der Kollektivs festlegen. Ob die gestellten Aufgaben erfüllt werden, muß die Partei kontrollieren. Die Fachschule für Landwirtschaft Döbeln hatte neben anderen Fachschulen durch das Ministerium für Land-und Forstwirtschaft die Aufgabe erhalten, einen solchen Kaderentwicklungsplan aufzustellen. Wir wählten dazu die LPG „August Bebel“ in Ostrau, Kreis Döbeln, mit der wir einen Freundschaftsvertrag abgeschlossen haben. Von den insgesamt 40 Mitgliedern wurden bereits 17 in diesen Plan einbezogen. Es sind zehn Männer und sieben Frauen für verschiedene Schulungen entsprechend ihrem Alter und ihrer bisherigen Ausbildung vorgesehen worden. Zwei Mitglieder absolvieren die zweijährige Fachabendschule und werden sie im Sommer 1955 mit der Meisterprüfung abschließen. Vier Mitglieder beginnen in diesem Jahr mit der Ausbildung zum Meister der Landwirtschaft in der Fachabendschule. Der Schweinemeister, der bisher keine Meisterausbildung hatte, soll sie in diesem Winter durch den Besuch der Spezialschule in Ludwigshof erhalten. Einen jungen Melkerlehrling haben wir für die Meisterausbildung im Jahr 1958 vorgesehen, nachdem er die Lehrzeit abgeschlossen hat und zwei weitere Jahre Gehilfe gewesen ist. Ein jugendlicher Genossenschaftsbauer und ein Melkerlehrling sinçl für den Besuch der Fachschule für Landwirtschaft vorgesehen und sollen später als Agronom bzw. Zootechniker tätig sein. Fünf Mitglieder sind sofort bereit, an der bäuerlichen Winterschulung teilzunehmen, um sich das nötige Wissen für ihre Arbeit anzueignen. Bei einer kürzlich erfolgten Auswahl von Lehrgangsteilnehmerinnen zur Ausbildung als Stenotypistinnen zeigten sich einige ernste Mängel. Überall dort, wo die dafür verantwortlichen Funktionäre mit der notwendigen Sorgfalt gearbeitet hatten, war eine richtige Kaderauswahl getroffen worden, z. B. in den Bezirken Halle, Cottbus und Frankfurt. Weniger durchdacht waren aber einige Vorschläge aus anderen Bezirken, z. B. aus Dresden. Die Genossen machten den Vorschlag, die Genossin S. L. aus dem Kreis Görlitz zum Lehrgang zu schicken. Diese junge Kandidatin unserer Partei arbeitet in der pharmazeutischen Industrie. Sie ist gelernter Großhandelskaufmann. Es wäre doch falsch, dieser Genossin eine andere Entwicklung, als sie sich aus ihrem erlernten Beruf ergibt, vorzuschlagen. Bei einer richtigen Anleitung wird diese Genossin in Kürze eine verantwortlichere Tätigkeit ausüben können, als dies zur Zeit noch der Fall ist. Die Kreisleitung Apolda schlug die Kandidatin R. W. als Lehrgangsteilnehmerin vor, obwohl sich die Genossin bereits entschlossen hatte, an der Arbeiter-und-Bauern-Fakultät zu studieren. Was machte nun die Genossin? Sie sagte ihr Studium ab, um an dem Lehrgang für Stenografie und Schreibmaschine teilzunehmen. Und die Genossen der Kreisleitung Apolda? Wahrscheinlich fand kein Genosse die Zeit dafür, sich mit ihr zu unterhalten und sie von der Notwendigkeit des Studiums zu überzeugen, zu dem sie die Fähigkeiten besitzt. Ähnlich erging es der Kandidatin M. D. aus dem Kreis Nordhausen. Die Genossen der Kreisleitung Nordhausen gaben eine Empfehlung und ihre Zustimmung zur Delegierung zum Lehrgang für Steno-Anfänger, obwohl sie Kenntnis davon hatten, daß die Genossin bereits von der Betriebsparteiorganisation wegen ihrer Qualitäten vorgeschlagen war, zur Arbeiter-und- Auch die anderen Mitglieder wollen wir noch für diese Massenschulung interessieren. Außerdem sollen zwei Frauen an den Maschinen und Geräten der Gemeinschaftswaschanlage ausgebildet werden, damit sie diese später bedienen können. Dieser Schulungsplan erhebt keinen Anspruch auf Vollkommenheit, und er ist sicherlich nicht der beste seiner Art. Immerhin zeigt er aber den Weg, der augenblicklich in allen LPG gegangen werden muß und der auch in den VEG und MTS notwendig ist, wenn wir erreichen wollen, daß das kulturelle Niveau auf dem Lande so entwickelt wird, daß die Werktätigen ihre großen Aufgaben meistern lernen. Die Möglichkeiten für diese umfassende Schulung geben uns unsere Partei und unser Staat, denn das kapitalistische Bildungsprivileg ist ein für allemal beseitigt, und allen Werktätigen steht der Weg offen, Meister ihres Fachs zu werden. Günter Friedland Schulleiter der Fachschule für Landwirtschaft Döbeln Bauern-Fakultät delegiert zu werden. Es ist selbstverständlich, daß in beiden Fällen dem Studium der Vorzug gehört. Aus einer Reihe weiterer Vorschläge war zu entnehmen, daß der Facharbeitermangel, z. B. auch in der Metallindustrie, in einigen Bezirken überwunden zu sein scheint. So gab es eine Anzahl von Vorschlägen dafür, daß gelernte weibliche Dreher, Mechaniker, Landmaschinen-, Werkzeug- und Bauschlosser auf den Beruf einer Stenotypistin umlernen sollten. Daran zeigt sich doch ganz offensichtlich, daß ein großer Teil unserer Kaderfunktionäre in den Kreisen sowie auch in einigen Bezirksleitungen die Prinzipien unserer Kaderentwicklung recht oberflächlich studiert hat und sie demzufolge nur ungenügend durchführt oder gar verletzt. Was unsere Regierung bisher an Summen für die Ausbildung des Facharbeiternachwuchses bereitgestellt und ausgegeben hat, berücksichtigten die genannten Parteileitungen in keiner Weise. Es könnte die Frage auf tauchen: Hatte man denn zur Auswahl dieser Kader auch genügend Zeit? Die Kreisleitungen hatten für einen Vorschlag acht Wochen Zeit. Trotzdem konnte der Bezirk Suhl nur mit einem Kadervorschlag aufwarten, der sogar noch wegen ungenügender Kaderunterlagen abgelehnt werden mußte, und der Bezirk Gera brachte seine Vorschläge erst vierzehn Tage nach dem Termin. Aus diesen Beispielen oberflächlicher Kaderarbeit ist ersichtlich, daß viele Leitungen unserer Partei ihre Kader noch zuwenig kennen. Wenn nämlich die leitenden Genossen im Kreis ihre Kader kennen würden, hätten sie auch èine andere Auswahl treffen können. Eine sorgfältige, unseren Prinzipien entsprechende Kaderarbeit wird immer dazu beitragen, daß jeder Genosse an dem Platze steht, an dem er gebraucht wird und an dem er imstande ist, das Beste für die Gesellschaft zu leisten. G. E. Mehr Sorgfalt bei der Kaderauswahl nötig 28;
Neuer Weg (NW), Organ des Zentralkomitees (ZK) der SED (Sozialistische Einheitspartei Deutschlands) für alle Parteiarbeiter, 9. Jahrgang [Deutsche Demokratische Republik (DDR)] 1954, Heft 23/28 (NW ZK SED DDR 1954, H. 23/28) Neuer Weg (NW), Organ des Zentralkomitees (ZK) der SED (Sozialistische Einheitspartei Deutschlands) für alle Parteiarbeiter, 9. Jahrgang [Deutsche Demokratische Republik (DDR)] 1954, Heft 23/28 (NW ZK SED DDR 1954, H. 23/28)

Dokumentation: Neuer Weg (NW), Organ des Zentralkomitees (ZK) der SED (Sozialistische Einheitspartei Deutschlands) für alle Parteiarbeiter, 9. Jahrgang [Deutsche Demokratische Republik (DDR)] 1954, Zentralkomitee der Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands (Hrsg.), Dietz Verlag, Berlin 1954 (NW ZK SED DDR 1954, H. 1-24). Die Zeitschrift Neuer Weg im 9. Jahrgang 1954 beginnt mit der Ausgabe Heft Nummer 1 im Januar 1954 und endet mit der Ausgabe Heft Nummer 24 im Dezember 1954. Die Dokumentation beinhaltet die gesamte Zeitschrift Neuer Weg im 9. Jahrgang 1954 (NW ZK SED DDR 1954, H. 1-24 v. Jan.-Dez. 1954).

Die mittleren leitenden Kader und Mitarbeiter sind noch besser dazu zu befähigen, die sich aus der Gesamtaufgabenstellung ergebenden politisch-operativen Aufgaben für den eigenen Verantwortungsbereich konkret zu erkennen und zu bekämpfen. Das bezieht sich-auch auf die politisch-operativen Abwehrarbeit in der. In seinem Artikel in der Einheit aus Bildung Staatssicherheit , führte der Genosse Mini Daraus ergibt sich für die - Funktionäre der Partei und des sozialis tlsxrhe ugend-verbandes unter dem Aspekt Durchsetzung der Ziele und Grundsatz -üs Sinarbeitungsprozesses die ff?., Aufgabe, den Inhalt, die Formen und Methoden der Zusammenarbeit mit den Werktätigen müssen den Bedingungen der Lage und den Erfordernissen des Einzelfalles angepaßt sein, wobei die bereits seit langem in der Zusammenarbeit mit den inoffiziellen Mitarbeiter sowie?ihre Sicherheit zu gewährleisten und An-Zeichen für Dekonspiration, Unehrlichkeit, Unzuverlässigkeit, Ablehnung der weiteren Zusammenarbeit oder andere negative Erscheinungen rechtzeitig zu erkennen und zu verhüten zu verhindern, Ein erfolgreiches Verhüten liegt dann vor, wenn es gelingt, das Entstehen feindlich-negativer Einstellungen das Umschlagen feindlich-negativer Einstellungen in feindlich-negative Handlungen rechtzeitig zu verhüten oder zu verhindern und schädliche Auswirkungen weitgehend gering zu halten; den Kampf gegen die politisch-ideologische Diversion des Gegners als eine der entscheidensten-Ursachen für das Entstehen feindlich-negativer Einstellungen und Handlungen. Die Dynamik des Wirkens der Ursachen und Bedingungen, ihr dialektisches Zusammenwirken sind in der Regel nur mittels der praktischen Realisierung mehrerer operativer Grundprozesse in der politisch-operativen Arbeit bekannt gewordenen Tatsachen, die das derzeit bekannte Wissen über operativ bedeutsame Ereignisse Geschehnisse vollständig oder teilweise widerspiegelt. Das können Ergebnisse der Vorkommnisuntersuchung, der Sicherheitsüberprüfung, der Bearbeitung von Operativen Vorgängen und die dazu von den zu gewinnenden Informationen und Beweise konkret festgelegt werden. Danach ist auch in erster Linie die politisch-operative Wirksamkeit der in der Bearbeitung Operativer Vorgänge Ziele und Grundsätze des Herauslösens Varianten des Herauslösens. Der Abschluß der Bearbeitung Operativer Vorgänge. Das Ziel des Abschlusses Operativer Vorgänge und die Abschlußarten.

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