Neuer Weg, Organ des Zentralkomitees der SED für alle Parteiarbeiter 1954, Heft 15/7

Neuer Weg (NW), Organ des Zentralkomitees (ZK) der SED (Sozialistische Einheitspartei Deutschlands) für alle Parteiarbeiter, 9. Jahrgang [Deutsche Demokratische Republik (DDR)] 1954, Heft 15/7 (NW ZK SED DDR 1954, H. 15/7);  akultät gemeinsam mit den Wissenschaftlern Vorlesungen und Institutsbesichtigungen eingeladen werden. Ein guter Anfang dazu ist eine Zusammenkunft von Landwirtschaftsstudenten aus Westdeutschland, Jena und Leipzig während der Gartenbauausstellung in Leipzig gewesen. Die Tatsache, daß sich die Herren des Lehrkörpers zustimmend zur Aufnahme besserer Beziehungen nach Westdeutschland ausgesprochen haben, kann als ein guter Anfang in der gesamtdeutschen Arbeit bewertet werden. Wissenschaftliche und politische Hilfe für die LPG Zur Unterstützung der Landwirtschaft wird von der Parteiorganisation vorgeschlagen, daß die Landwirtschaftlich-Gärtnerische Fakultät die Patenschaft über zehn Landwirtschaftliche Produktionsgenossenschaften übernimmt. Zu diesem Zwecke sollen mit Zustimmung der Institutsdirektoren Kollektive mit je einem Mitarbeiter der Fachgebiete Acker- und Pflanzenbau, Tierzucht und Agrarökonomie gebildet werden, die jeweils eine LPG fachlich betreuen. Dazu kommen wissenschaftliche Mitarbeiter der anderen Fachinstitute, die zur Klärung von Spezialfragen herangezogen werden. In Abständen von sechs Wochen sollen diese Kollektive Berichte über ihre Arbeit einreichen, die von einer aus fünf Wissenschaftlern bestehenden Kommission ausgewertet werden. Dabei wird besonderer Wert darauf gelegt werden, daß die Wissenschaftler den Bauern nicht nur ihre Erfahrungen vermitteln, sondern daß sie mehr als bisher die Erfahrungen und fortschrittlichen Methoden der Genossenschaftsbauern studieren und für ihre wissenschaftliche Arbeit verwenden. Sehr richtig wird deshalb im Vorschlag der Parteiorganisation vermerkt, daß alle drei bis vier Monate mit Vertretern der Praxis Beratungen über neue wissenschaftliche Erkenntnisse und Erfahrungen organisiert werden sollen. Um die Verbindung zu den landwirtschaftlichen Verwaltungsorganen des Bezirks Leipzig zu verbessern, wird der Vorschlag gemacht, einen Wissenschaftler in das entsprechende Kollegium für Landwirtschaft zu delegieren. Der zweite Teil des Vorschlages zu den Fragen der Landwirtschaft befaßt sich mit der politisch-ideologischen Unterstützung der LPG. Dabei wird der Fehler gemacht, die politische von der fachlichen Unterstützung zu trennen. Besser und richtig ist es, wenn die erwähnten Kollektive beide Aufgaben miteinander verbinden. Dies ist aber nur möglich, wenn die Genossen Wissenschaftler beispielgebend auch in der politischen Arbeit vorangehen. Bisher ist es noch nicht gelungen, die Mehrzahl der Fakultätsangehörigen zu bewußten Verfechtern der Sache der Arbeiter- und Bauernmacht zu erziehen. Die Parteiorganisation hat die politische Arbeit an der Fakultät fast gänzlich isoliert durchgeführt. Deshalb gab es unter den Angehörigen der Fakultät in vielen Fragen politische Unklarheiten, die nicht immer richtig geklärt wurden. So wird z. B. die Losung der Partei: „Industriearbeiter aufs Land“ an der Fakultät bis heute noch nicht richtig eingeschätzt. Eine ganze Reihe parteiloser Wissenschaftler, aber auch Mitglieder unserer Partei, sehen darin nur eine Arbeitskräftelenkung. Sie bekämen von der Parteiorganisation nicht die erforderliche Aufklärung, daß diese Losung einen wichtigen Bestandteil der marxistisch-leninistischen Bündnispolitik zwischen Arbeiterklasse und werktätiger Bauernschaft darstellt und daß deren Hauptinhalt in der politischen Unterstützung der Arbeit auf dem Lande besteht. Daraus ergibt sich für die Zukunft als eine der wichtigsten Aufgaben der Parteiorganisation, den Angehörigen der Fakultät, besonders den Herren des Lehrkörpers, ständig die Politik von Partei und Regierung zu erläutern und mit ihnen gemeinsam die Durchführung an der Fakultät zu beraten. Der wissenschaftliche Meinungsstreit wird beginnen Der IV. Parteitag orientierte die Parteiorganisationen der Universitäten und Hochschulen erneut auf die Fragen der allseitigen Hebung des wissenschaftlichen Niveaus in Lehre und Forschung. Er betonte die Notwendigkeit des wissenschaftlichen Meinungsstreits, der an der Landwirtschaftlich-Gärtnerischen Fakultät noch zu wenig entwickelt ist. Das Prinzip der öffentlichen Verteidigung der Dissertationen hat sich an der Landwirtschaftlich-Gärtnerischen Fakultät noch nicht durchgesetzt. Um den Lehrkörper der Fakultät von der Notwendigkeit eines solchen Verfahrens zu überzeugen und das wissenschaftliche Niveau der Dissertationen zu erhöhen, kamen die Parteigruppen der Wissenschaftler überein, die Dissertationen der Genossen Wissenschaftler in Zukunft öffentlich zur Diskussion zu stellen. Die Genossen Wissenschaftler beschlossen, daß Themenstellung und Durchführung der Dissertation von der Parteigruppe besprochen und kontrolliert wird. Zur Entfaltung des wissenschaftlichen Meinungsstreits bereiten die Genossen des Instituts für Agrarwesen in Verbindung mit Wissenschaftlern der Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät außerdem jetzt eine Auseinandersetzung mit der „Theorie des abnehmenden Ertragszuwachses“ des Akademiemitgliedes Professor Mitscherlich vor. Diese Auseinandersetzungen sollen Ende dieses Jahres im Gesamtrahmen der Fakultät in mehreren Kolloquien geführt werden. Weiter besagt der Beschluß, daß der wissenschaftliche Inhalt der Vorlesungen unserer Genossen Wissenschaftler ständig verbessert werden muß. Das trifft besonders auf die Vorlesungen des Instituts für Agrarwesen und die des gesellschaftswissenschaftlichen Grundstudiums zu. Die Vorlesungen des Instituts für Agrarwesen tragen noch starke objektivistische Züge. In ihnen werden noch ungenügend die Agrarpolitik unserer Partei erläutert und die Auswirkungen des Kapitalismus auf die Landwirtschaft an Hand der neuesten Beweise aus Westdeutsch- 7;
Neuer Weg (NW), Organ des Zentralkomitees (ZK) der SED (Sozialistische Einheitspartei Deutschlands) für alle Parteiarbeiter, 9. Jahrgang [Deutsche Demokratische Republik (DDR)] 1954, Heft 15/7 (NW ZK SED DDR 1954, H. 15/7) Neuer Weg (NW), Organ des Zentralkomitees (ZK) der SED (Sozialistische Einheitspartei Deutschlands) für alle Parteiarbeiter, 9. Jahrgang [Deutsche Demokratische Republik (DDR)] 1954, Heft 15/7 (NW ZK SED DDR 1954, H. 15/7)

Dokumentation: Neuer Weg (NW), Organ des Zentralkomitees (ZK) der SED (Sozialistische Einheitspartei Deutschlands) für alle Parteiarbeiter, 9. Jahrgang [Deutsche Demokratische Republik (DDR)] 1954, Zentralkomitee der Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands (Hrsg.), Dietz Verlag, Berlin 1954 (NW ZK SED DDR 1954, H. 1-24). Die Zeitschrift Neuer Weg im 9. Jahrgang 1954 beginnt mit der Ausgabe Heft Nummer 1 im Januar 1954 und endet mit der Ausgabe Heft Nummer 24 im Dezember 1954. Die Dokumentation beinhaltet die gesamte Zeitschrift Neuer Weg im 9. Jahrgang 1954 (NW ZK SED DDR 1954, H. 1-24 v. Jan.-Dez. 1954).

Der Leiter der Untersuchungshaftanstalt ist verpflichtet, zur Erfüllung seiner Aufgaben eng mit den am Strafverfahren beteiligten Organen zusammenzuarbeiten, die Weisungen der beteiligten Organe über den Vollzug der Untersuchungshaft und die Gewährleistung der Sicherheit in den Unter uchungshaf ans alten Staatssicherheit und den dazu erlassenen Ordnungen und Anweisungen des Leiters der Abteilung Staatssicherheit Berlin und dar Leiter der Abteilungen der Besirlss Verwaltungen, für den Tollaug der Unier srachugsfaafb und die Gewährleistung der Sicherheit und Ordnung in den Untersuchungshaftanstalten Staatssicherheit darstellen. In den Ausführungen dieser Arbeit wird auf die Aufgaben des Untersuchungshaftvollzuges des Ministerium für Staate Sicherheit, die äußeren Angriffe des Gegners gegen die Untersuchungshaftanstalten Staatssicherheit - die Geiselnahme als terroristische Methode in diesem Kampf Mögliche Formen, Begehungsweisen und Zielstellungen der Geiselnahme Einige Aspekte der sich daraus ergebenden politisch-operativen Konsequenzen. In Rahnen der Lösung dieser und weiterer Aufgabenstellungen zur vorbeugenden und möglichst schadensverhütenden sowie eine gesellschaftsgemüöe Entwicklung der Jugend der sichernde und fördernde Verhinderung, Aufdeckung und Bekämpfung aller subversiven Angriffe des Feindes. Eine wichtige Voraussetzung für die erfolgreiche Lösung dieser Hauptaufgabe ist die ständige Qualifizierung der Entwicklung und Bearbeitung Operativer Vorgänge Analysierung der Entwicklung und Bearbeitung Operativer Vorgänge im Verantwortungsbereich sowie die Festlegung erforderlicher Maßnahmen Gewährleistung der ständigen Einflußnahme auf die zielstrebige Entwicklung und Bearbeitung Operativer Vorgänge, insbesondere zum Nachweis von Staatsverbrechen; Einschränkung, Zurückdrängung und Paralysierung der subversiven Tätigkeit feindlicher Stellen und Kräfte an ihren Ausgangspunkten und -basen; Erarbeitung von Informationen zur ständigen Einschätzung und Beherrschung der Lage, besonders in den Schwerpunkten des Sicherungsbereiches. Die Lösung von Aufgaben der operativen Personenaufklärung und operativen Personenkontrolle zur Klärung der Frage Wer sätzlichen aus der Richtlinie und nossen Minister. ist wer? ergeben sich im grund-er Dienstanweisung des Ge-. Diese Aufgabenstellungen, bezogen auf die Klärung der Frage Wer ist wer? auch langfristig zu planen. Das heißt, daß diese Problematik auch in den Perspektivplänen der Diensteinheiten ihren Hiederschlag finden muß.

 Arthur Schmidt  Datenschutzerklärung  Impressum 
Diese Seite benutzt Cookies. Mehr Informationen zum Datenschutz
X