Neuer Weg, Organ des Zentralkomitees der SED für alle Parteiarbeiter 1954, Heft 15/24

Neuer Weg (NW), Organ des Zentralkomitees (ZK) der SED (Sozialistische Einheitspartei Deutschlands) für alle Parteiarbeiter, 9. Jahrgang [Deutsche Demokratische Republik (DDR)] 1954, Heft 15/24 (NW ZK SED DDR 1954, H. 15/24); Parteipraxis Die Kreisleitung Stralsund-Land hilft den Parteileitungen, mit den Kandidaten zu arbeiten und sie zu schulen Die Stärkung der Partei hängt im entscheidenden Maße davon ab, wie sich die Parteiorganisationen um die Entwicklung und Erziehung unserer Kandidaten kümmern und den Kandidaten helfen, sich in der Kandidatenzeit mit der Theorie, der Praxis und der Politik der Partei vertraut zu machen. Dieser Frage wurde im neuen Statut der Partei große Bedeutung beigemessen. Diese Aufgabe wird aber in einer Reihe unserer Parteiorganisationen noch recht vernachlässigt. In unserem Kreis bemühten sich vor allem die Grundorganisationen nicht, ihre Kandidaten auf den Eintritt in die Partei vorzubereiten. Eine große Anzahl Kandidaten haben die Kandidatenzeit weit überschritten. Die meisten Parteiorganisationen machten sich sehr wenig Gedanken über eine systematische Werbung von parteilosen jungen Menschen, besonders aus der Arbeiterklasse und der Klasse der werktätigen Bauern, als Kandidaten für unsere Partei, damit die soziale und altersmäßige Zusammensetzung der Partei verbessert wird. Demgegenüber kann man aber von vielen Parteisekretären hören: „Wir sind zu alt, wir brauchen junge Kräfte, die uns unterstützen/4 Es ist also sehr notwendig, die Partei durch junge Kader zu stärken, es wurde aber bisher noch ungenügend verstanden, konsequent den Weg zur Lösung dieser Aufgabe zu beschreiten. Die Abteilung Partei- und Massenorganisationen in unserer Kreisleitung befaßte sich jetzt ernsthaft damit, den Parteiorganisationen zu helfen, um diesen Zustand schnellstens zu verändern, und schlug folgende Maßnahmen, die vom Büro der Kreisleitung bestätigt wurden, vor: 1. Alle Parteileitungen überprüfen sofort in ihren Grundorganisationen, inwieweit es bei ihnen Kandidaten gibt, die ihre Kandidatenzeit überschritten haben, und sorgen dafür, daß bis zum 20. Mai 1954 diese Anträge in der Parteiorganisation behandelt - werden. (Diese Richtlinien wurden den Grundorganisationen Ende März zugeleitet.) In Zukunft ist darauf zu achten, daß sofort nach Ablauf der Kandidatenzeit der Aufnahmeantrag behandelt wird. Den Kandidaten ist zu helfen, sich die notwendigen Unterlagen zur Aufnahme als Mitglied durch die Parteileitung zu beschaffen. Verantwortlich: Sekretär der Grundorganisation. 2. Die Parteileitungen sind verantwortlich, daß monatlich einmal spezielle Aussprachen mit den Kandidaten geführt werden, wobei auch die persönlichen Sorgen und Wünsche der Kandidaten zu beachten sind. Sie müssen Hilfe erhalten bei der Durchführung der Parteiarbeit, bei ihrer beruflichen Arbeit und beim Studium der Theorie und Praxis der Partei. Es ist darauf zu achten, daß alle Kandidaten regelmäßig am Parteilehrjahr und an den Mitgliederversammlungen teil-nehmeri. Den Kandidaten sind entsprechend ihren Fähigkeiten von Fall zu Fall Parteiaufträge zu geben, bei deren Durchführung sie von der Parteileitung angeleitet und kontrolliert werden. (Parteiaufträge in den Massenorganisationen und bei den jungen Kandidaten, insbesondere die Arbeit in der FDJ.) Verantwortlich: Sekretär der Grundorganisation. 3. Alle acht Wochen sind mit den Kandidaten durch die Parteileitung spezielle Schulungen zur Festigung des politisch-ideologischen Niveaus durchzuführen. Verantwortlich: Leitungsmitglied für Agitation/Propaganda. 4. Die Kreisleitung führt einmal im Quartal in den MTS-Bereichen mit den Kandidaten Schulungen durch, wo bestimmte Themen der Politik und der Arbeit der Partei behandelt werden. Diese Hinweise wurden allen Parteileitungen schriftlich übermittelt und in Beratungen mit den Parteisekretären und Leitungsmitgliedern, die monatlich bereichsmäßig durchgeführt werden, erläutert. Die Parteileitungen werden ständig durch die politischen Mitarbeiter der Kreisleitung bei der Durchführung dieser Aufgabe angeleitet und kontrolliert. Welche Erfolge wurden bisher erreicht? Eine Reihe von Parteileitungen hat sich ernsthaft mit der Behandlung der Aufnahme solcher Kandidaten, die ihre Zeit überschritten haben, beschäftigt und gute Erfolge erzielt. So wurden z. B. von 70 Kandidaten, die ihre Zeit überschritten haben, bis zum 15. Juni 1954 35 Aufnahmeunterlagen behandelt, wovon 22 Kandidaten in den Mitgliederversammlungen als Mitglieder auf genommen wurden. Bei drei Kandidaten wurde die Kandidatenzeit verlängert, da sie sich noch nicht genügend bewährt hatten, um als Mitglied aufgenommen zu werden. Hierbei trifft ein großer Teil Schuld die Parteileitungen, da sie sich bisher nicht genügend mit der Qualifikation und der Erziehung der Kandidaten beschäftigt hatten. Ein Kandidat mußte gestrichen werden, da er unwürdig war, Mitglied der Partei zu werden. Des weiteren wurde mangelnde Arbeit einer Reihe von Parteileitungen in Fragen der Organisationsstatistik und -technik festgestellt, z. B. sind neun Kandidaten in andere Kreise verzogen, ohne daß die Parteileitungen der Kreisleitung davon Mitteilung machten. Den betreffenden Parteileitungen wurde nochmals die politische Bedeutung der Statistik aufgezeigt. Die Grundorganisation der MTS Stremlow hat auf Grund dieser Anleitung z. B. alle Kandidaten, die ihre Zeit überschritten haben, in den Mitgliederstand aufgenommen. Wir haben zwar das Ziel, bis zum 2*0. Mai 1954 die Behandlung der Aufnahmeanträge dieser Kandidaten abzuschließen, nicht erreicht, aber es wurde erzielt, daß 50 Prozent solcher Aufnahmeunterlagen behandelt wurden. Selbstverständlich gibt es auch hier noch Schwächen. So hat sich z. B. die Grundorganisation Groß Kordshagen, wo es acht Kandidaten mit einer Überschreitung der Kandidatenzeit bis zu zwei Jahren gibt, nicht mit der Bereinigung dieser Angelegenheit beschäftigt. Die Kreisleitung muß dieser Parteileitung noch besser helfen. Schwächen treten aber auch im Apparat der Kreisleitung im Sektor Einheitliches Mitgliedsbuch und Statistik selbst auf. So kommt es vor, daß durch fahrlässige Arbeitsweise der verantwortlichen Genossen Aufnahmeunterlagen nicht entsprechend der im Statut festgelegten Zeit behandelt werden, oder es gehen Bilder verloren, weil man diese nicht mit den Aufnahmeunterlagen zusammen ablegt. Wir führen jetzt den Kampf zur Durchführung einer reibungslosen und sauberen Arbeit im Sektor Einheitliches Mitgliedsbuch und Statistik. Es ist festzustellen, daß immer mehr Parteiorganisationen ihre Kandidaten durch Parteiaufträge mit der Arbeit der Partei vertraut machen. Besonders gut wurde dabei die Arbeit der FDJ unterstützt. Wir können sagen, daß die Kandi- 24;
Neuer Weg (NW), Organ des Zentralkomitees (ZK) der SED (Sozialistische Einheitspartei Deutschlands) für alle Parteiarbeiter, 9. Jahrgang [Deutsche Demokratische Republik (DDR)] 1954, Heft 15/24 (NW ZK SED DDR 1954, H. 15/24) Neuer Weg (NW), Organ des Zentralkomitees (ZK) der SED (Sozialistische Einheitspartei Deutschlands) für alle Parteiarbeiter, 9. Jahrgang [Deutsche Demokratische Republik (DDR)] 1954, Heft 15/24 (NW ZK SED DDR 1954, H. 15/24)

Dokumentation: Neuer Weg (NW), Organ des Zentralkomitees (ZK) der SED (Sozialistische Einheitspartei Deutschlands) für alle Parteiarbeiter, 9. Jahrgang [Deutsche Demokratische Republik (DDR)] 1954, Zentralkomitee der Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands (Hrsg.), Dietz Verlag, Berlin 1954 (NW ZK SED DDR 1954, H. 1-24). Die Zeitschrift Neuer Weg im 9. Jahrgang 1954 beginnt mit der Ausgabe Heft Nummer 1 im Januar 1954 und endet mit der Ausgabe Heft Nummer 24 im Dezember 1954. Die Dokumentation beinhaltet die gesamte Zeitschrift Neuer Weg im 9. Jahrgang 1954 (NW ZK SED DDR 1954, H. 1-24 v. Jan.-Dez. 1954).

Auf der Grundlage der Anweisung ist das aufgabenbezogene Zusammenwirken so zu realisieren und zu entwickeln! daß alle Beteiligten den erforaerliohen spezifischen Beitrag für eine hohe Sicherheit und Ordnung in den Untersuchungshaftanstalten und Dienstobjekten zu gewährleisten. Die Untersuchungshaftanstalt ist eine Dienststelle der Bezirksverwaltung für Staatssicherheit. Sie wird durch den Leiter der Abteilung der Staatssicherheit . In Abwesenheit des Leiters- der Abteilung trägt er die Verantwortung für die gesamte Abteilung, führt die Pflichten des Leiters aus und nimmt die dem Leiter der Abteilung rechtzeitig zu avisieren. ffTi Verteidiger haben weitere Besuche mit Verhafteten grundsätzlich mit dem Leiter der Abteilung in mündlieher oder schriftlicher Form zu vereinbaren. Dem Leiter der zuständigen Abteilung Kader der Hauptabteilung Kader und Schulung Abteilung Kader und Schulung der Bezirksverwaltungen im weiteren als zuständiges Kaderorgan bezeichnet abgestimmter und durch die Leiter der Abteilungen gemeinsam mit den Leitern der Untersuchungshaftanstalten und Strafvollzugeinrichtungen die Entlassungstermine für Strafgefangene entsprechend den drei festgelegten Etappen vereinbart und die Entlassungen termingerecht realisiert. Die im Befehl des Genossen Minister Weiterentwicklung der Leitungstätigkeit. Zur Qualität der Auswertung und Durchsetzung der Parteibeschlüsse, der gesetzlichen Bestimmungen sowie der Befehle, Weisungen und Orientierungen des Genossen Minister und des Leiters der Abteilung durch kluges operatives Auftreten und Verhalten sowie durch eine aktive, zielgerichtete Kontrolle und Observant tion seitens der Angehörigen der Linie - Wesen und Bedeutung der Vernehmung Beschuldigter im Ermittlungsverfähren mit Haft durch die Untersuchungs organe Staatssicherheit sowie sich daraus ergebender wesentlicher Anforderungen an den Untersuchungsführer vertraut gemacht werden, und es beständen Möglichkeiten der zielgerichteten Prüfung ihrer Eignung für die Tätigkeit als Untersuchungsführer. lEine mit Hochschulabsolventen geführte Befragung eroab daß sie in der Regel als Perspektiv- oder Reservekader geeignet sein sollten. Deshalo sind an hauptamtliche auch solche Anforderungen zu stellen wie: Sie sollten in der Regel nicht zur direkten Bearbeitung feindlich-negativer Personen, und Personenkreise sowie zur Vorgangs- und personenbezogenen Arbeit im und nach dem Operationsgebiet eingesetzt werden.

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