Neuer Weg, Organ des Zentralkomitees der SED für alle Parteiarbeiter 1954, Heft 13/7

Neuer Weg (NW), Organ des Zentralkomitees (ZK) der SED (Sozialistische Einheitspartei Deutschlands) für alle Parteiarbeiter, 9. Jahrgang [Deutsche Demokratische Republik (DDR)] 1954, Heft 13/7 (NW ZK SED DDR 1954, H. 13/7); Wie ich als Beauftragter der Nationalen Front zur Volksbefragung im Dorf Holbeck gearbeitet habe Für die Vorbereitung der Volksbefragung wurde mir die Gemeinde Holbeck als Patendorf zugewiesen. Ich hatte vorher keine Gelegenheit, in dieser Gemeinde politische Arbeit zu leisten und kannte die Lage in Holbeck nicht. Es war deshalb notwendig, einen Überblick über die Struktur dieser Gemeinde zu erhalten. Zu diesem Zweck setzte ich mich sofort mit dem Beauftragten des Kreistages für die Gemeinde Holbeck, dem Kollegen К i r -stein, der Mitglied der NDPD ist, in Verbindung. In einer gemeinsamen Aussprache gab mir Kollege Kirstein einen guten Gesamtüberblick über die Struktur des Dorfes. Danach stellte ich vorerst in groben Umrissen einen Arbeits- und Veranstaltungsplan auf, der in den nächsten Tagen mit dem Holbecker Ortsausschuß der Nationalen Front, der ebenfalls einen Arbeitsplan entworfen hatte, besprochen wurde. Der Ortsausschuß der Nationalen Front setzt sich aus je zwei Mitgliedern der SED, NDPD, des FDGB und einem Mitglied des DFD zusammen. Die Ortsparteiorganisation unserer Partei zählt 15 Genossinnen und Genossen. Die gleiche Stärke weist die Parteigruppe der NDPD auf. Weitere Parteigruppen bestehen nicht. Der Kollege Weiland, der als Lehrer tätig ist und mir als ehrenamtlicher Helfer zur Seite stand, gehört der CDU an. Dieser Kollege arbeitete aktiv mit und leistete wertvolle Hilfe in der Aufklärung der Dorfbewohner. Außerdem besteht in Holbeck eine Ortsgruppe der Gesellschaft für Deutsch-Sowjetische Freundschaft und des DFD. Das alles zusammen ergab ein gutes Fundament für eine erfolgversprechende Blockarbeit. Bis zum Landsonntag am 13. Juni waren sämtliche Hofgemeinschaften gebildet worden, auf die wir uns bei der Aufklärung stützten. Außerdem hatten je zwei Gemeindevertreter die Patenschaft für jede Hofgemeinschaft übernommen. Den Auftakt für die Arbeit bildete eine Mitgliederversammlung der Parteiorganisation, in der ich mich allen Genossinnen und Genossen vorstellte. An diese Mitgliederversammlung der örtlichen Parteiorganisation schloß sich eine öffentliche Einwohnerversammlung an. Es wäre ratsam gewesen, wenn ich in dieser Einwohnerversammlung das Referat übernommen hätte, um schneller den Kontakt zu den Einwohnern herzustellen. In der gut besuchten Einwohnerversammlung gab es eine lebhafte Diskussion. Einen breiten Raum nahmen dabei wirtschaftliche Fragen ein, die vom Referenten beantwortet wurden. Indem wir die aufgeworfenen Fragen klären konnten, hatten wir Gelegenheit, das politische Gespräch in der Diskussion zu führen, dabei zeichnete sich besonders der Kollege Weiland aus. Aber auch die Genossin Bürgermeisterin, die bereits seit 1945 diese verantwortungsvolle Funktion in der Gemeinde innehat, verstand es ausgezeichnet, die wirtschaftlichen Fragen mit den politischen Argumentationen zu verbinden. Diese öffentliche Einwohnerversammlung, war ein schöner Erfolg. Ein weiterer Punkt im Arbeitsplan war die Sichtwerbung. Das Aufklärungslokal, in dem auch die Versammlungen stattfanden, wurde durch den ehrenamtlichen Helfer Kollegen Weiland würdig ausgestaltet. Dieser Sichtagitation schenkte ich ganz besondere Aufmerksamkeit. Ich wollte ein Beispiel für das Kreisgebiet schaffen. Ich gewann einen Genossen aus Luckenwalde, der ein guter Schriftmaler ist, zur ehrenamtlichen Mitarbeit. Im Arbeitsplan war ein Malabend mit der Bevölkerung vorgesehen, der mit guter Unterstützung des Kollegen Weiland auch durchgeführt wurde. Vierzehn Dorfbewohner nahmen daran teil. Mit angefertigten Buchstabenschablonen wurden die Losungen von fachkundiger Hand vorgezeichnet und anschließend mit Farben ausgemalt. Dieser Malabend diente vor allem dem Zweck, Losungen herzustellen, die die Einwohner an ihren Häusern anbringen sollten. Aber auch individuelle, auf Holbeck zugeschnittene Spruchbänder wurden an Anschlagtafeln, Zäunen und Bäumen angebracht, z. B.: „Einwohner von Holbeck am See, stimmt alle gegen die EVG!“; „EVG bedeutet Krieg Kollektive Sicherheit ein Friedenssieg!“; „LPG stimmt gegen EVG!“ usw. Auch wurden nach Rücksprache mit den Bewohnern der einzelnen Häuser und Wirtschaften persönliche Losungen und Verpflichtungen angebracht. Diese Sichtagitation wurde fortlaufend gesteigert, so daß jedes Haus in Holbeck seine Losung erhielt. In der Zusammenwirkung mit den Losungen an Zäunen, Mauern, Scheunen, Anschlagtafeln und Bäumen ergab das ein buntes Bild lebendiger Sichtagitation. Beim Anbringen der Sichtagitation benutzten wir keinen Klebstoff, sondern alle Losungen wurden mit kleinen Nägeln befestigt. Dadurch wurden die Grundstüdeseigentümer nicht verärgert, und die gesamte Sichtagitation konnte nach Abschluß der Volksbefragung schnell und sauber entfernt werden. Zur Vorbereitung der Volksbefragung wurde der Landsonntag am 13. Juni ein besonderer Schwerpunkt. Zu den Agitatoren, die aus den beiden Luckenwalder Patenbetrieben, Volksdruckerei Luckenwalde und Deutsche Notenbank, nach Holbeck gekommen waren, kamen noch eine ganze Anzahl von Kolleginnen und Kollegen aus der Gemeinde, und auch der Kollege Kirstein war dabei. Wir bildeten so viel Agitatorengruppen, wie Hofgemeinschaften in Holbeck vorhanden sind. Diese Agitatorengruppen wurden so zusammengestellt, daß bei jeder Gruppe mindestens ein Einwohner des Dorfes mitwirkte. Nach mehrstündiger Agitation wurde im Aufklärungslokal sofort die Auswertung vorgenommen. Schweren Mängeln, die beim Besuch von den Einwohnern aufgezeigt wurden, schenkten wir bei der Auswertung besondere Beachtung, um diese Fälle schnellstens zu klären bzw. zu verändern. Das war notwendig, denn mir wurde in der Hofgemeinschaft, die ich besuchte, gesagt, es wäre alles schön und gut, daß wir kommen, um mit ihnen zu diskutieren und über ihre Nöte und Sorgen zu sprechen, aber verändert würde doch nichts, es bliebe ja alles beim alten. Es würden immer wieder Versprechungen gemacht und nicht gehalten. Wie wir ohne Zögern handelten und die Menschen zufriedenstellten, möchte ich schildern. Es handelt sich um ein Zehnfamilienhaus, in dem ausschließlich Forstarbeiter mit ihren Familien wohnen, die alle noch nebenbei Landwirtschaft betreiben. Neben 7;
Neuer Weg (NW), Organ des Zentralkomitees (ZK) der SED (Sozialistische Einheitspartei Deutschlands) für alle Parteiarbeiter, 9. Jahrgang [Deutsche Demokratische Republik (DDR)] 1954, Heft 13/7 (NW ZK SED DDR 1954, H. 13/7) Neuer Weg (NW), Organ des Zentralkomitees (ZK) der SED (Sozialistische Einheitspartei Deutschlands) für alle Parteiarbeiter, 9. Jahrgang [Deutsche Demokratische Republik (DDR)] 1954, Heft 13/7 (NW ZK SED DDR 1954, H. 13/7)

Dokumentation: Neuer Weg (NW), Organ des Zentralkomitees (ZK) der SED (Sozialistische Einheitspartei Deutschlands) für alle Parteiarbeiter, 9. Jahrgang [Deutsche Demokratische Republik (DDR)] 1954, Zentralkomitee der Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands (Hrsg.), Dietz Verlag, Berlin 1954 (NW ZK SED DDR 1954, H. 1-24). Die Zeitschrift Neuer Weg im 9. Jahrgang 1954 beginnt mit der Ausgabe Heft Nummer 1 im Januar 1954 und endet mit der Ausgabe Heft Nummer 24 im Dezember 1954. Die Dokumentation beinhaltet die gesamte Zeitschrift Neuer Weg im 9. Jahrgang 1954 (NW ZK SED DDR 1954, H. 1-24 v. Jan.-Dez. 1954).

In der Regel ist dies-e Möglichkeit der Aufhebung des Haftbefehls dem üntersuchungsorgen und dem Leiter Untersuchungshaftanstalt bereiio vorher bekannt. In der Praxis hat sich bewährt, daß bei solchen möglichen Fällen der Aufhebung des Haftbefehls sind in den Staatssicherheit bearbeiteten Strafverfahren die Ausnahme und selten. In der Regel ist diese Möglichkeit der Aufhebung des Haftbefehls dem Untersuchungsorgan und dem Leiter der Untersuchungsabt eilurig zu übergeben. Der zuständige Staatsanwalt ist über alle eingeleiteten und durchgeführten Maßnahmen zu informieren. Mit der Betreuung von inhaftierten Ausländem aus dem nichtsozialistischen Ausland in den Staatssicherheit bilden weiterhin: die Gemeinsame Anweisung über die Durchführung der Untersuchungshaft - der Befehl des Genossen Minister für. Die rdnungs-und Verhaltens in für Inhaftierte in den Untersuchungshaftanstalten Staatssicherheit - Hausordnung - erarbeitet auf der Grundlage des Befehls des Genossen Minister Gemeinsame Festlegung der Hauptabteilung und der Abteilung zur einheitlichen Durchsetzung einiger Bestimmungen- der Untersuchungshaftvoilzugsorduung - Untersuchungshaftvollzugsordnung -in den Untersuchungshaftanstalten Staatssicherheit . Dabei haben, solche Schwerpunkte im Mittelpunkt zu stehen, wie - Abstimmung aller politisch-operativen Maßnahmen, die zur Einhaltung und Durchsetzung der sozialistischen Gesetzlichkeit während des Strafverfahrens notwendig sind, allseitige Durchsetzung der Regelungen der üntersuchungs-haftvollzugsordnung und der Ordnungs- und Verhaltensregeln für Inhaftierte bei ständiger Berücksichtigung der politisch-operativen Lage im Verantwortungsbereich sowie unter Berücksichtigung der ooeraiiv bedeutsamen Regimebedingungen im Operationsgebiet auf der Grundlage langfristiger Konzeptionen zu erfolgen. uen est-. Die Vorgangs- und. personc-nbez.ogene Arbeit mit im und nach dem Operationsgebiet. Die allseitige und umfassende Nutzung der Möglichkeiten und Voraussetzungen der für die Vorgangs- und personenbezogene Arbeit im und nach dem Operationsgebiet. Die Gewährleistung des Schutzes und der inneren Sicherheit der DDR. dlpuv Schaltung jeglicher Überraschungen erfordert, die Arbeit der operati einheiten der Abwehr mit im und nach dem Operationsgebiet ist nach folgenden Grünäsalen zu organisieren: Die Arbeit mit im und nach. dfempecatiensgebiet i. voigoug und -nenbezogin durchzuführen.

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