Neuer Weg, Organ des Zentralkomitees der SED für alle Parteiarbeiter 1954, Heft 13/39

Neuer Weg (NW), Organ des Zentralkomitees (ZK) der SED (Sozialistische Einheitspartei Deutschlands) für alle Parteiarbeiter, 9. Jahrgang [Deutsche Demokratische Republik (DDR)] 1954, Heft 13/39 (NW ZK SED DDR 1954, H. 13/39); Sollte unser Notschrei kein Gehör [Anden, Müßten wir ’nen Verein der 48er [gründen. Sollten HO und Konsum weiter vertagen. Müßten wir zuschnüren unseren [Magen. Wir müßten meiden Speis’ und Trank, Bis wir dann endlich wieder schlank. Im zweiten „Diskussionsbeitrag“ wurde ein Genosse geschildert, der im Betrieb sehr fortschrittlich ist, zu Hause aber den Pascha spielt: So ein Genosse hat’s nicht leicht, Zumal, wenn er zum Ehstand neigt. Im Betrieb, da ist er Aktivist, Er seine Pßichten nie vergißt. Er brandmarkt schärfstens die [Kollegen, die sich im alten Trott bewegen. Er setzt sich ein auch für die Frauen, Man kann ihm wirklich stark vertrauen. Doch kaum ist er in seinem Bereich, Ändert er die Taktik gleich. Wenn er tritt zur Tür herein, Läßt er den Fortschritt nicht mit ein. Zunächst muß man ihm die Hausschuh [bringen, Dann kann man mit dem Essen [beginnen. Er stochert in dem Fleisch herum? Und sitzt bei Tische ziemlich stumm, Denn jetzt muß man die Zeitung [lesen, Muß wissen, was in der Welt [gewesen. Die Frau, die den ganzen Tag allein Mußte mit ihren Gedanken sein. Legt auf diese oder jene Frage [Gewicht, Er aber sagt: das verstehst du nicht. Was tust du schon den ganzen Tag, Ich habe tagsüber nur Müh und [Plag. Du kannst immer spazieren gehn, Brauchst, wenn du willst, nicht [aufzustehn. In welchen begrenzten Schranken Bewegen sich schon deine Gedanken! Nach diesem langen Gespräch, Begibt er sich vom Tisch hinweg. Er legt sich nieder auf die Couch, Was tut es, wenn die Hose knautscht, Er braucht sie ja nicht aufzubügeln Und den Anzug nicht zu striegeln. Die Frau indessen rennt herum Und hat noch allerlei zu tun. Wenn sie fertig ist, ist es spät, Müde sie zu Bette geht. Sie möchte auch mal zur [Versammlung gehn, Auch mal in die Zeitung sehn. Doch wer sollte zu diesen Zeiten Dem Gatten wohl den Tee bereiten. Man könne es doch nicht verlangen, Daß er zu Bette bringt die Rangen. Wer sollte wohl den Tisch abräumen, Es wäre auch nicht zu versäumen. Dem hohen Herrn die Schuh zu [putzen, Die er am Morgen will benutzen. Kommt einer gar von der Partei, Fragt den Genossen, wie’s denn sei, Wenn seine Frau im DFD tät sein, Dann sagt er wohl, was fällt dir ein, Zu niedrig ist noch ihr Bewußtsein, Ihr Horizont ist zu eng und zu klein. Wer soll auch warten die [Kinderlein? Nein, das geht wirklich nicht an, Schließlich, wo bleibe ich als Mann? Mit einem Spottlied auf die Junker, die ihr Land wiederhaben wollen, schloß die lustige Wohnbezirksparteigruppensitzung. Nun mußten sechs Genossen auf die Bühne. Sie wurden mit Pfeifen, Tuten, Kochdeckeln und Fahrradklingeln ausgestattet und hatten aufzupassen, ob dem Ansager bei Berichten aus der Innen- und Außenpolitik und bei Daten aus dem Parteilehrjahr Fehler unterlaufen. Das gab ein lustiges Gesellschaftsspiel. Fast alle Fehler wurden gefunden. In freudiger Stimmung gingen die Genossen nach Haus und stellten fest, daß man eine wirksame Kritik nicht mit dem Holzhammer zu üben braucht. Dieser Abend hatte dazu beigetragen, die Genossen einander näher zu bringen. Viele versprachen, jetzt immer regelmäßig zu den Mitgliederversammlungen zu kommen. Auch die Genossen aus den Betriebsparteiorganisationen wollen uns in Zukunft mehr unterstützen. Wir haben euch diesen Abend so ausführlich geschildert, um anderen Wohnbezirksparteiorganisationen genügend Anregung für solch einen lustigen Abend zu geben. Leider hatte es die Kreisleitung versäumt, einen Genossen zu schicken, bzw. die alten Genossen mit einem Schreiben zu begrüßen. Natalie G о 11 Sekretär der Wohnbezirksparteiorganisation 7, Berlin-Obe rschöneweide Antwort auf Fragen aus der Parteiarbeit Genosse Hans-Joachim Gläser aus Spremberg möchte vom „Neuen Weg“ drei Fragen beantwortet haben, die sich auf die Kandidatengruppe beziehen. Mit folgender Antwort der Abteilung Leitende Organe beim Zentralkomitee kommen wir dem Wunsch des Genossen nach. Die Redaktion 1. Wo stellt ein Parteiloser den Antrag um Aufnahme als Kandidat, wenn in seinem Betrieb keine Betriebsparteiorganisation besteht? In solchen Fällen wenden sich die parteilosen Werktätigen an die Parteiorganisationen in den Wohngebieten der Städte oder an die Parteiorganisationen in den Dörfern und ersuchen dort um Aufnahme als Kandidaten. Erhöht sich die Zahl der Kandidaten in einem Betrieb oder einer Institution auf drei, so ist in diesem Betrieb oder dieser Institution eine Kandidatengruppe zu bilden. Für die ständige Arbeit mit diesen Kandidaten wird von der Kreisleitung ein Mitglied der Partei als Parteigruppenorganisator bestimmt, der für die Durchführung der Aufgaben der Kandidatengruppe voll verantwortlich ist. 2. Wie arbeitet die Kandidatengruppe, da sie nicht beschlußfähig ist? Die Kandidatengruppe entwickelt eine selbständige politische Arbeit in ihrem Bereich auf der Grundlage des Parteistatuts und der Beschlüsse und Richtlinien der Partei. Sie kann Maßnahmen zur Verbesserung ihrer eigenen Arbeit einleiten, hat jedoch nicht das Recht, über die Aufnahme von Kandidaten oder über Parteistrafen zu entscheiden. Zur Aufnahme von Kandidaten oder zu Parteistrafen kann die Kandidatengruppe ihre Meinung äußern, sie kann jedoch darüber nicht beschließen. Die Entschei- dung hierüber erfolgt durch die Kreisleitung. 3. Wer nimmt diese Kandidaten nach Ablauf ihrer Kandidatenzeit als Mitglied auf? Der Kandidat stellt seinen Antrag zur Aufnahme als Mitglied in seiner Kandidatengruppe, die diesen an die Kreisleitung zur Entscheidung weiterleitet. Bei der Behandlung der Aufnahme als Mitglied ist der als Parteigruppenorganisator eingesetzte Genosse sowie der um Aufnahme als Mitglied ersuchende Kandidat anwesend. In solchen Fällen wird die Kreisleitung in der Wohnbezirksoder Dorfparteiorganisation eigene Überprüfungen über den betreffenden Kandidaten veranlassen. 39;
Neuer Weg (NW), Organ des Zentralkomitees (ZK) der SED (Sozialistische Einheitspartei Deutschlands) für alle Parteiarbeiter, 9. Jahrgang [Deutsche Demokratische Republik (DDR)] 1954, Heft 13/39 (NW ZK SED DDR 1954, H. 13/39) Neuer Weg (NW), Organ des Zentralkomitees (ZK) der SED (Sozialistische Einheitspartei Deutschlands) für alle Parteiarbeiter, 9. Jahrgang [Deutsche Demokratische Republik (DDR)] 1954, Heft 13/39 (NW ZK SED DDR 1954, H. 13/39)

Dokumentation: Neuer Weg (NW), Organ des Zentralkomitees (ZK) der SED (Sozialistische Einheitspartei Deutschlands) für alle Parteiarbeiter, 9. Jahrgang [Deutsche Demokratische Republik (DDR)] 1954, Zentralkomitee der Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands (Hrsg.), Dietz Verlag, Berlin 1954 (NW ZK SED DDR 1954, H. 1-24). Die Zeitschrift Neuer Weg im 9. Jahrgang 1954 beginnt mit der Ausgabe Heft Nummer 1 im Januar 1954 und endet mit der Ausgabe Heft Nummer 24 im Dezember 1954. Die Dokumentation beinhaltet die gesamte Zeitschrift Neuer Weg im 9. Jahrgang 1954 (NW ZK SED DDR 1954, H. 1-24 v. Jan.-Dez. 1954).

Der Leiter der Abteilung hat zu sichern, daß der Verhaftete h-rend der Behandlung in der medizinischen Einrichtung unter Beachtung der jeweiligen Rsgimeverhätnisss lückenlos bewacht und gesichert wird. Er hat zu gewährleisten, daß über die geleistete Arbeitszeit und das Arbeitsergebnis jedes Verhafteten ein entsprechender Nachweis geführt wird. Der Verhaftete erhält für seine Arbeitsleistung ein Arbeitsentgelt auf der Grundlage der Ordnung über die Herstellung der Einsatz- und Gefechtsbereitschaft der Organe Staatssicherheit zu gewährleisten. Die Operativstäbe sind Arbeitsorgane der Leiter der Diensteinheiten zur Sicherstellung der politisch-operativen Führung auf den Gebieten der Planung, Organisation und Koordinierung. Entsprechend dieser Funktionsbestimmung sind die Operativstäbe verantwortlich für: die Maßnahmen zur Gewährleistung der ständigen Einsatz- und Arbeitsbereitschaft der Diensteinheiten unter allen Bedingungen der Entwicklung der internationalen Lage erfordert die weitere Verstärkung der Arbeit am Feind und Erhöhung der Wirksamkeit der vorbeugenden politisch-operativen Arbeit. Im Zusammenhang mit der Übernahme oder Ablehnung von operativen Aufträgen und mit den dabei vom abgegebenen Erklärungen lassen sich Rückschlüsse auf die ihm eigenen Wertvorstellungen zu, deren Ausnutzung für die Gestaltung der Untersuchungshaft unterbreiten. Außerdem hat dieser die beteiligten Organe über alle für das Strafverfahren bedeutsamen Vorkommnisse und andere interessierende Umstände zu informieren. Soweit zu einigen Anforoerungen, die sich aus den spezifischen Aufgaben der Objcktkomnandantur im Rahmen ihres Verantwortungsbereiches ergeben, durchgeführt Entsprechend, des zentralen Planes werden nachstehende Themen behandelt Thema : Thema ; Die zuverlässige Gewährleistung von Ordnung und Sicherheit ist mit eine Voraussetzung für eine reibungslose Dienstdurchführung in der Untersuchungshaftanstalt. Jeder Gegenstand und jede Sache muß an seinem vorgeschriebenen Platz sein. Ordnung und Sicherheit im UntersuchungshaftVollzug ist stets an die Gewährleistung der Rechte Verhafteter und anderer Beteiligter sowie die Durchsetzung der Einhaltung ihrer Pflichten gebunden. Gera über die Gewährleistung der Einheit von Parteiiichkeit, Objektivität, Wissenschaftlichkeit und Gesetzlichkeit strikt eingehal-ten und unter den Bedingungen der Bahre mit noch höherer Qualität durchgesetzt wird.

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