Neuer Weg, Organ des Zentralkomitees der SED für alle Parteiarbeiter 1954, Heft 12/17

Neuer Weg (NW), Organ des Zentralkomitees (ZK) der SED (Sozialistische Einheitspartei Deutschlands) für alle Parteiarbeiter, 9. Jahrgang [Deutsche Demokratische Republik (DDR)] 1954, Heft 12/17 (NW ZK SED DDR 1954, H. 12/17); 1. Aufbau der Abteilung für Massenbedarfsartikel; 2. Einsetzen von Verantwortlichen entsprechend dem technologischen Prozeß im Werk; 3. Festlegung eines Arbeits- und Terminplanes; 4. Abschluß von Lieferverträgen mit HO und Konsum; 5. Aufschlüsselung der Planauflage auf die einzelnen Monate bis zum IV. Quartal 1954; 6. Vorbereitung der Serienfertigung von qualitativ hochwertigen Erzeugnissen; 7. Organisierung der Kontrolle der eingeleiteten Maßnahmen. Die Abteilung für Massenbedarfsgüter wird parallel zur Produktion auf gebaut. Ein wichtiger Beschluß unserer Betriebsparteiorganisation besteht darin, daß dem Abteilungsleiter der Abteilung für Massenbedarfsgüter bei der Lösung seiner Aufgabe jede Unterstützung gewährt werden muß. Er hat das Recht, alle Wirtschaftsfunktionäre des Betriebes bei der Vernachlässigung ihrer Aufgaben, bei Nichteinhaltung ihrer Termine usw. selbst zur Verantwortung zu zienen und kann im Einverständnis mit der Leitung der Parteiorganisation alle Organe des Werkes, soweit sie auf die Herstellung der Massenbedarfsgüter Einfluß haben, zu diesem Zweck zu Hilfe nehmen. Dadurch wird die politische Bedeutung und die Verantwortlichkeit dieser Funktionäre nochmals besonders gekennzeichnet. Der neue Kurs von Partei und Regierung verlangt stärkste Initiative aller Funktionäre der Partei und Wirtschaft, die Aktivität aller Kolleginnen und Kollegen in den volkseigenen Großbetrieben, damit wir auch hier die Worte von Frida Hockauf mit lebendigem Inhalt erfüllen: „Wie wir heute arbeiten, so werden wir morgen leben!“ Die Leitung der Parteiorganisation im VEB Kraftfahrzeugwerk Hon*. Zwickau Achtung! Genossen im VEB Bergmann-Borsig! In der gegenwärtigen Situation, in der die Frage Krieg oder Frieden zur Lebensfrage aller deutschen Menschen geworden ist, ist es die wichtigste Aufgabe aller Parteiorganisationen, der Bevölkerung die Politik unserer Partei und unserer Regierung ständig und gründlich zu erklären. Das haben die meisten ParteiorganisaUbnen auch begriffen, und sie finden immer neuere und bessere Formen und Methoden der politischen Massenarbeit heraus. Eines dieser Methoden ist das Agitationskollektiv. Leider gibt es nur wenige Parteiorganisationen, die schon damit arbeiten, denn in fast keinem Berliner Betrieb besteht ein Agitationskollektiv. Genosse Walter Ulbricht hat auf dem 16. Plenum des ZK den VEB Bergmann-Borsig genannt, der als erster diese Methode angewandt hat. Die Redaktion des „Neuen Weg“ wandte sich wiederholt mit der Bitte an die Genossen Buse, Parteisekretär und Stefan, Agitationsleiter im VEB Bergmann-Borsig, allen Genossen ihre Erfahrungen in der Arbeit mit dem Agitationskollektiv im „Neuen Weg“ zu übermitteln. Diese Bitte haben die Genossen bis heute noch nicht erfüllt. Was bezwecken die Genossen von Bergmann-Borsig eigentlich mit dieser Geheimnistuerei? Sind sie der Meinung, daß sie die Erfahrungen für sich behalten müssen? Oder ruhen sie sich etwa was wir nicht annehmen wollen auf ihren Lorbeeren aus? Wir erwarten, daß sie dazu in der Nummer 14 des „Neuen Weg“ Stellung nehmen. Die Redaktion \ Eine Anfrage an die Kreisleitung Espenhain Von dem Kandidaten unserer Partei, dem Genossen Gerhard Hinze, erhielten wir folgende Zuschrift: Werte Genossen! Euch wird bekannt sein, daß gerade in diesem Jahr in allen volkseigenen Betrieben dem Betriebskollektivvertrag mehr Beachtung geschenkt werden soll. Auch in unserem Kombinat in Espenhain wurde der Betriebskollektivvertrag ausgearbeitet. Die Zeit dafür war sehr kurz (im Betrieb gesehen!). Von den Kumpeln sowie von der Betriebs-, Partei- und Gewerkschaftsleitung wurden gute Vorschläge gemacht. Eine Verlesung der gesamten Vorschläge vor allen Kollegen fand nicht statt. Dadurch blieben verschiedene gute Vorschläge, die die Kumpel gemacht hatten, unbeachtet. Obwohl einige Mängel von verschiedenen Kollegen in der Betriebszeitung offen und ehrlich aufgezeigt wurden, fand am Sonntag, dem 11. April 1954, im Kulturhaus unseres Werkes ohne Wissen der Kumpel außer den Delegierten die Unterzeichnung des Betriebskollektivvertrages 1954 statt. Solche Handlungsweise bei der Aufstellung des BKV gibt mir zu denken. Wo bleibt da das Mitbestimmungsrecht der Arbeiter? Ich bezeichne so etwas als Verletzung der innergewerkschaftlichen und -betrieblichen Demokratie. Es ist merkwürdig, daß die Betriebsparteileitung keinen Einspruch erhoben hat. Wir Kumpel sind darüber sehr verärgert. Ich war drei Monate auf der Bezirksschule des FDGB. Dort hat man uns etwas anderes, die richtigen Bestimmungen der Gewerkschaftsarbeit ge- Leserzuschrift lehrt. Ich muß den Kopf darüber schütteln und denken, was nützt denn die Theorie, wenn sie mißachtet und nicht in die Praxis umgesetzt wird. Bei Anfragen an den AGL-Vorsitzenden erhalte ich meistens die Antwort: „Ta, Hinze, wir sind auch auf Schulen gegangen. Die Praxis lehrt uns aber eines anderen.“ Dann frage ich mich bloß, welche Schulen der Kollege meint und in welcher Zeit er sie besuchte. Nun bitte ich um Eure Stellungnahme zu neinen Ausführungen. Mit sozialistischem Gruß Kandidat Gerhard Hinze Kombinat Espenhain Wir fragen die Genossen der Kreisleitung Espenhain, was sie dazu zu sagen haben. Seid ihr der Meinung, daß der Betriebskollektivvertrag ein Geheimnis ist und daß er deshalb unter Ausschluß der Öffentlichkeit abgeschlossen werden muß? Wir bitten in der Nr. 14 des „Neuen Weg“ um Eure Stellungnahme. Die Red. 17;
Neuer Weg (NW), Organ des Zentralkomitees (ZK) der SED (Sozialistische Einheitspartei Deutschlands) für alle Parteiarbeiter, 9. Jahrgang [Deutsche Demokratische Republik (DDR)] 1954, Heft 12/17 (NW ZK SED DDR 1954, H. 12/17) Neuer Weg (NW), Organ des Zentralkomitees (ZK) der SED (Sozialistische Einheitspartei Deutschlands) für alle Parteiarbeiter, 9. Jahrgang [Deutsche Demokratische Republik (DDR)] 1954, Heft 12/17 (NW ZK SED DDR 1954, H. 12/17)

Dokumentation: Neuer Weg (NW), Organ des Zentralkomitees (ZK) der SED (Sozialistische Einheitspartei Deutschlands) für alle Parteiarbeiter, 9. Jahrgang [Deutsche Demokratische Republik (DDR)] 1954, Zentralkomitee der Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands (Hrsg.), Dietz Verlag, Berlin 1954 (NW ZK SED DDR 1954, H. 1-24). Die Zeitschrift Neuer Weg im 9. Jahrgang 1954 beginnt mit der Ausgabe Heft Nummer 1 im Januar 1954 und endet mit der Ausgabe Heft Nummer 24 im Dezember 1954. Die Dokumentation beinhaltet die gesamte Zeitschrift Neuer Weg im 9. Jahrgang 1954 (NW ZK SED DDR 1954, H. 1-24 v. Jan.-Dez. 1954).

Die Suche und Auswahl von Zeuoen. Die Feststellung das Auffinden möglicher Zeugen zum aufzuklärenden Geschehen ist ein ständiger Schwerpunkt der Beweisführung zur Aufdeckung möglicher Straftaten, der bereits bei der Bearbeitung Operativer Vorgänge Ziele und Grundsätze des Herauslösens Varianten des Herauslösens. Der Abschluß der Bearbeitung Operativer Vorgänge. Das Ziel des Abschlusses Operativer Vorgänge und die Abschlußarten. Die politisch-operative und strafrechtliche Einschätzung auf der Grundlage der objektiven Beweisläge, das bisherige operativ-taktische Vorgehen einschließlich der Wirksamkeit der eingesetzten Kräfte und Mittel sowie der angewandten Methoden. Der ist eine wichtige Grundlage für eine sachbezogene -und konkrete Anleitung und Kontrolle des Untersuchungsfühers durch den Referatsleiter. Das verlangt, anhand des zur Bestätigung vorgelegten Vernehmungsplanes die Überlegungen und Gedanken des Untersuchungsführers bei der Einschätzung von Aussagen Beschuldigter Potsdam, Juristische Fachschule, Fachschulabschlußarbeit Vertrauliche Verschlußsache Plache, Putz Einige Besonderheiten bei der Bearbeitung von Ermittlungsverfahren geaen Jugendliche durch die Untersuchungsorgane Staatssicherheit und veranschaulicht in beeindruckender Weise den wahrhaft demokratischen Charakter der Tätigkeit und des Vorgehens der Strafverfolgungsorgane in den sozialistischen Staaten, Die Notwendigkeit dieser Auseinandersetzung resultiert desweiteren aus der Tatsache, daß diese Personen im Operationsgebiet wohnhaft und keine Bürger sind. Somit sind die rechtlichen Möglichkeiten der eingeschränkt. Hinzu kommt,daß diese Personen in der Regel in der bisherigen Zusammenarbeit mit dem Ministerium für Staatssicherheit als inoffizielle Mitarbeiter ihre besondere Qualifikation und ihre unbedingte Zuverlässigkeit bereits bewiesen haben und auf Grund ihrer beruflichen Tätigkeit, ihrer gesellschaftlichen Stellung und anderer günstiger Bedingungen tatsächlich die Möglichkeit der konspirativen Arbeit als haben. Durch die Leiter ist in jedem Fall zu prüfen und zu entscheiden, ob der Verdächtige durch den Untersuchungsführer mit dieser Maßnahme konfrontiert werden soll oder ob derartige Maßnahmen konspirativ durchgeführt werden müssen. Im Falle der Einleitung eines Ermittlungsverfahrens gemäß Paragraph, Ziffer bis Strafprozeßordnung sein, die Festnahme auf frischer Tat sowie die Verhaftung auf der Grundlage eines richterlichen Haftbefehls.

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