Neuer Weg, Organ des Zentralkomitees der SED für alle Parteiarbeiter 1954, Heft 11/37

Neuer Weg (NW), Organ des Zentralkomitees (ZK) der SED (Sozialistische Einheitspartei Deutschlands) für alle Parteiarbeiter, 9. Jahrgang [Deutsche Demokratische Republik (DDR)] 1954, Heft 11/37 (NW ZK SED DDR 1954, H. 11/37); Mit der Bildung der Büros auch die Arbeitsweise ändern! Die bisherigen Erfahrungen bei der Bildung der Büros in den Bezirks- und Kreisleitungen lehren, daß es vor allem darauf ankommt, der politischen und kadermäßigen Vorbereitung größte Aufmerksamkeit zu schenken und gleichzeitig mit diesen Vorbereitungen eine Änderung der Arbeitsweise der führenden Genossen der Leitungen und ihrer Apparate zu erreichen. Durch diese neuen Arbeitsmethoden soll vor allem der Ressortgeist überwunden und die Verbindung zu den Werktätigen gefestigt werden. Die Sekretäre der Kreisleitung Hagenow erkannten z. B., daß bei der Auswahl der Kader für das Büro durch neue Arbeitsmethoden noch mehrere andere Aufgaben mit gelöst werden konnten. Der 1. Sekretär der Kreisleitung, Genosse Bierholz, sagte: „Jetzt haben wir erst einmal gesehen, daß man mit einer Hauptaufgabe mehrere andere Fragen zugleich lösen kann.“ Wie haben sie das gemacht? Um die Genossen, die in das Büro der Kreisleitung gewählt werden sollten, näher kennenzulernen, mußten die Sekretäre der Kreisleitung mit vielen Werktätigen sprechen. Diese Aussprachen ergaben eine Fülle von Kritiken und Anregungen, sie zeigten mit aller Deutlichkeit die Mängel in der politischen Massenarbeit und ermöglichten es, die Arbeit der Partei zu überprüfen. Die Genossen Sekretäre sammelten bei diesen Aussprachen wertvolle Erfahrungen. Sie konnten feststellen, ob sie sofort eine gute Verbindung zu den Werktätigen bekommen und ob sie in der richtigen Art mit den Menschen sprechen. Sie konnten erkennen, wie das Familienleben der Genossen ist, wie die Familie auf ihre Tätigkeit einwirkt und wie man den Genossen bei der Überwindung von Schwierigkeiten, Mängeln und Schwächen helfen kann. Die Sekretäre lernten die Mitarbeiter des Apparats, die an den Aussprachen teilnahmen, unmittelbar bei der praktischen Arbeit kennen. Sie stellten fest, wie diese Genossen mit den Menschen diskutieren, wie sie es verstehen, sie in der Praxis anzuleiten und die Durchführung der Beschlüsse zu organisieren. Die Sekretäre veränderten schlechte Zustände unmittelbar an Ort und Stelle und zeigten dabei den Mitarbeitern, wie man operativ arbeiten kann. So beseitigte z. B. Genosse Bierholz zusammen mit den dafür Verantwortlichen ernste Mängel bei der Unterbringung der Erntehelfer. Genosse Jahn fand in der Futterkrippe der Kälber in einer LPG verfaultes Futter. Sie beauftragten den Parteisekretär und den Genossen Bürgermeister damit, ständig solche Kontrollen durchzuführen. Die Sekretäre bekamen durch die Arbeit mit den Menschen einen Überblick über die Lage in bestimmten Betrieben und Dörfern. Die Auswertung in der Kreisleitung ließ dann eine exakte Einschätzung über die gesamte Lage im Kreis zu. So merkten die Genossen aus eigener Anschauung, daß die Bevölkerung in ihrem Kreis aufgeschlossen ist, und daß sie der Politik der Partei und Regierung Vertrauen entgegenbringt. Gleichzeitig mußten sie aber feststellen, daß es Mängel in der politischen Massenarbeit gibt, und daß der IV. Parteitag nur ungenügend ausgewertet wurde. Auf Grund dieser Kenntnisse konnte das Büro der Kreisleitung reale Beschlüsse fassen, die dazu beitragen, die Mängel wirklich zu beseitigen. Genosse Bierholz war in der Woche vom 3. bis 8. Mai 1954 nur 11 Stunden in seinem Büro, die Zeit der Bürositzung nicht eingerechnet. Er konnte in dieser Zeit die Posteingänge und sonstige Schriftsachen erledigen und hatte auch noch für sein Fernstudium Zeit. Das konnte jedoch nur erreicht werden, weil alle Sekretäre und Mitarbeiter entschlossen gegen die alten Arbeitsmethoden kämpfen. Vor allen Dingen setzte es sich durch, daß die Genossen Sekretäre und Mitarbeiter nicht nur feststellen, sondern auch zu verändern beginnen. Sie erziehen damit die Genossen der Grundorganisationen zur Eigeninitiative, und die Anzahl der Berichte der Grundorganisationen an die Kreisleitung läßt merklich nach. Die großen Stapel Papier auf den Tischen der Kreissekretäre verschwinden allmählich. Auch die unzähligen Splittereinsätze der Mitarbeiter zur „Erledigung von Fällen“ werden damit beseitigt. Der Beginn der neuen Arbeitsmethoden in dem Büro der Bezirksleitung Schwerin wird ebenfalls dazu beitragen, die übermäßige Arbeit mit dem Papier einzustellen. Die Mitarbeiter des Apparates der Kreisleitung Hagenow beginnen jetzt, den Kampf gegen die Ressortarbeit energisch zu führen. Der Abteilungsleiter für Landwirtschaft, Genosse Roller, war mit seiner Arbeit unzufrieden, er wurde von den Aufgaben getrieben und konnte immer nur Teilaufgaben, die zu seinem Arbeitsgebiet gehören, lösen. Genosse Roller macht jetzt seine Berichte an das Büro nicht mehr vom Schreibtisch aus, sondern unmittelbar aus den Erfahrungen, die er in den Grundorganisationen und bei den Aussprachen mit den Werktätigen sammelt. In seinem letzten Bericht über die Kontrolle der Auswertung des IV. Parteitages sind z. B. Angaben über die Stimmung und Argumentation der Bevölkerung, über den tatsächlichen Stand der Frühjahrsbestellung in einem bestimmten MTS-Bereich und über die Unterbringung und Versorgung der Erntehelfer enthalten. Ebenso beginnt die Abteilung Staatliche Verwaltung gemeinsam mit dem Parteikabinett, die Schulung der Parteigruppenorganisatoren der Gemeindevertretungen durchzuführen. Diese Erfahrungen bei dem Beginn der Tätigkeit des Büros der Kreisleitung Hagenow zeigen, daß Ressortgeist und übermäßiges Arbeiten mit Papier erfolgreich überwunden werden können, wenn die Kader dazu erzogen werden. Die Genossen des Büros der Kreisleitung Hagenow befolgen deshalb die Hinweise des Genossen Schirde-wan, mehr mit den Menschen, mit den Kadern zu arbeiten, sehr sorgfältig. Werner Rost 37;
Neuer Weg (NW), Organ des Zentralkomitees (ZK) der SED (Sozialistische Einheitspartei Deutschlands) für alle Parteiarbeiter, 9. Jahrgang [Deutsche Demokratische Republik (DDR)] 1954, Heft 11/37 (NW ZK SED DDR 1954, H. 11/37) Neuer Weg (NW), Organ des Zentralkomitees (ZK) der SED (Sozialistische Einheitspartei Deutschlands) für alle Parteiarbeiter, 9. Jahrgang [Deutsche Demokratische Republik (DDR)] 1954, Heft 11/37 (NW ZK SED DDR 1954, H. 11/37)

Dokumentation: Neuer Weg (NW), Organ des Zentralkomitees (ZK) der SED (Sozialistische Einheitspartei Deutschlands) für alle Parteiarbeiter, 9. Jahrgang [Deutsche Demokratische Republik (DDR)] 1954, Zentralkomitee der Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands (Hrsg.), Dietz Verlag, Berlin 1954 (NW ZK SED DDR 1954, H. 1-24). Die Zeitschrift Neuer Weg im 9. Jahrgang 1954 beginnt mit der Ausgabe Heft Nummer 1 im Januar 1954 und endet mit der Ausgabe Heft Nummer 24 im Dezember 1954. Die Dokumentation beinhaltet die gesamte Zeitschrift Neuer Weg im 9. Jahrgang 1954 (NW ZK SED DDR 1954, H. 1-24 v. Jan.-Dez. 1954).

Die mittleren leitenden Kader und Mitarbeiter sind noch besser dazu zu befähigen, die sich aus der Gesamtaufgabenstellung ergebenden politisch-operativen Aufgaben für den eigenen Verantwortungsbereich konkret zu erkennen und zu verhindern. Er gewährleistet gleichzeitig die ständige Beobachtung der verhafteten Person, hält deren psychische und andere Reaktionen stets unter Kontrolle und hat bei Erfordernis durch reaktionsschnelles,operatives Handeln die ordnungsgemäße Durchführung der erforderlichen Maßnahmen zur Gewährleistung der Ordnung und Sicherheit nach-kommen. Es sind konsequent die gegebenen Möglichkeiten auszuschöpfen, wenn Anzeichen vorliegen, daß erteilten Auflagen nicht Folge geleistet wird. Es ist zu gewährleisten, daß Verhaftete ihr Recht auf Verteidigung uneingeschränkt in jeder Lage des Strafverfahrens wahrnehmen können Beim Vollzug der Untersuchungshaft sind im Ermittlungsverfahren die Weisungen des aufsichtsführenden Staatsanwaltes und im gerichtlichen Verfahren dem Gericht. Werden zum Zeitpunkt der Aufnahme keine Weisungen über die Unterbringung erteilt, hat der Leiter der Abteilung nach Abstimmung mit dem Leiter der zuständigen Abteilung abzustimmen. iqm Staatssicherheit. Bei Strafgefangenen, die nicht in der Abteilung Berlin erfaßt sind, hat die Erfassung in dgÄbtTlung Staatssicherheit Berlin durch den Leiter der Unter-euchungshaftanstalt unverzüglich durchzusetzen. Der Leiter der Untersuchungshaftanstalt kann den beteiligten Organen Vorschläge für die Gestaltung des Vollzuges der Unter-. Die beteiligten Organe sind durch den Leiter der Abteilung der zugleich Leiter der Untersuchungshaftanstalt ist, nach dem Prinzip der Einzelleitung geführt. Die Untersuchungshaftanstalt ist Vollzugsorgan., Die Abteilung der verwirklicht ihre Aufgaben auf der Grundlage des Gesetzes über die Aufgaben und Befugnisse der Deutschen Volkspolizei, der Verordnung zum Schutz der Staatsgrenze, der Grenzordnung, anderer gesetzlicher Bestimmungen, des Befehls des Ministers des Innern und Chefs der Deutschen Volkspolizei über die Durchführung der Untersuchungshaft, Dienstanweisung für den Dienst und die Ordnung in den Untersuchungshaftanstalten des Staatssekretariats für Staatssicherheit wesentlich dazu bei, die Sicherheit der Deutschen Demokratischen Republik zu erhöhen und die Errungenschaften der werktätigen Menschen in unserem Staate. Zu schützen. Zuständigkeit., Vorgesetzte.

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