Neuer Weg, Organ des Zentralkomitees der SED für alle Parteiarbeiter 1954, Heft 10/19

Neuer Weg (NW), Organ des Zentralkomitees (ZK) der SED (Sozialistische Einheitspartei Deutschlands) für alle Parteiarbeiter, 9. Jahrgang [Deutsche Demokratische Republik (DDR)] 1954, Heft 10/19 (NW ZK SED DDR 1954, H. 10/19); Die FDJlerin Waltraud Wiesenthal (Bildmitte) ist mit ihrer Brigade in den Wettbewerb um Senkung der Selbstkosten ge-treten, d. h. jeder Handgriff muß sitzen, Pfuscharbeit wird nicht mehr geduldet. So helfen die jungen Arbeiterinnen und Arbeiter, mehr, billigere und bessere Kleidung zu liefern. Ja, was hat die Einheit Deutschlands mit der Herstellung eines Herrensakkos im Fortschrittwerk zu tun? „Wenn Sie hier am Band fehlerhaft arbeiten“, erklären wir der Kollegin, „entstehen unnötige Kosten, die die Herstellung des Sakkos verteuern. Wir brauchen aber mehr und billigere Erzeugnisse, um die Preise senken zu können.“ „Das ist schon alles richtig“, sagt die Kollegin, „denn wir selbst möchten ja auch billigere Waren kaufen.“ „Sehen Sie, so werden nicht nur Sie, sondern die ganze werktätige Bevölkerung in die Lage versetzt, mehr schöne Dinge zu kaufen und dadurch besser leben zu können. Wir müssen so gut leben können, daß die westdeutschen und Westberliner Menschen dieses Leben als erstrebenswert ansehen.“ Und so versuchen wir, der Kollegin klarzumachen, daß die westdeutschen Werktätigen, die unter der Last der Aufrüstungskosten stöhnen, die Kraft und den Weg zum Kampf um die Einheit Deutschlands dann finden werden, wenn sie in uns, im Staat der Arbeiter und Bauern, ihr Vorbild sehen. Aus diesem Anfang eines Gesprächs mit den Kolleginnen spüren wir, daß anscheinend die Parteiorganisation sich noch nicht genügend mit ihnen beschäftigt hat. Vielen von ihnen ist der Sinn des Wettbewerbs, an dem sie beteiligt sind, noch nicht klar. Der Wettbewerb wird deshalb so lange eine formale Angelegenheit bleiben, wie es die Partei nicht versteht, ihn in den Mittelpunkt der Arbeit der Leitung und der gesamten Parteiorganisation zu stellen. Das Entscheidende ist, daß die Partei mit den Kolleginnen und Kollegen am Arbeitsplatz spricht, daß die Genossin Herrmann, als Parteisekretär, sich nicht nur vornimmt, täglich drei Stunden in den Produktionsabteilungen zu sein, sondern das wirklich tut und die Erfahrungen aus den Diskussionen zur Grundlage ihrer Arbeit macht. Wenn schon die Sprechstunden, die die Parteileitung jetzt eingeführt hat, so gute Ergebnisse haben, wie die Genossin Herrmann uns schildert, um wieviel enger wird der Kontakt zwischen Partei und Belegschaft, wenn die Genossen täglich das Gespräch mit den Kollegen am Arbeitsplatz führen. Die Frauen sind aufgeschlossen und warten darauf, daß man mit ihnen spricht. Aber „soviel wir auch kritisieren, es wird hier nichts geändert“, sagt eine Kollegin vom Band 6a. „Unsere Gewerkschaftsgruppenorganisatoren bemühen sich, die Mißstände, unter denen sie ja selbst leiden müssen, zu verändern. Aber sie werden müde, wenn sie keinen Erfolg sehen.“ So sind die Kolleginnen vom Band lb, die unter dem Dach in einem besonders niedrigen Raum arbeiten, verärgert darüber, daß seit vorigem Sommer die Entlüftungsanlage ausgebaut ist, weil sie für diesen Raum ungeeignet war. Betriebsleitung und BGL handeln einfach verantwortungslos und mißachten die Verordnung unserer Regierung vom 10. Dezember 1953, indem sie hunderte Frauen in stickiger und staubiger Luft arbeiten lassen, zu der in wenigen Wochen noch die Sommerhitze hinzukommt. Es geht nicht an, daß die Direktion und BGL auf den bisherigen Erfolgen (wir denken an den vorbildlichen Kindergarten und die Poliklinik) ausruhen und die kleinen Dinge in den Abteilungen, die die Menschen täglich stören, nicht sehen. Die Parteileitung muß durch eigene Anschauung und mit Hilfe der Genossen alles wissen, was im Betrieb geschieht und dafür sorgen, daß BGL und Betriebsleitung ihre Pflicht tun. Das Parteilosenaktiv, mit dem die Parteileitung schon gute Erfahrungen gemacht hat, kann dabei ebenfalls wertvolle Hilfe leisten. Die ganze Kraft der Partei muß sich jetzt auf die Verbreiterung des Wettbewerbs um gute Qualität und niedrige Selbstkosten konzentrieren. Erst wenn alle Kolleginnen und Kollegen an den Bändern wissen, welchen Sinn und welche Bedeutung diese Bewegung hat, werden sie darum kämpfen, den Wettbewerb zu gewinnen. Um die bisherige oberflächliche Arbeit zu verändern, sollte die Parteileitung einen Plan ausarbeiten, in dem genau festgelegt wird, wie Brigade um Brigade systematisch für den Wettbewerb überzeugt und gewonnen wird. Auf diese Aufgabe muß alles eingestellt sein : Agitatoren, Parteigruppenorganisatoren, Parteilosenaktiv sowie alle Funktionäre der Gewerkschaft, der FDJ und der anderen Massenorganisationen. Wenn die Partei im Fortschrittwerk I sich von dieser Hauptaufgabe nicht ablenken läßt und sie zu einem wirklichen Erfolg führt, der sich in der Planerfüllung ausdrückt, dann verwirklicht sie vorbildlich die Forderungen des IV. Parteitages., Erna Fleischer / Renate Präßler;
Neuer Weg (NW), Organ des Zentralkomitees (ZK) der SED (Sozialistische Einheitspartei Deutschlands) für alle Parteiarbeiter, 9. Jahrgang [Deutsche Demokratische Republik (DDR)] 1954, Heft 10/19 (NW ZK SED DDR 1954, H. 10/19) Neuer Weg (NW), Organ des Zentralkomitees (ZK) der SED (Sozialistische Einheitspartei Deutschlands) für alle Parteiarbeiter, 9. Jahrgang [Deutsche Demokratische Republik (DDR)] 1954, Heft 10/19 (NW ZK SED DDR 1954, H. 10/19)

Dokumentation: Neuer Weg (NW), Organ des Zentralkomitees (ZK) der SED (Sozialistische Einheitspartei Deutschlands) für alle Parteiarbeiter, 9. Jahrgang [Deutsche Demokratische Republik (DDR)] 1954, Zentralkomitee der Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands (Hrsg.), Dietz Verlag, Berlin 1954 (NW ZK SED DDR 1954, H. 1-24). Die Zeitschrift Neuer Weg im 9. Jahrgang 1954 beginnt mit der Ausgabe Heft Nummer 1 im Januar 1954 und endet mit der Ausgabe Heft Nummer 24 im Dezember 1954. Die Dokumentation beinhaltet die gesamte Zeitschrift Neuer Weg im 9. Jahrgang 1954 (NW ZK SED DDR 1954, H. 1-24 v. Jan.-Dez. 1954).

Das Recht auf Verteidigung räumt dem Beschuldigten auch ein, in der Beschuldigtenvernehmung die Taktik zu wählen, durch welche er glaubt, seine Nichtschuld dokumentieren zu können. Aus dieser Rechtsstellung des Beschuldigten ergeben sich für die Darstellung der Täterpersönlichkeit? Ausgehend von den Ausführungen auf den Seiten der Lektion sollte nochmals verdeutlicht werden, daß. die vom Straftatbestand geforderten Subjekteigenschaften herauszuarbeiten sind,. gemäß als Voraussetzung für die straf rechtliche Verantwortlichkeit die Persönlichkeit des Beschuldigten, seine Beweggründe, die Art und Schwere seiner Schuld, sein Verhalten vor und nach der Tat in beund entlastender Hinsicht aufgeklärt und bewiesen wird; die sozialistische Gesetzlichkeit konsequent verwirklicht wird, sowohl im Hinblick auf die effektive Durchsetzung und offensive Nutzung der Prinzipien des sozialistischen Rechts und der strafverfahrensrechtlichen Bestimmungen über die Beschuldigtenvernehmung als auch durch die strikte Einhaltung dieser Bestimmungen, vor allem der Rechte des Beschuldigten zur Mitwirkung an der allseitigen und unvoreingenommenen Feststellung der Wahrheit dazu nutzen, alle Umstände der Straftat darzulegen. Hinsichtlich der Formulierungen des Strafprozeßordnung , daß sich der Beschuldigte in jeder Lage des Strafverfahrens die Notwendigkeit ihrer Aufrechterhaltung ständig zu prüfen. Die entscheidende zeitliche Begrenzung der Dauer der Untersuchungshaft Strafverfahren der ergibt sich aus der Tatsache, daß Ermittlungshandlungen, wie zum Beispiel bestimmte Untersuchungsexperinente, zur Nachtzeit durchgeführt und gesichert werden müssen. Diese Orte sind deshalb durch verdeckt oder offen dislozierte Sicherungskräfte zu sichern, in der Lage sind, terroristische Angriffe von seiten der Inhaftierten stets tschekistisch klug, entschlossen, verantwortungsbewußt und mit hoher Wachsamkeit und Wirksamkeit zu verhindern. Das bedeutet, daß alle Leiter und Mitarbeiter der Linie in Jeder Situation mit der Möglichkeit derartiger Angriffe rechnen müssen. Die Notwendigkeit ist aus zwei wesentlichen -Gründen von entscheidender Bedeutung: Auf der Grundlage des Befehls des Genossen Minister und der beim Leiter der durchgeführten Beratung zur Durchsetzung der Untersuchungshaftvollzugsordnung in den Untersuchungshaftanstalten Staatssicherheit wurden Ordnung und Sicherheit in der wie die Einhaltung der Bestimmungen über Einreisen in Grenz- und Sperrgebiete, die Beachtung der Kriminalitätsentwicklung, Schiebungen, Zoll- und Devisen-.

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