Neuer Weg, Organ des Zentralkomitees der SED für alle Parteiarbeiter 1954, Heft 1/55

Neuer Weg (NW), Organ des Zentralkomitees (ZK) der SED (Sozialistische Einheitspartei Deutschlands) für alle Parteiarbeiter, 9. Jahrgang [Deutsche Demokratische Republik (DDR)] 1954, Heft 1/55 (NW ZK SED DDR 1954, H. 1/55); Fernstudenten sind zu propagandistischer Arbeit verpflichtet Antwort auf eine Frage Die Abteilung Propaganda/Agitation/Kultur der Kreis-leitung Oschatz fragte bei unserer Redaktion an, ob es zulässig sei, solche Genossen, die ein Fernstudium an bestimmten Fachinstituten betreiben, mit propagandistischen Aufträgen zu betrauen. Zum Beispiel sind die Genossin Margarete Makosch und der Genosse Manfred Winkler aus dem Kreis Oschatz Fernstudenten an der Finanzschule in Gotha. Beide Genossen wollen keine propagandistischen Aufträge übernehmen. Sie berufen sich auf eine Auskunft der Finanzschule, daß Fernstudenten angeblich durch irgendeinen Beschluß des Zentralkomitees von jeder propagandistischen Tätigkeit befreit seien. Fernstudenten an anderen Instituten vertreten dieselbe Auffassung. Deshalb scheint uns eine grundsätzliche Beantwortung der Frage im „Neuen Weg“ wichtig zu sein. Einen Beschluß des Zentralkomitees, daß Fernstudenten an irgendwelchen Instituten von propagandistischer Arbeit befreit sind, gibt es nicht. Im Gegenteil, alle Genossen, die an den Instituten unseres Arbeiter- und Bauemstaates im Fernunterricht studieren, sind sogar verpflichtet, ihre Kenntnisse durch eine propagandistische Tätigkeit weiterzugeben. Zum Fernstudium werden bekanntlich nur diejenigen zugelassen, die schon bestimmte Vorkenntnisse besitzen, und im Verlaufe ihres Studiums erwerben sich diese Genossen einen umfangreichen Wissensschatz. Wer sollte also propagandistisch tätig sein, wenn nicht gerade diese Genossen? Es kann doch nicht eine Gruppe von Genossen geben, die das Vorrecht hat, nur zu studieren und eine andere Gruppe, die noch nicht die Voraussetzungen für solch ein Studium besitzt, dafür aber die propagandistische Arbeit übernehmen muß. Gerade die Genossen, die solch ein qualifiziertes Studium wie das Fernstudium betreiben, sollten eine regelmäßige propagandistische Arbeit leisten. Niemand bezweifelt, daß das Fernstudium von den Genossen Fernstudenten viel Energie und Beharrlichkeit verlangt, wenn sie neben ihrer beruflichen Arbeit den zu studierenden Stoff bewältigen wollen. Die Tätigkeit als Propagandisten vnrd den Genossen aber, auch wenn sie es vorher nicht glauben wollen, eine große Hilfe für ihr Studium sein. Als Propagandisten müssen sie praktisch beweisen, ob sie den studierten Stoff unrklich beherrschen, die Zuhörer werden Fragen an sie stellen, die sie beantworten sollen. Dabei werden sie ihr Studium gut überprüfen können. Selbstverständlich sollten sich die Kreisleitungen sorgfältig überlegen, welche propagandistischen Aufgaben sie den Genossen Fernstudenten übertragen. Es ist nicht zu empfehlen, die Genossen, die ein bestimmtes Spezialfach studieren, mit der Leitung eines Zirkels der höheren Zirkelstufen zu beauftragen. Da sie aber alle am gesellschaftswissenschaftlichen Grundstudium teilnehmen, müßten sie auch in der Lage sein, neben ihrem Studium eine Politische Grundschule zu leiten. Zum Beispiel wäre es vielleicht angebracht, wenn die Genossin Makosch oder der Genosse Winkler aus Oschatz, die Fernstudenten der Finanzschule in Gotha sind, eine Politische Grundschule in der Parteiorganisation der Bauernbank oder der Deutschen Notenbank in Oschatz, oder in einer ähnlichen Parteiorganisation übernehmen würden. Dort könnten sie sicher ihre fachlichen Spezialkenntnisse auch in diesem Zirkel mit verwenden. Aber es gibt noch eine Menge anderer propagandistischer Aufträge, die die Genossen Fernstudenten übernehmen sollten. So könnten zum Beispiel die beiden erwähnten Genossen, die an der Finanzschule studieren, Vorträge zu aktuellen Finanzfragen vor den Kollegen ihrer oder anderer Verwaltungsstellen halten. Sie könnten Vorträge über die wirtschaftliche Rechnungsführung oder im Zusammenhang mit der vor einigen Wochen in Kraft getretenen Lohnsteuersenkung über die Steuerpolitik unserer Arbeiter- und Bauernmacht halten. Ähnlich gibt es auf allen Gebieten viele Möglichkeiten, auf dem bestimmten Fachgebiet propagandistisch unter den Massen zu arbeiten. Den Kreisleitungen ist zu empfehlen, die Genossen Fernstudenten mit solchen propagandistischen Aufgaben in bestimmten Zeitabständen, aber regelmäßig, zu betrauen. Die Parteiorganisationen, denen die Genossen Fernstudenten angehören, sollten überprüfen, in welcher Weise der Genosse Fernstudent schon in der Zeit während seines Fernstudiums propagandistisch arbeitet. Die Redaktion. Die Traditionen der Arbeiterbewegung werden nicht genügend gewürdigt Trotz einer Reihe äußerst wichtiger Ereignisse in den letzten Wochen ist mir sehr unangenehm aufgefallen, daß die Anknüpfung an die Traditionen der deutschen Arbeiterbewegung für unsere Presse noch nicht zur ständigen Aufgabe geworden ist und sogar bedeutende Schwächen erkennen läßt. Dazu ein markantes Beispiel: In den letzten Novembertagen 1953 mußte zweifellos der Jahrestag der Bildung unseres demokratischen Magistrats von Groß-Berlin, um seine volle Bedeutung zu würdigen, einen hervorragenden Platz in unserer Presse ein-nehmen. Dabei blieb aber völlig unberücksichtigt, daß am 28. November auch der 133. Geburtstag unseres großen Lehrmeisters Friedrich Engels war. Reichte die Kraft des Aufrufs des Zentralkomitees zum Karl-Marx-Jahr nicht mehr so weit, um auch alle historischen Daten um die Entstehung des wissenschaftlichen Sozialismus unseren Menschen nahezubringen? Das Leben von Friedrich Engels ist nun einmal vom Karl-Marx-Jahr nicht zu trennen. Gerade wenn die verräterische Führung der SPD die Erinnerung an Karl Marx und Friedrich Engels als unangenehm empfindet, besteht für unsere Partei um so mehr die Verpflichtung, das deutsche Volk mit der Würdigung dieser hervorragenden Vorkämpfer aufzurütteln. Was hat aber z. B. den Genossen Friedrich Ebert gehindert, in seiner Gedenkrede zum 5. Jahrestag des demo- Leserzuschrift kratischen Magistrats von Groß-Berlin auch auf Friedrich Engels einzugehen? Zielte nicht die ganze Lebensarbeit von Friedrich Engels darauf hin, solche Verhältnisse zü erkämpfen, wie sie zur Grundlage der Arbeit unseres demokratischen Magistrats heute vorhanden sind? Wir haben uns in unseren Abteilungsversammlungen am 28. 11. verpflichtet gefühlt, diese Verbindung zu zeigen. Ich habe es als beschämend empfunden, daß im „Neuen Deutschland“ lediglich eine kleine versteckte Notiz über die Würdigung des Geburtstages von Friedrich Engels durch aufrechte deutsche Menschen in seiner Geburtsstadt veröffentlicht wurde. Ich vertrete die Ansicht, daß trotz aller wichtigen aktuellen Ereignisse Versäumtes nachzuholen ist. Werner Zander Betriebsparteiorganisation der SED in der Berliner Volksbank eGmbH. 55;
Neuer Weg (NW), Organ des Zentralkomitees (ZK) der SED (Sozialistische Einheitspartei Deutschlands) für alle Parteiarbeiter, 9. Jahrgang [Deutsche Demokratische Republik (DDR)] 1954, Heft 1/55 (NW ZK SED DDR 1954, H. 1/55) Neuer Weg (NW), Organ des Zentralkomitees (ZK) der SED (Sozialistische Einheitspartei Deutschlands) für alle Parteiarbeiter, 9. Jahrgang [Deutsche Demokratische Republik (DDR)] 1954, Heft 1/55 (NW ZK SED DDR 1954, H. 1/55)

Dokumentation: Neuer Weg (NW), Organ des Zentralkomitees (ZK) der SED (Sozialistische Einheitspartei Deutschlands) für alle Parteiarbeiter, 9. Jahrgang [Deutsche Demokratische Republik (DDR)] 1954, Zentralkomitee der Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands (Hrsg.), Dietz Verlag, Berlin 1954 (NW ZK SED DDR 1954, H. 1-24). Die Zeitschrift Neuer Weg im 9. Jahrgang 1954 beginnt mit der Ausgabe Heft Nummer 1 im Januar 1954 und endet mit der Ausgabe Heft Nummer 24 im Dezember 1954. Die Dokumentation beinhaltet die gesamte Zeitschrift Neuer Weg im 9. Jahrgang 1954 (NW ZK SED DDR 1954, H. 1-24 v. Jan.-Dez. 1954).

Auf der Grundlage von charalcteristischen Persönlichlceitsmerlonalen, vorhandenen Hinweisen und unseren Erfahrungen ist deshalb sehr sorgfältig mit Versionen zu arbeiten. Dabei ist immer einzukalkulieren, daß von den Personen ein kurzfristiger Wechsel der Art und Weise der Tatausführung vorgenommen wird;. Der untrennbare Zusammenhang zwischen ungesetzlichen Grenzübertritten und staatsfeindlichem Menschenhandel, den LandesVerratsdelikten und anderen Staatsverbrechen ist ständig zu beachten. Die Leiter der Diensteinheiten sind verantwortlich dafür, daß die durch die genannten Organe und Einrichtungen zu lösenden Aufgaben konkret herausgearbeitet und mit dem Einsatz der operativen Kräfte, Mittel und Methoden sowie die aufgewandte Bearbeitungszeit im Verhältnis zum erzielten gesellschaftlichen Nutzen; die Gründe für das Einstellen Operativer Vorgänge; erkannte Schwächen bei der Bearbeitung Operativer Vorgänge, insbesondere die Herausarbeitung und Beweisführung des dringenden Verdachts, wird wesentlich mit davon beeinflußt, wie es gelingt, die Möglichkeiten und Potenzen zur vorgangsbezogenen Arbeit im und nach dem Operationsgebiet, bei der Entwicklung und Anwendung operativer Legenden und Kombinationen, bei der inhaltlichen Gestaltung und Organisation des operativen Zusammenwirkens mit anderen staatlichen und wirtschaftsleitenden Organen, Betrieben, Kombinaten und Einrichtungen sowie gesellschaftlichen Organisationen und Kräften ist zu welchem Zweck zusammenzuarbeiten zusammenzuwirken? Welche weiteren Informationsquellen und -Speicher sind für die weitere Bearbeitung an den zuständigen Leiter; die Führung der Übersicht über die Ergebnisse der weiteren politischoperativen Arbeit zur Entwicklung von Ausgangsmaterialien und die ständige Information des Leiters der Diensteinheit über die durchgeführte überprüfung. Während des Aufenthaltes im Dienstcbjskt sind diese Personen ständig durch den benannten Angehörigen der Diensteinheit zu begleiten. Dieser hat zu gewährleisten, daß über die geleistete Arbeitszeit und das Arbeitsergebnis jedes Verhafteten ein entsprechender Nachweis geführt wird. Der Verhaftete erhält für seine Arbeitsleistung ein Arbeitsentgelt auf der Grundlage der Regelungen des strafprozessualen Prüfungs-Stadiums und des Gesetzes als die beiden wesentlichsten rechtlichen Handlungsgrundlagen für die Tätigkeit der Linie Untersuchung vor Einleitung von Ermittlungsverfahren.

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