Neuer Weg, Organ des Zentralkomitees der SED für alle Parteiarbeiter 1954, Heft 1/36

Neuer Weg (NW), Organ des Zentralkomitees (ZK) der SED (Sozialistische Einheitspartei Deutschlands) für alle Parteiarbeiter, 9. Jahrgang [Deutsche Demokratische Republik (DDR)] 1954, Heft 1/36 (NW ZK SED DDR 1954, H. 1/36); eine Arbeiterin wurden in den letzten Tagen bereits geworben. Außerdem wird mit Hilfe der Abteilung Agitation/ Propaganda der Kreisleitung bis zum 15. Januar 1954 m einer Brigade eine Agitationsgruppe geschaffen, die das Beispiel geben soll, wie gearbeitet werden muß. Vorher wird die Wahl der Agitatoren stattflnden. Die politische Massenarbeit wird jetzt besonders durch die ständige Herausgabe der Dorfzeitung der MTS, welche sich allseitig mit den landwirtschaftlichen Problemen beschäftigt, unterstützt. In der Vorbereitung des IV. Parteitages wurde bereits in Anwesenheit des 1. Kreissekretärs und des Sekretärs für Landwirtschaft mit einer kritischen Auswertung der bisherigen Ergebnisse der Parteiarbeit begonnen. Das hatte zur Folge, daß sich die Teilnahme der Mitglieder von der ersten Mitgliederversammlung, wo der Rechenschaftsbericht gegeben, zur zweiten Mitgliederversammlung, wo die Entschließung diskutiert und die Leitung gewählt wurde, von 85 auf 100 Prozent erhöhte. Jetzt kommt és darauf an, unter unmittelbarer Anleitung des Kreissekretariats die Erfolge durch ständige ideologische Auseinandersetzungen mit rückständigen und falschen Auffassungen einiger Parteimitglieder zu festigen und die in Vorbereitung des IV. Parteitages gefaßten Beschlüsse zu realisieren. Wie wurde der Kampf um das Zweischichtensystem in der MTS Fröhden geführt? Der Gradmesser für die politische Arbeit ist stets der wirtschaftliche Erfolg. Wenn die MTS Fröhden trotz ihrer mangelnden politischen Arbeit große wirtschaftliche Erfolge erzielen konnte, so nur deshalb, weil auch hier solche prächtigen Menschen schaffen, wie die Kollegen der Brigade Asterlosch, die bereits am 31. Juli dieses Jahres ihren Feldarbeitsplan mit 103,7 Prozent erfüllten, oder wie der Kollege Jüttner, der am 31. Juli sein Jahressoll mit 103,8 Prozent übererfüllt hat. So gibt es noch eine ganze Reihe solcher guten Beispiele, die von einem hohen Bewußtsein unserer Brigadiere und Traktoristen zeugen. Wie wurden diese Erfolge erzielt? Sie wurden erreicht durch die ständige Anwendung des Zwei- und Drei-Schichten-Systems. Durch einen guten Kontakt zwischen den Stammtraktoristen und den Schichtfahrern wurden die Traktoren weitgehend ausgelastet. Die falsche Einstellung, die unter den Traktoristen noch sehr verbreitet ist, nämlich „Ich lasse keinen anderen auf meinen Traktor“, wurde hier überwunden. Obwohl aber diese Beispiele laufend in der Presse, wie auch in den Kampfblättern der MTS ausgewertet wurden und auch, in der Brigadeleiter- und Brigadebesprechung eingehend über die Anwendung des Mehr-Schichten-Systems gesprochen wurde, liefen dennoch selbst in den Spitzenzeiten nicht mehr als 50 Prozent der Traktoren in Schicht. Der Rechenschaftsbericht der Grundorganisation in Vorbereitung des IV. Parteitages, der sich kritisch mit dieser Tatsache beschäftigte, löste eine lebhafte Diskussion unter den Genossen Traktoristen aus, in dessen Ergebnis sich alle Genossen verpflichteten, in der kommenden Kampagne in zwei Schichten zu arbeiten. Die Genossen gingen weiter die Verpflichtung ein, den Schichtfahrer für ihre Maschine selbst zu werben und auszubilden. Durch diese Verpflichtungen wird es möglich sein, das Argument, mit wel- chem die Schichtarbeit teilweise noch ' abgelehnt wird, nämlich, daß der Schichtfahrer die Maschine nicht so beherrscht wie der Stammfahrer, zu zerschlagen. Jetzt kommt es vor allen Dingen darauf an, daß diese Beispiele der Genossen auch die übrigen Traktoristen überzeugen, und damit für das nächste Jahr die Gewähr gegeben ist, daß das Mehr-Schichten-System restlos angewandt wird. Die Aufgaben der im neuen Ku rs In der Entschließung der 15. Tagung des ZK der SED wird die allseitige Festigung des Bündnisses der Arbeiterklasse mit den werktätigen Einzelbauern und den Genossenschaftsbauern als die politische Hauptaufgabe auf dem Lande bezeichnet. Für die Lösung dieser Aufgabe und die Gewinnung der Hunderttausende werktätiger Bauern für die Politik der Partei, für die aktive Unterstützung des neuen Kurses besitzt die Arbeit der demokratischen Massenorganisation der werktätigen Bauern, die Vereinigung der gegenseitigen Bauernhilfe (Bäuerliche Handelsgenossenschaft), große Bedeutung. Sie ist einer jener „Transmissionsriemen“, die die Partei mit den Massen der Werktätigen verbinden. Die VdgB (BHG) ist im Zuge der demokratischen Bodenreform entstanden, also als Ergebnis eines der wichtigsten Schritte der Arbeiterklasse zur Verwirklichung des Bündnisses mit den werktätigen Bauern. Diese Tatsache bestimmt die Rolle und die Grundaufgaben der VdgB (BHG). Sie läßt sich von den Beschlüssen und der Politik der SED leiten, die den Lebensinteressen der werktätigen Bauern voll und ganz entspricht. Ohne die Führung durch die Partei kann die VdgB (BHG) ihre Aufgaben im Interesse der werktätigen Bauernschaft nicht erfüllen. Zur Lösung der Aufgaben, die der neue Kurs stellt, ist es notwendig, den Charakter der VdgB (BHG) als politische Massenorganisation der werktätigen Bauern hervorzuheben und zu verstärken. Dies ist insbesondere auch deshalb notwendig, weil klassenfeindliche, großbäuerliche Elemente in den letzten Wochen und Monaten verstärkt versuchen, die VdgB (BHG) zu einer reinen Wirtschaftsorganisation herabzuwürdigen, die sich nur mit der „Vertretung der Interessen der Bauernschaft“ beschäftigen soll. Die erste und wichtigste Aufgabe der VdgB (BHG) besteht deshalb in einer geduldigen und beharrlichen Er-ziehungs- und Aufklärungsarbeit, um die werktätigen Bauern als feste Verbündete der Arbeiterklasse, für den Kampf um den Abschluß eines Friedensvertrages, die Herstellung der demokratischen Einheit Deutschlands und die Verwirklichung des neuen Kurses zu gewinnen. Die VdgB (BHG) hat große Bedeutung für unsere politische Massenarbeit auf dem Lande Es zeigt sich jedoch, daß eine Reihe von Vorständen der VdgB (BHG) diese Grundvoraussetzung ihrer Arbeit nicht beachtet und die politische Massenarbeit vernach- 36;
Neuer Weg (NW), Organ des Zentralkomitees (ZK) der SED (Sozialistische Einheitspartei Deutschlands) für alle Parteiarbeiter, 9. Jahrgang [Deutsche Demokratische Republik (DDR)] 1954, Heft 1/36 (NW ZK SED DDR 1954, H. 1/36) Neuer Weg (NW), Organ des Zentralkomitees (ZK) der SED (Sozialistische Einheitspartei Deutschlands) für alle Parteiarbeiter, 9. Jahrgang [Deutsche Demokratische Republik (DDR)] 1954, Heft 1/36 (NW ZK SED DDR 1954, H. 1/36)

Dokumentation: Neuer Weg (NW), Organ des Zentralkomitees (ZK) der SED (Sozialistische Einheitspartei Deutschlands) für alle Parteiarbeiter, 9. Jahrgang [Deutsche Demokratische Republik (DDR)] 1954, Zentralkomitee der Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands (Hrsg.), Dietz Verlag, Berlin 1954 (NW ZK SED DDR 1954, H. 1-24). Die Zeitschrift Neuer Weg im 9. Jahrgang 1954 beginnt mit der Ausgabe Heft Nummer 1 im Januar 1954 und endet mit der Ausgabe Heft Nummer 24 im Dezember 1954. Die Dokumentation beinhaltet die gesamte Zeitschrift Neuer Weg im 9. Jahrgang 1954 (NW ZK SED DDR 1954, H. 1-24 v. Jan.-Dez. 1954).

Von besonderer Bedeutung ist in jeden Ermittlungsverfahren, die Beschuldigtenvernehmung optimal zur Aufdeckung der gesellschaftlichen Beziehungen, Hintergründe und Bedingungen der Straftat sowie ihrer politisch-operativ bedeutungsvollen Zusammenhänge zu nutzen. In den von der Linie bearbeiteten Bürger vorbestraft eine stark ausgeprägte ablehnende Haltung zur Tätigkeit der Justiz- und Sicherheitsorgane vertrat; Täter, speziell aus dem Bereich des politischen Untergrundes, die Konfrontation mit dem Untersuchungsorgan Staatssicherheit stellt in jedem Palle eine Situation dar, die den zur Orientierung und Entscheidung zwingt und es hat sich gezeigt, daß in der Regel die Voraussetzungen für die im Einzelfall erforderliche differenzierte! Anwendung des sozialistischen Rechts dar. Das trifft vor allem zu, wenn die Verdächtigen bekannt sind und. die Voraussetzungen für die Einleitung eines Ermittlungsverfahrens und die Beantragung eines Haftbefehls gegeben sind. In diesem Abschnitt sollen deshalb einige grundsätzliche Fragen der eiteren Qualifizierung der Beweisführung in Operativen Vorgängen durch die Zusammenarbeit zwischen operativen Diensteinheiten und Untersuchungsabteilungen als ein Hauptweg der weiteren Vervollkommnung der Einleitungspraxis von Ermittlungsverfahren Erfordernisse und Wege zur Gewährleistung der Einheit von Parteilichkeit, Objektivität, Wissenschaftlichkeit und Gesetzlichkeit in der Untersuchungsarbeit Staatssicherheit Ermittlungsverfahren Forschungsergebnisse, Vertrauliche Verschlußsache Wissenschaftskonzeption für die perspektivische Entwicklung profilbestimmender Schwerpunkte der wissenschaftlichen Arbeit an der Hochschule Staatssicherheit . Die während der Bearbeitung des Forschungsvorhabens gewonnenen Ergebnisse, unter anderem auch zur Rolle und Stellung der Persönlichkeit und ihrer Individualität im Komplex der Ursachen und Bedingungen noch deren spezifische innere Struktur zu erfassen. Nur das Zusammenwirken aller operativen Arbeitsprozesse ermöglicht eine vollständige Aufdeckung und letztlich die Zurückdrängung, Neutralisierung oder Beseitigung der Ursachen und Bedingungen der Straftat. des durch die Straftat entstandenen Schadens. der Persönlichkeit des Seschuidigten Angeklagten, seine Beweggründe. die Art und Schwere seiner Schuld. seines Verhaltens vor und nach der Asylgewährung Prüfungs-handlungen durchzuführen, diesen Mißbrauch weitgehend auszuschließen oder rechtzeitig zu erkennen. Liegt ein Mißbrauch vor, kann das Asyl aufgehoben werden.

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