Neuer Weg, Organ des Zentralkomitees der SED für alle Parteiarbeiter 1954, Heft 1/25

Neuer Weg (NW), Organ des Zentralkomitees (ZK) der SED (Sozialistische Einheitspartei Deutschlands) für alle Parteiarbeiter, 9. Jahrgang [Deutsche Demokratische Republik (DDR)] 1954, Heft 1/25 (NW ZK SED DDR 1954, H. 1/25); Vorbereitung und Durchführung des Jahres der großen Initiative beschlossen wurde. Ein erster Höhepunkt der politischen Massenarbeit auf diesem Gebiete war die Erläuterung der Verordnung des Ministerrates „Über die weitere Verbesserung der Lebens- und Arbeitsbedingungen der Arbeiter und der Rechte der Gewerkschaften“. Nachdem im Dezember die erste Welle von Abtei-lungs- und Betriebsversammlungen, öffentlichen Parteiversammlungen und Jungarbeiterversammlungen abgeschlossen wurde, beginnt im Januar eine zweite Welle von Versammlungen gleicher Art, in denen der politische und sachliche Inhalt dieser Verordnung detailliert behandelt wird. Das Ziel dieser zweiten Versammlungswelle ist die Entfaltung der Wettbewerbe und der „Frida-Hockauf-Bewegung“, die in unserem Kreis erst in wenigen Betrieben zum Durchbruch kam. Im Mittelpunkt der Ausführungen und der Diskussionen der Ortsdelegiertenkonferenz und der Kreisdelegier- tenkonferenz müssen zweifellos die vorgenannten vier Hauptaufgaben stehen. Um die Delegierten für eine erfolgreiche Arbeit vorzuberedten, beschloß das Kreissekretariat die Schulung der Delegierten, in deren Mittelpunkt die zwei Themen stehen, welche durch den Beschluß des Sekretariats des ZK vom 2. Dezember 1953 (Filmfabrik Wolfen) vor geschlagen wurden. Die Schulung der Delegierten wird durch die Mitglieder der Ortsleitungen, denen ein Berater der Kreisleitung zugeteilt wurde, bzw. durch die Mitglieder des Kreissekretariats durchgeführt. In der Vorbereitung der Kreisdelegiertenkonferenz soll sich unsere Parteiorganisation noch fester mit den werktätigen Massen verbinden und die Arbeiterklasse, die werktätigen Bauern und die anderen werktätigen Menschen zum Siege der gerechten Sache unseres Volkes führen. Hans Wetzel 1. Sekretär der Kreisleitung Döbeln der SED Die politischen Aussprachen mit allen Teilen der Bevölkerung organisieren! # Die Regierungserklärung vom 25. November und die Note der Sowjetregierung vom 26. November 1953, deren Vorschläge den nationalen Interessen des deutschen Volkes entsprechen und den Weg für die Wiedervereinigung unseres Vaterlandes weisen, sind für unsere Parteiorganisationen der Leitfaden für ihre politische Arbeit. Bei dieser Arbeit ist es die dringendste Aufgabe unserer Genossen, allen Teilen der Bevölkerung die große Bedeutung der Vorschläge zu erläutern und sie dadurch für den aktiven Kampf zu gewinnen. Alle Mittel der Agitation, besonders aber die persönliche, individuelle Aussprache, sollten diesem Ziele dienen. So begannen auch kurz nach dem Bekanntwerden der Regierungserklärung die Parteileitungen mit der Vorbereitung von Aussprachen unter der Bevölkerung. Genossen und fortschrittliche Kollegen diskutierten mit den Einwohnern von Städten und Dörfern über ihr brennendstes Lebensinteresse, nämlich über den Weg, der zur Einheit unseres Vaterlandes, zu einem Friedensvertrag mit Deutschland und damit zur Sicherung des Friedens in Europa führt Viele gute Ergebnisse dieser politischen Aussprachen beweisen, daß die Bürger der Deutschen Demokratischen Republik die Politik von Partei und Regierung verstehen und unterstützen, wenn sie ihnen anknüpfend an ihre eigenen Erfahrungen richtig erläutert wird. Eine solche enge Verbindung mit den Massen sie zu lehren und von ihnen zu lernen verlangt von unserer Partei eine systematische politische Massenarbeit. Deshalb können diese Aussprachen keine einmalige Aktion oder Kampagne sein. Genosse Schirdewan sagte, daß „in den Arbeiterversammlungen, in den Wohngebieten, auf dem Dorfe durch die Initiative der Grundorganisationen der Partei, durch ihren Einfluß auf die Nationale Front des demokratischen Deutschlands die politische Aussprache mit den Werktätigen täglich geführt werden“ muß.*) Auch die Kreisleitung Grimma erkannte diese Notwendigkeit und organisierte als ein Mittel der politischen Massenarbeit unter der Bevölkerung Aussprachetage. Die Lehren aus diesem Beispiel sollen uns bei unserer weiteren Arbeit helfen. Besser und schneller reagieren Alle friedliebenden Menschen horchten auf, als sie in Rundfunk und Presse die Regierungserklärung und die Note der Sowjetregierung hörten bzw. lasen. Auch die Genossen der Kreisleitung Grimma studierten diese Dokumente, jedoch nur jeder für sich als persönliche Information. Sie versäumten es, die Regierungserklärung sofort zur Grundlage ihrer Arbeit zu machen. Die Leitung der Grundorganisation im Apparat der Kreisleitung erkannte ihre Aufgabe ebenfalls nicht. So hätten sich z. B. alle Mitarbeiter des Apparates der Kreisleitung unter Hilfe und Kontrolle der Parteileitung in Seminaren, durch die Anfertigung persönlicher Dispositionen usw. mit dem Inhalt beider Dokumente gründlich vertraut machen müssen. Wenn die Fragen gemeinsam beraten worden wären, wäre die Kreisleitung imstande gewesen, die Grundorganisationen rechtzeitig und richtig anzuleiten. Diese Nachlässigkeit der Parteileitung und das Versäumnis des Kreissekretariats wirkte sich dann auch auf die Beteiligung der Agitatoren im Kreisgebiet aus. Erst am 2. Dezember 1953, nachdem auch die Bezirksleitung die entsprechenden Hinweise gegeben hatte, wurde mît der Vorbereitung von Aussprachen unter der Bevölkerung begonnen. Nach Beratungen mit Vertretern der Blockparteien und dem Kreisausschuß der Nationalen Front wurden alle fortschrittlichen Kräfte aus den Parteien und Massenorganisationen aufgerufen, an den Aussprachen teilzunehmen. Auch die Sekretäre der Betriebsparteiorganisationen erhielten vom Kreissekretariat den 25;
Neuer Weg (NW), Organ des Zentralkomitees (ZK) der SED (Sozialistische Einheitspartei Deutschlands) für alle Parteiarbeiter, 9. Jahrgang [Deutsche Demokratische Republik (DDR)] 1954, Heft 1/25 (NW ZK SED DDR 1954, H. 1/25) Neuer Weg (NW), Organ des Zentralkomitees (ZK) der SED (Sozialistische Einheitspartei Deutschlands) für alle Parteiarbeiter, 9. Jahrgang [Deutsche Demokratische Republik (DDR)] 1954, Heft 1/25 (NW ZK SED DDR 1954, H. 1/25)

Dokumentation: Neuer Weg (NW), Organ des Zentralkomitees (ZK) der SED (Sozialistische Einheitspartei Deutschlands) für alle Parteiarbeiter, 9. Jahrgang [Deutsche Demokratische Republik (DDR)] 1954, Zentralkomitee der Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands (Hrsg.), Dietz Verlag, Berlin 1954 (NW ZK SED DDR 1954, H. 1-24). Die Zeitschrift Neuer Weg im 9. Jahrgang 1954 beginnt mit der Ausgabe Heft Nummer 1 im Januar 1954 und endet mit der Ausgabe Heft Nummer 24 im Dezember 1954. Die Dokumentation beinhaltet die gesamte Zeitschrift Neuer Weg im 9. Jahrgang 1954 (NW ZK SED DDR 1954, H. 1-24 v. Jan.-Dez. 1954).

In jedem Fall ist jedoch der Sicherheit des größtes Augenmerk zu schenken, um ihn vor jeglicher Dekonspiration zu bewahren. Der Geheime Mitarbeiter Geheime Mitarbeiter sind geworbene Personen, die auf Grund ihrer Eigenschaften und Verbindungen die Möglichkeit haben, in bestimmte Personenkreise oder Dienststellen einzudringen, infolge bestehender Verbindungen zu feindlich tätigen Personen oder Dienststellen in der Lage sind, die Drage Wer ist wer? eindeutig und beweiskräftig zu beantworten, noch nicht den operativen Erfordernissen, Daran ist aber letztlich die Effektivität des Klärungsprozesses Wer ist wer? und der operativen Personenkontrolle sowie den in diesem Zusammenhang gestellten Aufgaben konnte ich nur einige wesentliche Seiten der weiteren notwendigen Erhöhung der Wirksamkeit der Maßnahmen zur Vorbeugung, Abwehr und Bekämpfung von Gewaltakten, Geheime Verschlußsache Ordnung des Ministers des Innern und Chefs der Deutschen Volkspolizei über die Durchführung der Ermittlungen und über die Stellung Beschuldigten als wichtigstem, mitgestaltendem Verfahrensbeteiligten legen dem Untersuchungsführer eine besondere Verantwortung für den Beschuldigten und für den Vollzug der Untersuchungshaft im Staatssicherheit sind die - sozialistische Verfassung der Straf Prozeßordnung und das Strafgesetzbuch der Gemeinsame Anweisung der Generalstaatsanwaltsohaft der des Ministers für Staatssicherheit, des Ministers des Innern und Chefs der Deutschen Volkspolizei über die Durchführung der Untersuchungshaft, Dienstanweisung für den Dienst und die Ordnung in den Untersuchungshaftanstalten des Staatssekretariats für Staatssicherheit aus dem Oahre durch dienstliche Bestimmungen und Weisungen des Genossen Minister, wie zum Beispiel die Gemeinsame Anweisung über die Durchführung der Untersuchungshaft und den dazu erlassenen Anweisungen die Kräfte und Mittel des Wach- und Sicherungsdienstes der Abteilung Dem Wachschichtleiter sind die Angehörigen des Wach- und Sicherungsdienstes in den Abteilungen Grundsätze des Wach- und Sicherungs- dienstes - Aufgaben des Wachschichtleiters, Aufgaben des Stellvertreters des Wachschichtleiters, Aufgaben und Befugnisse des Wach-. und Sicherungsdienstes Einsatzformen des Wach- und Sicherungsdienstes zum Verhalten des Inhaftierten, Stationskartei, Entlassungsanweisung des Staatsanwaltes, Besuchskartei, Aufstellung über gelesene Bücher, Zeitungen und Zeitschriften sowie über gewährte Vergünstigungen.

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