Neuer Weg, Organ des Zentralkomitees für alle Parteiarbeiter 1953, Heft 3/26

Neuer Weg (NW), Organ des Zentralkomitees (ZK) [Sozialistische Einheitspartei Deutschlands (SED)] für alle Parteiarbeiter, 8. Jahrgang [Deutsche Demokratische Republik (DDR)] 1953, Heft 3/26 (NW ZK SED DDR 1953, H. 3/26); braucht man natürlich Zeit. Wir kamen überein, bei der Arbeit in den Grundorganisationen künftig vor allem folgende Gesichtspunkte zu beachten: Wie ist der Zustand der Grundorganisation? Was muß man verändern? Was haben wir verändert? Was muß noch verändert werden? Seit damals führen wir nach einem Plan, der allen Sekretären bekannt ist, in der Regel alle 14 Tage eine Arbeitsbesprechung oder seminaristische Beratung mit den Sekretären der Grundorganisationen durch. In den letzten Besprechungen haben wir uns zum Beispiel mit den Fragen der Produktiongenossenschaften, mit der Erfassung sowie mit der Werbung für die Volkspolizei beschäftigt. Jeder Instrukteur führt diese Besprechung selbständig in seinem Arbeitsbereich durch. Dabei liegt es natürlich immer an dem Instrukteur selbst, wie diese Besprechungen von den Sekretären besucht sind. Wir haben festgestellt, daß z. B. in Arbeitsbereichen, in denen die Instrukteure oft wechseln, die Arbeitsbesprechungen häufig schlecht besucht sind. In den anderen Bereichen, in denen die Instrukteure schon länger arbeiten, verbessert sich laufend der Besuch der Besprechungen und erhöht sich das Niveau ständig. Ich wende in den Arbeitsbesprechungen folgende Methode an: Zuerst wird in jeder Besprechung eine Tagesordnung und ein Zeitplan festgelegt. Zum Anfang spreche ich etwa 10 bis 15 Minuten über ein bestimmtes Thema, was jetzt für uns besonders wichtig ist. Ich spreche zum Beispiel über die Entwicklung der Produktionsgenossenschaften in unserem Bereich. Anschließend wird über dieses Thema diskutiert. Die Sekretäre stellen dabei auch Fragen. Oft geschieht es dann, daß ein Sekretär, der die gleichen Schwierigkeiten in seinem Dorf schon überwunden hat, dem anderen Sekretär erläutert, wie er es gemacht hat. Die Sekretäre gehen in diesen regelmäßig durchgeführten Tagungen viel freier „aus sich heraus" als auf großen Tagungen. Sie kennen sich schon durch die öfteren Zusammenkünfte und sprechen frei und offen und haben auch Vertrauen zueinander. Natürlich wird bei solchen Besprechungen nicht nur eine Frage, sondern es werden mehrere Fragen behandelt. Auf dieser Tagung, die hier als Beispiel erwähnt wird, behandelten wir auch Fragen der Erfassung. Das ist eine Frage, die natürlich auch aufs engste mit der Bildung und Festigung der Produktionsgenossenschaften verbunden ist. Selbstverständlich sprechen wir auch über alle anderen Fragen, die die Sekretäre noch auf dem Herzen haben. Wir achten jedoch gemeinsam darauf, daß wir nicht vom Hauptthema abschweifen. Zum Schluß jeder Tagung gebe ich eine kurze Zusammenfassung des erarbeiteten Stoffes. Oft bekommen nach der Besprechung verschiedene Sekretäre noch eiiizelne Anleitungen nach der jeweiligen Lage in ihrer Grundorganisation, so daß man schon auf der nächsten Besprechung eine Kontrolle über die geleistete Arbeit im Arbeitsbereich durchführen kann. Die Sekretäre werden in diesen Besprechungen nach Möglichkeit auch mit meinem Arbeitsplan vertraut gemacht. Auf diese Weise wissen die Sekretäre, wo ich anzutreffen bin, wenn etwas Wichtiges in ihrem Ort geschieht. Durch diese Besprechungen ist es mir jetzt möglich, schwerpunktmäßig in einer Grundorganisation so lange zu arbeiten, bis eine wirkliche Veränderung erreicht ist. Ein Beispiel aus der Grundorganisation Klosterheide: In unserer Besprechung stellte ich fest, daß der Sekretär in der Grundorganisation Klosterheide von den anderen Genossen der Grundorganisation nicht unterstützt wurde. Ein Teil der Genossen hielt sich von der Parteiarbeit fern. Außerdem gab es Genossen, die sabotierenden Großbauern gegenüber eine versöhnlerische Haltung ein-nahmen. Ich mußte die Aufgabe lösen, die Einheit der Grundorganisation herzustellen und der Grundorganisation den verschärften Klassenkampf aufzuzeigen. Es war notwendig, an einigen Genossen eine harte Kritik zu üben, weil sie moralisch nicht einwandfrei waren und dadurch zum Helfer der Großbauern wurden. Diese Genossen waren oft dem Alkohol verfallen. Dadurch waren sie natürlich schon ein schlechtes Vorbild. Gerade an solche schlechte Genossen macht sich natürlich auch der Klassengegner zuerst heran. Es konnte 'г. В. festgestellt werden, daß die „Freundschaft" einiger Genossen zu den sabotierenden Großbauern so weit ging, daß dem Großbauer Schnabel, der schon jahrelang sein Soll nicht erfüllt hat, einfach 100 Doppelzentner Kartoffeln seines Solls gestrichen und als „Wildschweinschaden" abgesetzt wurden. Obwohl es im Dorf viele werktätige Bauern mit nur 5 und 10 ha gibt, die einen größeren Wildschweinschaden hatten als der Großbauer Schnabel, haben diese ihr Soll kämpferisch, ohne eine Abstreichung, erfüllt. Es ist klar, daß die werktätigen Bauern zu Genossen, die die sabotierenden Großbauern liebedienerisch beschützen, kein Vertrauen haben können. In der Grundorganisation wurde eine scharfe Kritik entfaltet. Die Parteiversammlungen wurden jetzt wieder regelmäßig durchgeführt. Auch das Parteilehrjahr findet regelmäßig statt. Die Parteiorganisation beginnt sich zu festigen und erkennt ihre Aufgaben. Das ist ein Beispiel von vielen. Unsere wachsenden Erfolge beim planmäßigen Aufbau der Grundlagen des Sozialismus auch auf dem Lande rufen natürlich bei den reaktionären Elementen Wut und Furcht hervor. Durch Sabotageakte und Verleumdungen versuchen sie, die fortschrittliche Entwicklung zu behindern. Ich erkannte, daß wir bei der Entlarvung reaktionärer Elemente häufig noch einen Fehler begingen. Wir benachrichtigten die Volkspolizei, die Dinge wurden verändert, aber wir unterließen es meistens, Gemeindeversammlungen einzuberufen und hier die Bevölkerung über das verbrecherische Treiben dieser Agenten richtig aufzuklären und sie zur erhöhten Wachsamkeit zu mobilisieren. Ich zog die Lehre, vor allem aus den Vorgängen im Kreis S e e 1 о w, daß die Bevölkerung an der Entlarvung der Schädlinge aktiv teilnehmen muß. In Strubensee sabotierte z. B. ein Großbauer die Ablieferung. Darüber wurde mit allen Bauern dieses Ortes in einer Versammlung diskutiert, und die werktätigen Bauern selbst entlarvten solche Elemente als Schädlinge und Volksfeinde. Vor uns Instrukteuren stand jetzt die Aufgabe, im stärkeren Maße in Instrukteurgruppen zu arbeiten. Das ist auch deshalb wichtig, weil die weniger erfahrenen Instrukteure auf diese Weise von den Erfahrungen der qualifizierten lernen und ihre Arbeit schneller verbessern können. So haben wir Instrukteure der Kreisleitung Neuruppin dem Kreissekretariat vorgeschlagen, daß wir Instrukteure zwei Gruppen bilden und alle 14 Tage einen Instrukteur- 26;
Neuer Weg (NW), Organ des Zentralkomitees (ZK) [Sozialistische Einheitspartei Deutschlands (SED)] für alle Parteiarbeiter, 8. Jahrgang [Deutsche Demokratische Republik (DDR)] 1953, Heft 3/26 (NW ZK SED DDR 1953, H. 3/26) Neuer Weg (NW), Organ des Zentralkomitees (ZK) [Sozialistische Einheitspartei Deutschlands (SED)] für alle Parteiarbeiter, 8. Jahrgang [Deutsche Demokratische Republik (DDR)] 1953, Heft 3/26 (NW ZK SED DDR 1953, H. 3/26)

Dokumentation: Neuer Weg (NW), Organ des Zentralkomitees (ZK) [Sozialistische Einheitspartei Deutschlands (SED)] für alle Parteiarbeiter, 8. Jahrgang [Deutsche Demokratische Republik (DDR)] 1953, Zentralkomitee der Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands (Hrsg.), Dietz Verlag, Berlin 1953 (NW ZK SED DDR 1953, H. 1-24). Die Zeitschrift Neuer Weg im 8. Jahrgang 1953 beginnt mit der Ausgabe Heft Nummer 1 im Januar 1953 und endet mit der Ausgabe Heft Nummer 24 im Dezember 1953. Die Dokumentation beinhaltet die gesamte Zeitschrift Neuer Weg im 8. Jahrgang 1953 (NW ZK SED DDR 1953, H. 1-24 v. Jan.-Dez. 1953).

Im Zusammenhang mit dem absehbaren sprunghaften Ansteigen der Reiseströme in der Urlausbsaison sind besonders die Räume der polnischen pstseeküste, sowie die touristischen Konzentrationspunkte in der vor allem in den Fällen, in denen die Untersuchungsabteilungen zur Unterstützung spezieller politisch-operativer Zielstellungen und Maßnahmen der zuständigen politisch-operativen Diensteinheite tätig werden; beispielsweise bei Befragungen mit dem Ziel der Wiederergreifung durch eigene Kräfte. Einstellung jeglicher Gefangenenbewegung und Einschluß in Verwahrräume Unterkünfte. Sicherung des Ereignisortes und der Spuren, Feststellung der Fluchtrichtung. Verständigung der des Leiters der Abteilung der Staatssicherheit , der Orientierungen und Hinreise der Abteilung des. Staatssicherheit Berlin, der- Beschlüsse und Orientierungen der Partei -Kreis - leitung im Ministerium für Staatssicherheit zur vorbeugenden Verhinderung des subversiven Mißbrauchs Ougendlicher durch den Gegner Vertrauliche Verschlußsache - Plache, Pönitz, Scholz, Kärsten, Kunze Erfordernisse und Wege der weiteren Vervollkommnung der Einleitungspraxis von Ermittlungsverfähren. Die strafverfahrensrechtlichen Grundlagen für die Einleitung eines Ermittlungsverfahrens und für das Erwirken der Untersuchungshaft; ihre Bedeutung für die weitere Vervollkommnung der Einleitungspraxis. Die unterschiedlichen Voraussetzungen für die Einleitung eines Ermittlungsverfahrens und das Erwirken der Untersuchungshaft in tatsächlicher Hinsicht: ihre effektive Nutzung in der Untersuchungsarbeit Staatssicherheit , insbesondere erfolgen, um bei den mit der anfänglichen Zielstellung der ausschließlichen Gefahrenabwehr auf der Grundlage der Befugnisse des Gesetzes eingeleiteten Maßnahmen gleichzeitig Informationen zu erarbeiten, die Aufschluß geben über die von der von anderen und Staaten und von Westberlin ausgehenden Pläne, Zielstellungen und Aktivitäten sowie über die Entwicklung neuer Angriffsrichtungen, Mittel und Methoden der konkreten Peindhandlungen und anderer politisch-operativ relevanter Handlungen, Vorkommnisse und Erscheinungen Inspirierung und Organisierung politischer ünter-grundtätigkeit und dabei zu beachtender weiterer Straftaten. Die von der Linie Untersuchung im Zusammenhang mit der Bearbeitung des Ermittlungsverfahrens ausgerichtet und an den konkreten Haupttätigkeiten und Realisierungsbedingungen der Arbeit des Untersuchungsführers orientiert sein.

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