Neuer Weg, Organ des Zentralkomitees für alle Parteiarbeiter 1953, Heft 19/31

Neuer Weg (NW), Organ des Zentralkomitees (ZK) [Sozialistische Einheitspartei Deutschlands (SED)] für alle Parteiarbeiter, 8. Jahrgang [Deutsche Demokratische Republik (DDR)] 1953, Heft 19/31 (NW ZK SED DDR 1953, H. 19/31); 'oduktionsgenossenschaften diskutieren soll. Diese Methode hat sich in der bisherigen Arbeit der Parteiorganisation i ocucha gut bewährt. Besonderes Augenmerk sollen die Parteiorganisationen in den Produktionsgenossenschaften auf die erzieherische Wirkung gegenüber allen Genossenschaftsmitgliedern, insbesondere aber bei den Genossen legen. Die Genossen müssen allen Mitgliedern Vorbild sein. In der Produktionsgenossenschaft „Einheit“ in Beucha wird ständig an dieser Aufgabe gearbeitet. Der Genosse Georg Heine hat zum Beispiel, um seine Arbeitsnorm überzuerfüllen und mehr Arbeitseinheiten angerechnet zu erhalten, den Dünger nicht sorgfältig mit der Maschine gestreut und oft kleine Steifen liegenlassen. Die Parteileitung hat sich daraufhin mit der Arbeit des Genossen Heine beschäftigt und ihm seine Aufgaben als Genossenschaftsmitglied, besonders aber als Genosse, klargemacht. Seitdem verrichtet Genosse Heine eine gute Arbeit. Einen konsequenten Kampf müssen die Parteiorganisationen in den Produktionsgenossenschaften gegen die Gleichmacherei führen, um eine gerechte Verteilung der Einkünfte zu gewährleisten. Immer wieder zeigt sich, daß in vielen Genossenschaften das Leistungsprinzip nicht eingehalten wird, daß gleichmäßig für jedes Mitglied, das an der genossenschaftlichen Arbeit teilnimmt, täglich eine Arbeitseinheit angeschrieben wird, ganz gleich, ob es viel oder wenig geleistet, gut oder schlecht gearbeitet hat. Das ist eine sehr gefährliche Tendenz, die einmal die richtige und schnelle Durchführung der genossenschaftlichen Arbeiten stark hemmt und außerdem unweigerlich zu ernsten Auswirkungen bei der späteren Verteilung der Einkünfte führen muß. Denn welches Genossenschaftsmitglied wollte wohl für höhere Leistungen keinen Anspruch an einen höheren Anteil der genossenschaftlichen Einkünfte stellen? Jedes Mitglied strebt danach, seine Einkünfte zu erhöhen und erwartet deshalb, daß seine Arbeit und seine Leistungen gerecht bewertet werden. Doch auch solche Erscheinungen, daß Vorsitzende oder Brigadiere für die ihnen von der Mitgliederversammlung übertragenen wichtigen Aufgaben keine zusätzliche Arbeitseinheiten angerechnet erhalten sollen, treten oft auf. Auch diese Form der Gleichmacherei muß die Parteiorganisation entschieden bekämpfen. Wie sollte wohl sonst die persönliche Verantwortlichkeit von Vorsitzenden und Brigadieren gefördert werden? In der Landwirtschaftlichen Produktionsgenossenschaft „Fortschritt“ in Brehna, Kreis Bitterfeld, die 194 Mitglieder zählt und 700 Hektar Land bewirtschaftet, kritisierten beispielsweise einige Mitglieder, daß die monatliche Anrechnung von 55 Arbeitseinheiten für den Vorsitzenden und 40 Arbeitseinheiten für die Brigadiere zu hoch sei. Solche Argumente einiger Mitglieder muß die Parteiorganisation sehr sorgfältig prüfen, sich dabei aber davon leiten lassen, daß die verantwortliche Tätigkeit der Brigadiere und des Vorsitzenden, die eine hohe Qualifikation erfordert, dementsprechend bewertet werden muß. Darüber müssen die Genossen mit allen Mitgliedern der LPG gründlich diskutieren und sie davon überzeugen, daß eine gute Arbeit der Brigadiere und des Vorsitzenden sehr ausschlaggebend für die Steigerung der genossenschaftlichen Produktion ist und zu höheren Einnahmen der Genossenschaft führt. Gerade die Erhöhung der Produktion, die Ausschöpfung aller vorhandenen Möglichkeiten zur Ertragssteigerung im Stall und auf dem Feld, ist ein wesentlicher Grundsatz zur Festigung der genossenschaftlichen Wirtschaft, von dem sich die Parteiorganisation in ihrer Arbeit leiten lassen muß. Wie eine Parteiorganisation auch in dieser Hinsicht richtig arbeitet, zeigt ein kleines Beispiel aus der Produktionsgenossenschaft „Fortschritt“ in Kattersnaundorf, Kreis Delitzsch. Aus dieser Genossenschaft wurde der frühere Viehzuchtbrigadier Karl Waack von der Mitgliederversammlung ausgeschlossen, weil er trotz wiederholter Kritik seine Aufgaben in einem Maße vernachlässigte, daß die Genossenschaft von seiner Mitgliedschaft keinen Nutzen mehr hatte. Das ausgeschlossene Mitglied hat später jedoch seine Fehler eingesehen und die Parteileitung mehrmals um die Wiederaufnahme in die Genossenschaft gebeten. Die Parteileitung stand hier vor einer schweren Entscheidung. Es stand für sie fest, daß eine Wiederaufnahme in die Genossenschaft falsch sei. Die Parteileitung wußte aber auch, daß er allein auf seiner Wirtschaft nicht fertig werden würde, daß die Genossenschaft die Felder späterhin doch wieder in Bewirtschaftung nehmen müßte, allerdings in einem schlechten Kulturzustand. Dadurch aber würden Verluste für die Genossenschaft und alle Mitglieder entstehen. Das mußte also vermieden werden. Deshalb hat die Parteiorganisation beschlossen, sein Land weiterhin genossenschaftlich zu bewirtschaften, ihn selbst aber vorerst nicht wieder als Mitglied aufzunehmen. Es wurde ihm jedoch die Möglichkeit gegeben, in der Genossenschaft weiterhin zu arbeiten und zu beweisen, daß er den ehrlichen Willen hat, sein Bestes für die Genossenschaft zu geben. Eine Parteiorganisation, die so arbeitet, die ständig danach trachtet, die Interessen der Genossenschaft mit den persönlichen Interessen ihrer Mitglieder in Einklang zu bringen, schafft eine reale Grundlage für gerechte Verteilung der Einkünfte. Die unmittelbare Verteilung der Geld- und Naturaleinkünfte entsprechend dem Statut wird dann keine größeren Schwierigkeiten mehr machen. Notwendig ist jedoch, daß die Parteiorganisation ständig über die richtige Eintragung der von jedem Mitglied geleisteten Arbeitseinheiten in der Buchhaltung wacht. Sie muß auch dafü sorgen, daß sich alle Mitglieder jederzeit davon überzeugen können, daß alles, was sie erarbeitet haben, ihnen richtig angerechnet wird. Es empfiehlt sich als sehr zweckmäßig, in jeder Genossenschaft eine Tafel anzubringen, auf der immer eingetragen wird, wieviel Arbeitseinheiten jedes Mitglied geleistet hat. Dadurch wird vermieden, daß unter den Mitgliedern gegenseitiges Mißtrauen entsteht und gleichzeitig erreicht, daß sich jedes Mitglied davon überzeugen kann, ob ihm seine Leistungen richtig angerechnet werden. In einer Genossenschaft, in der es keine Geheimniskrämerei gibt, in der die Mitglieder jederzeit ihre Leistungen mit den Leistungen anderer Mitglieder vergleichen können, wird sich das Vertrauen unter den Mitgliedern und zur Genossenschaft festigen, wird sich ein gesunder und ehrlicher Wettbewerb entfalten. Das sind die wichtigsten Grundsätze, von denen sich die Parteiorganisationen in den Landwirtschaftlichen Produktionsgenossenschaften bei der Verteilung der Einkünfte leiten lassen müssen, dann werden sie sich das Vertrauen und die Achtung aller Mitglieder erwerben. Hans Spieckermann 31;
Neuer Weg (NW), Organ des Zentralkomitees (ZK) [Sozialistische Einheitspartei Deutschlands (SED)] für alle Parteiarbeiter, 8. Jahrgang [Deutsche Demokratische Republik (DDR)] 1953, Heft 19/31 (NW ZK SED DDR 1953, H. 19/31) Neuer Weg (NW), Organ des Zentralkomitees (ZK) [Sozialistische Einheitspartei Deutschlands (SED)] für alle Parteiarbeiter, 8. Jahrgang [Deutsche Demokratische Republik (DDR)] 1953, Heft 19/31 (NW ZK SED DDR 1953, H. 19/31)

Dokumentation: Neuer Weg (NW), Organ des Zentralkomitees (ZK) [Sozialistische Einheitspartei Deutschlands (SED)] für alle Parteiarbeiter, 8. Jahrgang [Deutsche Demokratische Republik (DDR)] 1953, Zentralkomitee der Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands (Hrsg.), Dietz Verlag, Berlin 1953 (NW ZK SED DDR 1953, H. 1-24). Die Zeitschrift Neuer Weg im 8. Jahrgang 1953 beginnt mit der Ausgabe Heft Nummer 1 im Januar 1953 und endet mit der Ausgabe Heft Nummer 24 im Dezember 1953. Die Dokumentation beinhaltet die gesamte Zeitschrift Neuer Weg im 8. Jahrgang 1953 (NW ZK SED DDR 1953, H. 1-24 v. Jan.-Dez. 1953).

In enger Zusammenarbeit mit der Juristischen Hochschule ist die weitere fachliche Ausbildung der Kader der Linie beson ders auf solche Schwerpunkte zu konzentrieren wie - die konkreten Angriffsrichtungen, Mittel und Methoden des gegnerischen Vorgehens ist das politischoperative Einschätzungsvermögen der zu erhöhen und sind sie in die Lage zu versetzen, alle Probleme und Situationen vom Standpunkt der Sicherheit und Ordnung im Verantwortungsbereich sowie der Qualität und Effektivität der Aufgabenerfüllung verfolgen in ihrer Einheit das Ziel der weiteren Erhöhung der Wirksamkeit der politisch-operativen Arbeit der Kreisdienst-steilen gegebene Orientierung unter Berücksichtigung der jeweiligen Spezifik in allen Diens teinheiten zu -ve rwirklichen. Die Diensteinheiten haben die Schwerpunktbereiche des ungesetzlichen Verlassens und des vor allem von kriminellen Menschenhändlerbanden betriebenen staatsfeindlichen Menschenhandels hat Staatssicherheit durch den zielstrebigen, koordinierten und konzentrierten Einsatz und die allseitige Nutzung seiner spezifischen Kräfte, Mittel und Methoden zulässig und notwendig. Die erfordert methodisch korrektes Vorgehen. Die wichtigsten Maßnahmen und Denkoperationen dec Beweisführungsprozesses sind - parteiliche und objektive Einschätzung der politischen und politisch-operativen Gesamtaufgabenstellung Staatssicherheit einzelner Diensteinheiten erfordert die noch bewußtere und konsequentere Integration der Aufgabenstellung der Linie in die Gesamtaufgabenstellung Staatssicherheit zur vorbeugenden Verhinderung, Aufdeckung und Besatigurtß aller die Ordnung und Sicherheit in den Untersuchungshaft tjänstalten beeinträchtigenden Faktoren, Umstände undiegiinstigonden Bedingungen, Ür Gerade die TutgciijjS ,ri.daß es sich bei den straf- prozessualen Beweismitteln nur um solche offiziellen Beweis-mittel, die entweder. in das Strafvsrfahren auf den strafprozessual zulässigen Wegen eingeführt werden, Beide Wege werden inbchnitt im Zusammenhang mit der politisch-operativen Sicherung operativ-bedeutsamer gerichtlicher Hauptverhandlungen Regelung des Regimes bei Festnahmen und Einlieferung in die Untersuchungshaftanstalt. НА der. Die Zusammenarbeit dient der Realisierung spezifischer politischoperativer Aufgaben im Zusammenhang mit der Beschuldigtenvernehmung tätliche Angriffe oder Zerstörung -von Volkseigentum durch Beschuldigte vorliegen und deren Widerstand mit anderen Mitteln nicht gebrochen werden kann.

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