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Neuer Weg, Organ des Zentralkomitees für alle Parteiarbeiter 1953, Heft 12/21

Neuer Weg (NW), Organ des Zentralkomitees (ZK) [Sozialistische Einheitspartei Deutschlands (SED)] für alle Parteiarbeiter, 8. Jahrgang [Deutsche Demokratische Republik (DDR)] 1953, Heft 12/21 (NW ZK SED DDR 1953, H. 12/21); komitees und leitende Wirtschaftsfunktionäre teilnah-men. Hier wurde nach gründlicher Diskussion der Lage ein Plan für die Ausarbeitung eines Kampfplanes für strengste Sparsamkeit auf gestellt. Unter Anleitung der Partei erhielten die Massenorganisationen entsprechende Aufgaben, um die ideologischen und organisatorischen Maßnahmen für die Erarbeitung eines Kampfprogramms einzuleiten. In den daraufhin durchgeführten Versammlungen der Grundorganisationen machten die Arbeiter und Aktivisten sehr gute Vorschläge, wie man das Sparsamkeitsregime verwirklichen kann. So wurde z. B. in der Grundorganisation Kesselbau von dem Meister Nord aufgezeigt, wie man durch eine bessere Arbeitsorganisation die bisher angefallenen Kranwartezeiten um rund 25 Prozent senken kann. Von verschiedenen Genossen und Kollegen wurde die bessere Ausnutzung der Betriebskapazität durch Einführung des Dreischichtensystems vorgeschlagen. Alle Vorschläge der Genossen und Kollegen aus den verschiedenen Bereichen des Werkes wurden zusammengetragen mit Festlegung der Termine, der genauen Höhe der Einsparungen sowie eines exakten Planes der Kontrolle und der Verantwortlichkeit. Diese Teilpläne der Betriebsabteilungen und Verwaltungsbereiche wurden in einem Gesamtrahmenplan zusammengestellt und dienten als Diskussionsgrundlage in den einzelnen Gewerkschaftsgruppen. Unterstützt durch die Agitatoren der Partei, durchgeführt von den Kommissionen in den Produktions- bzw. Verwraltungsbereichen, wrurde das Rahmenkampfprogramm mit seinen Schwerpunkten in 140 Gewerkschaftsversammlungen beraten und nach weiteren Verbesserungsvorschlägen aus den Produktionsbereichen angenommen. Am 1. Mai ist der Kampf plan von den besten Vertretern des Werkes, den Aktivisten und der technischen Intelligenz sowne der Werksleitung unterzeichnet worden und somit das Arbeitsprogramm der Werktätigen des Betriebes, besonders aber auch der Werksleitung geworden. Der Kampfplan sieht insgesamt eine jährliche Einsparung von über 3 Millionen DM vor. Um diese Einsparung wirklich zu erreichen, sind im Betrieb eine Reihe ernsthafter Schwächen mit Hilfe und Unterstützung der leitenden Genossen des Ministeriums sofort zu beseitigen. Was zeigte sich durch die Mitarbeit und Initiative der Kollegen des Werkes? Die durch geführten Arbeitsplatzanalysen gaben in den Gewerkschaftsgruppenversammlungen viele Anregungen, die Arbeit zu verbessern. Viele Verpflichtungen zeugten von der großen Bereitschaft der Kollegen, die eingetretenen Verluste des ersten Quartals nicht nur aufzuholen, sondern den planmäßigen Gewann zu erzielen. Wer die Kritik der Betriebsarbeiter mißachtet, muß zur Verantwortung gezogen werden Noch etwTas anderes, sehr Entscheidendes kam zum Ausdruck: Die Kollegen übten eine schonungslose Kritik an der bisherigen Arbeit der Werksleitung und anderer Wirtschaftsfunktionäre bis hinauf in das Ministerium und wiesen auf die vielen guten Vorschläge hin, die sie bereits vor längerer Zeit gemacht hatten und die bisher noch nicht beachtet wurden. So konnte z. B. bei der Außenmontage die Einsparungssumme nicht ermittelt werden, weil wreder aufgeschlüsselte Vorgabezeiten für die Produktion noch für die Gemeinkosten bestanden. Desgleichen konnte man bei der Anwendung der Neuerermethoden trotz des Erfahrungsaustausches mit dem sowjetischen Genossen Repin im Kraftwerk Klingenberg nicht die wertmäßige Einsparung bei der Kesselmontage im Betriebsergebnis des VEB Bergmann-Borsig ausweisen. Das waren ernste Signale für die Funktionäre der Partei und hätten es auch für die leitenden Genossen in der Werksleitung und im Ministerium sein müssen. Es war ihre Aufgabe, daraus die notwendigen Schlußfolgerungen zu ziehen, um die organisatorischen Voraussetzungen dafür zu schaffen, daß die Initiative der Werktätigen im Betrieb bei der Durchsetzung des Prinzips der strengen Sparsamkeit die größtmögliche Unterstützung erfährt. Es stellte sich auch heraus, daß von seiten der Abteilung Planung und Technologie Zeiten genannt wurden, die nicht in Übereinstimmung mit dem Betriebsplan standen, da der Plan nicht nach Objekten entsprechend der Produktionsfertigung aufgeschlüsselt war, sondern nach Werten. Im Betrieb w7ar keine Vor- und Nachkalkulation vorhanden. Die gesamte Betriebsabrechnung wurde von seiten der Hauptbuchhaltung äußerst nachlässig behandelt. In der Planungsabteilung gab es sowohl bei der Leitung als auch bei einem großen Teil der Mitarbeiter eine negative Einstellung zur Erfüllung des Planes. In der Materialversorgung wairden riesige Überplanbestände in Höhe von über 2 Millionen DM gehortet. Z. B. hatten die Dreher keine Hartmetallplättchen, während 13 000 Stück im Materiallager gefunden wrurden, ein Vorrat, der ausreicht, um einige Betriebe damit zu versorgen. Der Leiter der Materialversorgung sowie der kaufmännische Leiter, Genosse B r a t z , waren nicht imstande, genaue Angaben über den tatsächlichen Bestand zu machen. Erst eine genaue Überprüfung durch die Partei deckte diese Mißstände auf. Das Ingenieurkollektiv des Ministeriums für Schwermaschinenbau hätte in seiner wochenlangen Arbeit diese ernsten Schwachen und Mängel aufdecken müssen, um sie gleichzeitig zu beseitigen. Genosse Minister Z i 11 e r und die zuständigen leitenden Staatsfunktionäre müssen hieraus die richtigen Schlußfolgerungen ziehen. Es genügt nicht nur, Direktiven aufzustellen und Analysen zu geben, sondern man muß diese Direktiven und Analysen in völliger Übereinstimmung mit den konkreten Bedingungen des Betriebes erarbeiten und gleichzeitig unter Anleitung und Kontrolle die Mittel und Wege aufzeigen, wie diese Schwächen zu überwinden sind. Es ergab sich für die Partei die Notwendigkeit, die Leitung des Ministeriums für Schwermaschinenbau zu veranlassen, Maßnahmen einzuleiten, um die bestehenden Mängel sofort zu beheben. Im VEB Bergmann-Borsig woirde unter Teilnahme von Vertretern des Zentralkomitees, leitender Genossen der Bezirksleitung Groß-Berlin und der Kreisleitung sowie des Ministeriums und des Betriebes eine Beratung (Fortsetzung Seite 24) 21;
Neuer Weg (NW), Organ des Zentralkomitees (ZK) [Sozialistische Einheitspartei Deutschlands (SED)] für alle Parteiarbeiter, 8. Jahrgang [Deutsche Demokratische Republik (DDR)] 1953, Heft 12/21 (NW ZK SED DDR 1953, H. 12/21)Neuer Weg (NW), Organ des Zentralkomitees (ZK) [Sozialistische Einheitspartei Deutschlands (SED)] für alle Parteiarbeiter, 8. Jahrgang [Deutsche Demokratische Republik (DDR)] 1953, Heft 12/21 (NW ZK SED DDR 1953, H. 12/21)

Dokumentation: Neuer Weg (NW), Organ des Zentralkomitees (ZK) [Sozialistische Einheitspartei Deutschlands (SED)] für alle Parteiarbeiter, 8. Jahrgang [Deutsche Demokratische Republik (DDR)] 1953, Zentralkomitee der Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands (Hrsg.), Dietz Verlag, Berlin 1953 (NW ZK SED DDR 1953, H. 1-24). Die Zeitschrift Neuer Weg im 8. Jahrgang 1953 beginnt mit der Ausgabe Heft Nummer 1 im Januar 1953 und endet mit der Ausgabe Heft Nummer 24 im Dezember 1953. Die Dokumentation beinhaltet die gesamte Zeitschrift Neuer Weg im 8. Jahrgang 1953 (NW ZK SED DDR 1953, H. 1-24 v. Jan.-Dez. 1953).

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