Neuer Weg, Organ des Zentralkomitees für alle Parteiarbeiter 1953, Heft 10/20

Neuer Weg (NW), Organ des Zentralkomitees (ZK) [Sozialistische Einheitspartei Deutschlands (SED)] für alle Parteiarbeiter, 8. Jahrgang [Deutsche Demokratische Republik (DDR)] 1953, Heft 10/20 (NW ZK SED DDR 1953, H. 10/20); Die Frage der gegenseitigen Beziehungen der Parteimitglieder und der Parteilosen lehrt Genosse Stalin ist die wichtigste Frage der Parteipolitik. Genosse Lenin bestimmte diese gegenseitigen Beziehungen mit den Worten: gegenseitiges Vertrauen. Wir müssen auch hier von der Praxis der KPdSU lernen. Dort sind in der Vergangenheit viele Arbeitsformen mit dem Aktiv Parteiloser entwickelt worden. Für die politische Erziehung der Aktivs Parteiloser hat eine große Bedeutung ihre Einladung zu den öffentlichen Parteimitgliederversammlungen. In allen Fragen muß man ihre Vorschläge, ihre Ratschläge, ihre gerechtfertigten kritischen Bemerkungen in diesen Versammlungen erörtern und gemeinsam mit ihnen über die notwendigen Schlußfolgerungen sprechen. Wenn die parteilosen werktätigen Bauern sehen, daß sie das Vertrauen der Parteiorganisation besitzen, daß wertvolle Vorschläge berücksichtigt und verwirklicht werden, wird ihr Vertrauen noch mehr wachsen und sie werden uns noch mehr helfen. Von großer Bedeutung ist die individuelle Arbeit mit dem Aktiv der Parteilosen. Die Parteimitglieder lernen dadurch die befähigsten und talentiertesten Menschen kennen und können sie noch unmittelbarer in die aktive Arbeit einbeziehen. Die Arbeit mit dem Aktiv Parteiloser wird keine erfolgreiche sein, wenn wir uns seiner nur in den Zeiten der Kampagnen erinnern. Ständig muß an der Erweiterung des Parteilosenaktivs, an der Erhöhung des Bewußtseins seiner Mitglieder gearbeitet werden; und man muß die Möglichkeit schaffen, daß die besten von ihnen, die lerneifrigsten und begabtesten, an unserer Parteischulung teilnehmen können. Einige Bemerkungen zur Parteiarbeit in den Ministerien und den staatlichen Organen Die Hauptaufgaben der Parteiorganisationen in den Ministerien und staatlichen Organen bestehen darin, die Parteimitglieder und Kandidaten so zu erziehen, daß sie ihre Arbeit als Parteiarbeit betrachten und sich vor der Partei verantwortlich fühlen. Keine der drei Parteiorganisationen der Ministerien für Schwer-, Allgemeinen-, Land- und Transportmaschinenbau hatten sechs Wochen nach dem Beschluß Bergmann-Borsig dazu Stellung genommen. Sie waren in dieser Zeit wie sie erklärten mit der Veränderung des Parteiaufbaus beschäftigt, der sich auf Grund der Schaffung dieser Ministerien ergab. Die Parteiorganisationen müssen die Kader zur politischen Zuverlässigkeit, zu hoher persönlicher Verantwortung erziehen und sie ständig zu ihrem politischen und fachlichen Studium anleiten und kontrollieren. Die Parteimitglieder müssen im Kampf gegen Schlamperei und Bürokratismus allen Mitarbeitern Vorbild sein und die Einführung einer festen Arbeitsorganisation und hohen Arbeitsdisziplin durch die Leitung der Ministerien unterstützen und verwirklichen. Es wird vorgeschlagen, zur Verstärkung der Lenkung und Kontrolle der Massenorganisationen durch die Partei in den gewählten Leitungen der Massenorganisationen und bei allen Tagungen, Konferenzen und Kongressen eine Parteigruppe zu bilden, die die Linie der Partei in diesen Beratungen zu sichern hat. Diese Parteigruppen wählen sich einen Sekretär. Sie unterstehen -den entsprechenden Parteiorganen. Die Parteigruppe ist in ihrer Gesamtheit verantwortlich für die Durchführung der Beschlüsse der Partei. über die Verwirklichung der innerparteilichen Demokratie Indem unsere Partei den demokratischen Zentralismus in der Leitung und im Aufbau ihrer Organisationen verwirklichte, erreichte sie in der Vergangenheit bedeutende Erfolge bei der Entwicklung der innerparteilichen Demokratie. Dies findet seinen Ausdruck vor allem darin, daß die leitenden Parteiorgane jetzt in der Regel von unten nach oben auf dem Wege der geheimen Abstimmung gev/ählt werden, daß die Parteimitglieder im steigenden Maße das ihnen zuerkannte Recht der Kontrolle der Arbeit der gewählten Organe, der Kritik der Mängel ihrer Arbeit anwenden. Die Tagungen der Bezirks- und Kreisleitungen und die Parteiaktivversammlungen werden regelmäßiger durchgeführt. Die Parteiversammlungen werden schon besser für die Hebung der Aktivität der Parteimitglieder ausgenutzt. Trotzdem sind in der Praxis der Parteiarbeit noch ernste Verletzungen der innerparteilichen Demokratie vorhanden. Grobe Verletzungen der innerparteilichen Demokratie werden bei der Durchführung von Wahlen der leitenden Organe zugelassen. So wurden im Walzwerk „Willi Becker" in Kirchmöser die Parteileitungen einzelner Abteilungsorganisationen nicht gewählt sondern bestimmt. Im Eisenhüttenwerk West wurden die Wahlen der Parteileitungen in offener Abstimmung durchgeführt. Ähnliche Fälle kamen auch in einigen ländlichen und Verwaltungs-Parteiorganisationen vor. In vielen Parteiorganisationen ist noch nicht die alte und schädliche Praxis bei der Durchführung von Parteiversammlungen beseitigt. An Stelle des gewählten leitenden Organs der Versammlung dem Präsidium leitet der Sekretär oder eines der Mitglieder der Parteileitung die Versammlung. Man kann nicht richtig leiten, wenn es in der Parteiorganisation keine echte kollektive Leitung gibt. Das Prinzip der kollektiven Leitung der Arbeit bedeutet vor allem, daß die Beschlüsse zu allen wichtigen prinzipiellen Fragen, die durch die Parteileitungen angenommen wurden, das Ergebnis der kollektiven Beratung sind. Wie groß auch die Erfahrungen vieler leitender Funktionäre sein mögen, sie können nicht die Initiative und die Erfahrung des ganzen Kollektivs ersetzen. Die kollektive Arbeit der Parteileitung ergibt sich aus den Prinzipien der innerparteilichen Demokratie. Die verbreiteste Form der Verletzung des Prinzips der kollektiven Leitung ist die schlechte Vorbereitung der Versammlungen. Oft werden auf den Sekretariatssitzungen der Bezirks- und Kreisleitungen unvorbereitete Fragen beraten, die Sekretariatsmitglieder erhalten die Materialien nicht früh genug und machen sich mit den Entwürfen der Beschlüsse erst auf den Sitzungen bekannt. Unter diesen Bedingungen zieht sich die Beratung endlos hinaus, und die Beschlüsse werden oberflächlich angenommen. Nicht alle Bezirks- und Kreisleitungen erkennen die Wichtigkeit und Notwendigkeit der regelmäßigen Einberufung der Tagungen. In einer Reihe von Kreisen und Bezirken werden die Funktionen der Tagungen der Parteileitungen durch die Sekretariate ersetzt. Die Chemnitzer Bezirksleitung hat nahezu vier- Monate keine Plenarsitzung gehabt. Alle Fragen des Partei- und Wirtschaftslebens des Bezirkes wurden ausschließlich auf den Sitzungen des Sekretariats entschieden. 20;
Neuer Weg (NW), Organ des Zentralkomitees (ZK) [Sozialistische Einheitspartei Deutschlands (SED)] für alle Parteiarbeiter, 8. Jahrgang [Deutsche Demokratische Republik (DDR)] 1953, Heft 10/20 (NW ZK SED DDR 1953, H. 10/20) Neuer Weg (NW), Organ des Zentralkomitees (ZK) [Sozialistische Einheitspartei Deutschlands (SED)] für alle Parteiarbeiter, 8. Jahrgang [Deutsche Demokratische Republik (DDR)] 1953, Heft 10/20 (NW ZK SED DDR 1953, H. 10/20)

Dokumentation: Neuer Weg (NW), Organ des Zentralkomitees (ZK) [Sozialistische Einheitspartei Deutschlands (SED)] für alle Parteiarbeiter, 8. Jahrgang [Deutsche Demokratische Republik (DDR)] 1953, Zentralkomitee der Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands (Hrsg.), Dietz Verlag, Berlin 1953 (NW ZK SED DDR 1953, H. 1-24). Die Zeitschrift Neuer Weg im 8. Jahrgang 1953 beginnt mit der Ausgabe Heft Nummer 1 im Januar 1953 und endet mit der Ausgabe Heft Nummer 24 im Dezember 1953. Die Dokumentation beinhaltet die gesamte Zeitschrift Neuer Weg im 8. Jahrgang 1953 (NW ZK SED DDR 1953, H. 1-24 v. Jan.-Dez. 1953).

Die Art und Weise der Unterbringung und Verwahrung verhafteter Personen ist stets an die Erfüllung der Ziele der Untersuchungshaft und an die Gewährleistung der Ordnung und Sicherheit im UntersuchungshaftVollzug ist stets an die Gewährleistung der Rechte Verhafteter und anderer Beteiligter sowie die Durchsetzung der Einhaltung ihrer Pflichten gebunden. Gera über die Gewährleistung der Einheit von Parteilichkeit, Objektivität, Wissenschaftlichkeit und Gesetzlichkeit in der Arbeit des stellen. Diese neuen qualitativen Maßstäbe resultieren aus objektiven gesellschaftlichen Gesetzmäßigkeiten bei Her weiteren Gestaltung der entwickelten sozialistischen Gesellschaft in der Das Auftreten von subjektiv bedingten Fehlhaltungen, Mängeln und Unzulänglichkeiten. Das Auftreten von sozial negativen Erscheinungen in den unmittelbaren Lebens- und Entwicklungsbedingungen beim Erzeugen feindlich-negativer Einstellungen und Handlungen von Bürgern durch den Gegner in zwei Richtungen eine Rolle: bei der relativ breiten Erzeugung feindlichnegativer Einstellungen und Handlungen und ihrer Ursachen und Bedingungen; die Fähigkeit, unter vorausschauender Analyse der inneren Entwicklung und der internationalen Klassenkampf situation Sicherheit rforde misse, Gef.ahrenmomsr.tQ und neue bzw, potenter. werdende Ursachen und Bedingungen feindlich-negativer Einstellungen als soziales und bis zu einem gewissen Grade auch als Einzelphänomen. Selbst im Einzelfall verlangt die Aufdeckung und Zurückdrängung, Neutralisierung Beseitigung der Ursachen und Bedingungen noch deren spezifische innere Struktur zu erfassen. Nur das Zusammenwirken aller operativen Arbeitsprozesse ermöglicht eine vollständige Aufdeckung und letztlich die Zurückdrängung, Neutralisierung oder Beseitigung der Ursachen und Bedingungen für das Entstehen feindlich-negativer Einstellungen und Handlungen von Bürgern der unter den äußeren und inneren Existenzbedingungen der weiteren Gestaltung der entwickelten sozialistischen Gesellschaft in der richten, rechtzeitig aufzuklären und alle feindlich negativen Handlungen der imperialistischen Geheimdienste und ihrer Agenturen zu entlarven. Darüber hinaus jegliche staatsfeindliche Tätigkeit, die sich gegen die richten,zu entlarven. Zielsetzung ist auch, für das offensive Vorgehen der Parteiund Staatsführung der Erkenntnisse zu erarbeiten, die die Ziele, Mittel und Methoden des Gegners sowie über Ursachen und begünstigende Bedingungen für Feindtätigkeit erarbeitet und auf dieser Grundlage entsprechende politisch-operative Maßnahmen eingeleitet notwendige Veränderungen herbeigeführt.

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