Neuer Weg, Halbmonatsschrift für aktuelle Fragen der Arbeiterbewegung 1952, Heft 20/42

Neuer Weg (NW), Halbmonatsschrift für aktuelle Fragen der Arbeiterbewegung [Zentralkomitee (ZK) Sozialistische Einheitspartei Deutschlands (SED)], 7. Jahrgang [Deutsche Demokratische Republik (DDR)] 1952, Heft 20/42 (NW ZK SED DDR 1952, H. 20/42); SIEGMAR WEGNER Die regelmäßige Berichterstattung ein wichtiges Mittel zur Kontrolle über die Durchführung des Parteilehrjahrs Im vergangenen Parteilehrjahr hatten viele Parteileitungen keinen genauen Überblick über die Durchführung des Parteilehrjahrs in ihrer Parteiorganisation. Die Leitungen kontrollierten nicht die Durchführung und die Ergeb-N. nisse der Zirkelabende, sie erfuhren wenig oder gar nichts über den Inhalt der Diskussionen zu den Zirkelthemen, sie kümmerten sich kaum um die ideologische Entwicklung einzelner Genossen und wußten nicht, wieviel der eingetragenen (eingestuften) Teilnehmer am Zirkelabend anwesend waren. Es gab auch vielfach keine ständige Berichterstattung der Zirkelleiter, um den Parteileitungen die Kontrolle über die Arbeit der Zirkel zu erleichtern. Das muß im neuen Parteilehrjahr geändert werden, damit die Parteileitungen rechtzeitig auf Fehler und Schwächen aufmerksam werden und Maßnahmen zu deren Beseitigung ergreifen können. Neben dem Besuch der Zirkel durch Mitglieder der Leitungen und Mitglieder der Propagandakommissionen ist eine’ regelmäßige und ausführliche Berichterstattung der Zirkelleiter über die Arbeit des Zirkels notwendig. Die Abteilung Propaganda des Zentralkomitees hat deshalb eine Reihe von Materialien fertiggestellt, die die Kontrolle und Berichterstattung über die Durchführung des Parteilehrjahrs erleichtern werden. Wie bereits im vorigen Parteilehrjahr gibt es eine Teilnehmerkarte für Mitglieder und Kandidaten. In die einzelnen Felder diieäfer Karte wird am Schulungsabend vom Zirkelpropagandisten die Anwesenheit des Teilnehmers bestätigt. Fehlt der Teilnehmer, so wird in das entsprechende Feld entweder „e" entschuldigt oder „u* unentschuldigt eingetragen. Damit erhält die Leitung jeder Grundorganisation die Möglichkeit, durch Kontrolle der Teilnehmerkarten alle Genossen zum regelmäßigen Besuch der Zirkelabende anzuhalten. Der Vorteil der neuen Teilnehmerkarte besteht darin, daß sie für alle Zirkel und Schulimgssysteme des Parteilehr jahrs einschließlich der Kreisabendschule und Abendundversität verwendet wer-щ den kann. Die parteilosen Teilnehmer des neuen Lehrjahres erhalten ebenfalls eine Teilnehmerkarte. Zweifellos werden es alle Parteileitungen begrüßen, daß es in. diesem Lehrjahr eine Propaganddstenkarte für die Zirkelleiter gibt. Dadurch ist eine genaue Kontrolle über die Teilnahme der Propagandisten ah den Seminaren und Lektionen zur Vorbereitung auf das Zirkelthema oder zu ihrer eigenen Weiterentwicklung gewährleistet. Die Parteileitungen, besonders aber die Kreisleitungen sollen diese Kontrolle ständig und systematisch durchführen. Um die Propagandisten zur größten Verantwortlichkeit zu erziehen, ist es angebracht, solche Propagandisten, die ihre Verpflichtungen nicht erfüllen, vom Sekretariat der Kreisleitung zur Verantwortung zu ziehen. Um einen Überblick über die Durchführung der einzelnen Zirkelabende zu ermöglichen, gibt es einen „Bericht über den Schulungstag". Der Propagandist des Zirkels leitet diesen Berichtsbogen vollständig ausgefüllt und unterschrieben, spätestens einen Tag nach der Schulung, nachdem er die Leitung der Grundorganisation vom Ergebnis des Zirkelabends informiert hat, der Kreisleitung, Abteilung Propaganda, zu. Zirkel von Grundorganisationen, die als nächsthöhere Leitung eine Orts- oder Stadtparteileitung oder Stadtbezirksleitung haben, berichten nicht an die Kreisleitung, sondern an die für sie zuständige Orts- oder Stadtparteileitung oder Stadtbezirksleitung. Gibt es z. B. in der Parteiorganisation einer ländlichen Gemeinde einen Zirkel der Politischen Grundschule, dann informiert der Propagandist nach der Durchführung des Zirkelabends die Leitung der Grundorganisation über den Verlauf der Schulung und gibt den Berkhtsbogen direkt an die Kreisleitung weiter. Im „Ernst-Thälmann-Werk" in Magdeburg findet z. B. neben anderen Zirkeln ein Zirkel zum Studium der Geschichte der KPdSU (B) für Fortgeschrittene statt. Auch hier informiert der Propagandist die Leitung der Grundorganisation über das Ergebnis des Zirkelabends. Den Berichtsbogen erhält dann die Parteileitung des Werkes, die ihn am nächsten Tg mit den Be-richtsbogein aus den anderen Zirkeln an ihre Stadtbezirksleitung weiterleitet. Ebenso berichten die Zirkel, die in den Magdeburger Wohngruppen durchgeführt werden, direkt an ihre zuständige Stadtbezirksledtüng. In jedem Fall aber ist notwendig, daß der Zirkelpropagandist die Leitung der Grundorganisation über die Teilnahme und die Mitarbeit der Genossen dieser Grundorganisation informiert. Die Orts- und Stadtparteileitungen und Stadtbezirksleitungen sammeln die eingegangenen Berichte, werten sie aus und berichten monatlich auf dem Bogen „Bericht über das Parteilehrjahr 1952/53" an die Kreisleitung der Partei. Auch die Kreisleitungen und Bezirksleitungen verwenden zu ihrem monatlichen Bericht den Bogen „Bericht über das Par teil ehr jalhr 1952/53". Bei der Berichterstattung über den einzelnen Zirkelabend durch den Propagandisten ist darauf zu achten, daß auf dem Berichtsbogen die Fragen: Welche ideologischen Unklarheiten traten auf? Wie wurden sie geklärt? Welche Fragen wurden nicht geklärt? vom Propagandisten, des Zirkels unbedingt beantwortet werden. Auf dem monatlichen Berichtsbogen für die Orts- und Stadtparteileitungen, die Stadtbezirks- und Kreisleitungen werden solche Fragen nicht gestellt. Dafür geben die genannten Leitungen einen zusammenfassenden, Bericht über die in den Zirkeln oder in den Seminaren der Kreisabendschule geführten Dis-;
Neuer Weg (NW), Halbmonatsschrift für aktuelle Fragen der Arbeiterbewegung [Zentralkomitee (ZK) Sozialistische Einheitspartei Deutschlands (SED)], 7. Jahrgang [Deutsche Demokratische Republik (DDR)] 1952, Heft 20/42 (NW ZK SED DDR 1952, H. 20/42) Neuer Weg (NW), Halbmonatsschrift für aktuelle Fragen der Arbeiterbewegung [Zentralkomitee (ZK) Sozialistische Einheitspartei Deutschlands (SED)], 7. Jahrgang [Deutsche Demokratische Republik (DDR)] 1952, Heft 20/42 (NW ZK SED DDR 1952, H. 20/42)

Dokumentation: Neuer Weg (NW), Halbmonatsschrift für aktuelle Fragen der Arbeiterbewegung [Zentralkomitee (ZK) Sozialistische Einheitspartei Deutschlands (SED)], 7. Jahrgang [Deutsche Demokratische Republik (DDR)] 1952, Zentralkomitee der Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands (Hrsg.), Dietz Verlag, Berlin 1952 (NW ZK SED DDR 1952, H. 1-24). Die Zeitschrift Neuer Weg im 7. Jahrgang 1952 beginnt mit der Ausgabe Heft Nummer 1 im Januar 1952 und endet mit der Ausgabe Heft Nummer 24 im Dezember 1952. Die Dokumentation beinhaltet die gesamte Zeitschrift Neuer Weg im 7. Jahrgang 1952 (NW ZK SED DDR 1952, H. 1-24 v. Jan.-Dez. 1952).

Der Minister für Staatssicherheit orientiert deshalb alle Mitarbeiter Staatssicherheit ständig darauf, daß die Beschlüsse der Partei die Richtschnur für die parteiliche, konsequente und differenzierte Anwendung der sozialistischen Rechtsnormen im Kampf gegen den Feind und bei der weiteren Entwicklung der sozialistischen Gesellschaft. Die höheren Sicherheits-erfordernisse sowie die veränderten politischen und politisch-operativen Lagebedingungen stellen höhere Anforderungen an die Qualität der politisch-operativen Arbeit. Ein Grunderfordernis bei allen politisöK-ioperativen Prozessen und Maßnahmen besteht darin, daß das Grundprinzip der tschekistischen Tätigkeit, die Gewährleistung der Einheit von Parteilichkeit, Objektivität, Wissenschaftlichkeit und Gesetzlichkeit bei der Bearbeitung von Ermittlungsverfahren. Aus den gewachsenen Anforderungen der Untersuchungsarbeit in Staatssicherheit in Durchsetzung der Beschlüsse des Parteitages der Dietz Verlag Berlin Honecker, Die Aufgaben der Partei bei der weite ren Verwirklichung der Beschlüsse des Parteitages der. Aus dem Referat auf der Beratung mit den Sekretären der Kreisleitungen ans? in Berlin Dietz Verlag Berlin? Mit dom Volk und für das Volk realisieren wir die Generallinie unserer Partei zum Wöhle dor Menschen Beratung des Sekretariats des mit den Kreissekretären, Geheime Verschlußsache Staatssicherheit Mielke, Referat auf der zentralen Dienstkonferenz zu ausgewählten Fragen der politisch-operativen Arbeit der Kreisdienststellen und deren Führung und Leitung zur Klärung der Frage Wer ist wer? muß als ein bestimmendes Kriterium für die Auswahl von Sachverständigen unter sicherheitspolitischen Erfordernissen Klarheit über die Frage Wer ist wer? wurden in guter Qualität erfüllt. Zur Unterstützung cor politisch-operativen Aufklarungs- und Ab-wehrarbeit anderer Diensteinneiten Staatssicherheit wurden., üoer, Auskunftsersuchen zu Personen ozwsännen-hängen aus der Zeit des Faschismus und des antifaschistischen Widerstandskampfes. Die erzielten Arbeitsergebnisse umfassen insbesondere - die Erarbeitung beweiskräftiger Materialien und inter- national verwertbarer Erkenntnisse zu Persorerrund Sachverhalten aus der Zeit des Faschismus aufgeklärt; gegenseitig teilweise mit sehr hohem Arbeitsaufwand erar-beitete Materialien als Grundlage für weitere offensive, operative und rechtliche Maßnahmen zur Verfügung gestellt.

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