Neuer Weg, Halbmonatsschrift für aktuelle Fragen der Arbeiterbewegung 1952, Heft 15/5

Neuer Weg (NW), Halbmonatsschrift für aktuelle Fragen der Arbeiterbewegung [Zentralkomitee (ZK) Sozialistische Einheitspartei Deutschlands (SED)], 7. Jahrgang [Deutsche Demokratische Republik (DDR)] 1952, Heft 15/5 (NW ZK SED DDR 1952, H. 15/5); Vor der Partei steht die geschichtliche Aufgabe, die Arbeiterklasse und die Werktätigen auf den Weg des Aufbaus des Sozialismus vorwärts zu führen, eine Aufgabe, in der si-ch die SED als marxistisch-leninistische Partei, als die Vorhut des deutschen Volkes bewähren muß. Wir haben daher nicht das Recht, uns mit den Erfolgen zufriedenzngeben. Möge sich jedes Parteimitglied bewußt sein, daß eines der wichtigsten Gesetze jeder Partei neuen Typus darin besteht, daß die Partei niemals auf dem Erreichten stehenbleiben, sich niemals mit dem Geleisteten zufriedengeben darf, immer nach höheren Leistungen streben muß. Im Kampf um die Lösung der neuen Aufgaben entwickeln sich die Aktivisten und Neuerer, die Planer, Ingenieure und Wissenschaftler zu neuen Menschen, zu Menschen der neuen Zeit, die den Sozialismus erbauen wollen und die gerade deshalb ohne Rücksicht auf die Person Mißstände, Bürokratismus, Unfähigkeit, Verletzung der Gesetze, Mißachtung der Sorge um den Menschen 'kritisieren. Die höheren Ansprüche, die von den Werktätigen an die Partei und an den Staat der Arbeiter und Bauern gestellt werden, erfordern die Hebung des Niveaus der Parteiarbeit auf eine höhere Stufe, den Übergang zur wissenschaftlichen Leitung der Arbeit und den entschiedenen Kampf gegen alle opportunistischen Tendenzen des Selbstlaufs und des Nachhinkens. Manche Parteigenossen sind in der Zeit des friedlichen Aufbaus sorglos geworden; sie denken: „es geht doch ganz gjut". In ihrer Selbstzufriedenheit und Sorglosigkeit sind sie gegerüber den Maßnahmen des Klassenfeindes blind geworden. Es gibt Genossen, die in ihrer Begeisterung über die Produktionsleistungen vergessen, daß das Werk des Neuaufbaus täglich geschützt und daß die Verteidigung der Heimat unverzüglich vorbereitet werden muß, damit der Gegner nicht durch unsere Sorglosigkeit zu Provokationen ermuntert wird. Den Feinden der neuen Gesellschafts- und Staatsordnung müssen wir durch die Stärke der Volksmacht die Aussichtslosigkeit ihres verbrecherischen Treibens „zum Bewußtsein bringen. Angesichts des Ernstes der Lage muß die Partei noch nachdrücklicher als bisher ihre gesamte Mitgliedschaft unermüdlich zur äußersten Wachsamkeit erziehen, gegen alle Versuche des Feindes, in die Partei der Arbeiterklasse einzudringen und durch bürgerliche Ideologien ihre Kampfkraft zu schwächen. Sie hat die Pflicht, entschieden für die Reinheit ihrer Organisation zu kämpfen und alle parteifeindlichen Elemente unerbittlich aus den Reihen der Partei zu verjagen. Die Erfahrungen des letzten Jahres zeigen, daß die leitenden Parteiorgane sich vielfach auf innerorganisatorische und Propagandafragen konzentrieren und sich meist auf die innerparteiliche Arbeit beschränken. Die Partei verwirklicht ihre führende Rolle jedoch nur dann, wenn sich ihre Organisationen mit allen Fragen des Aufbaus des Sozialismus beschäftigen, wenn sie die Lösung der Aufgaben in ihrem Tätigkeitsbereich genau ausarbeiten, alle Maßnahmen mit Sachkenntnis vorbereiten und durchführen, wenn den Grundorganisationen der Partei und den Massen Anleitung für die Durchführung dieser Aufgaben gegeben wird und die Parteileitungen dazu erzogen werden, sorgfältig darauf zu hören, was die Arbeiter und die übrigen Werktätigen sagen. Genosse Stalin erklärte auf einem ZK-Plenum, was richtige Führung heißt. Er erläuterte: „Richtig leiten heißt: Erstens die richtige Entscheidung einer Frage finden. Aber eine richtige Entscheidung kann man unmöglich finden, ohne die Erfahrungen der Massen zu berücksichtigen, die auf ihrem eigenen Rücken die Ergebnisse unserer Leitung spüren; zweitens die Ausführung eines richtigen Beschlusses organisieren, was man jedoch nicht ohne direkte Mithilfe von seiten der Massen tun kann; drittens die Prüfung der Erfüllung dieses Beschlusses organisieren, was wiederum unmöglich ist ohne direkte Hilfe der Massen." Worin besteht die Kunst der Führung? Sie besteht nicht darin, im Büro zu sitzen und Richtlinien auszuarbeiten. Führen heißt, nicht nach Schablone arbeiten, sondern schöpferisch unter den Massen und mit den Massen arbeiten, die arbeitenden Massen in Bewegung bringen und sie für die Erfüllung der Aufgaben, die Partei und Regierung gestellt haben, begeistern. Das ist nur durch eine lebendige, konkrete Leitung möglich. Die Massen wollen eine feste Führung, eine Führung, die nicht formal arbeitet, sondern in verständlicher Weise die Politik der Partei erklärt. Das erfordert, daß die Genossen der betreffenden Leitung das Gebiet, das sie leiten sollen, genau kennen. Sie müssen also die politische, wirtschaftliche und kulturelle Lage der Betriebes, Ortes oder Kreises, seine geschichtliche Entwicklung, die sozialen Verhältnisse der verschiedenen Einwohnerschichten gründlich studieren und die Veränderungen ständig berücksichtigen. In dieser Beziehung zeigten manche der Delegiertenkonferenzen ein bedenkliches Bild. In vielen Fällen enthielt der Bericht der Parteileitung keine genaue Analyse der Lage im Gebiet der betreffenden Parteiorganisation. Dementsprechend unkonkret waren die Entschließungsentwürfe, so daß von den Delegierten oft harte Kritik geübt werden mußte. Die Mitglieder' der Parteileitungen in vielen Kreisen und Städten, ja sogar in manchen Großbetrieben, kennen die Lage in ihrem Tätigkeitsbereich nicht, weil sie zu sehr vom Büro aus leiten und zuwenig mit den Menschen in ihrem Gebiet verbunden sind, weder mit der Parteimitgliedschaft noch mit den Parteilosen. Die Trennung der politischen Fragen von den wirtschaftlichen Fragen zeigt eine fehlerhafte Leitung der Arbeit. Das hat zur Folge, daß die Parteileitungen in den Großbetrieben sich mit der Agitation beschäftigen, während die Direktoren die Produktionsfragen behandeln. Dabei hat sich manches Mal gezeigt, daß der Plan zeitweise nicht erfüllt wurde, weil die Parteiorganisation sich nicht an den Schwerpunkten des Betriebes mit der Einhaltung des technologischen Prozesses, mit der Auswertung der Erfahrungen der Aktivistenbewegung und der Auswertung der Erfindungen beschäftigt hat. In den Kreisen und Orten zeigten sich die Folgen der Trennung der politischen Fragen von den wirtschaftlichen darin, daß sich viele Leitungen nicht verantwortlich fühlen für die Arbeit aller Betriebe, für die richtige Lösung der wirtschaftlichen Fragen und für die Sorge um die Menschen in den Betrieben. Die Partei ist die höchste Klassenorganisation der Arbeiterklasse und muß deshalb umfassend und allseitig den Kampf der Klasse und der Massen führen und sich dabei auf die jeweils wichtigsten Aufgaben konzentrieren. Das wichtigste Kettenglied, das die Partei gegenwärtig ergreifen muß, um die vor ihr stehenden großen Aufgaben lösen zu können, ist die Verbesserung der Organisationsarbeit der Partei. Die führende Rolle der Partei ist nur dann gesichert, wenn ihre richtigen politischen Beschlüsse und Direktiven nicht auf dem Papier stehen bleiben, sondern ins Leben umgesetzt werden. Von der organisatorischen Arbeit der Partei zur Durchführung dieser Beschlüsse hängt das Schicksal der richtigen politischen Linie ab, lehrt uns Genosse Stalin. Die Hauptaufgabe besteht gegenwärtig darin, das Niveau der organisatorischen Arbeit der Partei auf das Niveau der politischen Aufgaben zu heben. 5;
Neuer Weg (NW), Halbmonatsschrift für aktuelle Fragen der Arbeiterbewegung [Zentralkomitee (ZK) Sozialistische Einheitspartei Deutschlands (SED)], 7. Jahrgang [Deutsche Demokratische Republik (DDR)] 1952, Heft 15/5 (NW ZK SED DDR 1952, H. 15/5) Neuer Weg (NW), Halbmonatsschrift für aktuelle Fragen der Arbeiterbewegung [Zentralkomitee (ZK) Sozialistische Einheitspartei Deutschlands (SED)], 7. Jahrgang [Deutsche Demokratische Republik (DDR)] 1952, Heft 15/5 (NW ZK SED DDR 1952, H. 15/5)

Dokumentation: Neuer Weg (NW), Halbmonatsschrift für aktuelle Fragen der Arbeiterbewegung [Zentralkomitee (ZK) Sozialistische Einheitspartei Deutschlands (SED)], 7. Jahrgang [Deutsche Demokratische Republik (DDR)] 1952, Zentralkomitee der Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands (Hrsg.), Dietz Verlag, Berlin 1952 (NW ZK SED DDR 1952, H. 1-24). Die Zeitschrift Neuer Weg im 7. Jahrgang 1952 beginnt mit der Ausgabe Heft Nummer 1 im Januar 1952 und endet mit der Ausgabe Heft Nummer 24 im Dezember 1952. Die Dokumentation beinhaltet die gesamte Zeitschrift Neuer Weg im 7. Jahrgang 1952 (NW ZK SED DDR 1952, H. 1-24 v. Jan.-Dez. 1952).

Die sich aus den aktuellen und perspektivischen gesellschaftlichen Bedingungen ergebende Notwendigkeit der weiteren Erhöhung der Wirksamkeit der Untersuchung von politisch-operativen Vorkommnissen. Die Vorkommnisuntersuchung als ein allgemeingültiges Erfordernis für alle Linien und Diensteinheiten Staatssicherheit . Die besondere Bedeutung der operativen Grundprozesse sowie der klassischen tschekistischen Mittel und Methoden für eine umfassende und gesellschaftlieh,wirksame Aufklärung von Vorkommnissen Vertrauliche Verschlußsache - Grundlegende Anforderungen und Wege zur Gewährleistung der Einheit von Parteilichkeit, Objektivität, Wissenschaftlichkeit und Gesetzlichkeit in der Untersuchungsarbeit Staatssicherheit im Ermittlungsverfahren Vertrauliche Verschlußsache . Die weitere Vervollkommnung der Vernehmungstaktik bei der Vernehmung von Beschuldigten und bei Verdächtigenbefragungen in der Untersuchungsarbeit Staatssicherheit Vertrauliche Verschlußsache - Zu den Möglichkeiten der Nutzung inoffizieller Beweismittel zur Erarbeitung einer unwiderlegbaren offiziellen Beweislage bei der Bearbeitung von Wirtschaftsstrafverfahren einen bedeutenden Einfluß auf die Wirksamkeit der politisch-operativen Untersuchungsarbeit zur Aufdeckung und Aufklärung von Angriffen gegen das sozialistische Eigentum und die Volkswirtschaft. der vorbeugenden Verhinderung und der offensiven Abwehr feindlicher Aktivitäten durch die sozialistischen Schutz- und Sicherheitsorgane. Latenz feindlicher Tätigkeit politisch-operativen Sprachgebrauch Bezeichnung für die Gesamtheit der beabsichtigten, geplanten und begangenen Staatsverbrechen, politisch-operativ bedeutsamen Straftaten der allgemeinen Kriminalität durch die zuständige Diensteinheit Staatssicherheit erforderlichenfalls übernommen werden. Das erfordert auf der Grundlage dienstlicher Bestimmungen ein entsprechendes Zusammenwirken mit den Diensteinheiten der Linie und sim Zusammenwirken mit den verantwortlichen Kräften der Deut sehen Volkspolizei und der Zollverwaltung der DDR; qualifizierte politisch-operative Abwehrarbeit in Einrichtungen auf den Transitwegen zur Klärung der Frage Wer sätzlichen aus der Richtlinie und nossen Minister. ist wer? ergeben sich im grund-er Dienstanweisung des Ge-. Diese Aufgabenstellungen, bezogen auf die Klärung der Frage Wer ist wer? auch langfristig zu planen. Das heißt, daß diese Problematik auch in den Perspektivplänen der Diensteinheiten ihren Hiederschlag finden muß.

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