Neuer Weg, Halbmonatsschrift für aktuelle Fragen der Arbeiterbewegung 1951, Heft 2/24

Neuer Weg (NW), Halbmonatsschrift für aktuelle Fragen der Arbeiterbewegung [Zentralkomitee (ZK) Sozialistische Einheitspartei Deutschlands (SED)], 6. Jahrgang [Deutsche Demokratische Republik (DDR)] 1951, Heft 2/24 (NW ZK SED DDR 1951, H. 2/24); KURT SCHNEIDEWIND fiûtHotifMÜf- ЬйішийІЬеиidßtfeik „Patriotismus ist ein Begriff der Bourgeoisie, unter den die Arbeiter gegeneinander in den Krieg gejagt wurden, mit dem die internationale Solidarität der Arbeiterklasse verhindert werden sollte.“ So und ähnlich antwortet mancher unserer Genossen besonders der älteren auf die Forderung, heute das deutsche Volk zu wahrem Patriotismus und die Arbeiterklasse zu einem gesunden Nationalbewußtsein zu erziehen. Das ist durchaus verständlich, wurde doch in fast allen Ländern, besonders aber in Preußen-Deutschland, dieser Begriff Patriotismus, unter dem einst die französischen Revolutionäre gegen die französische Konterrevolution und die Heilige Allianz der Reaktion Europas kämpften, immer mehr zur Bezeichnung für den Chauvinismus und den bürgerlichen Nationalismus verwandt. Der nationalistische „Patriotismus" eine Waffe gegen die Unterdrückten Zu Zeiten Wilhelms II. galt derjenige als bester „Patriot“, der am lautesten schrie „Am deutschen Wesen soll die Welt genesen!“, der am meisten mithalf* die Jugend im nationalistischchauvinistischen Sinne zu erziehen. Als zuverlässigste „Patrioten“ galten die Gendarmen und Polizeioffiziere, die am härtesten und blutigsten gegen „die Roten“ vorgingen, die das „Vaterland“ der Kapitalisten und Junker gefährdeten. Und in der Tat. Wie sollten damals die Arbeiter und Bauern, fortschrittliche Menschen, ihre Heimat lieben? Der Reichtum gehörte nur wenigen. Die Schönheit der Heimat - kannten nur die Fürsten, Großgrundbesitzer und Kapitalisten. Die Arbeiter wurden ausgebeutet, die werktätigen iBauern lebten unter halbfeudalen Verhältnissen und stöhnten unter dem Druck der Junker. Sie hatten keine demokratischen Freiheiten und keine Koalitionsrechte. Das Wort von Karl Marx, „Die Arbeiter haben kein Vaterland“, hatte in allen Ländern Gültigkeit. Durch die Entfachung des Nationalismus, des preußischen Hurra-Patriotismus, gelang es den Kapitalisten, die deutschen Arbeiter in zwei große Weltkriege mit katastrophalen Folgen für das deutsche Volk zu jagen. In der damaligen Zeit war die Abneigung der Arbeiterklasse gegen diesen Patriotismus durchaus berechtigt und verständlich. Der Patriotismus erhielt einen neuen Inhalt Aber bereits Karl Marx zeigte im „Kommunistischen Manifest“ auf: „Indem das Proletariat zunächst sich diie politische Herrschaft erobern, sich zur nationalen Klasse erheben, sich selbst als Nation konstituieren muß, ist es selbst noch national, wenn auch keineswegs im Sinne der Bourgeoisie.“ (Marx, Engels, „Manifest der Kommunistischen Partei", Dietz Verlag, Berlin 1945, S. 22.) Nachdem in der Großen Sozialistischen Oktoberrevolution die russische Arbeiterklasse im Bündnis mit den werktätigen Bauern die Kapitalisten und Junker verjagte und die Diktatur des Proletariats errichtete, schuf sie zum erstenmal in der Geschichte ein Vaterland der Werktätigen, in dem der Reichtum und die Schätze des Landes nicht mehr einer kleinen Ausbeuterclique gehören, sondern Eigentum der Werktätigen sind. In der Oktoberrevolution wurden die Kräfte zerschlagen, die dem Lande und seinen Werktätigen Armut, blutige Unterdrückung, Kriege und Katastrophen gebracht hatten. Zum erstenmal in der Geschichte nahmen die Arbeiter und werktätigen Bauern das Geschick ihres Landes selbst in die Hand. Millionen einfacher Arbeiter und Bauern ergriffen in den Sowjets der Arbeiter- und Bauerndeputierten die Leitung des Staates. Als die gestürzten Klassen und imperialistischen Interventen die junge sozialistische Heimat gefährdeten, wandte sich Lenin an die Arbeiter und Bauern Sowjetrußlands mit dem Aufruf „Das sozialistische Vaterland ist in Gefahr!“ und forderte die Werktätigen auf, ihr Land und die Errungenschaften der Oktoberrevolution zu verteidigen. In diesem Kampf zeigten die Arbeiter und Bauern Sowjetrußlands einen nie dagewesenen Heldenmut, Kühnhedt und Opferbereitschaft bei der Verteidigung ihres sozialistischen Vaterlandes. In der Periode der Wiederherstellung der Volkswirtschaft und des sozialistischen Aufbaues schufen sich die Sowjetmenschen eine mächtige, bessere und schönere Heimat. Auch in dieser Periode überwanden sie große Schwierigkeiten und brachten Opfer bei der sozialistischen Umgestaltung ihres Landes. Dazu befähigten sie ihre große Liebe zur sozialistischen Heimat und ihr Haß gegen die kapitalistischen Klassenfeinde. Die gewaltige Kraft des wahren Patriotismus Als die Hitlerfaschisten die Sowjetunion mit großer Übermacht überfielen, zweifelten die Sowjetmenschen nie an dem Sieg über den Faschismus. Der Faschismus wurde in hartem und opferreichem Kampf besiegt In diesem Großen Vaterländischen Krieg brachten die Völker der Sowjetunion nie dagewesene Opfer für ihre Heimat und erwiesen in allen Perioden des Krieges an der Front und im Hinterland unerhörten Heldenmut und Kühnheit bei der schweren Verteidigung und bei der Erringung der stolzen Siege über den Feind ihres Vaterlandes. Worin lag diese gewaltige Kraft gewöhnlich begründet? Genosse Stalin antwortete darauf in seiner Rede am XXVII. Jahrestag der Oktoberrevolution im Jahre 1944: „Die Quelle der Arbeitsgroßtaten der Sowjetbürger im Hinterland ebenso wie der nie verblassenden heldenhaften Kriegstaten unserer Kämpfer an der Front ist im glühenden und lebenspendenden Sowjetpatriotismus zu suchen.“ (J. Stalin: „über den Großen Vaterländischen Krieg der Sowjetunion", Moskau 1946, S. 181.) Aber nicht nur die Völker der Sowjetunion zeigten im 2. Weltkrieg diesen wahren Patriotismus. Im Kampf gegen die faschistische Unterdrückung ihrer Heimat vollbrachte die Arbeiterklasse der anderen vom Faschismus besetzten Länder Heldentaten in der Verteidigung der nationalen Unabhängigkeit ihres Landes. Die Arbeiterklasse Hauptträger des Patriotismus Gerade in diesem 2. Weltkrieg kam der nationale Verrat der imperialistischen Bourgeoisie sehr kraß zum Ausdruck. Während die Arbeiterklasse, und unter ihrer Führung die fortschrittlichen Menschen große Opfer im Befreiungskampf gegen den Faschismus brachten, paktierten die Monopolkapitalisten mit dem Faschismus und gingen sehr oft ein offenes Bündnis mit Hitler gegen ihr eigenes Volk ein. Der 2. Weltkrieg war ein neuer Beweis, daß im Imperialismus die Bourgeoisie zum Verräter der Interessen der Nation geworden war und diese Rolle in immer steigendem Maße ausübt. Seit dem Bündnis Bismarcks und Thiers zur Niederschlagung der Pariser Kommune stellt die Bourgeoisie immer mehr ihre eigenen Klassen-, das heißt Profitinteressen über das nationale Interesse. Im 2. Weltkrieg beging die imperialistische Bourgeoisie Frankreichs, Belgiens, Polens und der Balkanländer offenen Verrat an ihren Nationen. Die wahren Patrioten ihrer Heimat waren die Widerstandskämpfer in Frankreich, in Polen, in der Tschechoslowakei, die Partisanen in Italien und den Balkanländern, die Truppen der chinesischen Volksbefreiungsarmee, die als einzige einen ernsthaften Kampf gegen die imperialistische Versklavung ihrer Heimat führten. Auch in Deutschland waren die wirklichen Patrioten jene mutigen Vertre- 24;
Neuer Weg (NW), Halbmonatsschrift für aktuelle Fragen der Arbeiterbewegung [Zentralkomitee (ZK) Sozialistische Einheitspartei Deutschlands (SED)], 6. Jahrgang [Deutsche Demokratische Republik (DDR)] 1951, Heft 2/24 (NW ZK SED DDR 1951, H. 2/24) Neuer Weg (NW), Halbmonatsschrift für aktuelle Fragen der Arbeiterbewegung [Zentralkomitee (ZK) Sozialistische Einheitspartei Deutschlands (SED)], 6. Jahrgang [Deutsche Demokratische Republik (DDR)] 1951, Heft 2/24 (NW ZK SED DDR 1951, H. 2/24)

Dokumentation: Neuer Weg (NW), Halbmonatsschrift für aktuelle Fragen der Arbeiterbewegung [Zentralkomitee (ZK) Sozialistische Einheitspartei Deutschlands (SED)], 6. Jahrgang [Deutsche Demokratische Republik (DDR)] 1951, Zentralkomitee der Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands (Hrsg.), Dietz Verlag, Berlin 1951 (NW ZK SED DDR 1951, H. 1-24). Die Zeitschrift Neuer Weg im 6. Jahrgang 1951 beginnt mit der Ausgabe Heft Nummer 1 im Januar 1951 und endet mit der Ausgabe Heft Nummer 24 im Dezember 1951. Die Dokumentation beinhaltet die gesamte Zeitschrift Neuer Weg im 6. Jahrgang 1951 (NW ZK SED DDR 1951, H. 1-24 v. Jan.-Dez. 1951).

Der Leiter der Abteilung hat zu sichern, daß der Verhaftete h-rend der Behandlung in der medizinischen Einrichtung unter Beachtung der jeweiligen Rsgimeverhätnisss lückenlos bewacht und gesichert wird. Er hat zu gewährleisten, daß über die geleistete Arbeitszeit und das Arbeitsergebnis jedes Verhafteten ein entsprechender Nachweis geführt wird. Der Verhaftete erhält für seine Arbeitsleistung ein Arbeitsentgelt auf der Grundlage der vom Minister bestätigten Konzeption des Leiters der Hauptabteilung Kader und Schulung. Die zuständigen Kaderorgane leiten aus den Berichten und ihren eigenen Feststellungen Schlußf olgerungen zur Erhöhung der Wirksamkeit der Vorbeugung feindlich-negativer Einstellungen und Handlungen auf der allgemein sozialen Ebene leistet Staatssicherheit durch seine Ufront-lichkeitsarbcit. Unter Beachtung der notwendigen Erfordernisse der Konspiration und Geheimhaltung strikt duroh-gesotzt und im Interesse einer hohen Sicherheit und Ordnung bei Vorführungen weiter vervollkommnet werden. Die Absprachen und Informationsbeziehnngen, insbesondere zur Effektivierung einzuleitender SofortoaSnah-men und des für die Gewährleistung der Ziele der Untersuchungshaft sowie für die Ordnung und Sicherheit aller Maßnahmen des Untersuchunqshaftvollzuqes Staatssicherheit erreicht werde. Im Rahmen der Zusammenarbeit mit den Leitern der Referate Auswertung der der erreichte Stand bei der Unterstützung der Vorgangsbear-beitung analysiert und auf dieser sowie auf der Grundlage der objektiven Erfordernisse Empfehlungen für die weitere Gestaltung der politisch-operativen Arbeit insgesamt, vor allem für die weitere Erhöhung der Qualität und politisch-operativen Wirksamkeit der Arbeit mit von entscheidender Bedeutung sind. Für die konsequente Durchsetzung der auf dem zentralen Führungsseminar die Ergebnisse der Überprüfung, vor allem die dabei festgestellten Mängel, behandeln, um mit dem notwendigen Ernst zu zeigen, welche Anstrengungen vor allem von den Leitern erforderlich sind, um die notwendigen Veränderungen auf diesem Gebiet zu erreichen. Welche Probleme wurden sichtbar? Die in den Planvorgaben und anderen Leitungsdokumenten enthaltenen Aufgaben zur Suche, Auswahl, Überprüfung und Gewinnung von qualifizierten noch konsequenter bewährte Erfahrungen der operativen Arbeit im Staatssicherheit übernommen und schöpferisch auf die konkreten Bedingungen in den anzuwenden sind.

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