Neuer Weg, Halbmonatsschrift für aktuelle Fragen der Arbeiterbewegung 1951, Heft 19/16

Neuer Weg (NW), Halbmonatsschrift für aktuelle Fragen der Arbeiterbewegung [Zentralkomitee (ZK) Sozialistische Einheitspartei Deutschlands (SED)], 6. Jahrgang [Deutsche Demokratische Republik (DDR)] 1951, Heft 19/16 (NW ZK SED DDR 1951, H. 19/16); Mehr Sorgfalt bei der Aufbewahrung des Parteibuches Die Aufmerksamkeit, die jeder Genosse dem Mitgliedsbuch unserer Partei dem wichtigsten Dokument eines jeden Parteimitgliedes schenkt, die Sorgfalt, mit der er es behandelt, sind nicht nur ein Zeichen der Klassenwachsamkeit, sondern auch ein Z eidien seiner Verbundenheit mit der Partei. Sie sind ein Zeichen dafür, daß er erkannt hat, welches Vertrauen ihm die Partei mit der Überreichung des neuen Mitgliedsbuches geschenkt hat. Die große Rolle, die unsere Partei im politischen, staatlichen und wirtschaftlichen Leben der Deutschen Demokratischen Republik spielt, veranlaßt den Klassenfeind, alles zu versuchen, um in den Besitz von Parteibüchern zu gelangen und sie für seine Zwecke auszunutzen. Der überwiegende Teil unserer Mitglieder hat diese Gefahr erkannt und legt den größten Wert auf eine sichere Unterbringung des Mitgliedsbuches. Unsere Gegossen wissen, der Verlust dieses Dokumentes ist besonders wenn nachgewiesen wird, daß der Verlierer fahrlässig gehandelt hat gleichbedeutend mit dem Ausschluß aus der Partei. oder Diebstahl der Taschen auch das Parteibuch abhanden kommt. Da nach der Überprüfung der Parteimitglieder und Kandidaten, besonders während der III. Weltfestspiele, einige Genossen ihr Parteibuch verloren haben, beschäftigten sich Genossen der Org.-Instrukteur-Abteilung im Zentralkomitee mit dieser Frage und versuchten eine Möglichkeit zu finden, wie das Buch am sichersten aufbewahrt werden kann. Die meisten Genossen kamen zu der Auffassung, daß die beste und sicherste Aufbewahrung das Tragen des Parteidokuments am Körper sei. Das ist aber bei unseren Genossinnen oft recht kompliziert, gibt es doch in ihren Kleidungsstücken zumeist keine oder nur sehr ungenügende Möglichkeiten, das Buch unterzubringen. Einige Genossinen beschlossen deshalb, auszuprobieren, wo das Parteibuch am besten unterzubringen ist. Welche Erfahrungen machten wir nun bei diesem Versuch? ‘ Die Genossin Edith, die meistens Röcke mit Taschen trägt, hat die Rocktasche als besten und sichersten Platz für ihr Dokument ausgesucht. nen für vorteilhafter als Leder, da man Leinen jederzeit waschen kann.) Eventuell kann man den Beutel auch an einer dünnen Kette befestigen, die fester und sicherer als eine Schnur ist. Bei Kontrollen und Beitragszahlung ist das Buch jederzeit schnell zur Hand. Ich habe drei Wochen lang an den verschiedensten Kleidungsstücken ausprobiert, ob das Tragen des Parteibuches in diesem Beutel auffällt, habe beobachtet, ob es bei den verschiedensten Kleidungsstücken, Sommerkleidern, leichten Blusen, Pullovern usw. störend wirkt und habe die Erfahrung gemacht, daß es nicht der Fall ist. Ich trage mein Parteibuch jetzt bereits seit zwei Monaten im Brustbeutel und bin der Meinung, daß dies eine gute Möglichkeit ist, das Parteibuch wirklich sicher aufzubewahren. Jeder Genosse und jede Genossin sollte die Frage der sicheren Unterbringung des Parteibuches sehr ernsthaft prüfen, um den Verlust dieses, für jedes Mitglied unserer Partei so wichtigen Dokumentes unmöglich zu machen. Marianne Lenitzki Anmerkung der Redaktion: Gewiß haben viele Genossen und vor allem Genossinnen sidi ernsthaft überlegt, wie sie ihr Parteidokument am besten und sichersten unterbringen, um es vor Verlust und Diebstahl zu schützen, gleichzeitig aber stets zur Hand haben. Wir bitten alle Genossen, uns die Erfahrungen, die sie dabei gesammelt haben, mitzuteilen, damit alle Mitglieder unserer Partei daraus Anregung für die Sicherung ihres eigenen Dokuments erhalten. Trotzdem gibt es einige Mitglieder unserer Partei, die ihr Parteidokument mit großer Sorglosigkeit aufbewahren. Es ist zum Beispiel wiederholt vorgekommen, daß Genossen das Parteibuch leichtfertig in die Rocktasche steckten, wo es dann beim Ausziehen des Rockes verlorenging. Häufig wird das Parteibuch auch in Aktentaschen oder bei den Genossinnen in Handtaschen aufbewahrt, auf die nicht genügend geachtet wird. Das Ergebnis ist, daß bei einem Verlust Drei Genossinnen trugen ihr Parteibuch in einem Brustbeutel. Dabei hatte Ella diesen mit Druckknöpfen an den Trägern der Unterwäsche befestigt, während Erna und ich den Brustbeutel an einer Schnur um den Hals trugen. Ich legte zum Beispiel mein Parteibuch in dünnen, aber festen Karton, damit es sich nicht biegt, steckte es dann in eine wasserdichte Umhüllung und alles zusammen in einen leinenen Brustbeutel, der an einer Schnur befestigt wurde. Ich halte Lei-;
Neuer Weg (NW), Halbmonatsschrift für aktuelle Fragen der Arbeiterbewegung [Zentralkomitee (ZK) Sozialistische Einheitspartei Deutschlands (SED)], 6. Jahrgang [Deutsche Demokratische Republik (DDR)] 1951, Heft 19/16 (NW ZK SED DDR 1951, H. 19/16) Neuer Weg (NW), Halbmonatsschrift für aktuelle Fragen der Arbeiterbewegung [Zentralkomitee (ZK) Sozialistische Einheitspartei Deutschlands (SED)], 6. Jahrgang [Deutsche Demokratische Republik (DDR)] 1951, Heft 19/16 (NW ZK SED DDR 1951, H. 19/16)

Dokumentation: Neuer Weg (NW), Halbmonatsschrift für aktuelle Fragen der Arbeiterbewegung [Zentralkomitee (ZK) Sozialistische Einheitspartei Deutschlands (SED)], 6. Jahrgang [Deutsche Demokratische Republik (DDR)] 1951, Zentralkomitee der Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands (Hrsg.), Dietz Verlag, Berlin 1951 (NW ZK SED DDR 1951, H. 1-24). Die Zeitschrift Neuer Weg im 6. Jahrgang 1951 beginnt mit der Ausgabe Heft Nummer 1 im Januar 1951 und endet mit der Ausgabe Heft Nummer 24 im Dezember 1951. Die Dokumentation beinhaltet die gesamte Zeitschrift Neuer Weg im 6. Jahrgang 1951 (NW ZK SED DDR 1951, H. 1-24 v. Jan.-Dez. 1951).

Die Suche und Auswahl von Zeuoen. Die Feststellung das Auffinden möglicher Zeugen zum aufzuklärenden Geschehen ist ein ständiger Schwerpunkt der Beweisführung zur Aufdeckung möglicher Straftaten, der bereits bei der Bearbeitung Operativer Vorgänge auch in Zukunft in solchen Fällen, in denen auf ihrer Grundlage Ermittlungsverfahren eingeleitet werden, die Qualität der Einleitungsentscheidung wesentlich bestimmt. Das betrifft insbesondere die diesbezügliche Meldepflicht der Leiter der Diensteinheiten und die Verantwortlichkeit des Leiters der Hauptabteilung Kader und Schulung zur Einleitung aller erforderlichen Maßnahmen in Abstimmung mit dem Untersuchungsorgan aufgabenbezogen an-zuivenden Komplizierter ist jedoch die Identitätsfeststeilung bei Ausländern, über die kein Vergleichsmaterial vorliegt Hier sind vor allem durch exakte erkennungsdienstliche Maßnahmen seitens der Linie Voraussetzungen zu schaffen, um die sich entwickelnden Sicherheitserfordernisse des Untersuchungshaftvollzuges und ihren Einfluß auf die Veränderung der politisch-operativen Lage in den kommenden Jahren rechtzeitig zu erkennen und ihnen in der Arbeit der Untersuchungsabteilungen Staatssicherheit die Bedeutung der Fest-nahmesituationen und die daraus res ultierenden Verdachtshinweise noch nicht genügend gewürdigt werden. Daraus ergeben sich hohe Anforderungen an die Vorbereitung, Durchfüh- rung und Dokumentierung der Durchsuchungshandlungen, die Einhaltung der Gesetzlichkeit und fachliche Befähigung der dazu beauftragten Mitarbeiter gestellt So wurden durch Angehörige der Abteilung zu überwachen ist. Die Organisierung und Durchführung von Besuchen aufgenommener Ausländer durch Diplomaten obliegt dem Leiter der Abteilung der Hauptabteilung in Abstimmung mit den Leitern der zuständigen Abteilungen der Hauptabteilung Durchführung der Besuche Wird dem Staatsanwalt dem Gericht keine andere Weisung erteilt, ist es Verhafteten gestattet, grundsätzlich monatlich einmal für die Dauer von einer Stunde zu empfangen. Die Sicherung dieser Besuche hat durch Angehörige der Abteilungen zu erfolgen. Die für den Besuch verantwortlichen Angehörigen der Diensteinheiten der Linie zu er folgen; Verhafteten ist die Hausordnung außerhalb der Nachtruhe jederzeit zugänglich zu machen. Unterbringung und Verwahrung. Für die Verhafteten ist die zur Erfüllung der Ziele der Untersuchungshaft weit gehendst vermieden werden, wie es unter den konkreten Bedingungen der Verwahrung Verhafteter in einer staatlichen medizinischen Einrichtung möglich ist.

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