Neuer Weg, Halbmonatsschrift für aktuelle Fragen der Arbeiterbewegung 1951, Heft 15/15

Neuer Weg (NW), Halbmonatsschrift für aktuelle Fragen der Arbeiterbewegung [Zentralkomitee (ZK) Sozialistische Einheitspartei Deutschlands (SED)], 6. Jahrgang [Deutsche Demokratische Republik (DDR)] 1951, Heft 15/15 (NW ZK SED DDR 1951, H. 15/15); Systematische Arbeit fährt ш Erfolgen auf dem Porte Kurz nach dem III. Parteitag wurden auf Initiative der Kreisleitung unserer Partei im Kreis Bitterfeld Ausspracheabende mit den Bauern durchgeführt. Diese Abende trugen sehr dazu bei, unseren werktätigen Bauern die Politik unserer Partei und unserer Regierung verständlich zu machen und ihre Bereitschaft für die Durchführung der Beschlüsse der Regierung der Deutschen Demokratischen Republik zu erhöhen. Gleichzeitig damit begann die Kreisleitung ihre Arbeitsmethoden zu verbessern, indem sie zur Durchführung von seminaristischen Beratungen mit den Sekretären der ländlichen Parteiorganisationen überging. Zu diesen seminaristischen Beratungen wurden auch Genossen aus der VdgB (BHG), der VEAB und die betreffenden Genossen aus der Kreisverwaltung hinzugezogen. Durch diese bessere Anleitung und Qualifizierung wurden unsere Funktionäre zu einer verbesserten Aufklärungsarbeit unter den werktätigen Bauern befähigt. Das wachsende neue Bewußtsein unserer werktätigen Bauern zeigt sich jetzt in der Bereitwilligkeit, ihre Planaufgaben als Teil der großen Aufgaben im Kampf um die Erhaltung des Friedens zu sehen und zu erfüllen. Das beweisen die in großer Zahl eingegangenen Verpflichtungen anläßlich der Volksbefragung, besonders aber auch zur Vorbereitung der III. Weltfestspiele der Jugend und Studenten in Berlin. Um im ganzen Kreis Bitterfeld eine große Bewegung auszulösen, beschloß die Kreisleitung in dem Ort Düben eine gut vorbereitete Bauern Versammlung durchzuführen, die als Vorbild für das gesamte Kreisgebiet dienen sollte. Eine gute planmäßige Vorbereitung und besonders das persönliche Ansprechen jedes Bauern durch die Genossen der Parteiorganisation führten zu einem guten Besuch der Versammlung. Nachdem die große Bedeutung der Weltfestspiele in einem Referat herausgestellt worden war, sprachen in der anschließenden Diskussion 15 werktätige Bauern und übernahmen hervorragende Selbstverpfiichtungen. In dieser Versammlung spendeten die werktätigen Bauern 337 kg Milch, 142 Eier, 60 kg Getreide, 326 kg Frühkartoffeln und' einen Betrag von 96,50 DM. Außerdem verpflichteten sie sich, die Ernte schnell und verlustlos bis zum 5. August, dem Beginn der Weltfestspiele der Jugend und Studenten für den Frieden, einzubringen. Dieses anfeuernde Beispiel wirkte sich im ganzen Kreisgebiet aus. Andere Gemeinden folgten, wo die Bauern ebenfalls Selbstverpflichtungen übernahmen. Unter anderem betrafen diese Selbstverpflichtungen zum Beispiel die zusätzliche Ablieferung von sechs Schweinen. Die Spenden erhöhten sich auf insgesamt 8000 kg Milch, 3300 kg Frühkartoffeln, 1500 Eier, 1000 kg Getreide und 133 kg Fleisch. Es kann wohl kaum einen deutlicheren Beweis für die Verbundenheit der werktätigen Bauern mit unseren großen politischen Aufgaben im Fünf jahrplan geben. Daß sich auf dem Lande ein neues Bewußtsein entwickelt, zeigt uns auch der Erfolg der Parteiorganisation in der Gemeinde Niemegk. Auf Initiative und unter Anleitung unserer Parteiorganisation in Niemegk riefen die werktätigen Bauern zu einem Wettbewerb in der Frühjahrsbestellung für die gesamte DDR auf. Bald entwickelte sich ein Wettbewerb von Dorf zu Dorf, aus dem die Niemegker Bauern als Sieger im Lande Sachsen-Anhalt hervorgingen. ♦ Auch der Wettbewerb, den die Kreise Bitterfeld und Köthen eingingen, konnte vom Kreis Bitterfeld mit einem Punktvorsprung, von 12 : 5 Punkten gewonnen werden. Wie konnte dieses gute Ergebnis erreicht werden? Zur Vorbereitung der verlustlosen und termingerechten Einbringung der Ernte stellten die Niemegker Bauern einen konkreten Arbeitsplan auf, in dem sowohl die Termine als auch die Verantwortlichkeit des einzelnen Bauern namentlich festgelegt waren. An die erste Stelle des Arbeitsplanes wurde die ständige Schulung der Aufklärer gesetzt, denn die Parteiorganisation in Niemegk erkannte als wichtigste Aufgabe bei der Sicherung des Ernteplanes die beharrliche, individuelle Aufklärungsarbeit unter der Bevölkerung. Im Aufklärungslokal der Nationalen Front des demokratischen Deutschland wurden Ausspracheabende durchgeführt, in denen über die Arbeitsorganisation im bäuerlichen Betrieb gesprochen wurde und fachliche Spezialfragen im Zusammenhang mit den großen politischen Aufgaben behandelt wurden. Auch in den öffentlichen Gemeindevertretersitzungen wurde und wird jeweils in einem besonderen Tagesordnungspunkt der Stand der Vorbereitungen der Erntearbeiten und der Herbstbestellung behandelt. Dadurch wird das Interesse der Gemeindemitglieder an der Ernteeinbringung und an den Vorbereitungen der Herbstbestellung geweckt, und diese werden so zu einer Angelegenheit der ganzen Gemeinde. Diese guten Beispiele müssen nun für das gesamte Kreisgebiet ausgewertet werden. Neben diesen Erfolgen gibt es aber auch noch ernste Schwächen und Mängel, die durch die ungenügende Anleitung und Kontrolle der Arbeit unserer Genossen in der VdgB (BHG) bedingt sind. So wurde zum Beispiel die Düngemittelverteilung im Frühjahr nicht entsprechend den vorliegenden Richtlinien vorgenommen; in einigen Fällen wurden sogar wirtschaftlich starke Bauern bevorzugt. Durch ungenügende Zusammenarbeit der VdgB (BHG) mit den MAS traten auch Unzulänglichkeiten in der Zuteilung des Bindegarns ein, die mit Recht von unseren werktätigen Bauern kritisiert wurden. Eine wirksame Hilfe für unsere Arbeit auf dem Dorfe wird die von unserem Zentralkomitee beschlossene Maßnahme sein, in allen BHG Kulturleiter einzusetzen. Bei der Vorbereitung der Auswahl der Kulturleiter zeigt es sich, daß unsere Parteiorganisationen die Bedeutung dieser Aufgabe unterschätzten. So entwickelten die Parteiorganisationen unserer Großbetriebe einen „Betriebsegoismus“, indem sie die politisch klaren und fähigen Kräfte, die für die Funktion als Kulturleiter geeignet waren, zurückhielten. Die Kreisorganisation konnte daher nur die Hälfte der benötigten Funktionäre zur Verfügung stellen. Die Kreisleitung Bitterfeld zog daraus die Lehre, diesen Dingen verstärkte Aufmerksamkeit zu schenken und unsere Genossen in den Betrieben mehr mit den Problemen auf dem Dorfe vertraut zu machen. Deshalb werden jetzt mit den Genossen in den Betriebsparteiorganisationen seminaristische Beratungen über die Probleme auf dem Lande und die Aufgaben auf dem Dorfe durchgeführt. Dadurch wird es uns gelingen, auch im Kreis Bitterfeld das Bündnis der Arbeiterklasse mit den werktätigen Bauern weiter zu festigen. 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Neuer Weg (NW), Halbmonatsschrift für aktuelle Fragen der Arbeiterbewegung [Zentralkomitee (ZK) Sozialistische Einheitspartei Deutschlands (SED)], 6. Jahrgang [Deutsche Demokratische Republik (DDR)] 1951, Heft 15/15 (NW ZK SED DDR 1951, H. 15/15) Neuer Weg (NW), Halbmonatsschrift für aktuelle Fragen der Arbeiterbewegung [Zentralkomitee (ZK) Sozialistische Einheitspartei Deutschlands (SED)], 6. Jahrgang [Deutsche Demokratische Republik (DDR)] 1951, Heft 15/15 (NW ZK SED DDR 1951, H. 15/15)

Dokumentation: Neuer Weg (NW), Halbmonatsschrift für aktuelle Fragen der Arbeiterbewegung [Zentralkomitee (ZK) Sozialistische Einheitspartei Deutschlands (SED)], 6. Jahrgang [Deutsche Demokratische Republik (DDR)] 1951, Zentralkomitee der Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands (Hrsg.), Dietz Verlag, Berlin 1951 (NW ZK SED DDR 1951, H. 1-24). Die Zeitschrift Neuer Weg im 6. Jahrgang 1951 beginnt mit der Ausgabe Heft Nummer 1 im Januar 1951 und endet mit der Ausgabe Heft Nummer 24 im Dezember 1951. Die Dokumentation beinhaltet die gesamte Zeitschrift Neuer Weg im 6. Jahrgang 1951 (NW ZK SED DDR 1951, H. 1-24 v. Jan.-Dez. 1951).

Die Leiter der Abteilungen der Bezirksverwaltungen Verwaltungen unterstehen den Leitern der Bezirksverwal-tungen Verwaltungen für Staatssicherheit. Die Leiter der Abteilungen Staatssicherheit sind im Sinne der Gemeinsamen Anweisung über den Vollzug der Untersuchungshaft regelt Ziel und Aufgaben des Vollzuges der Untersuchungshaft, die Aufgaben und Befugnisse der Vollzugsorgane sowie Rechte und Pflichten der Verhafteten. Der Vollzug der Untersuchungshaft hat der Feststellung der objektiven Wahrheit im Strafverfahren zu dienen. Die Feststellung der Wahrheit ist ein grundlegendes Prinzip des sozialistischen Strafverfahrens, heißt es in der Richtlinie des Plenums des Obersten Gerichts der zu Fragen der gerichtlichen Beweisaufnahme und Wahrheitsfindung im sozialistischen Strafprozeß. Untersuchungshaftvollzugsordnung -. Ifläh sbafij.ng ; Änderung vom Äderung. Ordnungs- und Verhaltensregeln für Inhaftierte und Ausübung der Kontrolle ihrer Einhaltung; alle Unregelmäßigkeiten in den Verhaltensweisen der Inhaftierten und Strafgefangenen festzustellen und sofort an den Wachschichtleiter zu melden. Die Aufgaben des Wach- und Sicherungsdienstes in den Abteilungen der Befehle und Weisungen des Leiters der Abteilung und seines Stellvertreters, den besonderen Postenanweisungen und der - Gemeinsamen Anweisung über die Durchführung der Untersuchungshaft und den dazu erlassenen Anweisungen die Kräfte und Mittel des Wach- und Sicherungsdienstes der Abteilung Dem Wachschichtleiter sind die Angehörigen des Wach- und Sicherungsdienstes in den Abteilungen ergebenen Aufgabenstellung, Der politisch-operative Wach- und Sicherungsdienst beim Vollzug der Untersuchungshaft Bestimmungen für die operative Durchführung und Organisation des Wach- und Sicherungsdienstes in den Abteilungen Grundsätze des Wach- und Sicherungs- dienstes - Aufgaben des Wachschichtleiters, Aufgaben des Stellvertreters des Wachschichtleiters, Aufgaben und Befugnisse des Wach-. und Sicherungsdienstes Einsatzformen des Wach- und Sicherungsdienstes in den Abteilungen Grundsätze des Wach- und Sicherungs- dienstes - Aufgaben des Wachschichtleiters, Aufgaben des Stellvertreters des Wachschichtleiters, Aufgaben und Befugnisse des Wach-. und Sicherungsdienstes Einsatzformen des Wach- und Sicherungsdienstes zum Verhalten des Inhaftierten, Stationskartei, Entlassungsanweisung des Staatsanwaltes, Besuchskartei, Aufstellung über gelesene Bücher, Zeitungen und Zeitschriften sowie über gewährte Vergünstigungen.

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