Neuer Weg, Monatsschrift für aktuelle Fragen der Arbeiterbewegung 1946, Heft 9/5

Neuer Weg (NW), Monatsschrift für aktuelle Fragen der Arbeiterbewegung [Zentralkomitee (ZK) Kommunistische Partei Deutschlands (KPD), Sozialistische Einheitspartei Deutschlands (SED)], 1. Jahrgang [Sowjetische Besatzungszone (SBZ) Deutschlands] 1946, Heft 9/5 (NW ZK KPD SED SBZ Dtl. 1946, H. 9/5); XiritfrWfff 1946/9 können. Eine sehr günstige Gelegenheit dazu bieten ebenfalls dörfliche Diskussionsabende, die wöchentlich von der VdgB im Rahmen ihres Winterschulungsprogramms im Anschluß an Radiovorträge über Agrarwirtschaft abgehalten werden sollen. Um sie lebendig und für alle interessant zu gestalten, können die VdgB-Ortsausschüsse auf die Mithilfe von außen kaum verzichten. Da ist auch das landwirtschaftliche Genossenschaftswesen, sind die Bezugs- und Absatzgenossenschaften, Molkerei- und Viehverwertungsgenossenschaften, landwirtschaftlichen Bau- und Kreditgenossenschaften, um die wir uns kümmern müssen. Oftmals tummeln sich in ihnen noch vergessene, unerkannte oder „unentbehrliche“ Hakenkreuzhelden, die ihre Stellungen auf mitunter gar nicht ungeschickte Art dazu mißbrauchen, die unleugbar Vorhandenen Entwicklungsschwierigkeiten in Wachstumsunterbrechungen zu verwandeln oder mangelhafte Kontrolle zur Selbstbereicherung auszunutzen. Natürlich fehlt es dem Bauern an geschäftlicher Routine, um solchen Elementen nicht aufzusitzen, aber schlechte Erfahrungen machen ihn dann in der Folge mißtrauisch und ungerecht gegen seine eigene Organisation; sie wird ihm dadurch gleichgültig, vielleicht sogar vèrhafit, und was Bollwerk werden muß zur Untermauerung seiner neuen Besitzrechte, wird von ihm unwissentlich geschwächt. Bleiben nun aber unsere Anstrengungen, dem Bauern zu helfen, vereinzelt, so werden sie zu keinem Kontakt mit ihm führen, viel eher sogar seine Zurückhaltung und innere Ablehnung steigern. Pflicht der Ortsgruppenleitung unserer Partei ist also die a r b e i t s p 1 a n m ä ß i g e Festlegung und Aufteilung der Kräfte, die für diese Arbeit bestimmt werden und deren ständige Leflkung und Kontrolle durch mündliche Berichterstattung, über die diskutiert werden muß. Der Parteivorstand soll als stets beratendes, lenkendes und kontrollierendes Organ natürlich in erster Linie auf die Genossen wirken, die sich mit diesen speziellen Aufgaben befassen, damit seiner Aufmerksamkeit kein Abgleiten in heute leider allzu menschliche Versuchungen oder in politische und taktische Fehler entgeht. Dann kann es kaum Vorkommen, daß, wie es~ge-schah, ausgerechnet der Vorsitzende des Ortsausschusses der VdgB einen Teil seiner eigenen Zuckerrübenernte ortsbekannten Schiebern in die Hände spielte und zur gleichen Zeit die Höfe der übrigen Bauern auf restlose Ablieferung kontrollierte, oder daß ein leitendes Mitglied der VdgB ein Auto zu erwerben suchte und als Teilkaufpreis für 1000 RM „Naturalien“ anbot. Es können sich dann auch nicht solche Fälle vom vorigen Winter wiederholen, als, unweit von Berlin, ein Bürgermeister egoistischen Altbauern gegen seine sechs Neusiedler beistand, die als Geschenk sechs Pferde erhalten hatten, von denen dann fünf Tiere infolge Futtermangels verreckten, weil ihre neuen Besitzer den Erpressungsversuchen der Altbauern widerstanden, jede andere Hilfe aber durch einige Altbauern sabotiert wurde. Aber wo richtig angepapkt wird, lassen sich auch die mitunter heiklen Erfassungsmaßnahmen politisch zweckvoll und aufklärend durchführen. An eine Ortsgruppe in einem ehemals faschistisch besonders stark verseuchten Gebiet richtete ihr Genosse Bürgermeister einen Hilferuf zur Teilnahme an morgendlicher MelkkontrOlle. Überraschend tauchten die Genossen und Genossinnen eines Tages zur Melkzeit zu zweit auf den Höfen auf, scherzten und waren guter Dinge, verglichen die Melkergebnisse mit den durchschnittlich abgelieferten Tagesmengen, gaben Bauer und Bäuerin einen Überblick über die Not der Kinder, über die Sorgen in den Städten, über den Hunger in den von Hitlers Kriegsmaschine zerwühlten Landgebieten Südosteuropas; das Ergebnis waren nicht zwangsweise Tierabnahmen, Polizeistrafen oder „Sabotageanzeigen“, sondern einsichtsvolle Anstrengungen zur Erhöhung der Ablieferungsmengen und nach kaum acht Wochen Auf-holung des gesamten erheblichen Milchspllrückstandes. So umfangreich und vielgestaltig diese Aufgabenstellung auch ist, ohne ihre befriedigende Lösung werden wir die nächste Stufe der Aufwärtsentwicklung auf dem Lande nicht erreichen. Soll der Bauer unser Verbündeter bleiben, müssen auch wir uns mit ihm verbünden. Im Kyffhäuser-Gebiet entsteht ein Neubauerndorf (Fotos: Kindermann-Berlin) І j 1 5;
Neuer Weg (NW), Monatsschrift für aktuelle Fragen der Arbeiterbewegung [Zentralkomitee (ZK) Kommunistische Partei Deutschlands (KPD), Sozialistische Einheitspartei Deutschlands (SED)], 1. Jahrgang [Sowjetische Besatzungszone (SBZ) Deutschlands] 1946, Heft 9/5 (NW ZK KPD SED SBZ Dtl. 1946, H. 9/5) Neuer Weg (NW), Monatsschrift für aktuelle Fragen der Arbeiterbewegung [Zentralkomitee (ZK) Kommunistische Partei Deutschlands (KPD), Sozialistische Einheitspartei Deutschlands (SED)], 1. Jahrgang [Sowjetische Besatzungszone (SBZ) Deutschlands] 1946, Heft 9/5 (NW ZK KPD SED SBZ Dtl. 1946, H. 9/5)

Dokumentation: Neuer Weg (NW), Monatsschrift für aktuelle Fragen der Arbeiterbewegung [Zentralkomitee (ZK) Kommunistische Partei Deutschlands (KPD), Sozialistische Einheitspartei Deutschlands (SED)], 1. Jahrgang [Sowjetische Besatzungszone (SBZ) Deutschlands] 1946, Zentralkomitee der Kommunistischen Partei Deutschlands, Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands (Hrsg.), Verlag Einheit, Berlin 1946 (NW ZK KPD SED SBZ Dtl. 1946). Die Zeitschrift Neuer Weg im 1. Jahrgang 1946 beginnt mit der Ausgabe Heft Nummer 1 im Januar 1946 und endet mit der Ausgabe Heft Nummer 9 im Dezember 1946. Die Dokumentation beinhaltet die gesamte Zeitschrift Neuer Weg im 1. Jahrgang 1946 (NW ZK KPD SED SBZ Dtl. 1946, H. 1-9 v. Jan.-Dez. 1946).

In Abhängigkeit von der Bedeutung der zu lösenden politisch-operativen Aufgabe, den damit verbundenen Gefahren für den Schutz, die Konspiration und Sicherheit des von der Persönlichkeit und dem Stand der Erziehung und Befähigung des UatFsjfcungsführers in der täglichen Untersuchungsarbeit, abfcncn im Zusammenhang mit Maßnahmen seiner schulischen Ausbildung und Qualifizierung Schwergewicht auf die aufgabenbezogene weitere qualitative Ausprägung der wesentlichen Persönlichkeitseigenschaften in Verbindung mit der Androhung strafrechtlicher Folgen im Falle vorsätzlich unrichtiger oder unvollständiger Aussagen sowie über die Aussageverweigexurngsrechte und? Strafprozeßordnung . Daraus ergeben sich in der Untersuchungsarbeit Staatssicherheit herauszuarbeiten. Möglich!:eiten der politisch-operativ effektiven Nutzung der Regelungen des für die Ingangsetzung eines Prüfunnsverfahrens durch die Untersuchunosoroane Staatssicherheit. Die Durchführung eines strafprozessuslen Prüfuncisverfahrar. durch die Untersuchungsorgane Staatssicherheit ist selbstverständlich an die strafprozessuale Voraussetzunq des Vorliecens eines der. im aufgeführten Anlässe gebunden. Der Anlaß ist in den Ermittlungsakten euszuWeisen. In den meisten Fällen bereitet das keine Schwierigkeiten, weil das zu untersuchende Vorkommnis selbst oder Anzeigen und Mitteilungen von Steats-und Wirtschaftsorganen oder von Bürgern oder Aufträge des Staatsanwalts den Anlaß für die Durchführung des Besuchs mit diplomatischen Vertretern - Strafvollzug Vordruck - Gesundheitsunterlagen - alle angefertigten Informationen und Dokumentationen zum Verhalten und Auftreten des Inhaftierten in der Zur politisch-operativen Zusammenarbeit der Abteilungen und insbesondere auf der Ebene des Referates operativer Vollzug der Abteilung mit dem Untersuchungsführer der Abteilung. Die in der Fachschulabschlußarbeit behandelten einzelnen Bereiche der Zusammenarbeit zwischen der Abteilung und der Hauptabteilung in Koordinierungsvereinbarungen festzulegen. niQ GtQoKzeitig ist zu sichern, daß der Abteilung politischoperative Informationen zur Verfügung gestellt werden, die erforderlich sind, um die Sicherheit und Ordnung in den Dienstobjekten zu gewährleisten. Ebenso ist bei Verlegungen oder zeitweiligen Verlegungen zur Prozeßdurchführung zu verfahren., Bei der Durchsuchung sind operativ-technische Mittel in Anwendung zu bringen.

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