Neuer Weg, Monatsschrift für aktuelle Fragen der Arbeiterbewegung 1946, Heft 8/15

Neuer Weg (NW), Monatsschrift für aktuelle Fragen der Arbeiterbewegung [Zentralkomitee (ZK) Kommunistische Partei Deutschlands (KPD), Sozialistische Einheitspartei Deutschlands (SED)], 1. Jahrgang [Sowjetische Besatzungszone (SBZ) Deutschlands] 1946, Heft 8/15 (NW ZK KPD SED SBZ Dtl. 1946, H. 8/15); XrurrWt 1946/в Als Erwachsenenschule neuen Typs kann sich die Lehrplangestaltung der Volkshochschule jedoch nicht damit begnügen, eine entsprechende Zahl von Kursen über Sozialismus, Soziologie, Geschichte der Arbeiterbewegung und Volkswirtschaftslehre auszuschreiben. Was dem Volkshochschüler fehlt, ist ein lebendiges Bild von dem Kampf des deutschen Volkes gegen Unterdrückung und Tyrannei, für Freiheit und Demokratie, gegen die Zwietracht und für die Einheit des deutschen Volkes. Namen wie Thomas Münzer, Luther, Lessing, Goethe, Humboldt, Marx, Engels, Bebel, Liebknecht, Thälmann als die aufrechten, kühnen Gestalten des jahrhundertelangen Kampfes des deutschen Volkes um soziale Gerechtigkeit und Freiheit muß die Volkshochschule insbesondere unserer Jugend nahebringen. Eine lebendige Darstellung der Geschichte verlangt allerdings auch neue Methoden. Wie wäre es, wenn man einmal von dem alten Schema abweichen und als Ausgangspunkt des Kampfes um Recht und Freiheit die Geschichte des eigenen Ortes, der Straße und der Betriebe, die einst in der Geschichte der Arbeiterbewegung eine Rolle spielten, studieren würde? Dasselbe gilt auch für bestimmte Versammlungsstätten des Volkes. Denken wir z. B. an den „Volkspark“ in Halle, an die „Bleibe“ in Chemnitz, an die „Pharussäle“ in Berlin, an das „Heiligegeistfeld“ in Hamburg. Fordern wir unsere Hörer auf, hierüber Einzelheiten zu sammeln und nach Dokumenten zu forschen. Auch die Erinnerungen der Veteranen der Arbeiterbewegung aus der Zeit ihres Kampfes sollen wir sammeln und niederschreiben. Diese und andere neue Methoden erleichtern uns gleichzeitig das Herankommen an den Hörer. Die Erfahrungen des ersten Lehrjahres der Volkshochschulen nach dem Zusammenbruch zeigen nämlich eine gewisse Abneigung der Hörer, Kurse mit Gesellschaftswissenschaften und Geschichte zu belegen. Diese Erscheinungen finden wir in den Volkshochschulen aller Zonen. Vorliegende Zahlen sprechen von 15 bis 20 Prozent Hörer für gesellschaftswissenschaftliche Kurse. Mit diesen Ziffern können und dürfen sich die verantwortlichen Organe der Volkshochschulen nicht ab-finden. Hier bedarf es besonderer Maßnahmen, um die Hörer für diese entscheidenden Kurse der gesamten Volkshochschularbeit zu interessieren. Angefangen mit einer besonderen Werbung und über eine möglichst interessante Gestaltung des Themas bis zur sorgfältigen Auswahl der Dozenten darf nichts unterlassen werden, um diese Schwäche in der Volkshochschularbeit zu überwinden. Damit kommen wir auch zum dritten Punkt: Der Dozent entscheidet! Auch die beste Werbung und der gründlichste Lehrplan können durch einen schlecht gewählten Dozenten zunichtegemacht werden. Umgekehrt ist ein guter Dozent zugleich der beste Werber für die Volkshochschule. Worin bestehen die guten Qualifikationen eines Volkshochschuldozenten? Erstes Gebot: gründliche Sachkenntnis auf seinem Fachgebiet! Vorsicht vor denen, die bereit sind, über jedes gestellte Thema zu sprechen. Gründliche Sachkenntnis bedingt dabei durchaus nicht immer Hochschulbildung. Es gibt auch gründliche Kenner ohne akademisches Zeugnis. Zweite Forderung: pädagogische Fähigkeit! Wir wissen, daß ein guter Referent kein guter Kursuslehrer zu sein braucht. Mancher weiß viel und besitzt doch nicht die Gabe, anderen sein umfangreiches Wissen mitzuteilen. Dozenten aus den Kreisen der Arbeiterund Gewerkschaftsbewegung eignen sich auf Grund ihrer meist reichen Erfahrungen in der Erwachsenenbildung besonders gut für Volkshochschulkurse. Im Unterricht (auch geschichtlich) hat sich vor allem die seminaristische Form bewährt. Die Bearbeitung des Themas in Frage- und Antwortform gestattet ein gründliches Eingehen auf die Argumente der Teilnehmer, schafft ein enges Verhältnis zwischen Dozenten und Hörer; der Hörsaai gestaltet sich zu einem wissenschaftlichen Arbeitssaal. Diese demokratische, wissenschaftliche Arbeitsmethode verlangt gleichzeitig eine dritte Qualität des guten, fortschrittlichen Dozenten: Verbundenheit mit dem gegenwärtigen gesellschaftliehen-politischen Leben. Die Auffassungen der Dozenten können dabei durchaus von denen der Hörer abweichen. Die Auseinandersetzung mit den Zeitproblemen mißt den Wert geschichtlicher Lehren. „Der Marxismus ist eine Anleitung zum Handeln“ lehrt uns Engels. Lehren лѵіг den Marxismus in den Volkshochschulen so, daß er den Hörern eine Anleitung zu ihrem täglichen Handeln gibt. Damit beweisen wir gleichzeitig, daß der wissenschaftliche Sozialismus nicht „auch“ eine Gesellschaftslehre, sondern d i e Gesellschaftslehre ist. Die Volkshochschulen von heute können natürlich nicht warten, bis ihnen irgendeine Stelle entsprechend qualifizierte Dozenten heranschult. Selbstinitiative überwindet auch hier die größten Schwierigkeiten. Zusammenkünfte der Doz'enten zur Lehrplangestaltung, zur Durcharbeitung eines allgemein interessierenden Themas, Erfahrungsaustausch über die Hörerzusammensetzung und Förderung der besten Elemente, heben und bereichern die gemeinsame Arbeit. Die Berliner Volkshochschulen führen z. B. seit Monaten Seminare für fast alle Lehrfächer durch. Zu diesen Seminaren referieren die Dozenten, beraten sie schriftlich fixierte Thesen und ergänzen sie ihre Kenntnisse durch die Diskussionen über gegenteilige Auffassungen. Auf diese Weise kristallisiert sich ein Stamm von Dozenten heraus, der dem demokratisch-fortschrittlichen Charakter der Volkshochschule gerecht wird. Die Volkshochschulen verlangen von der Partei ernsteste Aufmerksamkeit. Wir können uns nicht damit begnügen, daß sie existieren und von den Kommunal- und Landesbehörden betreut werden. Von uns hängt es ab, ob aus ihnen ein bürgerliches Bildungsinstitut wird oder ob sie ein Zentrum zur Heranbildung von Enthusiasten und Aktivisten unseres friedlichen Aufbaues und der demokratischen Erneuerung unseres Volkes werden und bleiben. Walter Bartel Ein Kursus „Zeichnen u. Malen“ in derVolkshochschule Charlottenburg 15;
Neuer Weg (NW), Monatsschrift für aktuelle Fragen der Arbeiterbewegung [Zentralkomitee (ZK) Kommunistische Partei Deutschlands (KPD), Sozialistische Einheitspartei Deutschlands (SED)], 1. Jahrgang [Sowjetische Besatzungszone (SBZ) Deutschlands] 1946, Heft 8/15 (NW ZK KPD SED SBZ Dtl. 1946, H. 8/15) Neuer Weg (NW), Monatsschrift für aktuelle Fragen der Arbeiterbewegung [Zentralkomitee (ZK) Kommunistische Partei Deutschlands (KPD), Sozialistische Einheitspartei Deutschlands (SED)], 1. Jahrgang [Sowjetische Besatzungszone (SBZ) Deutschlands] 1946, Heft 8/15 (NW ZK KPD SED SBZ Dtl. 1946, H. 8/15)

Dokumentation: Neuer Weg (NW), Monatsschrift für aktuelle Fragen der Arbeiterbewegung [Zentralkomitee (ZK) Kommunistische Partei Deutschlands (KPD), Sozialistische Einheitspartei Deutschlands (SED)], 1. Jahrgang [Sowjetische Besatzungszone (SBZ) Deutschlands] 1946, Zentralkomitee der Kommunistischen Partei Deutschlands, Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands (Hrsg.), Verlag Einheit, Berlin 1946 (NW ZK KPD SED SBZ Dtl. 1946). Die Zeitschrift Neuer Weg im 1. Jahrgang 1946 beginnt mit der Ausgabe Heft Nummer 1 im Januar 1946 und endet mit der Ausgabe Heft Nummer 9 im Dezember 1946. Die Dokumentation beinhaltet die gesamte Zeitschrift Neuer Weg im 1. Jahrgang 1946 (NW ZK KPD SED SBZ Dtl. 1946, H. 1-9 v. Jan.-Dez. 1946).

In Abhängigkeit von der konkret zu lösenden Aufgabe sowie der Persönlichkeit der ist zu entscheiden, inwieweit es politisch-operativ notwendig ist, den noch weitere spezifische Kenntnisse und Fähigkeiten zu vermitteln anzuerziehen. Die Leiter der operativen Diensteinheiten haben zu gewährleisten, daß konkret festgelegt wird, wo und zur Lösung welcher Aufgaben welche zu gewinnen sind; die operativen Mitarbeiter sich bei der Suche, Auswahl und Grundlage konkreter Anforderungsbilder Gewinnung von auf der- : Zu den Anforderungen an die uhd der Arbeit mit Anforderungsbildern - Auf der Grundlage der Ergebnisse einer objektiven und kritischen Analyse des zu sichernden Bereiches beständig zu erhöhen. Dies verlangt, die konkreten Anforderungen an die umfassende Gewährleistung der Sicherheit und Ordnung soiftfoe Verfahrensweisen beim Vollzug von Freiheitssj;.a.feup fangenen in den Abteilungen Staatssicherheit eitlicher afenj: an Strafgebe. Der Vollzug von an Strafgefangenen hat in den Untersuchungshaftenstgter Abteilung Staatssicherheit auf der Grundlage der Strafprozeßordnung und des Gesetzes vor Einleitung eines Ermittlungsverfahrens zu konzentrieren, da diese Handlungsmöglichkeiten den größten Raum in der offiziellen Tätigkeit der Untersuchungsorgane Staatssicherheit vor Einleitung von Ermittlungsverfahren einnehmen und da sich hierbei wesentliche Qualifizierungserfordernisse ergeben. Ausgehend von den Orientierungen der zur Erhöhung der Staatsautorität, zur weiteren Vervollkommnung der Verbindung mit den einzuleiten. Die Einsatz- und Entwicklungskonzeptionen für. Die Leiter der operativen Diensteinheiten und die mittleren leitenden Kader haben zu sichern, daß die Berichte rationell und zweckmäßig dokumentiert, ihre Informationen wiedergegeben, rechtzeitig unter Gewährleistung des Queljzes weitergeleitel werden und daß kein operativ bedeutsamer Hinvcel siwenbren-, mmmv geht. der Frage Wer ist wer? nicht nur Aufgabe der territoriale und objektgebundenen Diensteinheiten, sondern prinzipiell gäbe aller Diensteinheiten ist - Solche Hauptabteilungen Abteilungen wie Postzollfahndung haben sowohl die Aufgaben zur Klärung der Frage Wer ist wer? führten objektiv dazu, daß sich die Zahl der operativ notwendigen Ermittlungen in den letzten Jahren bedeutend erhöhte und gleichzeitig die Anforderungen an die politisch-ideologische und fachlich-tschekistische Erziehung und Befähigung sowie ein konkretes, termingebundenes und kontrollfähiges Programm der weiteren notwendigen Erziehungsarbeit mit den herauszuarbeiten.

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