Neuer Weg, Monatsschrift für aktuelle Fragen der Arbeiterbewegung 1946, Heft 7/6

Neuer Weg (NW), Monatsschrift für aktuelle Fragen der Arbeiterbewegung [Zentralkomitee (ZK) Kommunistische Partei Deutschlands (KPD), Sozialistische Einheitspartei Deutschlands (SED)], 1. Jahrgang [Sowjetische Besatzungszone (SBZ) Deutschlands] 1946, Heft 7/6 (NW ZK KPD SED SBZ Dtl. 1946, H. 7/6); für unsere bäuerlichen Bundesgenossen Wie der Arbeiter dem Bauern beim Aufbau seiner Wirtschaft zur Seite steht, so muß er ihm auch behilflich sein beim Aufbau seiner Organisation, der Vereinigung der gegenseitigen Bauernhilfe (VdgB). Ohne die beständige kameradschaftliche Hilfe der Arbeiter beim Aufbau der VdgB ist das Tempo der Entwicklung der VdgB zur Massenorganisation zu langsam. So wie der Freie Deutsche Gewerkschaftsbund die überparteiliche Massenorganisation aller Arbeiter im Kampf um die Besserung ihrer Lebenslage ist, so muß die VdgB die überparteiliche Massenorganisation aller Bauern werden. Früher beherrschte der Landbund, die Interessenorganisation der Großgrundbesitzer, das Dorf. Jetzt ist die Macht der Junker durch die demokratische Bodenreform gebrochen, und der Bauer ist die zentrale Figur des Dorfes, der, frei vom Junkereinfluß, seine Geschicke an der Seite der Arbeiterklasse selbst meistern muß. Der Bauer lernt aber erst, seine Interessen selbst zu vertreten. Er ist dabei, seine eigene demokratische bäuerliche Massenorganisation zu schaffen. Wollen wir, daß das Dorf wirklich demokratisch denken und handeln lernt, dann müssen wir, die Mitglieder und Funktionäre der SED und des FDGB, dabei helfen. Tun wir das nicht, dann „helfen“ jene reaktionären Elemente den Bauern, die heute bereits ganz offen im Rahmen bürgerlicher Parteien gegen die Bodenreform Stellung zu nehmen wagen. Darin zeigt sich der Versuch einer Einflußnahme durch jene reaktionären Kreise des Westens, die sich schützend vor das Junkertum stellen, dort eine echte Bodenreform verhindern und in der Ostzone wieder stärkeren Einfluß gewinnen wollen. Im Kampf um die wirkliche Demokratisierung Deutschlands nimmt das Dorf in der Ostzone eine bedeutende Stellung ein, spielen die bäuerlichen Massen eine große Rolle. Zudem kommt dem Bauern als Erzeuger und Sicherer der Ernährung unseres Volkes in den nächsten Jahren eine überragende Stellung zu. Es ist also notwendig, sein Vertrauen zur neuen demokratischen Ordnung zu stärken, ihn gegen alle reaktionären Versuche immun zu machen, seine bäuerliche Aktivität zu hemmen. Um die Bauern zu gewännen, knüpft die Reaktion an das traditionelle Denken der Bauern an. Sie erzählt ihnen gern, daß ihnen die Sozialistische Einheitspartei ihr Eigentum nehmen werde. Diesen Unsinn kann man am besten durch Hilfe beim Aufbau der bäuerlichen Massenorganisation widerlegen, die ja für die Erhaltung und Mehrung des bäuerlichen Eigentums eintritt. Während im Osten die Junker enteignet wurden, werden im Westen (Süddeutschland) die Bauern auf Grund eines „Bodenreforms-Gesetzes enteignet und zur progressiven Landabgabe verurteilt. Sie müssen von 1 bis 10 Prozent ihres Bodens abgeben, damit die Junker große Teile ihres Großgrundbesitzes behalten. Diese Tatsache ist von größter Wichtigkeit bei der Beantwortung der Frage, wer das Eigentum der Bauern schützt und vermehrt. Dort, wo die Arbeiter den Bauern im Kampf gegen ihre gemeinsamen Unterdrücker helfen, ist ihr Eigentum gesichert; wo sie noch den Junkern und sogenannten „Demokraten“ ver-trauep, wie in Süddeutschland, ist es gefährdet. Wenn der Bauer bei den Gemeindewahlen seine Stimme überwiegend der SED gab, so kommt darin sein Vertrauen zur Bündnispolitik mit der Arbeiterklasse zum Ausdruck. Wir müssen nun sein Vertrauen rechtfertigen, indem wir ihm weiterhelfen und indem wir ihn unterstützen, seine bäuerliche Massenorganisation, die VdgB, zu einem wirklichen Instrument der Vertretung seiner wirtschaftlichen, kulturellen und fachlichen Interessen zu entwickeln. Wir müssen behilflich sein, einen guten Stamm von Bauernfunktionären, ohne Unterschied ihrer parteilichen Bindung, heranzuschulen, die fähig sind, die Mitglieder in der VdgB zu vertreten, im Dorfe mehr Aktivität und Lebendigkeit zu entfesseln sowie die Bauernmassen im Aufbau eines demokratischen Deutschlands zu interessieren und zur Mitarbeit auf den verschiedensten Gebieten zu gewinnen. Den Nutzen und die Zweckmäßigkeit einer festgefügten bäuerlichen Massenorganisation werden Bauer und Bäuerin nur dann erkennen, wenn sie auch wirklich ihre bäuerlichen Inter- 6;
Neuer Weg (NW), Monatsschrift für aktuelle Fragen der Arbeiterbewegung [Zentralkomitee (ZK) Kommunistische Partei Deutschlands (KPD), Sozialistische Einheitspartei Deutschlands (SED)], 1. Jahrgang [Sowjetische Besatzungszone (SBZ) Deutschlands] 1946, Heft 7/6 (NW ZK KPD SED SBZ Dtl. 1946, H. 7/6) Neuer Weg (NW), Monatsschrift für aktuelle Fragen der Arbeiterbewegung [Zentralkomitee (ZK) Kommunistische Partei Deutschlands (KPD), Sozialistische Einheitspartei Deutschlands (SED)], 1. Jahrgang [Sowjetische Besatzungszone (SBZ) Deutschlands] 1946, Heft 7/6 (NW ZK KPD SED SBZ Dtl. 1946, H. 7/6)

Dokumentation: Neuer Weg (NW), Monatsschrift für aktuelle Fragen der Arbeiterbewegung [Zentralkomitee (ZK) Kommunistische Partei Deutschlands (KPD), Sozialistische Einheitspartei Deutschlands (SED)], 1. Jahrgang [Sowjetische Besatzungszone (SBZ) Deutschlands] 1946, Zentralkomitee der Kommunistischen Partei Deutschlands, Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands (Hrsg.), Verlag Einheit, Berlin 1946 (NW ZK KPD SED SBZ Dtl. 1946). Die Zeitschrift Neuer Weg im 1. Jahrgang 1946 beginnt mit der Ausgabe Heft Nummer 1 im Januar 1946 und endet mit der Ausgabe Heft Nummer 9 im Dezember 1946. Die Dokumentation beinhaltet die gesamte Zeitschrift Neuer Weg im 1. Jahrgang 1946 (NW ZK KPD SED SBZ Dtl. 1946, H. 1-9 v. Jan.-Dez. 1946).

Die mittleren leitenden Kader sind noch mehr zu fordern und zu einer selbständigen Ar- beitsweise zu erziehen Positive Erfahrungen haben in diesem Zusammenhang die Leiter der Abteilungen der Hauptabteilung und der Abteilung strikt zu gewährleisten ist. Über die Aufnahme des BeSucherVerkehrs von Strafgefangenen, deren Freiheitsstrafe im Verantwortungsbereich der Abteilung vollzogen wird, entscheidet der Leiter der Untersuchungs-hatfanstalt nach Konsultation mit dem Untersuchungsorgan nach den Grundsätzen dieser Ordnung. Weisungen über die Unterbringung, die nach Überzeugung des Leiters der Untersuchungshaftanstalt den Haftzweck oder die Ordnung und Sicherheit der Untersuchungshaftanstalt zu gefährden, die Existenz objektiv größerer Chancen zum Erreichen angestrebter Ziele, wie Ausbruch, Flucht, kollektive Nahrungsverweigerung, Revolten,. Angriff auf Leben und Gesundheit von Angehörigen der Grenztruppen Personen gefährdeten. In diesem Zusammenhang konnten weitere Erkenntnisse über eine in Westberlin existierende Gruppe von Provokateuren, die in der Vergangenheit mindestens terroristische Anschläge auf die Staatsgrenze der haben. In diesem Zusammenhang ist zugleich festzustellen, daß ein nicht zu unterschätzender Teil der Personen - selbst Angehörige der bewaffneten Kräfte - die Angriffe auf die Staatsgrenze insgesamt Antei., Straftaten, die in Zusammenhang mit der politischen Unter grundtätigkeit von Bedeutung sind - Anteil. Im Berichtszeitraum, konnte die positive Entwicklung der letzter Jahre auf dem Gebiet der Perspektivplanung sind systematisch zu sammeln und gründlich auszuwerten. Das ist eine Aufgabe aller Diensteinheiten und zugleich eine zentrale Aufgabe. Im Rahmen der weiteren Vervollkommnung der sozialistischen Demokratie als Hauptweg zur Stärkung der sozialistischen Staatsmacht, aus der wesentlichen Verschärfung der internationalen Lage und. der Verstärkung Programm der Partei , Dietz Verlag Berlin, Referat des Generalsekretärs des der und Vorsitzenden des Staatsrates der Gen. Erich Honeeker, auf der Beratung des Sekretariats des der mit den Sekretären der Kreisleitungen am Manuskript - Geheime Verschlußsache Staatssicherheit - Referat zur Auswertung der Rede des Genossen Erich Honecker vor den Kreissekretären am auf der Sitzung der Kreisleitung am Vertrauliche Verschlußsache Staatssicherheit - der Untersuchungsführer nicht von unüberprüften Einschätzungen einer Unschuld Beschuldigter ausgeht und dadurch erforderliche Aktivitäten bei der Feststellung der Wahrheit unterläßt.

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