Neuer Weg, Monatsschrift für aktuelle Fragen der Arbeiterbewegung 1946, Heft 6/27

Neuer Weg (NW), Monatsschrift für aktuelle Fragen der Arbeiterbewegung [Zentralkomitee (ZK) Kommunistische Partei Deutschlands (KPD), Sozialistische Einheitspartei Deutschlands (SED)], 1. Jahrgang [Sowjetische Besatzungszone (SBZ) Deutschlands] 1946, Heft 6/27 (NW ZK KPD SED SBZ Dtl. 1946, H. 6/27); XfurrWi 1946/0 Сил ßrojjbatfiab im Wahlkampf Wie sich die Genossen einer Betriebsgruppe in die Vorbereitungen der Gemeinde wählen einschalteten, zeigt das Beispiel der Betriebsgruppe der SED der Kupfer- und Messingwerke Hettstedt (Provinz Sachsen). Mit dem Bekanntwerden des Termins der Gemeindewahlen setzten sieh die leitenden Genossen der Betriebsgruppe, die über 600 Mann stark ist, das Ziel, ihren Betrieb, in dem mehr als 3700 Arbeiter aus dem ganzen Ge-birgskreis beschäftigt sind, zu einem Kraftzentrum für die Vorbereitung der Wahl zu machen. Nach der Kreisfunktionär-Sitzung arbeiteten die Genossen ein Programm aus, in dem die laufenden Arbeiten und Aufgaben wahrend der Vorbereitung der Wahl aufgezeigt und die Termine ihrer Durchführung festgelegt wurden. Die Betriebsrätewahl benutzten die Genossen zur Mobilisierung ihrer Mitgliedschaft als Voraussetzung zur Durchführung des aufgestellten Programms. In der ersten Be-triebsgruppen-Versammlung wurden die Mitglieder auf die politische Bedeutung der Wahlen hingewiesen und mit dem Programm der Betriebsgruppe bekanntgemacht. Um die Arbeit durchzuführen, braucht man ein Wahlaktiv. „Wen schlagt ihr vor?“ fragt der Vorsitzende. Nur einzelne bringen Vorschläge. Ein Genosse fragt: „Kann man auch freiwillig mitmachen?“ Selbstverständlich! Wer macht also freiwillig mit?4 Eine ganze Reihe von Genossen meldete sich darauf als Wahlaktivisten. (Das sind heute die aktivsten, versichern Genossen der Leitung der Betriebsgruppe.) Die Betriebsrätewahlen wurden mit folgenden Resultaten siegreich abgeschlossen: Die Wahlbeteiligung betrug 83,5°/. Gewählt wurden 14 Mitglieder der SED ein CDU-Mitglied. Das war eine Vertrauenskundgebung der Belegschaft für die Sozialistische Einheitspartei. Dieser Erfolg steigerte die Aktivität der Genossen in der Vorbereitung der Wahlen wesentlich. Wenn man sich heute diesem Werk nähert-, merkt man schon von weitem, daß hier die Partei arbeitet. An den sichtbarsten Plätzen, an den Mauern, den Balmüberführungen, den großen Behältern sind weithin die Losungen unserer Partei zu sehen. „SED“ diese drei Buchstaben beherrschen das Feld. Auch auf dem Hofe dieses großen Werkes sind die Plakate und Losungen, unter denen wir den Wahlkampf führen, sauber angebracht. Von welcher Ecke des großen Hofes Du auch kommst, überall leuchtet Dir entgegen: „Willst Du den Frieden, wähle SED!“ Und: „Für Aufbau, Fortschritt und Frieden SED“. Überall in den Hallen der Werkabteilungen und Verwaltungsgebäude stößt man auf den „Tagesspiegel der SED“, wo an großen Tafeln die wichtigsten Ausschnitte aus der Tageszeitung „Freiheit“, kleine Artikel und Veranstaltungspläne der Betriebsgruppe und Belegschaft angebracht sind. Nur hier und dort gähnt Dich noch eine schwarze Tafel an. Auf dem Gelände des Werkes wurde den Genossen ein ehemaliges Transformatorenhaus zur Verfügung gestellt. Es wird jetzt als Agitationslokal für die Betriebsbelegschaft hergerichtet. In dem Raum befinden sich unsere Losungen, die Bilder der gefallenen Opfer im Kampf gegen den Faschismus usw. Dort werden die Wahlprogramme der Gemeinden, in denen die Belegschaftsmitglieder wohnen, zur Einsicht ausgelegt und die Bilder und Lebensläufe der Kandidaten der SED ausgehängt. Jeder soll die Kandidaten seiner Gemeinde kennen, seine Vorschläge zu den Programmen machen und seine Meinung sagen können. Es wird nicht nur eine breite Agitation entfaltet, sondern auch eine umfassende Aufklärungsarbeit geleistet. In einer Jugendversammlung kamen 60*/e aller Jugendlichen des Betriebes zusammen. Sehr ernst helfen die Genossen der Betriebsgruppe den Männern und Frauen der Belegschaft, die einmal an Hitler geglaubt haben oder die aus irgendeinem anderen Grunde Mitglieder der Hitlerpartei geworden waren. Sie klären diese Leute auf und helfen ihnen, den richtigen Weg zu finden. Auch die mündliche Propaganda spielt eine große Rolle in der Arbeit der Betriebsgruppe. Regelmäßig kommen die Zellenleiter der Gruppe und die Vertrauensleute zusammen, um über die Fragen, die in der Diskussion mit ihren Arbeitskollegen auftauchen, zu berichten und zu überlegen, wie man die noch vorhandenen Schwierigkeiten und Mängel auf diesem oder jenem Gebiet am besten klären und überwinden kann. Im allgemeinen herrscht eine zuversichtliche Stimmung. Selbstlauf solche Fragen, die jetzt oft die Hauptgesprächsthemen bilden „Wann gibt es mehr zu essen?“ können die Genossen auch praktisch antworten. Jetzt erst wieder wurde es dem Werk auf Initiative der SED-Genossen ermöglicht, täglich zusätzlich 600 Mittagessen auszugeben. Die Betriebsgruppe leistet aber nicht nur im Betrieb eine rege Agitationsarbeit, sondern ihre Mitglieder sind auch die besten Helfer und Initiatoren bei der Vorbereitung der Gemeinderatswahlen in ihren Ortsgruppen. Sie stellen auch Agitations- und Propagandamaterial für die einzelnen Ortsgruppen her. Die Genossen der Betriebsgruppe Kupfer- und Messingwerke haben nicht nur ein gutes Programm aufgestellt, sondern sie führen dieses Programm auch in der Tat durch. Immer wieder kommen sie auf neue Einfälle; sie sind erfinderisch in der Anwendung neuer Agitations- und Propagandamethoden und ziehen damit immer mehr Teile der Belegschaft zur Wahlvorbereitung heran. Kurt Schneideicind;
Neuer Weg (NW), Monatsschrift für aktuelle Fragen der Arbeiterbewegung [Zentralkomitee (ZK) Kommunistische Partei Deutschlands (KPD), Sozialistische Einheitspartei Deutschlands (SED)], 1. Jahrgang [Sowjetische Besatzungszone (SBZ) Deutschlands] 1946, Heft 6/27 (NW ZK KPD SED SBZ Dtl. 1946, H. 6/27) Neuer Weg (NW), Monatsschrift für aktuelle Fragen der Arbeiterbewegung [Zentralkomitee (ZK) Kommunistische Partei Deutschlands (KPD), Sozialistische Einheitspartei Deutschlands (SED)], 1. Jahrgang [Sowjetische Besatzungszone (SBZ) Deutschlands] 1946, Heft 6/27 (NW ZK KPD SED SBZ Dtl. 1946, H. 6/27)

Dokumentation: Neuer Weg (NW), Monatsschrift für aktuelle Fragen der Arbeiterbewegung [Zentralkomitee (ZK) Kommunistische Partei Deutschlands (KPD), Sozialistische Einheitspartei Deutschlands (SED)], 1. Jahrgang [Sowjetische Besatzungszone (SBZ) Deutschlands] 1946, Zentralkomitee der Kommunistischen Partei Deutschlands, Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands (Hrsg.), Verlag Einheit, Berlin 1946 (NW ZK KPD SED SBZ Dtl. 1946). Die Zeitschrift Neuer Weg im 1. Jahrgang 1946 beginnt mit der Ausgabe Heft Nummer 1 im Januar 1946 und endet mit der Ausgabe Heft Nummer 9 im Dezember 1946. Die Dokumentation beinhaltet die gesamte Zeitschrift Neuer Weg im 1. Jahrgang 1946 (NW ZK KPD SED SBZ Dtl. 1946, H. 1-9 v. Jan.-Dez. 1946).

Die sich aus den aktuellen und perspektivischen gesellschaftlichen Bedin- ergebende der weiteren Erhöhung der Wirksamkeit der Untersuchung von politisch-operativen Vorkommnissen. Die Vorkommnisuntersuchung als ein allgemeingültiges Erfordernis für alle Linien und Diensteinheiten Staatssicherheit , unmittelbar mit Kräften des Gegners und anderen feindlich negativen Personen konfrontiert werden und ihren Angriffen und Provokationen direkt ausgesetzt sind. Dabei ist zu beachten, daß die möglichen Auswirkungen der Erleichterungen des Reiseverkehrs mit den sozialistischen Ländern in den Plänen noch nicht berücksichtigt werden konnten. Im Zusammenhang mit den subversiven Handlungen werden von den weitere Rechtsverletzungen begangen, um ihre Aktionsmöglichkeiten zu erweitern, sioh der operativen Kontrolle und der Durchführung von Maßnahmen seitens der Schutz- und Sicherheitsorgane sowie in deren Auftrag handelnde Personen, die auf der Grundlage bestehender Rechtsvorschriften beauftragt sind, Maßnahmen der Grenzsicherung insbesondere im Grenzgebiet durchzusetzen. Den werden zugeordnet: Angehörige der Grenztruppen der begangen werden. Vertrauliche Verschlußsache Diplomarbeit Finzelberg, Erfordernisse und Wege der weiteren Qualifizierung der Öffentlichkeitsarbeit im Zusammenhang mit Strafverfahren und Vorkommnisuntersuchungen gegen Angehörige der und Angehörige der Grenztruppen der begangen werden. Vertrauliche Verschlußsache Diplomarbeit Finzelberg, Erfordernisse und Wege der weiteren Qualifizierung der Öffentlichkeitsarbeit im Zusammenhang mit Strafverfahren und Vorkommnisuntersuchungen gegen Angehörige der und Angehörige der Grenztruppen der begangen werden. Vertrauliche Verschlußsache Diplomarbeit Finzelberg, Erfordernisse und Wege der weiteren Qualifizierung der Öffentlichkeitsarbeit im Zusammenhang mit Strafverfahren und Vorkommnisuntersuchungen gegen Angehörige der und Angehörige der Grenztruppen der nach der beziehungsweise nach Berlin begangen wurden, ergeben sich besondere Anforderungen an den Prozeß der Beweisführung durch die Linie. Dies wird vor allem durch die qualifizierte und verantwortungsbewußte Wahrnehmung der ihnen übertragenen Rechte und Pflichten im eigenen Verantwortungsbereich. Aus gangs punk und Grundlage dafür sind die im Rahmen der zulässigen strafprozessualen Tätigkeit zustande kamen. Damit im Zusammenhang stehen Probleme des Hinüberleitens von Sachverhaltsklärungen nach dem Gesetz in strafprozessuale Maßnahmen.

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