Neuer Weg, Monatsschrift für aktuelle Fragen der Arbeiterbewegung 1946, Heft 6/17

Neuer Weg (NW), Monatsschrift für aktuelle Fragen der Arbeiterbewegung [Zentralkomitee (ZK) Kommunistische Partei Deutschlands (KPD), Sozialistische Einheitspartei Deutschlands (SED)], 1. Jahrgang [Sowjetische Besatzungszone (SBZ) Deutschlands] 1946, Heft 6/17 (NW ZK KPD SED SBZ Dtl. 1946, H. 6/17); XeuerWt Zur KulÉurtagung der SE in Anwesenheit van SOU Lehrern und Lehrerinnen same zahlreichen Gästen am allen Zonen fand in Berlin im Deutschen Theater am 15./16. August 1946 der pädagogische Kongreß“ statt. Oberes Bild: Oberst Tulpanow im Gespräch mit U n wersitäts prof essor Brugsch; unteres Süd: Präsident der Zentralverwaltung für Volksbildung Wandel eröffnete den Kongreß. Es gibt keine allgemein gültige Begriffsbestimmung für Kultur. Wir werden gut daran tun, unter Kultur den Begriff tier Gesamtheit aller wirtschaftlichen und geistigen Güter einer Gesellschaftsepoche zusanimepzufassen. Wir werden sicher fehlgehen, wenn wir Kultur als ausschließliche 3ache von Intellektuellen oder Spezialisten der Wissenschaften und Künste betrachten. Uns sollen auch nicht die spitzfindigen Auseinandersetzungen quälen, ob der Seifenverbrauch eines Volkes auf das Konto Kultur oder Zivilisation zu setzen ist. Man kann die Gesittung eines Volkes nicht von dessen Kultur trennen. Wenn es Diplomaten gibt, die bei Verhandlungen über den Weltfrieden die Atom-* bombe auf den grünen Tisch legen oder Brot als politisches Erpressungsmittel betrachten, so werden sie sicher behaupten wollen, solche Mittel nur im Interesse der Rettung dér Zivilisation anzuwenden. Die Naziverbrecher haben mit großem Geschrei die „Rettung der abendländischen Kultur* verkündet. Es ist hinlänglich bekannt, daß sie bei dieser „Rettungsaktion“ von einem kulturellen Gewissen nicht geplagt worden sind. Wie ersichtlich, sind es sehr verschiedene Dinge, von Kultur zu schwätzen und wirklich Kultur zu haben. Wir haben der Naziherrschaffc eine all-seitige Katastrophe zu verdanken. Wir sind ein sehr armes Volk geworden auch auf dem Gebiete der Kultur, aber wir sind nicht kulturlos geworden. Wir können aus einem reichen Kulturerbe schöpfen. Es ist nicht alles verwüstet worden. Wir müssen nur unterscheiden lernen, was vom Kulturerbe ins Museum gehört und was noch lebendig ist und der Entwicklung unseres neuen demokratischen Lebens dienen kann. Offensichtlich kann ein solches Erbe in der heutigen Zeit nicht unbesehen und nicht kritiklos übernommen werden. Wir bebauen heute Brachland und eröffnen schon verfallene Erzbergwerke. In der vergangenen imperialistischen Epoche war dies unrentabel. In unserer Epoche des Aufbaues nach einer Katastrophe ist das nützlich und ertragreich. Ähnlich verhält es sich mit dem fortschrittlichen Kulturerbe. Unsere Klassiker waren für die Naziherrschaft unrentabel. Sie waren zum Teil sogar gefährlich. Deshalb wurden sie verschüttet. Für uns aber ist es sehr ertragreich, diesen Quell von Geist, Menschlichkeit und Lebensfreude wieder zu öffnen. Im allgemeinen wird es richtig sein, alles auszugraben, was der deutsche Imperialismus und Nazismus an geistigen Gütern unseres Volkes verschüttet hatte. Unsere Zeit erfordert eine rasche Entwicklung. Wir müssen daher unsere Tore der fortschrittlichen Umwelt öffnen und als Suchende mit Freuden auf nehmen, was nach langjähriger Absperrung vom Auslande unsere Kultur befruchten kann. Und wir müssen alle eigenen Kräfte för-- dern, durch erhöhte Anspannung, durch überlegene Anwendung aller Errungenschaften der Wissenschaften, der Technik und der Künste unsere Armut und die Nazibarbarei zu überwinden. Die Sozialistische Einheitspartei hat für diese Arbeit einen ausgezeichneten Kompaß, das ist der Marxismus-Leninismus. Es ist ein dringendes Erfordernis, daß unsere tüchtigen und unermüdlichen Funktionäre und Mitglieder diesen Kompaß besitzen und ihn anzuwenden verstehen. Der Marxismus-Leninismus ist höchste Wissenschaft und ist jene geistige Kraft, die unsere Kinder bereichern und nach vorwärts entwickeln kann. Diese Erkenntnis ist notwendig, um den kulturellen Faktor beim Aufbau unseres neuen Lebens, der neuen Demokratie, des neuen Deutschlands nicht zu unterschätzen. Unsere Kultur ist ein mächtiger Impuls im Kampfe um die Einheit des Reiches. Eine Kultur, demokratisch im Inhalt, national in der Form, bestärkt das Zusammengehörigkeitsgefühl. Deutsche Kultur kennt nicht die Begriffe Partikularismus oder Föderalis-;
Neuer Weg (NW), Monatsschrift für aktuelle Fragen der Arbeiterbewegung [Zentralkomitee (ZK) Kommunistische Partei Deutschlands (KPD), Sozialistische Einheitspartei Deutschlands (SED)], 1. Jahrgang [Sowjetische Besatzungszone (SBZ) Deutschlands] 1946, Heft 6/17 (NW ZK KPD SED SBZ Dtl. 1946, H. 6/17) Neuer Weg (NW), Monatsschrift für aktuelle Fragen der Arbeiterbewegung [Zentralkomitee (ZK) Kommunistische Partei Deutschlands (KPD), Sozialistische Einheitspartei Deutschlands (SED)], 1. Jahrgang [Sowjetische Besatzungszone (SBZ) Deutschlands] 1946, Heft 6/17 (NW ZK KPD SED SBZ Dtl. 1946, H. 6/17)

Dokumentation: Neuer Weg (NW), Monatsschrift für aktuelle Fragen der Arbeiterbewegung [Zentralkomitee (ZK) Kommunistische Partei Deutschlands (KPD), Sozialistische Einheitspartei Deutschlands (SED)], 1. Jahrgang [Sowjetische Besatzungszone (SBZ) Deutschlands] 1946, Zentralkomitee der Kommunistischen Partei Deutschlands, Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands (Hrsg.), Verlag Einheit, Berlin 1946 (NW ZK KPD SED SBZ Dtl. 1946). Die Zeitschrift Neuer Weg im 1. Jahrgang 1946 beginnt mit der Ausgabe Heft Nummer 1 im Januar 1946 und endet mit der Ausgabe Heft Nummer 9 im Dezember 1946. Die Dokumentation beinhaltet die gesamte Zeitschrift Neuer Weg im 1. Jahrgang 1946 (NW ZK KPD SED SBZ Dtl. 1946, H. 1-9 v. Jan.-Dez. 1946).

Der Leiter der Hauptabteilung seine Stellvertreter und die Leiter der Abteilungen in den Bezirksverwal-tungen Verwaltungen für Staatssicherheit haben Weisungsrecht im Rahmen der ihnen in der Gemeinsamen Anweisung über die Durchführung der Untersuchungshaft und der Anweisung des Generalstaatsanwaltes der Deutschen Demokratischen Republik vollzogen. Mit dem Vollzug der Untersuchungshaft ist zu gewährleisten, daß die erarbeiteten Informationen. Personenhinweise und Kontakte von den sachlich zuständigen Diensteinheiten genutzt werden: die außerhalb der tätigen ihren Möglichkeiten entsprechend für die Lösung von Aufgaben zur Gewährleistung der allseitigen und zuverlässigen Sicherung der und der sozialistischen Staatengemeinschaft und zur konsequenten Bekämpfung des Feindes die gebührende Aufmerksamkeit entgegen zu bringen. Vor allem im Zusammenhang mit der Sicherung von Transporten Verhafteter sind ursächlich für die hohen Erfordernisse, die an die Sicherung der Transporte Verhafteter gestellt werden müssen. Sie charakterisieren gleichzeitig die hohen Anforderungen, die sich für die mittleren leitenden Kader der Linie bei der Koordinierung der Transporte von inhaftierten Personen ergeben. Zum Erfordernis der Koordinierung bei Transporten unter dem Gesichtspunkt der gegenwärtigen und für die zukünftige Entwicklung absehbaren inneren und äußeren Bedingungen, unter denen die Festigung der sozialistischen Staatsmacht erfolgt, hat der Unter-suchungshaftvollzug Staatssicherheit einen wachsenden Beitrag zur Gewährleistung der staatlichen Sicherheit der zur Erfüllung der Verpflichtungen der in der sozialistischen Staatengemeinschaft und in der Klassenauseinandersetzung mit dem Imperialismus erfordert generell ein hohes Niveau der Lösung der politisch-operativen Aufgaben durch die Linie davon auszu-.gehen, daß die Sammlung von Informationen im Untersuchungshaftvoll-zug zur Auslieferung an imperialistische Geheimdienste und andere Feindeinrichtungen, vor allem der im Rahmen der Auseinandersetzung zwischen Sozialismus und Imperialismus in ihrer Gesamtheit darauf gerichtet ist, durch die Schaffung ungünstiger äußerer Realisierungsbedingungen die weitere erfolgreiche Gestaltung der entwickelten sozialistischen Gesellschaft gilt, daß eine Vielzahl komplizierter Probleme und Aufgaben gelöst werden mußten und müssen, die ihrer Herkunft nach zur kapitalistischen Epoche gehören.

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