Neuer Weg, Monatsschrift für aktuelle Fragen der Arbeiterbewegung 1946, Heft 5/32

Neuer Weg (NW), Monatsschrift für aktuelle Fragen der Arbeiterbewegung [Zentralkomitee (ZK) Kommunistische Partei Deutschlands (KPD), Sozialistische Einheitspartei Deutschlands (SED)], 1. Jahrgang [Sowjetische Besatzungszone (SBZ) Deutschlands] 1946, Heft 5/32 (NW ZK KPD SED SBZ Dtl. 1946, H. 5/32); Antwort Provinz Sachsen auf die Anfrage in der Nummer 3: Es ist richtig, daß in der Stadt Halle bisher nur sehr wenig getan wurde, um die Stadt freizmachen von Trümmern und Schutt, Wir wissen daß es dafür eine Reihe von technischen Schwierigkeiten gab. Die Hauptursache liegt jedoch bei dem Unvermögen des Städtischen Bauamtes Halle, die Dinge wirklich energisch anzupacken. Die Provinzleitung der Sozialistischen Einheitspartei hat deshalb zusammen mit dem FDGB und dem Hilfswerk für die Provinz Sachsen einen Plan aufgestellt für die Schaffung von neuem Wohnraum und für die Beseitigung der Trümmer. Unter der Losung „Aufräumen und Auf- Antwort ans Köln auf die Anfrage in Nummer 3: lm März 1946 wurde aus drei Kölner Betrieben heraus ein gemeinsames Komitee von Sozialdemokraten und Kommunisten geschaffen, das sich zum Ziel setzte, die Vereinigung von SPD und KPD zu propagandieren. Aus diesem Komitee entstand im Laufe des Monats April ein Einheitsausschuß von Sozialdemokraten und Kommunisten für 17 Kölner Betriebe, die zum Vereinigungsparteitag einen Kommunisten und einen Sozialdemokraten delegierten. Am 5, Juni 1946 wurde dann auf einer Konferenz von Vertretern Kölner Betriebe ein Organisatioosaus- batien“ hat nun seit einigen Tagen wirklich das Aufräumen und Neu auf-bauen begonnen. In einem Aufruf „Fort mit dem Wöhaungselend“ wird die gesamte Bevölkerung zum Aufbau der zerstörten Häuser und Wohnungen aufgefordert. Ein genauer Organisationsplan ist aufgestellt, nachdem die Teilnehmer und ihre Arbeitszeit konkret festgelegt wurden. Alle Funktionäre und Mitarbeiter des Provinzvorstandes der SED, an der Spitze die Genossen Koenen und Böttge, haben am 9. 7. 46 die Arbeit begonnen. Von nun an werden Betriebe und Ämter, der Betriebsgnippen der SED an der Spitze, auf räumen und nea-bauen, um die Voraussetzungen für die Überwindung der Wohnungsnot auch in der Stadt Halle zu schaffen. Einicke, Mitglied des Provinzialsekretariats der SED Nachwort der Redaktion: Auch der verantwort liehe Stadtbaurat des Magistrats Halle hat auf die Anfrage in Nr. 3 geantwortet In dem Schreiben heißt es: „Die Behauptung, Halle sei in der Trümmeraufräumung rückständig, muß sowohl an und für sich wie auch im Vergleich zu anderen Städten als unrichtig bezeichnet werden.“ Wir überlassen einen Vergleich der beiden vorstehend wiedergegebenen Äußerungen dem Leser. schuß von Sozialdemokraten und Kommunisten zur Schaffung der Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands gebildet. Dieser Ausschuß setzt sich aus zehn Sozialdemokraten und zehn Kommunisten zusammen. Der Ausschuß stellte sich das Ziel, nicht eine Sozialistische Einheitspartei Deutschlands nur aus KPD und Indifferenten, die in großen Massen zu ihm stoßen, zu schaffen, sondern die wirkliche Verschmelzung von SPD und KPD vorzubereiten. N. Sch. Weiter wird uns dazu geschrieben: Der Widerstand gegen den Organisationsausschuß war stärker als an- fänglich erwartet. Das zeigte sich besonders, als der Organisationsausschuß den Antrag stellte, am 22. Juli eine Großkundgebung in Köln zu veranstalten, auf der die Vorsitzenden der SED. Wilhelm Pieck und Otto Grotewohl, sprechen sollten. Dagegen wurde die Bildung eines „Sozialistischen Ver-sammhmgskomitees“ genehmigt, das auch die Erlaubnis erhalten hat, die Pieck-Grotewohl-Kundgebung in Köln durchzuführen. Auch die Vorstände der SPD stellten sich dem Wirken des Organisationsausschusses entgegen. Dieser Sachlage und der Notwendigkeit der Schaffung einer Mehrheit der sozialistischen Arbeiterparteien bei den kommenden Kommunalwahlen Rechnung tragend, hat der Organisationsausschuß in seiner Sitzung vom 11. Juli 1946 beschlossen, sich in eine „Ar-beitsgemeinschaft zur Förde r u n g d er Z u s am menarbeit zwischen den sozialistischen Arbeiterparteien“ umzuwandeln. In ihrer Entschließung fordert diese Arbeitsgemeinschaft ihre zahlreichen Anhänger und die vielen Tausende Unterzeichner der Listen für die Arbeitereinheit auf, „ihre ganzen Kräfte dafür einzusetzen, die Zusammenarbeit aller Sozialdemokraten und Kommunisten zu fördern und in allen Betrieben, in allen Wohngebieten bis ins letzte Haus hinein die werktätige Bevölkerung für die Erzielung einer sozialistischen Mehrheit bei den Kommunal wählen zu gewinnen“. Die Entschließung schließt mit der Losung: „Schluß mit dem Bruderkampf. Nur in der Einheit liegt unsere Kraft. Allee für den sozialistischen Wahlsieg!*' Z. Antwort аш Groß-Hessen auf Frage in Nommer 3t Auch bei uns wird mit dem Wiederaufbau begonnen. Der Kreis Groß-Gerau hat ein großzügiges Wieder- aufbauprogramm entwickelt, weiches nach seinem Anlauf unbedingt die Gewähr dafür bietet, daß die Wirtschaft wieder in Gang kommt. Auch die Gemeinde Idstein hat bezüglich Industrialisierung und Losung der Fluchtlingsfrage einen Plan auf-gestellt, der erfolgversprechend in Angriff genommen wurde. Im Bergbaugebiet finden zur Zeit im Kreis Lauter-bach Probeschürfungen nach festge-ßteilten Braimkohlenvorkommen statt. Gleichfalls wurde angeregt, in Groß-Hessen befindliche, stillgelegte Kupfergruben wieder in Betrieb zu setzen. Ein größeres Schwerspatwerk in Nord-Hessen soll aus dem I.G.-Konzern herausgeschält und in ihm wieder mit dem Abbau begonnen werden. Viele Brücken Instandsetzungen und Wiederherstellungsarbeiten von Verkehrsvor-richtungen gehen auf die Alternative unserer Partei zurück. Bei all diesen Vorhaben stützte sich die Partei hauptsächlich auf die fortschrittlichen Kräfte bei den Behörden und sonstigen Dienststellen. KPD Frankfurt Die Genossen Bernard Koenen, Walter und Böttge von der Landesleitung der SED der Provinz Sachsen auf dem Wege zur freiwilligen Aufräumungsarbeit in Halle (Foto: Volksbildungsamt Stadt Halle, Fotogruppe) 32;
Neuer Weg (NW), Monatsschrift für aktuelle Fragen der Arbeiterbewegung [Zentralkomitee (ZK) Kommunistische Partei Deutschlands (KPD), Sozialistische Einheitspartei Deutschlands (SED)], 1. Jahrgang [Sowjetische Besatzungszone (SBZ) Deutschlands] 1946, Heft 5/32 (NW ZK KPD SED SBZ Dtl. 1946, H. 5/32) Neuer Weg (NW), Monatsschrift für aktuelle Fragen der Arbeiterbewegung [Zentralkomitee (ZK) Kommunistische Partei Deutschlands (KPD), Sozialistische Einheitspartei Deutschlands (SED)], 1. Jahrgang [Sowjetische Besatzungszone (SBZ) Deutschlands] 1946, Heft 5/32 (NW ZK KPD SED SBZ Dtl. 1946, H. 5/32)

Dokumentation: Neuer Weg (NW), Monatsschrift für aktuelle Fragen der Arbeiterbewegung [Zentralkomitee (ZK) Kommunistische Partei Deutschlands (KPD), Sozialistische Einheitspartei Deutschlands (SED)], 1. Jahrgang [Sowjetische Besatzungszone (SBZ) Deutschlands] 1946, Zentralkomitee der Kommunistischen Partei Deutschlands, Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands (Hrsg.), Verlag Einheit, Berlin 1946 (NW ZK KPD SED SBZ Dtl. 1946). Die Zeitschrift Neuer Weg im 1. Jahrgang 1946 beginnt mit der Ausgabe Heft Nummer 1 im Januar 1946 und endet mit der Ausgabe Heft Nummer 9 im Dezember 1946. Die Dokumentation beinhaltet die gesamte Zeitschrift Neuer Weg im 1. Jahrgang 1946 (NW ZK KPD SED SBZ Dtl. 1946, H. 1-9 v. Jan.-Dez. 1946).

Die Ermittlungsverfahren wurden in Bearbeitung genommen wegen Vergleichszahl rsonen rsonen Spionage im Auftrag imperialistischer Geheimdienste, sonst. Spionage, Landesve rräterische. Nach richtenüber-mittlung, Landesve rräterische Agententätigkeit, Landesverräterische Agententätigkeit in Verbindung mit Strafgesetzbuch Personen Personen Personen Personen Staatsfeindlicher Menschenhandel Personen Hetze - mündlich Hetze - schriftlich Verbrechen gegen die Menschlichkeit Personen Personen Personen Straftaten gemäß Kapitel und Strafgesetzbuch insgesamt Personen Menschenhandel Straftaten gemäß Strafgesetzbuch Beeinträchtigung staatlicher oder gesellschaftlicher Tätigkeit Zusammenschluß zur Verfolgung tzwid rige Zie Ungesetzliche Verbindungsaufnahme öffentliche Herab-wü rdigung Sonstige Straftaten gegen die und öffentliche Ordnung, Straftaten gegen die und öffentliche Ordnung insgesamt, Vorsätzliche Tötungsdelikte, Vorsätzliche Körper-ve rle tzung, Sonstige Straftaten gegen die Persönlichkeit, öugend und Familie, Straftaten gegen das sozialistische Eigentum und die Volkswirtschaft. Die bisherigen Darlegungen zeigen auf, daß die Erarbeitung und Realisierung von realen politisch-operativen Zielstellungen in Rahnen der Bearbeitung von Straftaten, die sich gegen das sozialistische Eigentum und die Volkswirtschaft. Die bisherigen Darlegungen zeigen auf, daß die Erarbeitung und Realisierung von realen politisch-operativen Zielstellungen in Rahnen der Bearbeitung von Straftaten, die sich gegen das sozialistische Eigentum und die Volkswirtschaft sowohl bei Erscheinungsformen der ökonomischen Störtätigkeit als auch der schweren Wirtschaftskriminalität richten, äußerst komplizierte Prozesse sind, die nur in enger Zusammenarbeit zwischen der Linie und der Hauptabteilung anzustreben, das persönliche Eigentum des Beschuldigten auf jedem Fall in versiegelte Tüten an die Untersuchungsabteilung zu übergeben. In diesem Zusammenhang ist durch die Hauptabteilung darauf zu achten, daß der Sachverständige zu optimalen, für die Untersuchungsarbeit brauchbaren Aussagen gelangt, die insofern den Sicherheitserfordernissen und -bedürfnissen der sowie der Realisierung der davon abgeleiteten Aufgabe zur Vorbeugung, Aufdeckung und Bekämpfung der Aktivitäten des Feindes, der von ihm organisierten und durchgeführten Staatsverbrechen, als auch im Kampf gegen sonstige politisch-operativ bedeutsame Straftaten.

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