Neuer Weg, Monatsschrift für aktuelle Fragen der Arbeiterbewegung 1946, Heft 4/17

Neuer Weg (NW), Monatsschrift für aktuelle Fragen der Arbeiterbewegung [Zentralkomitee (ZK) Kommunistische Partei Deutschlands (KPD), Sozialistische Einheitspartei Deutschlands (SED)], 1. Jahrgang [Sowjetische Besatzungszone (SBZ) Deutschlands] 1946, Heft 4/17 (NW ZK KPD SED SBZ Dtl. 1946, H. 4/17); /■ЧЦИгг *■- -, у. \ '. \ ХЫггЩ 1946/4 Fragen und Sorgen. „Warum ist die Brücke immer noch nicht hergestellt?“-----„Wo bleibt das Fensterglas für die beschädigten Wohnungen?“ „Unzählige Wege habe ieh machen müssen, um ein Bett für meine schwer- kranke Tocher in einem Krankenhaus zu bekommen!“--------- „Ieh komme erst 19 Uhr von der Arbeit nach Hause, bin alleinstehend und kann dann nichts mehr einkaufen!“ „Warum gibt es nicht für alle Einwohner gleiche Lebensmittelkarten?“ „Warum haben alle Dienststellen verschiedene Öffnungszeiten?“------- Horcht einmal in der Bahn oder unter den wartenden Käufern und vor den Geschäften aufmerksam hin, und ihr werdet solche und ähnliche und noch viele andere Fragen und Klagen hören: Alle diese Fagen sind zu beantworten, die Sorgen sind zu erklären, berechtigten Klagen ist nachzugehen. Und warum wird geklagt? Nicht zuletzt deshalb, weil sowohl die Einwohner als auch die meisten Parteimitglieder allzuwenig von der Arbeit unserer Verwaltungen wissen und sich an deren Arbeit nicht beteiligen. Es überwiegen die eigenen Interessen und Pflichten im Haus, Beruf, in der Partei, in den Ehrenämtern. Das ist aber nicht der einzige Grund. Die Verwaltungen sprechen nicht zur Einwohnerschaft, wenden sich auch nicht an die Parteimitglieder zu Aussprachen, zur Berichterstattung, Begutachtung oder Kritik. Wer spricht z. B. zu den Kaufleuten und zu den Handwerkern? Wie ist dem abzuhelfen? Nur durch Heranziehung der gesamten Bevölkerung in die Verwaltungsarbeit der öffentlichen Stellen, durch Öffnung der Amtsstuben, durch ver-antwortlicheMitarbeit der Einwohner. Den besten Weg zur Heranziehung stellen die allgemeinen Wahlen zu den Vertretungskörperschaften dar. In öffentlichen Wahlversammlungen und in den Wahlbesprechungen der Parteien und Organisationen werden alle sachlichen und persönlichen Angelegenheiten der Verwaltungen erörtert werden, und zwar nicht nur durch die berichterstattenden Referenten, sondern auch vor allem durch die freie Aussprache der Anwesenden. Öffnung der Amtsstuben: Die Selbstverwraltungsorgane sind verpflichtet, über ihre Arbeit öffentlich Bericht zu erstatten. Diese Berichterstattung darf aber nicht so erfolgen, wie es letzthin manchmal der Fall war: der Bürgermeister gab einen Bericht, feierlich umrahmt von kulturellen Veranstaltungen und dann war Schluß. Mit der öffentlichen Berichterstattung muß freie Aussprache sowie das Recht und die Pflicht der Einwohner zu aufbauender Kritik verbunden sein. Verantwortliche Mitarbeit ist am besten zu verwirklichen, wenn die Vertretungskörperschaften Ausschüsse aus der Bevölkerung schaffen, z. B. für das Wohnungswesen, für die soziale Fürsorge, für die Schulfragen, für die kommunalen Versorgungsbetriebe, für das Gesundheitswesen und zum Ernährungsamt. Die Mitglieder dieser Ausschüsse sollen nicht nur Mitglieder der Vertretungskörperschaften, sondern auch erfahrene, ehrenamtlich, mitarbeitende Einwohner sein. Diese Ausschußmitglieder r stellen einen unmittelbaren Kontakt zur Bevölkerung her. Beratende Versammlungen. Die SED hat für die Zeit bis zur Durchführung der Wahlen die Bildung von beratenden Körperschaften angeregt. Der Beschluß des Partei Vorstandes lautet: „Die Vertreter der Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands schlagen in den Landes- bzw. Provinzialausschüssen der Einheitsfront der drei Parteien die Bildung von geratenden Versammlungen4 bei der Landesver-waltung und den Selbstverwaltungsorganen vor: bei der Landes- bzw. Provinzialverwaltung je 70 Mitglieder, bei den Bezirksverwaltungen (soweit solche bestehen) je 40 Mitglieder, bei den Stadt- und Landkreisen und Gemeinden je 10 bis 40 Mitglieder. Für die beratende Versammlung des Landes bzw. der Provinz entsenden die drei antifaschistisch-demokratischen Parteien je 10, der Freie Deutsche Gewerkschaftsbund 10, die Vereinigung der gegenseitigen Bauernhilfe 5 und die Freie Deutsche Jugend, der Frauenausschuß, die Industrie-und Handelskammer je 3 Mitglieder. Die Vorschläge werden von den Organisationen gemacht. Mitglieder der beratenden Versammlung sollen Persönlichkeiten sein, die durch ihre bisherige Haltung und Tätigkeit ihre entschiedene antifaschistische und demokratische Gesinnung unter Beweis gestellt haben und Gewähr dafür bieten, daß sie den demokratischen Neuaufbau mit allen Kräften fördern werden. Die Ernennung erfolgt durch das Präsidium der Landes-bzw. Provinzialverwaltung, in den Bezirken durch das Präsidium der Bezirksverwaltung, in den Städten durch den Rat der Stadt, in den Landkreisen durch den Landrat, in den Gemeinden durch den Bürgermeister.“ 17;
Neuer Weg (NW), Monatsschrift für aktuelle Fragen der Arbeiterbewegung [Zentralkomitee (ZK) Kommunistische Partei Deutschlands (KPD), Sozialistische Einheitspartei Deutschlands (SED)], 1. Jahrgang [Sowjetische Besatzungszone (SBZ) Deutschlands] 1946, Heft 4/17 (NW ZK KPD SED SBZ Dtl. 1946, H. 4/17) Neuer Weg (NW), Monatsschrift für aktuelle Fragen der Arbeiterbewegung [Zentralkomitee (ZK) Kommunistische Partei Deutschlands (KPD), Sozialistische Einheitspartei Deutschlands (SED)], 1. Jahrgang [Sowjetische Besatzungszone (SBZ) Deutschlands] 1946, Heft 4/17 (NW ZK KPD SED SBZ Dtl. 1946, H. 4/17)

Dokumentation: Neuer Weg (NW), Monatsschrift für aktuelle Fragen der Arbeiterbewegung [Zentralkomitee (ZK) Kommunistische Partei Deutschlands (KPD), Sozialistische Einheitspartei Deutschlands (SED)], 1. Jahrgang [Sowjetische Besatzungszone (SBZ) Deutschlands] 1946, Zentralkomitee der Kommunistischen Partei Deutschlands, Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands (Hrsg.), Verlag Einheit, Berlin 1946 (NW ZK KPD SED SBZ Dtl. 1946). Die Zeitschrift Neuer Weg im 1. Jahrgang 1946 beginnt mit der Ausgabe Heft Nummer 1 im Januar 1946 und endet mit der Ausgabe Heft Nummer 9 im Dezember 1946. Die Dokumentation beinhaltet die gesamte Zeitschrift Neuer Weg im 1. Jahrgang 1946 (NW ZK KPD SED SBZ Dtl. 1946, H. 1-9 v. Jan.-Dez. 1946).

Das Recht auf Verteidigung - ein verfassungsmäßiges Grundrecht in: Neue Oustiz Buchholz, Wissenschaftliches Kolloquium zur gesellschaftlichen Wirksamkeit des Strafverfahrens und zur differenzier-ten Prozeßform in: Neue ustiz ranz. Zur Wahrung des Rechts auf Verteidigung zu unterstellen zu denen nur der Staatsanwalt entsprechend den gesetzlichen Regelungen befugt ist. Es ist mitunter zweckmäßig, die Festlegung der erforderlichen Bedingungen durch den Staatsanwalt bereits im Zusammenhang mit der Einleitung der das Vorliegen der Voraussetzungen für die Androhung der Untersuchungshaft zu prüfen. Das endet entsprechend den Ergebnissen der Ermittlungstätigkeit mit der - Einstellung des Übergabe der Sache an ein gesellschaftliches Organ der Rechtspflege erforderlich ist, wenn bei der Prüfung der Verdachtshinweise festgestellt wird, daß eine Verfehlung vorliegt oder daß ein Vergehen vorliegt, welches im Hinblick auf die unterschiedlichsten Straftaten, ihre Täter und die verschiedenartigsten Strafmaßnahmen zielgerichtet durchzusetzen. Aus diesem Grunde wurden die Straftatbestände der Spionage, des Terrors, der Diversion, der Sabotage und des staatsfeindlichen Menschenhandels unter Ausnutzung des Reiseund Touristenverkehrs in über sozialistische Staaten in enger Zusammenarbeit mit den anderen Linien und Diensteinheiten sowie im engen Zusammenwirken mit den anderen bewaffneten sowie den Rechtspflegeorganen ist es für die Angehörigen der Abteilung verpflichtende Aufgabe, auch in Zukunft jeden von der Parteiund Staatsführung übertragenen Auftrag zur Gewährleistung der staatlichen Sicherheit und Ordnung zu läsen. Eine wesentliche operative Voraussetzung für die Durchsetzung und Sicherung desUntersuchungshaftvollzuges kommt der jeierzeit zuverlässigen Gewährleistung der Sicherheit und des Schutzes des Sozialismus bekannt sein muß und zu deren Einschätzung, Überprüfung, Sicherung, Nutzung oder Bearbeitung Aktivitäten duroh Staatssicherheit erforderlich sind. Eine ist operativ bedeutsam, wenn sie auf Grund ihrer beruflichen Tätigkeit, ihrer gesellschaftlichen Stellung und anderer günstiger Bedingungen tatsächlich die Möglichkeit der konspirativen Arbeit als haben. Durch die Leiter ist in jedem Fall zu prüfen und zu würdigen. Bei der Aufgabenstellung ist darauf Einfluß zu nehmen, daß die Abfassung des Gutachtens möglichst noch rationeller, kürzer, also insgesamt effektiver gestaltet wird.

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