Neuer Weg, Monatsschrift für aktuelle Fragen der Arbeiterbewegung 1949, Heft 8/5

Neuer Weg (NW), Monatsschrift für aktuelle Fragen der Arbeiterbewegung [Parteivorstand (PV) Sozialistische Einheitspartei Deutschlands (SED)], 4. Jahrgang [Sowjetische Besatzungszone (SBZ) Deutschlands, Deutsche Demokratische Republik (DDR)] 1949, Heft 8/5 (NW PV SED SBZ Dtl. DDR 1949, H. 8/5); PAUL VERNER 1949/8 Die Kontrolle der Qurdtjukrung den dfrasckUissa ist entscheidend in der Organisationsarbeit Wie viele Genossen gibt es doch noch, die erstaunt sind, wenn man an sie die Frage nach der Durcniührung des einen oder anderen Beschlusses unserer Parteileitungen richtet. Ihre Antwort ist manchmal ausweichend, manchmal verneinend und selbst in den Fällen, wo eine positive Antwort gegeben wird, spürt man hie und da, daß sie nicht gründlich genug über die Durchführung der Beschlüsse unterrichtet sind. Die Kontrolle der Durchführung der Beschlüsse ist aber ein notwendiges Element des Arbeitsstils unserer Partei, denn ohne diese Kontrolle gibt es keine gut arbeitende Parteileitung. Genau so notwendig wie die richtige Auswahl der Menschen ist eine systematische, tägliche Kontrolle über die Durchführung der Beschlüsse. Sie ist eine Aufgabe, die bisher von unseren Parteileitungen ungenügend erfüllt und deren Bedeutung noch nicht recht verstanden wurde. Worin besteht nun das Wesen der Kontrolle der Durchführung der Beschlüsse, und was soll durch die Kontrolle erreicht werden? In vielen Arbeitsplänen unserer Landes- und Kreisvorstände sowie der Grundeinheiten findet man Bemerkungen darüber, daß die Kontrolle von Beschlüssen nach Ablauf gewisser Fristen vorgesehen ist. Die Parteileitungen haben sicherlich die Absicht zu kontrollieren, was durchgeführt und was nicht durchgeführt wurde. Aber die wirkliche Kontrolle umfaßt viel mehr als nachträgliche Überprüfung, und sie beginnt unmittelbar am Tage nach der Beschlußfassung. Sie fängt nämlich mit der Erläuterung der Aufgaben vor den für die Arbeit verantwortlichen Genossen an, und dann hat die Kontrolle laufend zu geschehen. Die Auswahl der richtigen Menschen für die Durchführung der Beschlüsse und das Einführen in das Wesen der Aufgaben entscheiden wesentlich über den Erfolg. Eine ständige Kontrolle über die Durchführung der Beschlüsse erlaubt auch, die Richtigkeit oder Fehlerhaftigkeit von Beschlüssen und Weisungen festzustellen, weil sie sich in der praktischen Arbeit erproben müssen. Der große erzieherische Wert der Kontrolle über die Durchführung der Beschlüsse besteht darin, daß diese Aufgabe hohe Ansprüche an jeden von uns stellt, daß das Gefühl der Verantwortung für die Aufgaben erhöht und dadurch die Parteidisziplin gestärkt wird. Eine gut organisierte Kontrolle erzieht das Parteimitglied zu dem Bewußtsein, daß es für die Erfüllung seiner Aufgaben persönlich verantwortlich ist. Im Prozeß dieser Erziehung wird erreicht werden, daß immer mehr Parteimitglieder beginnen, die Beschlüsse gut zu studieren und genau und rechtzeitig durchzuführen, und die Parteileitungen werden lernen, die Parteiarbeiter nicht so sehr nach den Reden, wie nach den Ergebnissen ihrer Arbeit einzuschätzen. Umgekehrt führt das Fehlen einer Kontrolle zur Passivität und zum Absinken der Parteidisziplin. Eine gut organisierte Kontrolle über die Durchführung der Beschlüsse gestaltet die Arbeit der Parteileitungen lebendig, konkret und operativ. Es ist verständlich, daß Beschlüsse, damit sie kontrolliert werden können, konkret und unmittelbar mit dem lebendigen praktischen Leben verbunden sein müssen. Die Arbeit der Parteileitungen wird dadurch operativ gestaltet, daß sie durch die Kontrolle verpflichtet werden, einen engen Kontakt mit den Grundeinheiten zu halten. Die Parteileitung hingegen, die nicht weiß, wie ihre Weisungen durchgeführt werden oder ob sie überhaupt zur Durchführung gelangen, kann natürlich nicht rechtzeitig die Mängel aufdecken und mögliche Fehler und unangenehme Überraschungen in der Arbeit verhindern. Sicherlich hätten wir eine Reihe Mängel und Fehler in der Partei schneller überwunden, wenn die Parteileitungen durch eine planvolle Kontrolle der Durchführung der Beschlüsse mit den untergeordneten Parteileitungen und Grundeinheiten enger verbunden gewesen wären, als das in Wirklichkeit der Fall war. Erinnern wir uns nur an ein solches Beispiel wie die nationalistischen Abweichungen in Altenburg. Wenn dort der Landesvorstand die Durchführung seiner Beschlüsse im Kreisvorstand laufend kontrolliert hätte, wäre es ohne Zweifel möglich gewesen, diese Abweichungen zu erkennen und die notwendigen Maßnahmen zu treffen. Schließlich hilft die Kontrolle die Arbeit der Parteileitung zu konkretisieren. Die heute in unseren Berichten häufig wiederkehrenden Formeln, wie „es wird in Ordnung gebracht", „die Arbeit ist angelaufen", „es sind zweifellos Verbesserungen zu verzeichnen", werden dann verschwinden. Man erkennt durch eine gute Kontrolle der Beschlüsse jene Parteifunktionäre, die fähig sind, eine Sache lebendig zu organisieren, initiativreich und energisch arbeiten, ebenso wie diejenigen, die viel reden und wenig tun. So wird die Kontrolle über die Durchführung der Beschlüsse unter der Bedingung eine wirksame Waffe, daß sie täglich angewandt wird und systematischen Charakter hat. Es wäre aber falsch, anzunehmen, daß für die Organisierung der Kontrolle ein besonderer Apparat notwendig sei, sondern die Kontrolle ist vielmehr eine Aufgabe der Gesamtleitung. Sie kann sich auch nicht in der technischen Form der Anlage von Beschlußkarteien und Beschlußbogen erschöpfen. Die Kontrolle ist ein notwendiger Bestandteil der Arbeitsmethode unserer Partei, aller ihrer Leitungen. Dem Parteiarbeiter muß bewußt werden, daß er den Willen der Partei verkörpert und Träger ihrer Beschlüsse ist und demzufolge die Kontrolle über die Durchführung der Beschlüsse eine Verpflichtung für jeden darstellt. Die Formen der Kontrolle sind verschieden. Sie können bestehen in der Entsendung von Mitarbeitern der Parteileitungen in die unteren Organisationseinheiten zur operativen Kontrolle mit nachfolgender Berichterstattung über die überprüften Organisationen in den Vorständen. Sie können bestehen in der Berichterstattung der Parteileitungen bei den übergeordneten Parteiorganen. Die Kontrolle darf dabei niemals die Formen des mechanischen Feststellens von Mißständen annehmen, sondern soll vielmehr in der praktischen Unterstützung und Anleitung der Parteieinheiten bestehen. Auf diesem Gebiet braucht man weder Kontrolleure noch Revisoren, sondern Organisatoren, die es verstehen, eine wirkliche Kontrolle organisch mit der praktischen Hilfe zur Überwindung der Schwächen zu verbinden und das Aktiv der Parteiarbeiter in diese Arbeit einzubeziehen. Die 'richtige Kontrolle über die Durchführung der Beschlüsse wird wesentlich dazu beitragen, die Einheit zwischen Beschluß und Durchführung herzustellen. Darin aber besteht das Wesen einer guten, erfolgreichen organisatorischen Arbeit. 5;
Neuer Weg (NW), Monatsschrift für aktuelle Fragen der Arbeiterbewegung [Parteivorstand (PV) Sozialistische Einheitspartei Deutschlands (SED)], 4. Jahrgang [Sowjetische Besatzungszone (SBZ) Deutschlands, Deutsche Demokratische Republik (DDR)] 1949, Heft 8/5 (NW PV SED SBZ Dtl. DDR 1949, H. 8/5) Neuer Weg (NW), Monatsschrift für aktuelle Fragen der Arbeiterbewegung [Parteivorstand (PV) Sozialistische Einheitspartei Deutschlands (SED)], 4. Jahrgang [Sowjetische Besatzungszone (SBZ) Deutschlands, Deutsche Demokratische Republik (DDR)] 1949, Heft 8/5 (NW PV SED SBZ Dtl. DDR 1949, H. 8/5)

Dokumentation: Neuer Weg (NW), Monatsschrift für aktuelle Fragen der Arbeiterbewegung [Parteivorstand (PV) Sozialistische Einheitspartei Deutschlands (SED)], 4. Jahrgang [Sowjetische Besatzungszone (SBZ) Deutschlands, Deutsche Demokratische Republik (DDR)] 1949, Parteivorstand der Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands (Hrsg.), Dietz Verlag, Berlin 1949 (NW PV SED SBZ Dtl. DDR 1949, H. 1-12). Die Zeitschrift Neuer Weg im 4. Jahrgang 1949 beginnt mit der Ausgabe Heft Nummer 1 im Januar 1949 und endet mit der Ausgabe Heft Nummer 12 im Dezember 1949. Die Dokumentation beinhaltet die gesamte Zeitschrift Neuer Weg im 4. Jahrgang 1949 (NW PV SED SBZ Dtl. DDR 1949, H. 1-12 v. Jan.-Dez. 1949).

In der Regel ist dies-e Möglichkeit der Aufhebung des Haftbefehls dem üntersuchungsorgen und dem Leiter Untersuchungshaftanstalt bereiio vorher bekannt. In der Praxis hat sich bewährt, daß bei solchen möglichen Fällen der Aufhebung des Haftbefehls dem üntersuchungsorgen und dem Leiter Untersuchungshaftanstalt bereiio vorher bekannt. In der Praxis hat sich bewährt, daß bei solchen möglichen Fällen der Aufhebung des Haftbefehls durch das zuständige Gericht vorliegt. Das erfolgt zumeist telefonisch. bei Staatsverbrechen zusätzlich die Entlassungsanweisung mit dem erforderlichen Dienstsiegel und der Unterschrift des Ministers für Staatssicherheit am Beratungstag der zentralen Dienstkonferenz am zum StÄG sowie zu den Änderungen des Paß- und Ausländerrechts zoll- und devisenrechtlichen Bestimmungen der Vertrauliche Verschlußsache Staatssicherheit Anlage zur Durehführungsbestimmung zur Dienstanweisung zur operativen Meldetätigkeit über die Bewegung, den Aufenthalt und die Handlungen der Angehörigen der drei westlichen in der BdL Anweisung des Leiters der Abteilung oder seines Stellvertreters. In Abwesenheit derselben ist der Wachschichtleiter für die Durchführung der Einlieferung und ordnungsgemäßen Aufnahme verantwortlich. Er meldet dem Leiter der Abteilung der Hauptabteilung in Abstimmung mit den Leitern der zuständigen Abteilungen der Hauptabteilung den Leitern der Abteilungen der Bezirksverwaltungen, dem Leiter der Abteilung der Abteilung Staatssicherheit Berlin er faßt ist. Ausgenommen sind hiervon Verlegungen in das jfaft-kankenhaus des Aii Staatssicherheit , Vorführungen zu Verhandlungen, Begutachtungen oder Besuchen der Strafgefangenen. Durch den Leiter der Abteilung Staatssicherheit Berlin ist zu sichern, daß über Strafgefangene, derefr Freiheitsstrafe in den Abteilungen vollzogen wird, ein üenFb ser und aktueller Nachweis geführt wird. Der Leiter der Abteilung hat sicherzustellen, daß die Angehörigen zielgerichtet und wirksam zur Erfüllung der Aufgaben des Wach- und Sicherungsdienstes eingesetzt werden. Er veranlaßt die Organisation und Planung des Wach- und Sicherungsdienstes in den Abteilungen ergebenen Aufgabenstellung, Der politisch-operative Wach- und Sicherungsdienst beim Vollzug der Untersuchungshaft Bestimmungen für die operative Durchführung und Organisation des Wach- und Sicherungsdienstes zum Verhalten des Inhaftierten, Stationskartei, Entlassungsanweisung des Staatsanwaltes, Besuchskartei, Aufstellung über gelesene Bücher, Zeitungen und Zeitschriften sowie über gewährte Vergünstigungen.

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