Kleines Wörterbuch der marxistisch-leninistischen Philosophie 1979, Seite 318

Kleines Wörterbuch der marxistisch-leninistischen Philosophie [Deutsche Demokratische Republik (DDR)] 1979, Seite 318 (Kl. Wb. ML Phil. DDR 1979, S. 318); These 318 für das bewußte, zweckmäßige und zielstrebige Handeln der Menschen sowohl in der praktischen wie theoretischen Tätigkeit. Hierbei spielt die Methode eine große Rolle, d. h. das System von Regeln und Anweisungen, welches auf der Grundlage der T. gewonnen wird. Jede T. besitzt eine bestimmte Struktur, sie besteht aus Gesetzesaussagen und anderen Aussagen, die in bestimmten Relationen zueinander stehen. Die Präzisierung der logischen Struktur von T. ist ein wichtiges Mittel ihrer Entwicklung. Die T. unterscheidet sich von der ■ Hypothese, welche noch nicht oder nur unzureichend bestätigt ist, während die T. bereits zuverlässiges, geprüftes und bestätigtes Wissen ist. Doch darf dieser Unterschied nicht verabsolutiert werden, denn erstens können Hypothesen im Fortgang des Erkennens zu T. werden, und zweitens enthalten entwickelte T. in der Regel auch hypothetische Elemente. Als Produkt der theoretischen Aneignung der objektiven Welt, der theoretischen Tätigkeit der Menschen, trägt die T. stets logisch-abstrakten Charakter, sie ist vermitteltes Wissen, das keinen unmittelbaren Zusammenhang mit der objektiven Realität besitzt, sondern mit dieser über das empirische Wissen verbunden ist (- Empirisches und Theoretisches). Da die theoretische Tätigkeit auf der praktischen beruht, von dieser hervorgebracht und vorangetrieben wird, ist die T. untrennbar mit der gesellschaftlichen -*■ Praxis verbunden. Diese ist die letzte Grundlage und Triebkraft der T.bildung und auch das höchste Kriterium ihrer Wahrheit. T. und Praxis bilden eine widersprüchliche, dialektische Einheit: Ihre Wechselbeziehung ist kompliziert, oft vielfach vermittelt, weil die T. eine zunehmende relative Selbständigkeit gegenüber der Praxis gewinnt. Als Widerspiegelung der objektiven Realität ist die T. gegenständlich durch den widergespiegelten Objekt- bereich bestimmt; aber sie ist zugleich auch durch die jeweilige gesellschaftliche Praxis, die Produktivkräfte und Produktionsverhältnisse sowie gesellschaftlichen Interessen (Klasseninteressen) determiniert. Deshalb ist jede T. historisch bedingt und relativ ( ■ Relatives). In den Gesellschaftswissenschaften wurde die Bildung und Formulierung umfassender wissenschaftlicher T. erst mit der Entstehung des Marxismus möglich, weil dieser erst die grundlegenden Gesetzmäßigkeiten der gesellschaftlichen Entwicklung entdeckte. Die T. des ■ Marxismus-Leninismus ist die verallgemeinerte Widerspiegelung der grundlegenden Strukturen und Gesetzmäßigkeiten der Gesellschaft. Sie ermöglicht eine wissenschaftliche Erklärung der gesellschaftlichen Entwicklung und der Funktion der verschiedenen Elemente des Gesellschaftssystems. Damit ist sie ein wirksames Instrument der Arbeiterklasse zur praktischen Umgestaltung der Gesellschaft, zur Errichtung der kommunistischen Gesellschaftsformation auf wissenschaftlicher Grundlage. Die marxistisch-leninistischen Parteien lassen sich in ihrer gesamten Tätigkeit von dem Gedanken W. I. Lenins leiten, daß es „ohne revolutionäre Theorie . keine revolutionäre Bewegung“ geben kann (Lenin, 5, 379). These: eine Aussage, welche einen Gedanken in konzentrierter und wirksamer Weise zusammenfaßt und darstellt. In der Hegelschen Dialektik ist die T. die erste Stufe einer dialektischen Entwicklung des Gedankens, sie wird durch die *■ Antithese negiert, und in der Negation der Negation kommt es zur -*■ Synthese. Thomismus Neuthomismus transzendent: wörtlich: hinübersteigend; übersinnlich, jenseitig, übernatürlich.;
Kleines Wörterbuch der marxistisch-leninistischen Philosophie [Deutsche Demokratische Republik (DDR)] 1979, Seite 318 (Kl. Wb. ML Phil. DDR 1979, S. 318) Kleines Wörterbuch der marxistisch-leninistischen Philosophie [Deutsche Demokratische Republik (DDR)] 1979, Seite 318 (Kl. Wb. ML Phil. DDR 1979, S. 318)

Dokumentation: Kleines Wörterbuch der marxistisch-leninistischen Philosophie [Deutsche Demokratische Republik (DDR)] 1979, Manfred Buhr, Alfred Kosing, 4., überarbeitete und erweiterte Auflage, Dietz Verlag, Berlin 1979 (Kl. Wb. ML Phil. DDR 1979, S. 1-386).

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