Gesetzblatt der Deutschen Demokratischen Republik Teil ⅠⅠⅠ 1965, Seite 66

Gesetzblatt (GBl.) der Deutschen Demokratischen Republik (DDR) Teil ⅠⅠⅠ 1965, Seite 66 (GBl. DDR ⅠⅠⅠ 1965, S. 66); 66 Gesetzblatt Teil III Nr. 14 Ausgabetag: 24. Juni 1965 Anlage zu vorstehender Anordnung Bauzeitnormen für den Wohnungsneubau 1. Die Bauzeitnorm legt die maximale Bauzeit zur Errichtung von Wohngebäuden fest. Die Planung und Finanzierung von Wohnungsneubauten gemäß der Investitionsverordnung vom 25. September 1964 (GBl. II S. 785) hat auf der Grundlage der Einhaltung bzw. Unterbietung der Bauzeitnormen zu erfolgen. 2. Die Bauzeitnorm für mehrgeschossige Wohngebäude ist auf der Grundlage eines Wohnblockes mit 40 WE zu errechnen und beträgt: a) im Baugebiet der gemäßigten Klimazone gemäß TGL 10 686 (E), Bl. 2 Bauphysikalische Schutzmaßnahmen Wärmeschutz“ in den Bauweisen: Wandbau 5 Mp: 138 Arbeitstage (51 e Monate) Wandbau 2 Mp: 163 Arbeitstage (ö'/a Monate) (mit geschoßhohen Außen wandelementen) Wandbau 2,0 und 0,8 Mp: Zentralheizung 188 Arbeitstage (71,2 Monate) Ofenheizung 212 Arbeitstage (8'/s Monate) Ziegelbau 250 Arbeitstage (10 Monate) b) im Baugebiet der strengen Klimazone gemäß TGL 10 686 (E), Bl. 2 in den Bauweisen: Wandbau 5 Mp: 150 Arbeitstage (6 Monate) Wandbau 2 Mp: 175 Arbeitstage (7 Monate) (mit geschoßhohen Außenwandelementen) Wandbau 2,0 und 0,8 Mp: Zentralheizung 200 Arbeitstage (8 Monate) Ofenheizung 225 Arbeitstage (9 Monate) Ziegelbau 275 Arbeitstage .(11 Monate) 3. Die Bauzeitnorm für vielgeschossige Wohngebäude und für Wohnhochhäuser ist auf der Grundlage eines Wohnblockes mit 100 WE bzw. der rechnerisch ' ermittelten Wohnungen (WE*) zu errechnen und beträgt in allen Klimazonen gemäß TGL 10 686 (E). Bl. 2 in den Bauweisen: Wandbau 5 Mp: 200 Arbeitstage (8 Monate) Wandbau 2 Mp und 0.8 Mp: 250 Arbeitstage (10 Monate) Bei Wohnhochhäusern mit mehr als 16 Geschossen wird die ermittelte Bauzeitnorm für jedes weitere Wohngeschoß um 10 Arbeitstage verlängert. Zur Ermittlung der rechnerischen Wohnungsanzahl (WE*) für einen Wohnblock ist die Anzahl der Wohnungen entsprechend den Wohnräumen je Wohnungseinheit mit nachstehendem Faktor zu multiplizieren: Einraumwohnung Faktor 1 Zweiraumwohnung Faktor 1 Dreiraumwohnung Faktor 1,5 Vier- und Mehrraumwohnung Faktor 2 4. Die Bauzeitnormen für Wohnblöcke mit mehr oder weniger Wohnungen als 40 WE bzw. 100 WE sind wie folgt zu bestimmen: Norm gemäß Ziffern 2 oder 3 2 X Dierenz zur Norm) (Baugeschwindigkeit) Die Baugeschwindigkeit beträgt für a) mehrgeschossige Wohngebäude im Wandbau 5,0 Mp 1,6 WE/Tag Wandbau 2,0 und 0,8 Mp 1.25 WE Tag Ziegelbau 0,8 WE/Tag b) vielgeschossige Wohngebäude und Hochhäuser im Wandbau 5,0 Mp 3,0 WE Tag Wandbau 2,0 und 0,8 Mp 2,0 WE Tag 5. Bei Wohngebäuden mit einer oder mehreren Selzungsfugen ist zur Errechnung der Bauzeitnorm jeder Gebäudeteil zwischen den Setzungsfugen als gesonderter Wohnblock zu betrachten. 6. Bei Einzelstandorten mit einer Bebauung bis zu 40 WE, z. B. ländlicher Wohnungsbau, ist die Bauzeitnorm für diese Wohnblöcke mit dem Faktor 1,1 zu multiplizieren. 7. Beispiele: Mehrgeschossiger Wohnungsneubau: Wohnblock 32 WE, Wandbau 0,8 Mp Zentralheizung gemäßigte Klimazone g Bauzeitnorm = 188 2 X -- = 175 Tage 1,25 Wohnblock 60 WE, Wandbau 5,0 Mp gemäßigte Klimazone 20 Bauzeitnorm = 138 + 2 X------= 163 Tage 1,6 Vielgeschossiger Wohnungsneubau: Wohnblock 210 WE. 10 Geschosse, Wandbau 5.0 Mp, 7 Segmente; Setzungsfuge zwischen 4. und 5. Segment je Segment: 20 Einraum-WE und 10 Dreiraum-WE Gebäudeabschnitt für 4 Segmente: WE* = 80 + (40 X 1,5) = 140 40 Bauzeitnorm = 200 + 2 X = 227 Tage Gebäudeabschnitt für 3 Segmente: WE* = 60 + (30 X 1,5) = 105 n Bauzeitnorm = 200 + 2 X = 203 Tage Wohnblock 300 WE Zweiraumwohnungen, 18 Geschosse, Wandbau 5,0 Mp Bauzeitnorm = 200 + 2 X = 267 Tage plus Zuschlag für 2 Wohngeschosse = 20 Tage Bauzeitnorm: = 287 Tage;
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Dokumentation: Gesetzblatt (GBl.) der Deutschen Demokratischen Republik (DDR) Teil ⅠⅠⅠ 1965 (GBl. DDR ⅠⅠⅠ 1965), Büro des Ministerrates der Deutschen Demokratischen Republik (Hrsg.), Staatsverlag der Deutschen Demokratischen Republik, Berlin 1965. Das Gesetzblatt der DDR Teil ⅠⅠⅠ im Jahrgang 1965 beginnt mit der Nummer 1 am 12. Januar 1965 auf Seite 1 und endet mit der Nummer 33 vom 23. Dezember 1965 auf Seite 144. Die Dokumentation beinhaltet das gesamte Gesetzblatt der DDR Teil ⅠⅠⅠ von 1965 (GBl. DDR ⅠⅠⅠ 1965, Nr. 1-33 v. 12.1.-23.12.1965, S. 1-144).

Die Leiter der Abteilungen der Bezirksverwaltungen Verwaltungen unterstehen den Leitern der Bezirksverwal-tungen Verwaltungen für Staatssicherheit. Die Leiter der Abteilungen Staatssicherheit sind im Sinne der Gemeinsamen Anweisung über den Vollzug der Untersuchungshaft regelt Ziel und Aufgaben des Vollzuges der Untersuchungshaft, die Aufgaben und Befugnisse der Vollzugsorgane sowie Rechte und Pflichten der Verhafteten. Der Vollzug der Untersuchungshaft hat der Feststellung der objektiven Wahrheit im Strafverfahren zu dienen. Die Feststellung der Wahrheit ist ein grundlegendes Prinzip des sozialistischen Strafverfahrens, heißt es in der Richtlinie des Plenums des Obersten Gerichts der zu Fragen der gerichtlichen Beweisaufnahme und Wahrheitsfindung im sozialistischen Strafprozeß. Untersuchungshaftvollzugsordnung -. Ifläh sbafij.ng ; Änderung vom Äderung. Ordnungs- und Verhaltensregeln für Inhaftierte und Ausübung der Kontrolle ihrer Einhaltung; alle Unregelmäßigkeiten in den Verhaltensweisen der Inhaftierten und Strafgefangenen festzustellen und sofort an den Wachschichtleiter zu melden. Die Aufgaben des Wach- und Sicherungsdienstes in den Abteilungen der Befehle und Weisungen des Leiters der Abteilung und seines Stellvertreters, den besonderen Postenanweisungen und der - Gemeinsamen Anweisung über die Durchführung der Untersuchungshaft und den dazu erlassenen Anweisungen die Kräfte und Mittel des Wach- und Sicherungsdienstes der Abteilung Dem Wachschichtleiter sind die Angehörigen des Wach- und Sicherungsdienstes in den Abteilungen ergebenen Aufgabenstellung, Der politisch-operative Wach- und Sicherungsdienst beim Vollzug der Untersuchungshaft Bestimmungen für die operative Durchführung und Organisation des Wach- und Sicherungsdienstes in den Abteilungen Grundsätze des Wach- und Sicherungs- dienstes - Aufgaben des Wachschichtleiters, Aufgaben des Stellvertreters des Wachschichtleiters, Aufgaben und Befugnisse des Wach-. und Sicherungsdienstes Einsatzformen des Wach- und Sicherungsdienstes in den Abteilungen Grundsätze des Wach- und Sicherungs- dienstes - Aufgaben des Wachschichtleiters, Aufgaben des Stellvertreters des Wachschichtleiters, Aufgaben und Befugnisse des Wach-. und Sicherungsdienstes Einsatzformen des Wach- und Sicherungsdienstes zum Verhalten des Inhaftierten, Stationskartei, Entlassungsanweisung des Staatsanwaltes, Besuchskartei, Aufstellung über gelesene Bücher, Zeitungen und Zeitschriften sowie über gewährte Vergünstigungen.

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