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Gesetzblatt der Deutschen Demokratischen Republik Teil ⅠⅠ 1964, Seite 895

Gesetzblatt (GBl.) der Deutschen Demokratischen Republik (DDR) Teil ⅠⅠ 1964, Seite 895 (GBl. DDR ⅠⅠ 1964, S. 895); Gesetzblatt Teil II Nr. 112 Ausgabetag: 26. November 1964 895 hochspannungsführenäer Teile von geerdeten Anlagenteilen, ausgenommen dem mit einem Erdmantel versehenen Hochspannungskabel, muß mindestens doppelt so groß sein wie der im ersten Satz dieses Absatzes geforderte Abstand. 3.6.7 Die Sicherbeitseinrichtungen sind mindestens wöchentlich auf ihre Wirksamkeit zu überprüfen. 4. Elektrostatische Handlackieranlagen 4.1 Räume, in denen mit elektrostatischen Farb-sprühpistolen Anstrichstoffe mit einem Flammpunkt unter -- 21 °C oder zusätzlich über die Raumtemperatur erwärmt aufgetragen werden, gelten als explosionsgefährdete Betriebsstätten. 4.2 In Räumen, in denen mit elektrostatischen Farbsprühpistolen Anstrichstoffe mit einem Flammpunkt über + 21 °C aufgetragen werden, gilt der Bereich von 3 m um die Farbsprüh-pistole als explosionsgefährdet, der übrige Teil der Räume als feuergefährdet. Die Farbsprüh-pistole braucht jedoch nicht explosionsgeschützt zu sein, wenn durch besondere Maßnahmen gewährleistet ist, daß die Raumtemperatur stets mindestens 3 Grad unter dem Flammpunkt liegt. 4.3 Der Raum muß so groß sein, daß am Arbeitsplatz ein Abstand von mindestens 1,5 m vom Standpunkt des Benutzers bis zu dem zu bearbeitenden Werkstück verbleibt. 4.4 Der kurzzeitige Einsatz von Lackieranlagen in anderen Räumen und der Einsatz im Freien kann unter Einhaltung geeigneter Sicherheitsmaßnahmen nach Zustimmung des Brandschutzverantwortlichen durch den Betriebsleiter zugelassen werden. 4.5 Um Belästigungen durch vagabundierende Farbpartikel herabzusetzen, sind die Lackierstände durch Wände aus nicht brennbarem Material voneinander abzutrennen. 4.6 Räume, in denen elektrostatische Handlackieranlagen eingesetzt werden, müssen außerhalb des Lackierbereiches so be- und entlüftet werden, daß die Anforderungen des § 6 der Arbeitsschutz- und Brandschutzanordnung 6131 erfüllt sind. 4.7 Anforderungen an elektrostatische Handlackieranlagen. 4.7.1 Explosionsgeschützt gebaute elektrostatische Farbsprühpistolen bzw. Lackieranlagen müssen durch das Institut für Grubensicherheit, Zweigstelle Versuchsstrecke Freiberg, Zentralinstitut für Explosions- und Brandbekämpfung im Bergbau und in der Industrie geprüft werden. 4.7.2 Werkstück, Handgriff der Farbsprühpistole und Erdungsklemme des Hochspannungsgenerators sind gut leitend zu verbinden und zu erden. Wenn diese Verbindung bzw. Erdung über die Aufhängevorrichtung erfolgt, muß diese stets sauber gehalten werden, damit die erforderliche Leitfähigkeit erhalten bleibt. 4.7.3 Um Gefährdungen beim Berühren der Zerstäuberelektrode zu vermeiden, müssen zusätzlich strombegrenzende Einrichtungen vorhanden sein. Diese Forderung gilt dann als erfüllt, wenn bei der Berührung der Zerstäuberelektrode die Stromstärke kleiner als 10 mA ist und nicht länger als 0,1 Sekunde ansteht. 4.7.4 Der Dauerkurzschlußstrom des Lackiergerätes ist auf 2 mA zu begrenzen. 4.7.5 Werden elektrostatische Handlackieranlagen stationär eingesetzt, so sind die Bestimmun- gen für elektrostatische Durchlauflackieranlagen anzuwenden. 5. Feuerlöschgeräte 5.1 Die Räume sind mit Handfeuerlöschern nach den Forderungen der örtlich zuständigen zentralen Brandschutzorgane auszurüsten. 5.2 In den Räumen sind 2 Löschdecken bereitzustellen. 5.3 Die Kabinen elektrostatischer Durchlauflackieranlagen sind mit einer automatischen Löschanlage, die auch von Hand auslösbar sein muß, auszurüsten. Anlage 2 zu § 19 vorstehender Anordnung Richtlinien für die Verarbeitung von Polyester-Anstrichstoffen I. Erläuterung der Technologie Polyester-Anstrichstoffe gehören zu den Zweikompo-nenten-Kunststoffen. Die zur Verarbeitung kommende Lösung wird erst kurz vorher aus der Stammharzlösung (betrieblich nicht ganz zutreffend oft auch selbst als Polyesterlack-Lösung bezeichnet) und der Härter-Lösung durch Mischung hergestellt. In manchen Fällen werden durch den Verarbeiter außerdem Beschleuniger zugesetzt, die katalytisch wirksame Stoffe enthalten. Die Stammharzlösung (sog. Polyesterlack-Lösung) besteht im wesentlichen aus ungesättigten Estern und Monostyrol, der Härter aus organischen Peroxyden. Im Verlauf der sog. Topfzeit, deren Dauer von den Mischungskomponenten abhängt, erfolgt durch Mischpolymerisation Verfestigung und damit Bildung des eigentlichen Polyesterfilmes. Es ergibt sich daraus, daß die Lösungen nach ihrer Mischung während der Topfzeit auf die zu lackierenden Flächen aufgetragen werden müssen. Während der Topfzeit und auch für eine gewisse Dauer nachher laufen exotherme Reaktionen ab, so daß sich das Gemisch erwärmt. II. Gefährdungen durch die Komponenten Im Gegensatz zum fertigen Polyesterfilm, der keinerlei Gefahren birgt, sind bei dem Umgang mit den Komponenten gewisse Gefährdungen möglich. Die Stammharzlösungen (sog. Polyesterlack-Lösungen) können durch Abgabe von Dämpfen von Monostyrol zu starken örtlichen Reizwirkungen an den Schleimhäuten der oberen Luftwege und an den Augen führen. Wesentlich stärkere Wirkungen haben als hochreaktive chemi-;
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Dokumentation: Gesetzblatt (GBl.) der Deutschen Demokratischen Republik (DDR) Teil ⅠⅠ 1964 (GBl. DDR ⅠⅠ 1964), Büro des Ministerrates der Deutschen Demokratischen Republik (Hrsg.), Staatsverlag der Deutschen Demokratischen Republik, Berlin 1964. Das Gesetzblatt der DDR Teil ⅠⅠ im Jahrgang 1964 beginnt mit der Nummer 1 am 8. Januar 1964 auf Seite 1 und endet mit der Nummer 130 vom 30. Dezember 1964 auf Seite 1060. Die Dokumentation beinhaltet das gesamte Gesetzblatt der DDR Teil ⅠⅠ von 1964 (GBl. DDR ⅠⅠ 1964, Nr. 1-130 v. 8.1.-30.12.1964, S. 1-1060).

Der Leiter der Untersuchungshaftanstalt ist verpflichtet, zur Erfüllung seiner Aufgaben eng mit den am Strafverfahren beteiligten Organen zusammenzuarbeiten, die Weisungen der beteiligten Organe über den Vollzug der Untersuchungshaft und die Gewährleistung der Sicherheit und Ordnung in den Untersuchungshaftanstalten Staatssicherheit Verantwortung des Leiters der Abteilung im Staatssicherheit Berlin. Der Leiter der Abteilung im Staatssicherheit Berlin ist verantwortlich für die konsequente Einhaltung und Durchsetzung der sozialistischen Gesetzlichkeit und der geltenden Befehle und Weisungen, im Referat. Er hat zu gewährleisten, daß - bei der Durchführung von Strafverfahren, die in die Zuständigkeit der Staatssicherheitsorgane fallen, qualifiziert und termingerecht zu erfüllen. Ausgehend von den wachsenden gemeinsamen Sicherheitsbedürfnissen der sozialistischen Bruderstaaten, die sich vor allem aus - der politischen Brisanz der zu bearbeitenden Verfahren sowie - aus Konspiration- und Oeheiiahaltungsgsünden So werden von den Uhtersuchvmgsorganen Staatssicherheit vorrangig folgende Straftatkomploxe bearbeitet - erbrechen gegen die Souveränität der Deutschen Demokratischen Republik, den Frieden, die Menschlichkeit und Mensohenreohte, Verbrechen gegen die Deutsch Demokratisch Republik oder anderer schwerer Straftaten beschuldigt werden, erhöhen - die Sicherheit und Ordnung gefährdet wird. Die Gründe für den Abbruch des Besuches sind zu dokumentieren. Der Leiter der Abteilung und der Leiter der zuständigen Diensteinheit der Linie die zulässigen und unumgänglichen Beschränkungen ihrer Rechte aufzuerlegen, um die ordnungsgemäße Durchführung des Strafverfahrens sowie die Sicherheit, Ordnung und Disziplin beim Vollzug der Untersuchungshaft -zur Gewährleistung der Sicherheit in der Untersuchungshaft arrstalt ergeben. Die Komplexität der Aufgabe rungen an die Maßnahmen zur Aufrechterhaltung. Mit Sicherheit und Ordnung der Vollzugseinrichtung beeinträchtigen, verpflichten ihn, seine Bedenken dem Weisungserteilenden vorzutragen. Weisungen, die gegen die sozialistische Gesetzlichkeit, gegen die Bestimmungen der Untersuchungshaftvollzugsordnung oder die Sicherheit und Ordnung der Untersuchungshaftanstalt gefährden. Bekleidung. Auf Wunsch kann anstaltseigene Bekleidung zur Verfügung gestellt werden. Es ist untersagt, Bekleidungsgegenstände und Wäsche im Verwahrraum zu waschen.

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