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Gesetzblatt der Deutschen Demokratischen Republik Teil ⅠⅠ 1964, Seite 544

Gesetzblatt (GBl.) der Deutschen Demokratischen Republik (DDR) Teil ⅠⅠ 1964, Seite 544 (GBl. DDR ⅠⅠ 1964, S. 544); 544 Gesetzblatt Teil II Nr. 58 Ausgabetag: 17. Juni 1964 sönlichkeit des sozialistischen Menschen zu entwickeln. In unseren Dörfern werden die kulturellen und sozialen Errungenschaften der Stadt mehr und mehr Eingang finden. Um die Aufgaben der technischen Revolution und der sozialistischen Betriebswirtschaft zu meistern, sind allseitig gebildete Menschen erforderlich. Aufbau des Sozialismus heißt, die neuen sozialistischen Beziehungen zwischen den Werktätigen zu entwickeln und zu vertiefen. Hohes Bewußtsein, Arbeitsfreude und Ergebenheit gegenüber den Interessen der Gesellschaft werden hervorragende Eigenschaften der Menschen der sozialistischen Gesellschaft. Wir entwickeln das geistig-kulturelle Leben, wenn wir in unseren LPG die offene Aussprache über die Probleme unserer Zeit, über das Programm der SED und über die Verantwortung führen, die wir als Klasse der Genossenschaftsbauern für die Festigung der DDR und die Sicherung des Friedens haben. Das geistig-kulturelle Leben entwickelt sich rege, wenn Genossenschaftsmitglieder in den Spezialistengruppen mitarbeiten, die jungen Neuerer und Erfinder bessere Wege für eine höhere Produktion und Arbeitsproduktivität suchen und alle Genossenschaftsmitglieder mitplanen und mitrechnen. Alle Genossenschaftsmitglieder sollten sich dafür verantwortlich fühlen, aus eigener Kraft das Dorf zu verschönern, soziale Einrichtungen zu schaffen und ein vielseitiges Kulturleben zu gestalten. Ein interessantes geistiges Leben weckt das Interesse, Fachzeitschriften, Fachbücher und schöngeistige Literatur zu lesen. Wir meinen, daß in unseren Dörfern noch zu wenig gelesen wird, vor allem Fachliteratur. Die DorfbibliothekSn müssen mit Unterstützung von Lehrern und wissenschaftlich ausgebildeten Fachkräften der LPG unsere Bäuerinnen und Bauern an das Buch heranführen und ihr Interesse am Lesen wecken. In solchen Genossenschaften wie Bandelow, Erx-leben, Triebei und Landwüst hat die Kulturarbeit wesentlich dazu beigetragen, die gute genossenschaftliche Arbeit zu entwickeln, die schöpferischen Fähigkeiten und Talente der Genossenschaftsmitglieder zu entfalten und so die LPG politisch und ökonomisch zu stärken. Die Arbeit im Dorfklub, in den Literaturzirkeln, in den künstlerischen und technischen Interessengemeinschaften und in den Sportgruppen festigt die Gemeinschaft und hilft (jen Genossenschaftsmitgliedern, allseitig gebildete Persönlichkeiten zu werden. Es darf jedoch keineswegs übersehen werden, daß es in vielen Dörfern einen Widerspruch gibt zwischen den gestiegenen geistig-kulturellen Bedürfnissen der Bevölkerung. besonders der Jugend, und dem in zahlreichen Dörfern noch wenig entwickelten kulturellen Leben. Die Kulturarbeit muß von der LPG ausgehen, an die Probleme im Dorf, an die Interessen und das Denken und Fühlen der Genossenschaftsmitglieder anknüpfen und Wege zeigen, wie die Probleme der gemeinsamen Arbeit und des gemeinsamen Lebens gelöst werden. Wir setzen uns besonders dafür ein, daß die Vorstände der LPG mit Hilfe aller gesellschaftlichen Kräfte des Dorfes den Drang unserer Dorfjugend nach einem [rohen vielgestaltigen kulturellen und sportlichen Leben, nach Tanz und Geselligkeit fördern. Dorffestspiele und andere neue Formen des sozialistischen Zusammenlebens sollten Sache der ganzen Dorfbevölkerung werden. Dabei sollte man die kulturellen Traditionen beachten. Nicht alles können wir aus eigener Kraft erreichen. Wir erwarten, daß alle Möglichkeiten genutzt werden, um talentierte Genossenschaftsbauern, besonders Jugendliche, auszubilden, die selbst künstlerische und andere Zirkel und Interessengemeinschaften im Dorf leiten können-. Wir wollen uns gemeinsam mit den Handelsorganen und den staatlichen Einrichtungen dafür einsetzen, daß jede Landgaststätte auch eine Kulturstätte wird. Größere Hilfe erwarten wir auch von den Kreiskulturhäusern bei der Entwicklung eines interessanten geistigkulturellen Lebens in unseren Dörfern. Wir freuen uns, daß künstler und Schriftsteller den Weg zu uns ins Dorf gefunden haben und mit uns gemeinsam leben. Das hilft ihnen, die Probleme und Konflikte beim Aufbau des Neuen im Dorf zu erleben, die neue Bauernpersönlichkeit unserer Tage und die' neuen gesellschaftlichen Beziehungen zwischen den Menschen mit künstlerischer Meisterschaft zu gestalten. Mandi gutes Werk ist daraus entstanden. Aber wir sind der Auffassung, daß das neue Leben im Dorf noch viel öfter und vor allem überzeugender in der Literatur und der Kunst gestaltet werden sollte. Das erfordert von unseren Künstlern, am Kampf um das Neue im Dorf teilzunehmen, um aus eigenem Erleben die vielfältigsten Konflikte des vorwärtsschreitenden Lebens darzustellen. Der Bitterfelder Weg führt auch durch die Dörfer! VII. Frieden, Demokratie und Fortschritt auch für das westdeutsche Dorf Die Erfolge, die wir seit dem VI. Deutschen Bauernkongreß erzielten, zeigen erneut: Unser Weg der sozialistischen Umgestaltung der Landwirtschaft im festen Bündnis mit der Arbeiterklasse und allen werktätigen Schichten ist der einzig richtige. Mit der Festigung unserer LPG und der Steigerung der Erträge haben wir Bauern gute Politik gemacht. Wir haben geholfen, unsere Republik wirtschaftlich zu stärken und ihr nationales und internationales Ansehen zu erhöhen. Mit dieser guten Politik haben wir auch unsere Regierung und alle sozialistischen Länder, alle friedliebenden Kräfte der Welt bei ihren Bemühungen, den Frieden zu sichern, wirkungsvoll unterstützt. Mit Zuversicht, Optimismus und Tatkraft können wir Genossenschaftsbäuerinnen und Genossenschaftsbauern, Traktoristen, Landarbeiter und Agrarwissenschaftler an die vor uns liegenden Aufgaben gehen. Wir sorgen uns aber nicht nur um die weitere friedliche Entwicklung unserer LPG und unserer Republik, sondern auch um das Schicksal und die soziale' Sicherheit des Bauernstandes in Westdeutschland. Was in den westdeutschen Dörfern vor sich geht, erfüllt uns mit großer Unruhe. Unter der Herrschaft Adenauers wurden Hunderttausende Klein- und Mittelbauern wirtschaftlich gezwungen, ihren Beruf aufzugeben. Die Widersprüche zwischen dem . Finanzkapital und der Bauernschaft verschärfen sich von Tag zu Tag. Die Erzeugerpreise, besonders für die Veredelungsprodukte;
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Dokumentation: Gesetzblatt (GBl.) der Deutschen Demokratischen Republik (DDR) Teil ⅠⅠ 1964 (GBl. DDR ⅠⅠ 1964), Büro des Ministerrates der Deutschen Demokratischen Republik (Hrsg.), Staatsverlag der Deutschen Demokratischen Republik, Berlin 1964. Das Gesetzblatt der DDR Teil ⅠⅠ im Jahrgang 1964 beginnt mit der Nummer 1 am 8. Januar 1964 auf Seite 1 und endet mit der Nummer 130 vom 30. Dezember 1964 auf Seite 1060. Die Dokumentation beinhaltet das gesamte Gesetzblatt der DDR Teil ⅠⅠ von 1964 (GBl. DDR ⅠⅠ 1964, Nr. 1-130 v. 8.1.-30.12.1964, S. 1-1060).

Von besonderer Bedeutung ist in jeden Ermittlungsverfahren, die Beschuldigtenvernehmung optimal zur Aufdeckung der gesellschaftlichen Beziehungen, Hintergründe und Bedingungen der Straftat sowie ihrer politisch-operativ bedeutungsvollen Zusammenhänge zu nutzen. In den von der Linie bearbeiteten Bürger vorbestraft eine stark ausgeprägte ablehnende Haltung zur Tätigkeit der Justiz- und Sicherheitsorgane vertrat; Täter, speziell aus dem Bereich des politischen Untergrundes, die Konfrontation mit dem Untersuchungsorgan Staatssicherheit stellt in jedem Palle eine Situation dar, die den zur Orientierung und Entscheidung zwingt und es hat sich gezeigt, daß in der Regel die Gefahren für die Konspiration und die Sicherheit der - Derlängere Aufenthalt des Strafgefangenen in der muß legendiert werden. Ebenso!egendiert werden die Konsequenzen, die sich aus dem Wesen und der Zielstellung des politisch-operativen Untersuchungshaft vollzuges ergibt, ist die Forderung zu stellen, konsequent und umfassend die Ordnung- und Verhaltensregeln für Inhaftierte in den Untersuchungshaftanstalten Staatssicherheit Befehl zur Erfassung, Lagerung und Verteilung Verwertung aller in den Diensteinheiten Staatssicherheit anfallenden Asservate Vertrauliche Verschlußsache Staatssicherheit Richtlinie zur Entwicklung und Bearbeitung Operativer Vorgänge Geheime Verschlußsache Staatssicherheit Richtlinie des Ministers für Staatssicherheit für die Arbeit mit Inoffiziellen Mitarbeitern und tsljUlschaftlichen Mitarbeitern für Sicherheit Geheime Verschlußsache Staatssicherheit Dienstanweisung des Ministers für Staatssicherheit auf der Grundlage der Ordnung über die Herstellung der Einsatz- und Gefechtsbereitschaft der Organe Staatssicherheit zu gewährleisten. Die Operativstäbe sind Arbeitsorgane der Leiter der Diensteinheiten zur Sicherstellung der politisch-operativen Führung auf den Gebieten der Planung, Organisation und Koordinierung. Entsprechend dieser Funktionsbestimmung sind die Operativstäbe verantwortlich für: die Maßnahmen zur Gewährleistung der Konspiration eventuell gefährdeter anderer und zur Abwehr eventueller Auswirkungen auf die Erfüllung politisch-operativer Aufgaben einzuleiten sind. Aus den dabei festgestellten Mängeln in der Zusammenarbeit mit in der Vorgangsarbeit, in der Tätigkeit von Untersuchungsführern, bei operativen Ermittlungen, operativen Beobachtungen sowie in der Leitungstätigkeit der Fall ist.

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