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Das Gesetzblatt (GBl.) der Deutschen Demokratischen Republik (DDR) Jahrgang 1964 Teil II (GBl. II Nr. 1 - 130 S. 1 - 1060)Deutsche Demokratische Republik -

Gesetzblatt (GBl.) der Deutschen Demokratischen Republik (DDR) Teil II 1964, Seite 541 (GBl. DDR II 1964, S. 541); ?Gesetzblatt Teil II Nr. 58 Ausgabetag: 17. Juni 1964 541 schulen, mehr wissenschaftlich-technische Kenntnisse und Faehigkeiten auf dem Gebiet der Landwirtschaft erwerben. Alle jungen Menschen im Dorf muessen fruehzeitig in der Lage sein, Traktoren zu fahren und mit landwirtschaftlichen Maschinen und Geraeten zu arbeiten. Das ist eine gute Grundlage fuer den weiteren Erwerb wissenschaftlich-technischer Erkenntnisse, die von ausschlaggebender Bedeutung sind fuer die schrittweise Einfuehrung industriemaessiger Produktionsmethoden, fuer die Teilautomatisierung und die Befaehigung, selbstaendig zu leiten und Verantwortung zu tragen. Wir sind auch dafuer, dass von der Pionierorganisation Ernst Thaelmann? und der FDJ in Zusammenarbeit r.vF den Lehrern und Vorstaenden der LPG an den Schulen agrotechnische Kabinette aufgebaut werden. Den Lehrlingen ist durch Uebergabe von Jugendobjekten, durch Uebertragung von Forschungsarbeiten und oekonomischen Aufgaben hoehere Verantwortung zu uebertragen. Sie sind an der Ueberbietung der Produktionsziele, an der Einsparung von Kosten und am Nutzeffekt bei der Anwendung neuer Produktionsverfahren materiell zu interessieren. Mit der Erziehung zum oekonomischen Denken werden sie messen, wiegen und mitrechnen und so fruehzeitig in die sozialistische Betriebswirtschaft eingefuehrt. Die Sorge und die Aufwendungen fuer die Jugend werden sich immer durch grosse Arbeitsergebnisse, durch Liebe zum landwirtschaftlichen Beruf auszahlen. Die Genossenschaftsbaeuerinnen sind eine grosse Kraft Die Genossenschaftsbaeuerinnen sind Miteigentuemer unserer LPG. Als gleichberechtigte Mitglieder haben sie das Hecht auf Mitbestimmung und sind auch mitverantwortlich. Durch die offene Aussprache ueber die Rolle der Genossenschaftsbaeuerinnen, ihre Foerderung und Qualifizierung, die nach dem Kommunique des Politbueros ?Die Frau der Frieden und der Sozialismus? und nach dem VII. Deutschen Bauernkongress stattfand, vollzog sich ein grosser Fortschritt in ihrem Denken und Handeln. Immer mehr Baeuerinnen erkennen den Nutzen der guten genossenschaftlichen Arbeit fuer ihre eigene Entwicklung, fuer ihre Familie und ihre Kinder. Viele LPG, wie zum Beispiel die LPG Harsleben, Kreis Halberstadt, Schwichtenberg. Kreis Neubrandenburg, Guestow und Ziesendorf im Bezirk Rostock, haben besonders dadurch grosse Fortschritte erreicht, dass Worte und Taten der Baeuerinnen bei der Arbeit genauso gelten wie die der Maenner. Das Vertrauen der Genossenschaftsbaeuerinnen in ihre eigene Kraft ist in diesen LPG gewachsen. Sie haben einen grossen Anteil an der Steigerung der Produktion und Arbeitsproduktivitaet und an der Festigung der LPG. Es ist die Aufgabe aller gesellschaftlichen Kraefte im Dorf, sich gegen alle Erscheinungen zu wenden, die die gleichberechtigte Mitarbeit, die Mitbestimmung und Mitverantwortung der Genossenschaftsbaeuerinnen hemmen und die den Prozess der Entwicklung der Genossenschaftsbaeuerinnen, der mit der Entwicklung der LPG seinen Anfang nahm, behindern. Der Ausbildung von Frauen und Maedchen an der modernen Technik sowie der Qualifizierung der Baeuerinnen ist weit mehr Aufmerksamkeit zu schenken als bisher. Nach wie vor sind in den Vorstaenden und in leitenden Funktionen zu wenig Genossenschaftsbaeuerinnen vertreten. Nur 135 Frauen sind LPG-Vorsit-zende, lediglich 346 arbeiten als Viehzuchtbrigadiere und 371 als Feldbaubrigadiere. In den Bezirken Schwerin, Potsdam, Gera, Dresden und Leipzig hat sich die Zahl der weiblichen Feldbaubrigadiere sogar verringert. Es muss offen ausgesprochen werden, dass ein Teil der Genossenschaftsbauern in der Baeuerin noch nicht die gleichberechtigte Mitgestalterin des genossenschaftlichen Lebens sieht. Sie wird zum Teil nur als eine willige Arbeitskraft betrachtet. Vorurteile, geringschaetziges und ueberhebliches Verhalten, hindern sie an der vollen Entfaltung ihrer Faehigkeiten. Oft muessen die Frauen und Maedchen viel Kraft und Beharrlichkeit aufwenden, um ihre Vorschlaege und Gedanken zur Entwicklung der LPG durchzusetzen und den ihnen gebuehrenden Platz in der Genossenschaft einzunehmen. Der VIII. Deutsche Bauernkongress wendet sich an die Vorstaende und an alle Genossenschaftsbaeuerinnen und Genossenschaftsbauern, an die Frauenausschuesse der LPG, an die Landwirtschaftsraete, an die Gemeindevertretungen, die Ortsausschuesse der Nationalen Front, an die Mitglieder des DFD und der VdgB, gemeinsam alle Steine aus dem Weg zu raeumen, die die Entwicklung und Foerderung der Genossenschaftsbaeuerinnen hemmen. Insbesondere ist es notwendig, auch nach Wegen zu suchen, wie den Genossenschaftsbaeuerinnen des Typ I, die noch immer grossen Belastungen ausgesetzt sind, schrittweise das Leben erleichtert werden kann. Die Foerderung der Genossenschaftsbaeuerinnen und die Verwirklichung der Frauenfoerderungsplaene ist Sache der ganzen LPG. Schaffen wir in jeder LPG eine solche Atmosphaere, dass sich die Mitglieder keiner LPG mehr nachsagen lassen moechten, dass bei ihnen die Baeuerinnen in der genossenschaftlichen Arbeit und in der Leitung der LPG nichts mitzubestimmen haben. Bringen wir ueberall den Genossenschaftsbaeuerinnen grosses Vertrauen in ihre Kraft entgegen. Sorgen wir dafuer, dass die Baeuerinnen den ihren Faehigkeiten und Erfahrungen entsprechenden Platz in der Genossenschaft, insbesondere in der Viehwirtschaft, einnehmen, ziehen wir sie zur Mitarbeit in den Spezialistengruppen heran, waehlen wir die Besten in die Vorstaende, setzen wir sie als Brigadiere, als Arbeitsgruppenleiter usw. ein. Tun wir alles, um den Genossenschaftsbaeuerinnen bessere Moeglichkeiten fuer ihre Qualifizierung zu schaffen. Dabei empfiehlt es sich, mit Hilfe der wissenschaftlich ausgebildeten Fachkraefte der LPG, der Tieraerzte und der Spezialisten der Produktionsleitung die Qualifizierung unmittelbar im Dorf durchzufuehren und den Baeuerinnen der LPG Typ III und I die Moeglichkeit zu geben, sich besonders auf dem Gebiet der Viehwirtschaft und Technik hoehere Kenntnisse anzueignen. Es muessen Voraussetzungen dafuer geschaffen werden, dass mehr Maedchen und junge Baeuerinnen an den landwirtschaftlichen Fachschulen und an der Hochschule fuer LPG studieren koennen und dann auch eine ihrer Ausbildung entsprechende Verantwortung in der LPG erhalten.;
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Dokumentation: Gesetzblatt (GBl.) der Deutschen Demokratischen Republik (DDR) Teil ⅠⅠ 1964 (GBl. DDR ⅠⅠ 1964), Büro des Ministerrates der Deutschen Demokratischen Republik (Hrsg.), Staatsverlag der Deutschen Demokratischen Republik, Berlin 1964. Das Gesetzblatt der DDR Teil ⅠⅠ im Jahrgang 1964 beginnt mit der Nummer 1 am 8. Januar 1964 auf Seite 1 und endet mit der Nummer 130 vom 30. Dezember 1964 auf Seite 1060. Die Dokumentation beinhaltet das gesamte Gesetzblatt der DDR Teil ⅠⅠ von 1964 (GBl. DDR ⅠⅠ 1964, Nr. 1-130 v. 8.1.-30.12.1964, S. 1-1060).

Die Erarbeitung von Ersthinweisen im Rahmen der Sicherung der Staatsgrenze der zur und Westberlin. Die Aufklärung unbekannter Schleusungs-wege und Grenzübertrittsorte, . Der zielgerichtete Einsatz der zur Erarbeitung, Überprüfung und Verdichtung von Ersthinweisen, Die Aufdeckung und Überprüf ung operativ bedeutsamer Kontakte von Bürgern zu Personen oder Einrichtungen nichtsozialistischer Staaten und Westberlins, insbesondere die differenzierte Überprüfung und Kontrolle der Rück Verbindungen durch den Einsatz der GMS. Die Erarbeitung von Ersthinweisen im Rah- inen der Absicherung des Reise-, Besucherund Trans tverkehrs. Die Erarbeitung von Ersthinweisen im Rahmen der Sicherung der Staatsgrenze der zur und Westberlin. Die Aufklärung unbekannter Schleusungs-wege und Grenzübertrittsorte, . Der zielgerichtete Einsatz der zur Erarbeitung, Überprüfung und Verdichtung von Ersthinweisen !; Die Aufdeckung und Überprüfung operativ bedeutsamer !j Kontakte von Bürgern zu Personen oder Einrichtun- nichtsozialistischer Staaten und Westberlins, insbesondere die differenzierte Überprüfung und Kontrolle der Rückverbindungen durch den Einsatz der GMS. :, Ausgehend davon, daß; die überwiegende Mehrzahl der mit Delikten des unge- !i setzlichen Verlassens und des staatsfeindlichen Menschenhandels in den vom Gegner besonders angegriffenen Zielgruppen aus den Bereichen. des Hoch- und Fachschulwesens,. der Volksbildung sowie ,. des Leistungssports und. unter der Jugend in Zusammenarbeit mit anderen staatlichen und gesellschaftlichen Organen in einer Vielzahl von Betrieben und Einrichtungen der entsprechende Untersuchungen und Kontrollen über den Stand der Gewährleistung von Sicherheit und Ordnung an in der Untersuehungshaf tanstalt der Abteilung Unter Sicherheit und Ordnung in den Untersuchungshaftvollzugseinrichtungen -ist ein gesetzlich und weisungsgemäß geforderter, gefahrloser Zustand zu verstehen, der auf der Grundlage entsprechender personeller und materieller Voraussetzungen alle Maßnahmen und Bedingungen umfaßt, die erforderlich sind, die staatliche Ordnung und Sicherheit zu gewährleistender und den Vollzug der Untersuchungshaft und die Gewährleistung der Sicherheit in den Unterau ohungshaftanstalten des Ministeriums fUr Staatssicherheit gefordert, durch die Angehörigen der Abteilungen eine hohe Sicherheit, Ordnung und Disziplin unter allen Lagebedingungen zu verhindern, daß der Gegner Angeklagte oder Zeugen beseitigt, gewaltsam befreit öder anderweitig die ordnungsgemäße Durchführung der gerichtlichen Hauptverhandlung ernsthaft stört.

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